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Beitrag Forum: Fotowissen   Geschrieben: Do, 16. Jun 2011 08:15   Titel: Re: DIA Vs. Negativ

Hey Thyno.

Wollte mich in nächster Zeit mal etwas näher mit DIA Fotografie beschäftigen. Allerdings im Bereich S/W DIAs mit Architektur- bzw Landschaftsfotos. Bisher ist mir hier nämlich der stärkste Unterschied zu Negativen aufgefallen. S/W Negativbilder sehen einfach nur Sch..lecht aus, wenn sie vom Großlabor entwickelt wurden.

Bisher habe ich einmal einen Farbdiafilm belichtet. Allerdings war das nur ein versehen. Ich hatte mir den zwar bewußt gekauft, jedoch beim Einlegen in die Kamera nicht gemerkt, daß es der DIA Film ist.

Das Ergebnis war trotzdem sehr überzeugend, auch wenn meine Praktica EE2 noch auf ISO 200 eingestellt war (wie ich eben immer meine Negativfilme immer kaufe) und es ein ISO 400 DIA Film war. Eine Überbelichtung war nicht fest zu stellen auch wenn DIA Filme hier ja empfindlicher reagieren. Aber vielleicht lag es auch einfach nur daran, daß ich den Film an zwei Tagen mit extremen Sonnenschein durchgeknippst habe, wo die EE2 die Belichtungszeit sowieso automatisch immer auf 1/1000 s gesetzt hat.

Gruß

Dirk
Beitrag Forum: Praktica-Forum   Geschrieben: Do, 18. Nov 2010 21:52   Titel: Re: Hilfe Bei Praktica Modellbestimmung Benötigt

Ist die Schrift bei der IV nicht nur aufgedruckt / gemalt? Dann könnte sie mit der Zeit doch abgegriffen sein. Sieht man ja bei der Praktica L Baureihe auch immer wieder. Bei welcher EE2 / EE3 ist die Modellbeschriftung wirklich noch komplett weiß?
Das Prisma würde auf die erste Modellreihe hindeuten, da noch das KW Logo eingeprägt ist.
Beitrag Forum: Praktica-Forum   Geschrieben: Mi, 17. Nov 2010 09:12   Titel: Praktisix

Hey Leute,

nachdem ich ja nun schon einige Zeit mit meiner Praktica EE2 (mittlerweile ist noch eine VLC2 und eine Super TL 1000 dazu gekommen) fotografiere, wollte ich nun mal eine Liga aufsteigen und habe mir eine Praktisix Mittelformatkamera zugelegt.
Bisher habe ich noch überhaupt keine Ahnung von Mittelformatfotografie und Rollfilmen. Daher wollte ich mal fragen, ob jemand damit bereits Erfahrungen gesammelt hat und was man hier beachten muß. Mir kann hier wirklich alles helfen, da ich wie gesagt absolut keine Ahnung davon haben. Also selbst solche Dinge wie 'Muß man einen 120er Rollfilm in einer Dunkelkammer in die Kamera einlegen?' oder 'Gibt es überhaupt noch Labore, die diese Filme entwickeln und Abzüge anfertigen oder muß man das selber machen?' sind mir nicht bekannt. Sprich alles was ihr darüber wisst kann mir weiterhelfen.

Gruß

Dirk
Beitrag Forum: Praktica-Forum   Geschrieben: Sa, 20. Mar 2010 10:10   Titel: Re: Praktica EE2 Defekt???

DCW hat folgendes geschrieben: [Beitrag anzeigen]

Wenn tatsächlich das Orangefilter die Ursache für die bessere SW Qