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Beitrag Forum: Praktica-Forum   Geschrieben: So, 10. Oct 2010 23:17   Titel: Re: Praktica TTL- Funktion

Hi,

ich habe den gleichen Blitz wie Du.

Ich stelle Blitz auf TTL und Kamera auf Auto, mehr muss ich nicht beachten. Durch die TTL-Funktion beider Systeme (Blitz und Kamera) ist auch indirektes Blitzen kein Problem. Der Sensor der Kamera gibt die Lichtmengeninformation beim Belichten/Blitzen an den Blitz weiter, welcher darauf automatisch die Brenndauer des Blitzes einstellt bzw. stoppt.

Bei mir leuchtet die Auto-Check-Lampe des Blitzgerätes auch nur kurz (ca. 1 Sekunde).

Du brauchst also nicht viel einstellen.
Sinnvoll beim Fotografieren naher Objekte und vor allem Gesichter ist, falls ein indirektes Blitzen nicht möglich ist, den ISO-Wert an der Kamera und am Blitz eine Stufe höher zu stellen. Dadurch glaubt das System, daß ein lichtempfindlicherer Film eingelegt ist und der Blitz leuchtet etwas kürzer. Daducht kannst Du verhindern, daß nahe objekte zu grell abgelichtet werden. Probiers einfach mal aus...

vg,

Tino
Beitrag Forum: Fotowissen   Geschrieben: Sa, 27. Dec 2008 15:36   Titel: Objektive Und Den Richtigen Einsatz.

Kleine Objektivkunde

Man unterscheidet Objektive nach ihrem Aufnahmewinkel (bzw. ihrer Brennweite, was äquivalent ist).
Der Aufnahmewinkel hat aber nicht nur Einfluss auf den Bildausschnitt, er bestimmt auch maßgeblich Geometrie und Tiefenschärfe der Aufnahme.
Weitwinkel
Zu den Weitwinkelobjektiven gehört alles unterhalb von 35mm (28mm entsprechen 75°). Diese Objektive eignen sich besonders für Aufnahmen in Innenräumen und für Landschaften, aber Portraits werden damit unnatürlich verzerrt.
Ein besonderes Merkmal ist die vergrößerte Tiefenschärfe, das heißt, bei gleicher Blende wird ein größerer Bereich scharf abgebildet als bei größeren Brennweiten.
Unter den Weitwinkeln unterscheidet man außerdem die extremen Weitwinkel um 18mm Brennweite und die sogenannten Fisheye mit Brennweiten um 8mm können diese Objektive bis zu 180° Aufnahmewinkel erreichen (Vorsicht mit den eigenen Füßen).

Normalbereich
Das allgemeingültige Normalobjektiv gibt es nicht, für Kleinbildkameras ist es aber das 50mm Objektiv (das entspricht einem Aufnahmewinkel von etwa 45°), man sagt, dass es den Seheindruck am natürlichsten wiedergibt, sein Aufnahmewinkel entspricht etwa 45°.Kleinere Bildformate (insbesondere die kleinen Sensoren der Digitalkameras) verlangen Objektive mit kürzeren Brennweiten, um den selben Ausschnitt aufzunehmen.

Teleobjektive
Teleobjektive von 80mm bis 1000mm und darüber eigenen sich hervorragend, um weit entfernte Objekte heranzuholen (Aufnahmewinkel < 16°). Ein leichtes Tele (um 80-100mm) eignet sich auch gut für die Portraitfotografie, weil die Proportionen damit am besten wiedergegebne werden, längere Brennweiten lassen das Gesicht platt erscheinen.
Der Bereich der Schärfentiefe ist bei diesen Objektiven eingeschränkter als bei den Weitwinkeln, was man bei der Aufnahme beachten sollte 8und bei Portraits ebenfalls sinnvoll ist, da die Aufmerksamkeit auf den scharfen Bereich gelenkt wird). Hier muss dann eventuell stärker abgeblendet werden.
Außerdem verwackeln Aufnahmen mit Teleobjektiven leichter (Als Fausregel gilt: Belichtungszeit = 1/Brennweite, also bei 200mm etwa 1/250s), so dass kürzere Verschlusszeiten oder ein Stativ hilfreich sein kann. Nicht zuletzt helfen höherempfindliche Filme die letzten beiden Punkte auszugleichen.

Makro
Das Makroobjektiv ist eine Sonderform des Normal- oder Teleobjektivs. Der Trick dabei ist, dass diese Objektive so konstruiert sind, dass man wesentlich dichter an das zu fotografierende Objekt herankommt, so dass Abbildungsverhältnisse von 1:4 (4cm in der Wirklichkeit werden auf 1cm Film abgebildet) oder besser möglich werden.

Shiftobjektive
Fast exotisch ist die Aufnahme mit Shiftobjektiven. Diese Spezialisten werden vor allem bei Architekturfotografie eingesetzt. Dadurch, dass das Objektiv parallel zum Film Verschoben wird erreicht man, dass stürzende Linien (der Effekt, dass sich bei Gebäuden die von unteren her aufgenommen werden, die Proportionen stark verjüngen, bzw. das Gebäude nach hinten zu kippen scheint) unterdrückt werden.
Beitrag Forum: Fotowiki   Geschrieben: Fr, 19. Sep 2008 19:55   Titel: Innenfokussierung

Innenfokussierung



Innenfokussierung, abgekürzt IF, ist eine Konstuktionsart von Objektiven, bei der die Entfernungseinstellung nicht durch eine Verschiebung des ganzen Objektivs, sondern nur von einer oder mehreren Linsen innerhalb des Objektivs erfolgt. Die übrigen Linsen, insbesondere die Frontlinse, behalten ihren Abstand von der Bildauffangebene (Film oder Bildsensor) bei, wodurch sich die Baulänge des Objektivs nicht ändert.


Problematik


Gewöhnliche Objektive fokussieren dadurch, dass sich das gesamte Linsenpaket in Richtung ihrer optischen Achse verschiebt. Dies führt beim Einstellen auf nahe Motive zu einer größeren Baulänge und einer damit verbundenen Schwerpunktverlagerung. Hinzu kommt, dass mit dem Verstellen aller Linsen eine große Masse bewegt werden muss, die das Fokussieren verlangsamt. Diese Effekte sind für kurze Brennweite bedeutungslos, bei Teleobjektiven aber beträchtlich und von großem Nachteil. Deswegen werden Kameraobjektive ab etwa 3facher Vergrößerung gegenüber der Normalbrennweite, bei Kleinbild also etwa ab 150 mm, seit den 1970er Jahren zunehmend mit Innenfokussierung gebaut.

Objektive mit Innenfokussierung lassen sich kompakter und leichter bauen, was insbesondere bei langen Brennweiten günstig ist. Auch verlagert sich der Schwerpunkt beim Fokussieren kaum, so dass bei Stativaufnahmen keine Änderung der Stativbelastung und somit kein störendes Kippen der Kamera (durch die Elastizität des Stativs) erfolgt. Von Nachteil kann allerdings sein, daß sich im Allgemeinen die Brennweite mit der Entfernungseinstellung ändert.

Funktionsweise


Bei konventioneller Fokussierung bleiben die Abstände der Linsen voneinander stets gleich. Das Linsenpaket besitzt eine Unendlicheinstellung und lässt sich von dieser ausgehend von der Kamera weg verschieben. Um ein Motiv in gegebener Entfernung scharf abzubilden, ist eine bestimmte Entfernung des Linsenpakets (genauer: der bildseitigen Hauptebene) von der Film- bzw. Sensoerebene einzustellen. Diese Auszug genannte Verschiebung des Objektivs hängt neben der Motiventfernung auch von der Brennweite des Objektivs ab. Sie wird mit zunehmender Brennweite größer.

Wenn man auch die Abstände der Linsen voneinander ändert, wie es bei der Innenfokussierung der Fall ist, verschiebt sich nicht nur die bildseitige Hauptebene, sondern es ändert sich im Allgemeinen auch die Brennweite und damit der einzustellende Abstand der Hauptebene vom Film. Somit gibt es zwei Möglichkeiten, die Scharfeinstellung zu realisieren:

  • Die Hauptebene wird bei gleichbleibender Brennweite nach vorn verschoben.
  • Bei gleichbleibender Position der Hauptebene wird die Brennweite verkleinert.


In der Regel nutzt man beide Effekte gleichzeitig.

Bei der Innenfokussierung werden nur ausgewählte Linsen im hinteren Bereich des Objektivs verschoben. Diese Linsen sind relativ klein und leicht und müssen sich meist nur wenig bewegen, und beeinflussen den Objektiv-Schwerpunkt infolgedessen nur unbedeutend. Auch lassen sie sich sehr schnell verstellen, sowohl mit der Hand, wie auch durch einen Autofokusmotor. Da die vorderen Linsen, insbesondere die Frontlinse, nicht zu den verstellten Linsen gehören, bleibt die Objektiv-Baulänge unverändert. Die verringerte Brennweite und somit Vergrößerung bei Naheinstellung hat in der Praxis keine Bedeutung. Im Gegensatz zum herkömmlichen Verfahren kann sich aber die Verzeichnung des Objektivs mit der Entfernung ändern.

Anstatt ausgewählte Linsen zu verschieben, kann man die Entfernung auch verstellen, indem man Linsen auswechselt. Dies führt zu einer stufenweisen Fokussierung und findet bei Polaroid-Sofortbildkameras Anwendung (siehe Polaroid).

Vorteile der Innenfokussierung


  • Bei der Fokussierung wird weniger Masse bewegt, so dass sie schneller erfolgen kann.
  • Die Gewichtsverlagerung ist viel kleiner, so dass sich die Stativbelastung kaum ändert und sich die Kamera nicht neigt.
  • Die Fassung des Objektivs kann kleiner und leichter konstruiert werden.
  • Das Objektiv ist im Allgemeinen robuster. Wenn das Objektiv einen Schlag auf die Vorderkante abbekommt, wird die Fokussiermechanik dadurch nicht belastet, da sie komplett im Inneren liegt.
  • Die Frontlinse dreht sich nicht (im Gegensatz zur Frontlinsen-/Frontgruppen-Fokussierung vieler Zoomobjektive).

Dadurch können Pol- oder Verlaufsfilter (s. Filter) problemlos benutzt werden. Darum ist auch die Verwendung von tulpenförmigen Streulichtblenden (ugs. Gegenlichtblenden) möglich, welche in den Bildecken eingeschnitten sind, um Vignettierungen zu vermeiden.

Besonderheit: Hinterlinsenfokussierung


Die Hinterlinsenfokussierung (engl. rear focus, RF) ist eine Spielart der Innenfokussierung. Dabei wird die hinterste Linse oder Linsengruppe verschoben.
Beitrag Forum: Fotowiki   Geschrieben: Fr, 28. Mar 2008 19:18   Titel: Abbildungsmaßstab

Abbildungsmaßstab


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Der Abbildungsmaßstab (Formelzeichen β) ist definiert als das Verhältnis zwischen der Größe der optischen Abbildung (B, Bild) eines Gegenstandes und dessen realer Größe (G, Gegenstand) ( β = B / G).

Bekanntes Beispiel ist der Maßstab in der Kartografie: Hat eine Landkarte beispielsweise einen Maßstab von 1:100.000, dann ist die Realität 100.000-mal größer ist, als die Abbildung auf der Karte. 1 cm auf der Karte entspricht demnach 100.000 cm = 1 km in der Realität.

  • Ein Abbildungsmaßstab von 1:1 sagt aus, dass der Gegenstand und seine Abbildung gleich groß sind
  • Ein Abbildungsmaßstab von 1:2 sagt aus, dass der Gegenstand doppelt so groß ist, wie seine Abbildung
  • Ein Abbildungsmaßstab von 2:1 sagt aus, dass die Abbildung doppelt so groß ist, wie der Gegenstand.



Fotografie


In der Fotografie bezeichnet man als Abbildungsmaßstab das Verhältnis der Abbildungsgröße eines Objektes auf der Filmebene zur Größe des Originalobjektes selbst. Der Abbildungsmaßstab nimmt mit kleiner werdendem Abstand zum Objekt und mit Verlängerung der Objektivbrennweite zu.
Aufgrund der einem jeden Objektiv eigenen Naheinstellgrenze (der Mindestabstand zum Objekt), unterhalb derer es nicht mehr möglich ist auf das Objekt zu fokussieren, kann der Objektabstand allerdings nicht beliebig verringert werden. Ein Objektiv besitzt also einen maximalen Abbildungsmaßstab.

Spezielle Objektive für die Makrofotografie, die sogenannten Makro-Objektive, können mit einem besonders geringen Objektabstand eingesetzt werden und ermöglichen dadurch einen besonders großen Abbildungsmaßstab, wie beispielsweise 1:2 (die Abbildung ist halb so groß wie das Objekt) oder 1:1 (Objekt wird in Originalgröße auf der Filmebene abgebildet). Bei Abbildungsmaßstäben von mindestens 1:4 wird ein Objektiv als makrofähig bezeichnet. Normale Objektive erzielen maximale Abbildungsmaßstäbe im Bereich von 1:7 bis 1:9.

Ein Anfang der 1990er Jahre vorgestelltes Spezialobjektiv von Minolta, das Minolta AF Macro Zoom 3x–1x (1:1,7–1:2,8), ermöglicht sogar einen Abbildungsmaßstab von 3:1; es kann also ein Objekt dreifach vergrößert auf die Filmebene abbilden. Um derartige Abbildungsmaßstäbe ohne Spezialobjektive zu erzielen, müssen normalerweise ein Balgengerät, Zwischenringe oder ein Objektiv in Retrostellung eingesetzt werden.

Beispiele zur Berechnung des Abbildungsmaßstabes:

  • Bildet die Kamera einen 20 cm hohen Kopf auf dem Film mit einer Höhe von 0,5 cm ab, so ist der Abbildungsmaßstab 0,5:20 = 1:40 (= 0,025-fach)
  • Wird eine 35 mm lange Libelle formatfüllend auf 35-mm-Kleinbildfilm abgebildet, bedeutet dies einen Abbildungsmaßstab von 1:1


Häufig versäumen es die Hersteller von Wechselobjektiven, den mit einem bestimmten Objektiv erzielbaren Abbildungsmaßstab anzugeben; stattdessen wird nur der kürzestmögliche Objektabstand angegeben. Diese Angabe lässt jedoch nur einen eher indirekten Rückschluss über den effektiv erzielbaren Abbildungsmaßstab zu. Mit Testaufnahmen lässt sich der effektive Abbildungsmaßstab jedoch ermitteln.


Siehe auch


  • Relativer Abbildungsmaßstab
Beitrag Forum: Fuji-Film   Geschrieben: Di, 18. Mar 2008 18:44   Titel: Real Photo Technik

Real Photo Technik


Hinter der Bezeichnung Real Photo Technik von Fujifilm versteckt sich keine weitere Automatik für technisch perfekte Aufnahmen, sondern eine Vision, die nun Realität geworden ist. Dem Anwender garantiert Real Photo Technik neue photographische Möglichkeiten, um zu stimmungsvollen Aufnahmen mit natürlicher Wiedergabe zu gelangen.

Drei Dinge arbeiten bei der Real Photo Technik zusammen: Der hochempfindliche Super CCD-HR Sensor der fünften Generation, der mit extrem wenig Licht auskommt. Der leistungsstarke Prozessor, der mit einer Rechenleistung aufwartet, die bisher nur den CPUs rechenstarker Desktop-Computer vorbehalten war, und das lichtstarke Objektiv.

Eines der drei Schlüsselelemente der Real Photo Technik, der Super CCD-HR, hat seit seiner Einführung im Jahre 2003 viele Entwicklungen durchlebt und das Ende dürfte noch lange nicht erreicht sein. Das wesentliche Merkmal des Super CCD-HR der fünften Generation ist die verbesserte Mikrolinsenstruktur. Sie sorgt für eine möglichst hohe Lichtausbeute und versorgt so im Rahmen des Real Photo Technik-Konzeptes den Signalprozessor/Real Photo Prozessor mit einem "sauberen" Signal. Der Prozessor bietet die notwendige Rechenleistung, um immer leistungsfähigere Bildaufbereitungsalgorithmen auf die Aufnahme anzuwenden. Bei der Rauschunterdrückung verwenden die neuen FinePix-Kameras zum Beispiel Algorithmen, die direkt von der Hyper-Utility-Software für das hauseigene Profi-DSLR-Modell FinePix S3 Pro abstammen. Der Prozessor der Kameramodelle FinePix F10 und Z1 erledigt Aufgaben, die bisher nur den CPUs rechenstarker Desktop-Computer vorbehalten waren. Dies deutet an, wie viel Rechenkraft im Real-Photoprozessor steckt. Er macht extrem hohe Lichtempfindlichkeiten von ISO 1600 möglich, die in sämtlichen Auflösungsstufen nutzbar sind. Dadurch gelingen selbst im Dämmerlicht noch scharfe, natürlich ausgeleuchtete Aufnahmen aus der Hand, da eine kürzere Verschlußzeit gewählt werden kann und so die Verwacklungsgefahr minimiert wird. Entscheidend ist aber auch, daß das lichtstarke Objektiv auf den Super CCD-HR optimal abgestimmt ist - selbst der beste Bildsensor und die leistungsfähigste Signalverarbeitung könnte die Schwächen einer unzureichenden Optik nicht kaschieren.

Phototechnik 11 / 2005
Beitrag Forum: Ausstellung posten   Geschrieben: Di, 26. Feb 2008 18:19   Titel: 18.08.2008 - KYUNGWOO CHUN - SILENCE IS MOVEMENT
Vom 18. August 08 bis 20. September 08

18.08.2008 - KYUNGWOO CHUN - SILENCE IS MOVEMENT


17. August - 22. September 2007

Kyungwoo Chuns künstlerische Laufbahn stellte sich in den letzten Jahren als eine Brücke zwischen Korea und Deutschland dar, wo er seit Mitte der neunziger Jahre lebt.
Seine Werke leben von einer engen Beziehung zwischen Künstler und den dargestellten Protagonisten. Diese gibt Chun durch die Verlängerung der photographischen Belichtungszeit wieder, während er selbst die Regie der Szene übernimmt. Dieses Procedere wiederholt sich in Perfomances, Videos oder Photographien.
In der Ausstellung "Silence is Movement" wird das erste Mal in Deutschland die Serie "Believing is Seeing" präsentiert. Der Betrachter wird mit unscharfen Gesichtszügen konfrontiert, besonders die Augenpartien wirken abstrakt. Dadurch erreicht die Darstellung eine seltsame Leichtigkeit und Distanzierung. Chun porträtierte in dieser Serie gezielt junge Menschen, die blind sind. Die Aufnahmen wurden in einem Zeitraum zwischen dreißig und vierzig Minuten gemacht. Währenddessen näherte sich der Künstler den Protagonisten durch spezifische Fragen in Bezug auf ihre sensitive Beziehung mit der Außenwelt: inwieweit sehen sie das, was nicht gesehen werden kann oder welche sind die Vorstellungen, die das Sehen ersetzt.
Die Serie "Versus" gibt ein Doppelportrait als Untersuchung der menschlichen Beziehungen wieder. Zwei Frauen sollten sich aneinander lehnen und in dieser Position für den Zeitraum der Summe ihrer Alter verharren. Dadurch entsteht dann der Ausgangspunkt dieses Werkes, nämlich eine Performance, in der die beteiligten Personen einen starken Austausch ihrer Kraft, Konkurrenz, Persönlichkeit und Gemeinsamkeit spüren werden. Für den Betrachter wirkt diese Begegnung sehr intensiv, vergleichbar mit dem allgemeinen trivialen gesellschaftlichen Umgang.
Die Ausstellung wird von Chuns Videoarbeiten begleitet. In "Silence is Movement" untersucht der Künstler weiter gesellschaftliche Verhältnisse bei der Betrachtung einer Schülerguppe aus der Vogelperspektive. Diese wurden sitzend platziert bis die Szene von Unruhe und Unbequemlichkeit erobert wird. Der Künstler genießt aus seiner Perspektive die Reaktion der Beteiligten an seinem menschlichen Experiment.

Tereza de Arruda, Kuratorin



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Beitrag Forum: Fotowissen   Geschrieben: Fr, 22. Feb 2008 19:11   Titel: Lange Zeiten Bringen Mehr Atmosphäre

Warum eigentlich immer mit "hässlichen" Xenonlicht fotografieren?!


Sehr oft bringt eine längere Verschlusszeit schönere, stimmungsvollere Bilder.
Bei der Verwendung kurzer Belichtungszeiten in Kombination mit einem Blitzlicht wird meist nur das Vordere Hauptmotiv auf dem Foto optimal belichtet dargestellt. Alles, was seitlich davon oder hinter der Blitzreichweite liegt, verschwindet im Dunkeln. In großen Innenräumen (z.B. Kirchen, Weinkellern oder Grotten) kann die Umgebung ins Bild eingebunden werden, wenn der Fotograf länger belichtet und so das Umgebungslicht mit nutzt. Dadurch bleibt im Foto die Tiefe des Raumes erhalten. In einer relativ dunklen Umgebung kann eine Belichtungszeit von bis zu einer halben Sekunde sinnvoll sein. Menschen, die im Bild sind, können durchaus so lange still halten, wenn sie vorgewarnt werden. Die Kamera sollte jedoch auf einem Stativ befestigt werden, um Verwacklungen zu verhindern.

Heimelige Atmosphäre im Kerzenschein lässt sich genauso im Bild schaffen. In kleinerer Umgebung, an einem Tisch beispielsweise, kann eine Verschlusszeit von 1/10 Sekunde oder 1/8 Sekunde bereits ausreichend sein - dies kann durchaus noch aus der Hand fhotographiert werden (bei entsprechend kurzer Brennweite - man beachte die Reziprokale Faustregel Verwacklungsfreie Belichtungszeit=1/Brennweite. Zwar werden Personen eventuell leicht verwischt abgebildet, dies kann man durch den Einsatz des Blitzlichts aber etwas kompensieren, da zunächst ja ein scharfes, geblitztes Hauptbild entsteht, um das sich möglicherweise ein leichter Saum legt. Wenn die Szenerie mit Kerzen oder anderem weichen Licht beleuchtet ist, erscheint der Unschärfe-Saum rötlich und verleiht dem Fhoto zusätzliche Wärme.
Beitrag Forum: Makro und Stilleben   Geschrieben: Fr, 08. Feb 2008 16:43   Titel: Re: Bildserie Pharmazie (Presswerkzeug)

find die Pics recht gelungen, leider sind auf dem einen Bild mit Presswerkzeug (silber) irgend welche Staubteile ?
schöne Schärfeneinstellung : nah-unscharf, mitte-schraf, weit-unschraf find die bilder bekommen dadurch tiefe... (laienmeinung)
Beitrag Forum: Fotowiki   Geschrieben: Fr, 04. Jan 2008 21:59   Titel: Spiegelreflexkamera

Spiegelreflexkamera

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Als Spiegelreflexkamera bezeichnet man eine Bauart für einen Fotoapparat, bei der das Motiv zur Betrachtung vom Objektiv über einen Spiegel umgelenkt und auf einer Mattscheibe abgebildet wird. Grundsätzlich wird zwischen einäugigen (engl. SLR, Single-lens reflex camera) und zweiäugigen Spiegelreflexkameras (engl. TLR, Twin-lens reflex camera) unterschieden.

Spiegelreflexkameras mit digitalem Sensor werden meist kurz als DSLR bezeichnet.
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Eine EXA-Spiegelreflexkamera von 1953



Geschichte und Entwicklung

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aufgeschnittene Praktica

Das Spiegelreflex-Prinzip wird erstmals von Johann Zahn im Jahr 1686 beschrieben: Durch eine Linse gelangt ein Bild auf einen Spiegel, der das Bild auf eine waagerechte Einstellscheibe umlenkt.

Die erste Spiegelreflexkamera nach diesem Prinzip wurde 1861 von Thomas Sutton konstruiert. 1893 wurde ein Wechselmagazin für die Spiegelreflexkamera patentiert. Die erste in Deutschland hergestellte Spiegelreflexkamera war die Zeus-Spiegel-Kamera und stammte aus dem Werk von Richard Hüttig in Dresden.

Die erste in Großserie hergestellte SLR (Single Lens Reflex) war die EXA, gefertigt bei Ihagee in Dresden. Ebenfalls von dieser Firma stammte die erste Kleinbild-Spiegelreflexkamera der Welt, die Kine-Exakta, vorgestellt auf der Leipziger Frühjahrsmesse 1936. Ihr Konstrukteur war Karl Nüchterlein (1904–1944).


Funktionsweise

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Funktionsschema einer Spiegelreflexkamera

Bei einer Spiegelreflexkamera gelangt das Licht durch die Linse des Objektivs (1) und wird dann vom Schwingspiegel (2) reflektiert und auf die Einstellscheibe (5) projiziert. Mit einer Sammellinse (6) und durch die Reflexion innerhalb des Pentaprismas (7) wird das Bild schließlich im Sucher (8) sichtbar. Es gibt auch Spiegelreflexkameras, die anstelle eines Prismensuchers mit Pentaprisma (7) einen Lichtschachtsucher oder einen Porro-Spiegelsucher verwenden.

Während einer Aufnahme klappt (bei der Einäugigen Spiegelreflexkamera) der Spiegel nach oben (im Bild durch einen Pfeil gekennzeichnet) und der Verschluss (3) öffnet sich; das Bild wird dann nicht mehr in das Pentaprisma umgelenkt, sondern gelangt auf die Filmebene (4) bzw. den Film.

Bei einigen Sonderkonstruktionen wird anstelle des Schwingspiegels ein fest montierter, teildurchlässiger Spiegel oder ein Prisma verwendet, was bei motorbetriebenen Kameras erheblich schnellere Aufnahmefolgen erlaubt, allerdings auch ein dunkleres Sucherbild liefert und natürlich weniger Licht zum Film durchlässt.


Typen


Grundsätzlich werden zwei Typen von Spiegelreflexkameras unterschieden: ein- und zweiäugige Spiegelreflexkameras.
Zweiäugige Spiegelreflexkamera

Hauptartikel: Zweiäugige Spiegelreflexkamera

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Zweiäugige Yashica Mat 124 G

Die zweiäugige Spiegelreflexkamera (engl. Twin lens reflex, TLR) besitzt an ihrer Vorderseite immer zwei Objektive gleicher Brennweite. Hier wird durch das erste (untere) Objektiv der Film belichtet. Dieses Aufnahmeobjektiv hat immer einen Zentralverschluss. Das zweite (obere) Objektiv projiziert über einen Spiegel ein seitenverkehrtes Abbild auf eine Einstellscheibe. Häufig ist das Sucherobjektiv aus Kostengründen einfacher konstruiert, aber lichtstärker als das Aufnahmeobjektiv, um ein möglichst helles Sucherbild zu gewährleisten und die Scharfstellung zu vereinfachen. Über den Entfernungseinstellungsmechanismus werden beide Objektive parallel bewegt, so dass über die Einstellscheibe scharf gestellt werden kann.

Typische Vertreter sind Rolleiflex und Mamiya C, wobei nur noch die Rolleiflex in zwei Varianten für Mittelformat und einer für Minox-Kleinstbildformat hergestellt wird.

Dieser Kameratyp hat eine Reihe von Vorteilen:

* das Sucherbild ist immer sichtbar und wird nicht von der Arbeitsblende abgedunkelt;
* das Aufnahmegeräusch ist sehr leise und
* die Auslösung des Kameraverschlusses bewirkt praktisch keine Erschütterungen.

Dem stehen einige Nachteile gegenüber:

* aufwändige Objektive werden aus Kostengründen nicht realisiert, da sie doppelt erforderlich wären;
* es entsteht ein Parallaxenfehler, der besonders bei Nah- oder Makroaufnahmen bemerkbar ist, da die optischen Achsen der beiden Objektive gegeneinander verschoben sind.

Heute spielen zweiäugige Kameras nur noch eine untergeordnete Rolle, in erster Linie für Nostalgiker und Sammler. In der praktischen Fotografie haben sich einäugige Spiegelreflexkameras durchgesetzt. Einige Modelle zweiäugiger Spiegelreflexkameras mit durchaus hochwertigen Objektiven sind jedoch auf dem Gebrauchtmarkt zu Preisen erhältlich, die einen günstigen Einstieg in die Mittelformatfotografie ermöglichen.

Einäugige Spiegelreflexkamera

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Mittelformat-SLR mit Fischaugenobjektiv

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Einäugige Nikon F von 1969

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Yashica TL-ELECTRO: Manuelle Spiegelreflexkamera von 1975

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Kompakte Olympus IS 1000 von 1992

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Minolta srT303b

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Digitale Spiegelreflexkamera Konica Minolta Dynax 5D

Die einäugige Spiegelreflexkamera (engl. Single lens reflex, SLR) besitzt einen klappbaren Spiegel (Rückschwingspiegel) und meist ein Pentaprisma, seltener einen Lichtschacht, über der Einstellscheibe als Sucher. Vor und nach der Aufnahme wird das Bild über den Spiegel auf die Einstellscheibe projiziert und kann über das Pentaprisma seitenrichtig und aufrecht betrachtet werden. Erst im Moment der Aufnahme wird der Spiegel hoch- oder zur Seite geklappt, so dass er sich nicht mehr im Weg zur Filmebene befindet und der Film belichtet werden kann, wenn der Verschluss ausgelöst wird.

Der Hauptvorteil der einäugigen Spiegelreflexkamera liegt in der Möglichkeit, Wechselobjektive (z.B. Weitwinkel- und Teleobjektive) zu verwenden. Der Verschluss ist in den meisten Fällen ein Schlitzverschluss, der direkt vor der Filmebene liegt, damit die Austauschbarkeit der Objektive gewährleistet ist. Ausnahmen im Bereich der Mittelformatkameras (z. B. Hasselblad) nutzen eine Kombination aus Schlitzverschluss und Zentralverschluss, der im Objektiv enthalten ist.

Bedingt durch den Schwingspiegel gibt es einen recht großen Mindestabstand zwischen der Filmebene und der hintersten Linse des Objektivs. Bei kurzen Brennweiten (bei Kleinbild unterhalb ca. 40 mm) wird daher die Retrofokus-Bauweise eingesetzt, durch die die Objektive aufwändiger und teurer werden. Auch die Abbildungsqualität kann unter den zusätzlichen Linsenelementen leiden.

Da bei abgedunkelter Blende eine Bildbeurteilung auf der Einstellscheibe nur erschwert möglich ist, wurde die Offenblendenmessung entwickelt, mit der die am Objektiv vorgewählte Arbeitsblende erst kurz vor der Auslösung des Verschlusses automatisch eingestellt wird (sog. automatische Springblende, kurz: ASB). Während der Lichtmessung wird die Korrektur der Blende über eine spezielle Elektronik auf den Belichtungsmesser im Gehäuse übertragen oder es erfolgt eine Messung mit Arbeitsblende. Zur Beurteilung der Schärfentiefe kann die Blende bei einigen Geräten manuell auf den Arbeitsblendenwert geschlossen werden. Zur Beurteilung der Entfernungseinstellung ist dagegen die Offenblende optimal, da bei ihr die Schärfentiefe minimal ist.

Im Kleinbildformat 24 × 36 mm sind nur einäugige Spiegelreflexkameras gebräuchlich, im Mittelformat ab 45 × 60 mm haben sie die zweiäugigen weitgehend trotz ihrer deutlich höheren Preise verdrängt, weil sie hier vorwiegend im Profibereich eingesetzt werden und sowohl die fehlende Parallaxe als auch die freiere Objektiv- und Zubehörauswahl entscheidend ist.

Digitale Spiegelreflexkameras

Digitale Spiegelreflexkameras decken das mittlere bis obere Preissegment der Digitalkameras ab und wurden anfänglich meist von Berufsfotografen verwendet. Sie werden auch als DSLR oder D-SLR (Digitale-SLR) bezeichnet. DSLRs sind ihren analogen Pendants vom Aufbau her sehr ähnlich, doch statt eines Films beherbergen sie einen Bildsensor (CCD-, CMOS- oder Active Pixel Sensor), auf den das Licht fällt, nachdem der Spiegel hochklappt und der Verschluss sich öffnet. Durch das eingebaute Display ist ein sofortiges Betrachten der Fotos möglich, wodurch eine missratene oder fehlbelichtete Aufnahme – im Rahmen der Möglichkeiten, die die Qualität des Displays zulässt – sofort erkannt werden kann. Bei den meisten Kameras kann darüberhinaus ein Histogramm (Helligkeitsverteilung) eingeblendet werden, das die Untersuchung des Bildes auf Unter- bzw. Überbelichtung erleichtert und unabhängig von den Wiedergabeeigenschaften des Displays ist.

Wie bei den herkömmlichen Spiegelreflexkameras verwenden die meisten Hersteller auch hier ihre eigenen Objektivsysteme, weshalb sich DSLR-Benutzer auf eine Marke und damit auf ein System festlegen müssen. Meistens können jedoch bereits vorhandene Objektive eines Herstellers auch an dessen DSLR verwendet werden.

Hauptvorteil der DSLR im Vergleich zu ihren analogen Vorgängern ist die direkte Verfügbarkeit der Bilddaten, da auf die zeitraubende Entwicklung von Filmmaterial verzichtet werden kann.

Gegenüber den weit verbreiteten kompakten Digitalkameras haben DSLRs drei wichtige Vorteile:

* Man kann die Objektive auswechseln und somit einen Brennweitenbereich abdecken, der mit einem einzigen, fest eingebauten Objektiv nicht erreichbar ist. Verzeichnungsfrei (gnonomisch) abbildende Objektive sind für Brennweiten erhältlich, die an einer Kompaktkamera mit einem einzigen Objektiv einem 100-fach-Zoom entspräche. Hinzu kommen Spezialobjektive und weiteres Zubehör beispielsweise für die Makrofotografie.
* Die verwendeten Sensoren sind deutlich größer als die der Kompaktkameras und dadurch lichtempfindlicher und rauschärmer.
* Durch einen größeren Abbildungsmaßstab (bei gleicher Brennweite wird ein größerer Ausschnitt abgebildet: siehe Formatfaktor) können Bilder mit einer wesentlich geringeren Schärfentiefe fotografiert werden, wodurch man beispielsweise den Vorder- vom Hintergrund abgrenzen kann.

Durch den bei den meisten DSLRs verwendeten kleineren Bildsensor (vgl. mit Kleinbildfilm) wird ein kleinerer Bildwinkel genutzt, d.h. fotografiert man mit einem 50mm Objektiv an einer Kamera mit einem Formatfaktor (oft falsch als „Brennweitenverlängerungsfaktor“ bezeichnet) von 1,5 ist der Bildausschnitt so groß wie der eines 75mm Objektivs an einer Kleinbild-Spiegelreflexkamera.

Hauptnachteil vieler DSLRs ist der freiliegende Sensor, der über tausende Aufnahmen hinweg Staub aus der Umgebungsluft (Zoom-Objektive wirken wie Luftpumpen) und kleine Tröpfchen aus der Verschluss- oder Spiegelmechanik sammelt. Einige Hersteller gehen das Problem Staub marketing-wirksam an, gegen die internen Tröpfchen allerdings wird kaum etwas unternommen.

Manche Fotografen sehen DSLRs nur als eine Kompromisslösung an, weil bei den meisten Modellen konstruktionsbedingt keine Live-Vorschau des Bildes auf dem Display möglich ist. Seit März 2006 sind jedoch auch erste DSLR mit Vorschau auf dem Display verfügbar. Da das parallaxenfreie Sucherbild ohnehin der späteren Aufnahme entspricht und sich insbesondere die Schärfe und die Schärfentiefe im Spiegelreflexsucher wesentlich besser als am meist niedrig auflösenden Vorschau-Display beurteilen lässt, ist diese Vorschaumöglichkeit auf der elektronischen Anzeige nur als nützliche Ergänzung in einigen Aufnahmesituationen, nicht als notwendig einzuschätzen. Des Weiteren erwärmt sich der Sensor durch Live Vorschau weil er dauernd und nicht nur während der Aufnahme mit Strom versorgt wird, was zu höherem Rauschen führt.
[bearbeiten] Weblinks

* Systematische Übersicht zu fotografischen Kameras (Sortierung nach Kamerabauform und Hersteller)
* Frank Mechelhoff, Westdeutsche Kleinbildcameras – wie sie gegen die Japaner verloren (siehe auch hier)
* Henning Sußebach: „War das schön. Eine verzweifelte Liebeserklärung an die alte Spiegelreflexkamera.“ (Die Zeit vom 26. August 2004)


Quelle


Teile dieses Artikels (einschließlich Bilder) entstammen der deutschsprachigen Wikipedia. Der Artikel samt Autoren kann unter Wikipedia: Spiegelreflexkamera nachgelesen werden.

Kategorien: ...
Beitrag Forum: Fotowiki   Geschrieben: So, 30. Dec 2007 15:10   Titel: Belichtungsmessung

Grundlagen der Belichtungsmessung


Belichtungsmessungen kann man prizipiell in die beiden Arten Objektmessung und Lichtmessung unterteilen. Beide Arten sollen hier mit Beispielen und ihren Vor- und Nachteilen vorgestellt werden.

1. Objektmessung

Bei der Objektmessung wird aus der Aufnahmeposition in die Richtung des Objektes (des Motivs) gemessen. Somit wird die Lichtreflektion der anvisierten Objekte erfasst. Dies kann mit einem separaten Belichtungsmesser geschehen oder mittels den in Kameras eingebauten Messsystemen. In Amateurkreisen, besonders in den Anfangszeiten, ist die Objektmessung mittels Kamera wohl die häufigste Messmethode. In Verbindung mit den Belichtungsautomatiken (Programmen) vieler Kameras ist diese Messung einfach und sehr schnell. Sie läuft automatisch, mehr oder weniger unbemerkt, leider oft auch unbeachtet beim Andrücken des Auslösers in Sekundenbruchteilen von selbst ab und stellt die Kamera entsprechend ein. Mit schöner Regelmäßigkeit treten dann auch die Nachteile dieser einfachen Methode zu Tage: Fotos sind oftmals unter- oder überbelichtet. Hat die Kamera versagt oder woran mag das liegen?

Dazu zwei Beispiele mit Situationen, wo die Belichtungsautomatik einer Kamera nicht richtig messen kann:

1.1 Gefahr der Ãœberbelichtung bei dunklem Hintergrund




Hat ein Motiv in seiner Gesamtheit viele dunkle Anteile, zum Beispiel dunkle Wände, dichten Waldrand oder eine dunkle Hintergrundfolie wie in nebenstehender Grafik gezeigt, so wird davon sehr viel Licht geschluckt. Es wird wenig Licht reflektiert. Ein Belichtungsmesser zeigt wenig Licht an. Die Kameraautomatik registriert dies ebenfalls und möchte nun durch Verlängerung der Belichtungszeit oder durch weiteres Öffnen der Blende (je nach Automatikprogramm) genügend Licht auf den Film bringen. Die Automatik kann nicht erkennen, dass das Hauptobjekt, zum Beispiel eine Person im Vordergrund, viel heller ist als das Motiv insgesamt. Es kommt zur Ãœberbelichtung des Hauptobjektes (der Person).

1.2 Gefahr der Unterbelichtung bei hellem Hintergrund




Hat ein Motiv in seiner Gesamtheit viele helle Anteile, zum Beispiel eine Schneelandschaft, eine helle Hauswand oder eine weisse Hintergrundfolie, so wird davon sehr viel Licht reflektiert. Ein Belichtungsmesser schlägt weit aus. Die Kameraautomatik registriert dies als große Helligkeit und will nun durch eine kurze Belichtungszeit oder durch weitgehendes Schließen der Blende (je nach Automatikprogramm) zuviel Licht für den Film vermeiden. Die Kameraautomatik kann nicht erkennen, daß das Hauptobjekt, zum Beispiel eine Person vor diesem Hintergrund, viel dunkler ist als das Motiv insgesamt. Es kommt zur Unterbelichtung des Hauptobjektes (der Person).

1.3 Objektmessung als Referenzmessung




Nun heißt es, die Automatik der Kamera abzuschalten und den Aufnahmepunkt zu verlassen. Gehen wir doch einfach näher an das Motiv heran und zeigen unserer Belichtungsmessung nur das, was von uns als maßgebliches Objekt, als Referenzobjekt angesehen wird. Hierzu bieten sich zum Beispiel Gesichter von Personen an oder Handflächen. Dieses Detail nehmen wir groß in den Sucher und stellen nun manuell die Blende und Zeit auf die richtige Belichtung ein. Ob eine lange Zeit mit geringer Blendenöffnung oder umgekehrt bevorzugt wird, muss von Fall zu Fall nach der Motivsituation beurteilt werden. Dann kehren wir zum Aufnahmestandpunkt zurück und machen von hier aus unsere Aufnahme mit der manuell eingestellten Zeit und Blende.

Eine Variante dazu ist die Verwendung der sogenannten Graukarte. Dies ist ein grauer Karton oder Kunststoffplatte mit einem mittleren Reflektionsgrad. In vielen Fällen ist eine optimale Kameraeinstellung auf diese Weise einfach möglich. Zu Thema "Graukarte" wird es einen separaten Tipp geben, der dann zum Lesen empfohlen sei.

Bei der Landschaftsfotografie und anderen Situationen, wo kein Hauptmotiv (wie Personen) vorhanden ist, kann man andere Referenz-Bildausschnitte des Motives anvisieren und nach gleichem Muster verfahren. Zusätzliche Aufnahmen mit leichter Unter- und Ãœberbelichtung (z.B. 1/2 Blendenwert) sind besonders bei Dia-Filmmaterial empfohlen.

Einige Kameras verfügen über verschiedenste Einstellmöglichkeiten für die Belichtungsmessung. So können z.B. Spotmessungen möglich sein, mit der das Hauptobjekt "allein" anvisiert werden kann oder Messungen mit vielen Messpunkten im ganzen Sucherbereich verteilt. Die Entwicklung neuer Kamera-Messysteme geht in dieser Beziehung sehr weit und sind unterschiedlich. Daher kann hier an dieser Stelle nur auf die jeweiligen Kamerabeschreibungen verwiesen werden.

2. Lichtmessung


Diese Art der Belichtungsmessung ist separaten Belichtungsmessern vorbehalten. Bei der Lichtmessung wird nicht ermittelt wieviel Licht ein Objekt (Motiv) reflektiert, sondern wieviel Licht dort ankommt. Die Messrichtung ist vom Objekt weg (zur Kamera, Aufnahmeposition) gewandt.

2.1 Lichtmessung bei Tages- und Dauerlicht



Der Belichtungsmesser wird für diese Messmethode mit einer Streulichtscheibe (Diffusorkalotte) versehen. Dadurch werden Einflüsse durch punktuelle Helligkeitsunterschiede auf das Messergebnis vermieden. Die weiss-matte Streulichtscheibe bildet quasi die Referenzfläche für den lichtempfindlichen Sensor im Inneren des Belichtungsmessers. Vorteil dieser Licht-Messmethode ist, dass Einflüsse durch helle oder dunkle Objektbestandteile keinen Einfluss auf das Messergebnis haben. Nachteilig wirkt sich aus, dass außer der Kameara ein Belichtungsmesser benötigt wird und dass die Lichtverluste in der Kamera (im Objektiv) ungemessen bleiben und deswegen durch manuelle Korrekturen berücksichtigt werden müssen.

2.2 Lichtmessung beim Einsatz von Blitzanlagen




Eine weitere Licht-Messmethode wird bei der Verwendung von Studio-Blitzanlagen angewendet. Hierbei kommt ein spezieller Belichtungsmesser, der sogenannte Blitz-Belichtungsmesser zum Einsatz. Dieser Blitz-Belichtungsmesser ist in der Lage, den sehr kurzen Lichtimpuls einer Blitzanlage zu speichern und auszuwerten. Er zeigt, wie die anderen Belichtungsmesser auch, mögliche Zeit-Blendenkombinationen für die richtige Belichtung an.

Abschließend kann zu allen Messmethoden gesagt werden, dass immer die Erfahrung des Fotografen zur richtigen Interpretation und ggf. Korrektur der Messergebnisse erforderlich ist. Geräte und Messmethoden - und seien sie noch so gut - können Besonderheiten im Motiv, für die die Geräte nicht ausgelegt sind, nicht berücksichtigen.

Text & Grafiken (c) by Lothar Franz

siehe auch

Beitrag Forum: Fotowiki   Geschrieben: So, 30. Dec 2007 14:57   Titel: Lochkamera

Lochkamera

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Eine Lochkamera ist das einfachste Gerät, mit dem sich optische Abbildungen erzeugen lassen. Sie benötigt dafür keine optische Linse, sondern nur eine dunkle Zelle (eine camera obscura), eine kleine Öffnung in dieser Zelle und eine Abschirmung, um das entstandene reelle Bild zu betrachten.



Funktionsweise



Funktionsweise einer Lochkamera


Ähnlich wie bei einer optischen Linse erzeugt ein kleines Loch auf einer Projektionsfläche eine Abbildung von angestrahlten oder selbst leuchtenden Gegenständen. Die Zeichnung rechts zeigt zwei Strahlenbündel, die von zwei Punkten eines Gegenstands in das Loch eintreten. Der kleine Durchmesser der Blende beschränkt die Bündel auf eine kleine Öffnung und verhindert die vollständige Ãœberlappung der Lichtstrahlen. Strahlen vom oberen Bereich eines Gegenstands fallen auf den unteren Rand der Projektionsfläche, Strahlen vom unteren Bereich werden nach oben weitergeleitet. Jeder Punkt des Gegenstands wird als Scheibchen auf der Projektionsfläche abgebildet. Die Ãœberlagerung der Scheibchenbilder erzeugt ein verzeichnungsfreies Bild. Mathematisch ausgedrückt ist das Bild das Ergebnis einer Faltung aus idealer Abbildung des Gegenstands mit der Blendefläche. In der rein theoretischen Betrachtung, ist die Lochkamera das Ideal einer Kamera.


Abbildungsgeometrie einer Lochkamera


Unschärfefleck


Abbildungsgeometrie der Lochkamera

Der Abstand der Projektionsfläche zum Loch ist die Bildweite b. Löcher können im Gegensatz zu Linsen die einfallenden Lichtstrahlen nicht brechen und demzufolge auch nicht bündeln. Es existiert kein Brennpunkt (F) und keine Brennweite (f). D ist der Durchmesser des Lochs. Der Quotient b/D ergibt die Blendenzahl, analog zur Blendenzahl f/D beim Objektiv. Je kleiner die Blendenzahl ist, desto lichtstärker ist das Bild. Eine Kammer mit b=100 mm und D=0.5 mm hat eine Blendenzahl von 100mm/0,5mm = 200. Eine Vergrößerung des Lochs auf 1 mm verringert die Blendenzahl auf 100mm/1mm = 100. Die Belichtungszeit verringert sich dabei um den Faktor 4 (Verhältnis der Lochflächen: (1mm/0.5mm)2 = 4). (Zum Vergleich: Kleinbildkameras haben kleinste Blenden zwischen 1,4 und ca. 4.)

Je kleiner der Lochdurchmesser D ist, desto kleiner sind die Strahlenbündel, umso schärfer erscheint die Abbildung. Für die Größe S des Unschärfeflecks gilt dabei



Die Bildgröße eines Lichtpunkts nimmt also linear mit der Blendengröße ab. Hierdurch gewinnt das Bild an Schärfe, wenn zu einer geringeren Blendengröße übergegangen wird. Oft wird dies verwechselt mit der Vermutung, dass das Bild insgesamt mit abnehmender Blendengröße kleiner wird. Kleiner werden jedoch nur die Unschärfen, die das Bild eines beobachteten Gegenstandes an dessen Begrenzungslinien "ausfransen" lassen.

Schärfentiefe



Vergleich: Foto einer Häuserzeile mit
Lochkamera (Schwarzweißaufnahme auf Filmmaterial) und
Linsenkamera (Farbaufnahme auf Halbleitersensor)



Die Schärfe der Bilder ist von der Entfernung der abzubildenden Gegenstände zum Loch (Gegenstandsweite) nicht abhängig. Es ist also keine Entfernungseinstellung erforderlich, die „Schärfentiefe“ ist „unendlich“. (Dies ist ein grundsätzlicher Unterschied zu mit Linsen ausgestatteten Kameras, bei denen eine Entfernungseinstellung erforderlich ist und die deshalb auch als „fokussierende“ Kameras bezeichnet werden.) Die Bilder sind jedoch nie ganz scharf, da das Loch aus Gründen der Lichtstärke und Beugung nicht beliebig klein gewählt werden kann. Bei großen Bildweiten (starke Vergrößerungen) hat die Lochkamera jedoch ein befriedigendes Auflösungsvermögen, feine Details lassen sich befriedigend erkennen.

Unabhängig von der Lichtstärke bildet die Wellenlänge des Lichts eine unter Grenze für D. Beugungserscheinungen treten bei allen Wellenlängen auf. Rot wird etwas stärker als Blau gebeugt.

Bildgröße



Bildgröße bei der Lochkamera


Bezeichnet G die Gegenstandshöhe ( = tatsächliche Größe des betrachteten Gegenstandes), g die Gegenstandsweite (= Abstand des Gegenstandes von der Lochscheibe), b die Bildweite (= Abstand von der Lochscheibe zur Mattscheibe) und B die Bildhöhe (= Höhe des erzeugten Bildes auf der Mattscheibe), so gilt:


Diese Gleichung ist aus der geometrischen Optik auch als 1. Linsengleichung bekannt, sie gilt in gleicher Weise für fokussierende Kameras. Die Bildgröße hängt also nur von den Abständen ab, nicht jedoch von der Blendengröße bzw. Lochgröße.

Anwendungen


Spalte im Korbgeflecht erzeugen Sonnenbildchen links an der Wand.

Im Alltag beobachtet man zuweilen Abbildungen an kleinen Öffnungen. Das Bild rechts zeigt einen Korbstuhl, der seitlich von der Sonne beschienen wird und links an der Wand einen Schatten wirft. Die engen Spalte des Korbgeflechts erzeugen Lichtmuster auf der Wand in Form runder Scheibchen einheitlicher Größe. Hierbei handelt es sich um Abbilder der kreisförmigen Sonne, nicht etwa um Umrisse des Geflechts.

Ähnliches beobachtet man im Wald, wenn Zwischenräume in dichtem Blattwerk die Sonne auf dem Boden als verschwommene Kreisscheiben abbilden (sogenannte Sonnentaler). Wer den Grund dafür nicht kennt, ist dann sehr überrascht, dass bei einer partiellen Sonnenfinsternis diese Sonnentaler als „Halbmöndchen“ erscheinen.

Auch werden Lochblenden als abbildende Linsen für Röntgenstrahlung eingesetzt. Denn, anders als für sichtbares Licht, gibt es für diese kurzwellige Strahlung keine Materialien mit geeigneter Brechzahl, aus denen sich Linsen herstellen ließen.

Auswirkungen der Lichtbeugung


Beugungserscheinungen an der Lochblende setzen der klassischen Betrachtungsweise Grenzen. Der Durchmesser S des Unschärfeflecks vergrößert sich dadurch um den Durchmesser ΔS des Beugungsscheibchens. Für diesen gilt vereinfacht:



Dabei ist c eine Konstante, die hier mit ≈ 1 µm angenommen werden kann.

Nach der strahlenoptischen Betrachtung nimmt die Größe des Unschärfeflecks linear mit der Blendengröße ab (siehe oben). Die Lichtbeugung zeigt ein umgekehrtes Verhalten: Die Unschärfe verhält sich umgekehrt proportional zum Lochdurchmesser. Der optimale Durchmesser Dopt ist der Wert, für den beide zusammen am kleinsten sind. Die Extremwertsuche liefert:



Für g>>b gilt die Näherung: .

Mit c = 1 µm liefert die Formel den Wert für Dopt in Millimeter, wenn b in Meter eingesetzt wird.

Der optimale Durchmesser ist damit ein wenig kleiner als die innere Zone einer Fresnel-Zonenplatte.

Beispiele:

<table>
<tr>
<th> Bildweite <b>b</b> (Länge der Lochkamera)</th>
<td> Optimale Blendenöffnung <b>D<sub>opt</sub></b> für weit entfernte Objekte</td>
<td> Größe des Unschärfeflecks <b>S</b> für unendlich entfernte Objekte</td>
<td> Blendenzahl <b>b/D</b>
</td>
</tr>
<tr>
<th> 1 cm</th>
<td> 0,1 mm</td>
<td> 0,11 mm</td>
<td> 100</td>
</tr>
<tr>
<th> 10 cm</th>
<td> 0,32 mm</td>
<td> 0,63 mm</td>
<td> 312</td>
</tr>
<tr>
<th> 1 m</th>
<td> 1 mm</td>
<td> 2 mm</td>
<td> 1000</td>
</tr>
<tr>
<th> 10 m</th>
<td> 3,2 mm</td>
<td> 6,3 mm</td>
<td> 3100</td>
</tr>
</table>


Die „Optimierung“ bezieht sich hierbei ausschließlich auf die Bildschärfe! Die Lichtstärke dieser Kameras (abzulesen an der Blendenzahl in der letzten Spalte) ist sehr gering. Bei Belichtung auf Filmmaterial ist selbst bei hellem Sonnenschein der Schwarzschildeffekt zu berücksichtigen!


Vergleich zur fokussierenden Kamera

Im Vergleich zu denen einer fokussierenden Kamera sind die Bilder einer Lochkamera in der Regel unschärfer, da das Loch wegen der Lichtstärke und wegen der Lichtstreuung nicht beliebig klein gewählt werden kann. Bei großen Bildweiten (starken Vergrößerungen) lässt sich mit einer die Lochkamera jedoch ein besseres Auflösungsvermögen erreichen als mit einer fokussierende Kamera mit kurzer Brennweite. Außerdem sind ihre Bilder frei von Verzeichnungen und Farbsäumen

Schließlich ist zu beachten, dass bei einer fokussierenden Kamera bei einer gegebenen Fokussierung immer nur die Gegenstände in einer bestimmten Gegenstandsweite scharf abgebildet werden. Je nach der Blendenzahl nimmt die Schärfentiefe für davor oder dahinter liegende Gegenstände rasch ab. Dies ist jedoch nicht auf die Eigenschaften einer linsenlosen Kamera (Lochkamera) oder einer linsenbehafteten Kamera (in diesem Fall fokussierenden Kamera) zurück zu führen, sondern beruht auf dem (optischen Gesetz) Zerstreuungskreis.


Experimente



Foto, aufgenommen mit einer Lochkamera aus Beton


Das Funktionsprinzip einer Lochkamera sowie die Lichtausbreitung lassen sich gut mit einfachen, auch für Kinder geeigneten Experimenten verdeutlichen. Lochkameras lassen sich aus Streichholzschachteln, Getränke- oder Keksdosen bauen - aber selbst Wassertonnen oder Baucontainer kommen in Frage.

Zum Beispiel kann eine Kiste oder Dose innen matt geschwärzt und an einer Seite mit einem 0,2…1 mm großen Loch versehen werden. Ist die Lochkamera zum Betrachten von Bildern gedacht, so ist die Rückseite eine Mattscheibe (Transparentpapier), die durch eine Röhre oder ein Tuch vor Streulicht geschützt ist.

Man kann mit einem solchen Behälter aber auch wirklich fotografieren. Dazu wird bei absoluter Dunkelheit ein Film oder anderes lichtempfindliches Material auf der dem Loch gegenüberliegenden Innenwand fixiert und das Loch dann dicht verschlossen. Anschließend wird bei Helligkeit das Motiv gewählt, der Verschluss geöffnet und nach Ende der Belichtungszeit wieder verschlossen. Die Dauer der Belichtung ist (wie bei der herkömmlichen Fotografie) von vielen Faktoren abhängig: der vorhandenen Lichtintensität, der Größe des Lochs, der Länge des Lichtweges und der Bewegung des Motivs; sie kann zwischen 1 Sekunde und mehreren Minuten betragen. Bei der Entwicklung des Films entsteht ein Negativ, das ggf. durch eine Kontaktkopie zu einem Positiv verarbeitet werden kann. Für ein gutes Ergebnis ist eine exakte Rundung des Lochs wichtig. Ausgefranste Lochränder verstärken die oben beschriebene Lichtbeugung und führen zu unscharfen Bildern. Da bei größeren Bildwinkeln die Ränder des Negativs deutlich weniger Licht erhalten, bleiben sie (bei gleicher Helligkeit des Objektes) heller; das Positiv wird am Rande also dunkler. Wenn dieser Vignetteneffekt unerwünscht ist, muss man beim Umkopieren durch manuelles Abwedeln für eine gleichmäßige Belichtung sorgen.


AV1, zur Lochkamera umgebaut

Eine weitere Möglichkeit, sich eine Lochkamera selbst zu schaffen, besteht im einfachen Umbau eines analogen Fotoapparates. Dieser muß dazu lediglich über eine Wechseloptik verfügen, damit man das Objektiv vollständig entfernen kann, sowie eine Auslösemöglichkeit, bei der der Verschluss sich beliebig lange offenhalten lässt. Die Optik wird entfernt und durch eine Blindkappe ersetzt, die mit einer entsprechenden Bohrung versehen wird. Optimal ist ein kleiner Vorsatzhalter für verschiedene Lochblenden. Diese Konstruktion bietet den Vorteil, dass man mehr als nur „einen Schuss“ hat und den eingelegten Film (schwarz/weiss oder farbig) hinterher zum Entwickeln abgeben kann, also keine Dunkelkammer oder sonstiges Zubehör benötigt.


künstlerische Aspekte


Bestimmte Eigenschaften der Lochkamera-Fotografie haben Künstler schon immer fasziniert. Dazu gehört in erster Linie die grafisch-flächige Wirkung solcher Fotografien: durch die gleichmässig über das Bild verteilte Schärfentiefe tritt die räumliche Wahrnehmung des Objekts zurück - alles "wirkt wie gezeichnet". Ein weiterer Aspekt ist die Tatsache, dass sich schnell durch das Bild bewegende Objekte bei langen Belichtungszeiten nicht mehr auf dem Foto wiederfinden: es ist somit z. B. möglich, den Markusplatz in Venedig oder den Stachus in München völlig ohne Menschen oder Fahrzeuge abzulichten. Andererseits ergibt sich aus dieser Tatsache, dass eine Landschaftsaufnahme möglichst bei völliger Windstille erfolgen muss, wenn man keine Verwischungen in den Ästen der Bäume haben will. Der Effekt der Mehrfachbelichtung kann jedoch gerade bei Portrait-Aufnahmen gewünscht sein; es verleiht diesen Aufnahmen eine besondere Lebendigkeit.


Literatur


deutsch

  • Thomas Bachler: Arbeiten mit der Camera obscura, Lindemanns 2001, ISBN 3895062227
  • Reinhard Merz und Dieter Findeisen: Fotografieren mit der selbstgebauten Lochkamera, Augustus Verlag, Augsburg, 1997, ISBN 3-8043-5112-3
  • Peter Olpe: Die Lochkamera - Funktion und Selbstbau, Lindemanns Verlag, Stuttgart 1995, ISBN 3-928126-62-8 und Lochkamera. Lindemanns 2001. ISBN 3895061727
  • Ulrich Clamor Schmidt-Ploch. Die Lochkamera. Abbildungsoptimierung. Physikalische Hintergründe. BoD GmbH, Norderstedt 2001. ISBN 3831112614


englisch

  • John Warren Oakes: Minimal Aperture Photography Using Pinhole Cameras, ISBN 0819153702 & 0819153699


Bauanleitungen






Weblinks




Quelle

Teile des Artikels inkl. Bilder entstammen dem Artikel Lochkamera von de.wikipedia.org. Dort findest Du weitere informationen über Autoren, Urheberrecht und Lizenzen.

Kategorie:
Beitrag Forum: Fotowiki   Geschrieben: So, 30. Dec 2007 14:56   Titel: Posterdruck

Posterdruck

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Fotos im XXL-Format
Runter vom Rechner, rauf an die Wand: In Postergröße entfalten Bilder ihre maximale Wirkung. Lies hier, wie Du Fotos vorbereiten und das richtige Angebot wählst

Mittlerweile bieten so gut wie alle Online-Fotodienste Posterdrucke an, viele davon auf leinwand oder Fine-Art-Papieren. Idealvoraussetzungen für allw, die ihre Bilder im Maxi-Format ausdrucken möchten. Damit das Ergebnis den Erwartungen entspricht, zeigen wir digital kritische Faktoren und erklären, worauf Du achten solltest.



Die Bildauflösung


Die richtige Bildauflösung hängt vom Druckanbieter ab, doch oft reichen 150 dpi aus. Umgerechnet auf 8 Megapixel Auflösung bedeutet dies, daß sich Fotos auf DIN A2 vergrößern lassen. Selbst DIN A1 ist möglich. Online-Fotodienste werben häufig mit Angaben wie "Fine-Art-Druck mit 1440 dpi". Dadurch sollte man sich nicht durcheinander bringen lassen, denn damit wird die reine Druckauflösung gemeint, welche um ein vielfaches höher sein kann. Der Hintergrund: Jedes Pixel eines Digitalfotos muss der Drucker aus den vier Druckfarben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz mischen. Die Druckertreiber zerlegen dazu jedes Pixel in bis zu 16 Einzelfelder ("Dithering". Die (scheinbare) Druckauflösung ist damit16mal höher als die Foto-Auflösung.



Bilder hochrechnen


Prinzipiell sind Poster auch mit einer geringeren Auflösung möglich, denn diese werden aus einer größeren Distanz betrachtet als Fotos in einem Album. Das Auge kann kleine Details sowieso nicht klar wahrnehmen. Der Schärfeschwund durch niedrige Auflösung wirkt sich daher nicht dramatisch aus. Um kein Risiko einzugehen, empfiehlt sich, die Auflösung der Datei am PC so weit hochzurechnen, daß sie den Mindestanforderungen des Fotolabores entsprechen. Das Foto wird zwar nicht detailreicher, jedoch wird die Gefahr typischer Raster-Artefakte minimiert. Besonders wichtig bei Fotos mit klaren kanten (Architektur...). Bei zu niedriger Auflösung würden sich Stufenkanten bilden und das Motiv unscharf wirken. Eine Interpolation ist mit jedem guten Bildbearbeitungsprogramm möglich. In Photoshop ruft man die Funktion "Bearbeiten | Bildgröße" auf. Dann wird einfach unter Dateigröße die gewünschte Druckauflösung sowie Höhe und Breite des posters eingegeben. Achtet darauf, daß "Proportionen beibehalten" gewählt wurde. Als Interpolationsalgorithmus empfiehlt sich "Bikubisch" oder "Bikubisch glatter". Nach der Glättung wirk das Bild zwar leicht weichgezeichnet, aber das lässt sich durch Schärfen wieder beheben. Dazu gibt es auch teure Profi-Plugins von z.B. Blow-Up oder Photozoom Pro. Die Preise bewegen sich zwischen 150€ und 200€.



Welche Auflösung nötig ist...


... zeigt diese Tabelle. Für Poster reicht eine geringere Auflösung als für Fotos, da sie aus einem größeren Abstand betrachtet werden. Die u.g. Angaben entsprechen den Mindestanforderungen vieler Anbieter (optimal: mehr als 150dpi, geeignet: 150 - 100dpi, ungeeignet:kritisch!! weniger als 100dpi).
Spoiler: [ Anzeigen ]



Qualität beurteilen


Auch wenn die Auflösung der Datei den Laborvorgaben entsprechen, kann das Ergebnis enttäuschen. Unschärfe, chromatische Aberation und Ãœberstrahlung treten auf Poster gnadenlos zu Tage. Ein wichtiges Werkzeug ist die Zoom-Ansicht "Tatsächliche Pixel" (Photoshop-Tastenkürzel: ALT+STR+0). Damit stellt der Monitor die Pixel eines Bildes eins-zu-eins dar. Leichte Unschärfen lassen sich dann mit "unscharf maskieren" beheben. Die Tonwertkorrektur dient dann letzten Endes noch dazu, eventuellen Belichtungsfehler zu beheben und das Bild "knackig" erscheinen zu lassen.



Größe und Ausschnitt


Einige Fotolabore drucken nur auf Standardgrößen aus. Bei z.B. Panorama-Aufnahmen möchte man aber andere Bildmaße. In solchen Fällen sollte man sein Bild in seiner gewünschten Breite bestellen. Die weißen Bildränder lassen sich problemlos mit einem Tapetenmesser und Lineal abschneiden. Bei einem Leinwanddruck sollten an jeden vier Seiten des Bildes 5cm Ãœberstand berücksichtigt werden. Dieser wird benötigt, um das Bild auf einen Keilrahmen zu ziehen.


Letzte Farbkorrekturen


Für eine Farbkorrektur ist eine Monitorkalibrierung nötig, nur so können Farbstiche ausgeschlossen werden. Man sollte dafür ein ICC-Profil seines Monitormodells beim Hersteller herunterladen. Im Internet gibt es auch reichlich Referenzbilder, an welchen man seinen Monitor einstellen kann.



Links und Verknüpfungen







Kategorien:
Beitrag Forum: Fotowiki   Geschrieben: So, 30. Dec 2007 14:47   Titel: Tiefenschärfe

Die Tiefenschärfe ist ein Schärfebereich entlang der optischen Achse eines optischen Systems.

Bildlich ist diese z.B. bei Landschaftsaufnahmen erkennbar:

Objekte in mittlerer bis unendlicher Entfernung sind auf dem Foto scharf abgebildet, dann liegt der Tiefenschärfebereich in den mittleren bis unendlichen Entfernungen.
Objekte im Nah- bis Mittelbereich sind scharf abgebildet. Dann liegt die Tiefenschärfe zwischen Nah- und Mittelbereich.

Physikalischer Hintergrund:

Wenn wir eine Kamera ohne Linse betrachten, haben wir nur die Blende (unglaublich, aber früher gab es solche Kameras..."
Weiterhin betrachten wir der Einfacheit halber auch nur einen Objektpunkt, welcher als Objektpunkt auf den Film gebracht werden soll. Wenn die Blende weit offen ist, so hat das einfallende Licht bzw. Lichtstrahlen viele verschiedene Wege, um auf den Film zu treffen. Die Summe der Möglichkeiten bildet eine definierte Kreisfläche. Wenn wir die Blende nun schließen, dann verringern wir damit auch die Anzahl möglicher Wege für das Licht. Dadurch verringert sich die Kreisfläche, die Kreisfläche wird kleiner. Die Kreisflächen werden letztendlich so klein, daß sie für das menschliche Auge oder für den Film nicht mehr als Fläche wahrgenommen werden, sondern als "scharfe" Punkte.

Man kann also sagen, daß man auch ohne Linse fotografieren kann. Die Linse dient eigentlich nur zum Sammeln von Licht.

Nützlich ist der Effekt der Tiefenschärfe, wenn man keine Möglichkeit der Scharfstellung hat. So z.B. bei schlechten Licht oder sich schnell bewegenden Objekten. Man verkleinert die Blende so weit, daß der Tiefenschärfebereich so groß ist, daß man mit einer groben Fokusierung auskommt.

Gestalterisches Mittel:

-bei Landschaftsaufnahmen wird meist ein großer Schärfebereich bevorzugt
-bei portaits ist es oft nützlich, den Hintergrung unscharf zu stellen. Dadurch wird der Blick auf das Wesentliche, dem Portrait, konzentriert.

Wer das Glück hat, noch eine Kamera zu besitzen, welche über eine AbblendtasteVorblendtaste verfügt (das ist meist nur noch bei älteren Modellen der Fall), kann den Effekt der Tiefenschärfe sehr schön im sucher Beobachten und die sich ändernden Schärfenbereiche bei sich ändernder Blende sehr gut vergleichen.

Weblinks


Beitrag Forum: Fotowiki   Geschrieben: So, 30. Dec 2007 14:42   Titel: Offenblendmessung

Offenblendmessung

Mit Offenblendmessung ausgestattete Spiegelreflexkameras (SLR, single lens reflex) messen die Belichtung bei offener Blende, d.h. der größtmöglichen Öffnung des Objektivs.

Funktion


Der Wert der für die Aufnahme eingestellten Blende am Objektiv (also der während der Aufnahme verringerte Lichteinfall) wird entweder mechanisch oder elektronisch der Kameraelektronik relativ zur größten Blendenöffnung übermittelt und von dieser vorweggerechnet bzw. simuliert (Blendensimulation). Die Belichtungsmessung bestimmt dann auf dieser Grundlage die erforderliche Belichtungszeit und zeigt sie als Vorgabe im Sucher an (für die manuelle Zeiteinstellung) oder gibt sie dem Verschluss automatisch vor (Zeitautomatik), oft mit einer Anzeige verbunden, die vor zu langen, verwacklungsgefährdeten Zeiten warnt.

Im Moment der Auslösung wird der Schwingspiegel hochgeklappt, die Springblende auf den voreingestellten Wert geschlossen und anschließend der Schlitzverschluss zur Aufnahme geöffnet.

Eigenschaften


Die Offenblendmessung hat den Vorteil, dass das Sucherbild bei der Belichtungsmessung durch das Objektiv (s. TTL) stets so hell wie möglich bleibt. Dies erleichtert das Fokussieren sowohl direkt auf der Einstellscheibe als auch bei der Verwendung von Fokussierhilfen wie Schnittbildindikatoren und Mikroprismenring, die bei kleineren Blendenzahlen als etwa 1:5,6 praktisch nicht mehr zu gebrauchen sind. Bei der Arbeitsblendenmessung mit sehr kleinen Blendenwerten wie 16 oder 22 ist dagegen meist so gut wie nichts im Sucher zu erkennen. Nebenbei wird ein Nachteil der früher häufig verwendeten CdS-Fotowiderstände weitgehend ausgeglichen, die bei geringer Helligkeit bisweilen extrem träge reagieren. Bei starker Abblendung des Objektivs können solche Zellen durchaus mehrere Sekunden benötigen, bis sie den endgültigen Messwert anzeigen.

Nachteil der Offenblendmessung ist, dass oftmals die Schärfentiefe einer Aufnahme nicht mehr beurteilt wird - sei es, weil insbesondere modernen Kameras oft eine Abblendtaste fehlt, oder sei es, weil sie von Automatik-verwöhnten Fotografen nicht genutzt wird.

Bei bestimmten, an einäugige SLR angesetzten Zubehörteilen ist eine Offenblendmessung nicht möglich, etwa beim Einsatz von T-2-Adaptern, oder bei Verlängerungseinrichtungen (Balgengeräten), falls eine Blendenwert-Ãœbertragungsmechanik nicht einsetzbar ist, wie z.B. bei speziellen Mikro- und Makroobjektiven oder bei der Montage eines Objektivs in Retrostellung. Bei einigen neueren Kamerasystemen, die vollständig auf die elektrische Betätigung und Ãœbertragung der Blendeneinstellungen setzen, ist aber auch in solchen Sonderfällen eine Offenblendmessung möglich.

Bei Spiegellinsenobjektiven wird mangels verstellbarer Blende stets bei voller Objektivöffnung gemessen.

Systeme


Die ersten Kleinbild-Spiegelreflexkamera mit Offenblendmessung brachte der japanische Hersteller Topcon 1964 auf den Markt. Die erste deutsche SLR mit TTL-Offenblendmessung war die Contaflex Super BC von Zeiss-Ikon/Voigtländer von 1965. Leitz bot sie mit der Leicaflex SL seit 1968. Viele aktuelle Kameras, erstmals jedoch die Minolta XD-Serie sowie die Olympus OM-2, legen die endgültige Belichtungszeit erst im Moment der Auslösung unmittelbar nach Schließen der Blende fest. Dadurch werden Toleranzen der Blendenmechanik abgefangen, im Falle der OM 2 ist es dadurch sogar möglich, Beleuchtungsänderungen bei Langzeitbelichtungen zu berücksichtigen.

Systembedingt spielt die Offenblendmessung bei Sucherkameras keine Rolle, obwohl auch diese die Belichtungsmessung oftmals durch das Objektiv vornehmen.


Siehe auch




Quelle

Teile dieses Artikels entstammen dem Artikel Offenblendmessung der de.wikipedia.org. Dort findest Du Angaben über Autoren und Urheberrecht der Artikel und Bilder.

Kategorien

Beitrag Forum: Fotowiki   Geschrieben: So, 30. Dec 2007 14:37   Titel: Graukarte

Graukarte



Eine Graukarte dient in der Fotografie zur Kalibrierung der Belichtung. Es ist meist ein kräftiger Karton oder ein Schild aus Kunststoff, der auf der einen Seite neutral grau und auf der anderen weiß eingefärbt ist. Die graue Seite reflektiert etwa 18 Prozent und die weiße etwa 90 Prozent des darauf fallenden Lichts. Die Beschichtung beider Seiten erfolgt mit metameren Farben, um auch bei Beleuchtungsquellen mit unterschiedlicher Farbtemperatur (Tageslicht, Leuchtstofflampen, Glühlampen) denselben Reflexionsgrad zu erhalten.

Grau, mit dem exakten Wert von 17,68 Prozent Reflexion, entspricht dem logarithmischen Mittel des abbildbaren Kontrastumfangs von 1,50 log. D Dichte, das sind also genau 0,75 log. D.

Nahezu alle Belichtungsmesser sind so kalibriert, dass sie Einstellwerte liefern, die für eine Szene mit durchschnittlicher Helligkeitsverteilung gelten. Aus der Helligkeitsverteilung im Motiv wird immer ein integraler Wert ermittelt.

Ist jedoch ein Motiv nicht durchschnittlich (z. B. weißer Hase im Schnee), müssen die Werte korrigiert werden, weil es sonst zu Fehlmessungen kommt und das entstehende Foto nicht der Lichtsituation der Szene entspricht. Im Falle des weißen Hasen im Schnee würde die Aufnahme unterbelichtet, da der Belichtungsmesser die Belichtung auf einen Wert für eine Szene mittlerer Helligkeit reduziert (grauer Hase vor grauem Schnee).

Mittels einer Graukarte kann dieser Fehler ausgeglichen werden, indem man sie möglichst nahe am Objekt platziert und die Karte mit dem Belichtungsmesser vollformatig anmisst (Objektmessung). Diese Messung sollte diffus geschehen. Dies erreicht man durch Unscharfstellung. Alternativ würde die Belichtungsmessung per Lichtmessung (Handbelichtungsmesser mit diffuser Kalotte in Richtung der Lichtquelle) nahezu den gleichen Belichtungswert liefern. Es bliebe beim „weißen Hasen im Schnee“.

Ein weiteres Hilfsmittel für präzise Belichtungsmessung in außergewöhnlichen Beleuchtungssituationen ist ein Spotbelichtungsmesser.
Im ersten Bild ist eine unter Kunstlicht aufgenomme Milchtüte mit verfälschten Farben zu sehen. Im zweiten Bild wurde in gleicher Lichtsituation vor die Milchtüte eine Graukarte zum manuellen Weißabgleich positioniert. Nachdem die Kamera entsprechend kalibriert wurde ist im dritten Bild eine korrekte Farbgebung zu erkennen
Im ersten Bild ist eine unter Kunstlicht aufgenomme Milchtüte mit verfälschten Farben zu sehen. Im zweiten Bild wurde in gleicher Lichtsituation vor die Milchtüte eine Graukarte zum manuellen Weißabgleich positioniert. Nachdem die Kamera entsprechend kalibriert wurde ist im dritten Bild eine korrekte Farbgebung zu erkennen

In der Digitalfotografie kann die Graukarte auch zum Weißabgleich verwendet werden.

Eine Verbesserung der Graukarte ist die Farbgraukarte. Hier sind zusätzlich zwei Dichtefelder und sechs Farbfelder mit definierten minimal abweichenden Farbdichten (0,05 D) aufgebracht. Dadurch wirkt die Karte wie eine Ampel. Das erleichtert die Farbstichbeurteilung bei Farb-Fehlsichtigkeit oder z. B. Ãœbermüdung im Labor. Sind auf der einen Seite zwei Felder nicht so gut zu erkennen, so ist gegenüberliegend das konträre Feld stärker zu sehen oder umgekehrt.

Es müssen immer alle Felder gleich gut zu sehen sein. Wenn nicht, liegt ein Farbstich vor oder der aufnehmende Film weist eine Sensibilisierungslücke auf und ist ungeeignet.

Ähnlichkeiten:

Zur Einstellung von Bildschirmen wird ein Monitorkalibrierungstarget verwendet.

Bilder



Im ersten Bild ist eine unter Kunstlicht aufgenomme Milchtüte mit verfälschten Farben zu sehen.
Im zweiten Bild wurde in gleicher Lichtsituation vor die Milchtüte eine Graukarte zum manuellen Weißabgleich positioniert.
Nachdem die Kamera entsprechend kalibriert wurde ist im dritten Bild eine korrekte Farbgebung zu erkennen



siehe auch


Graukeil

Weblinks


* http://www.mhohner.de/graycard.php


Kategorien

 
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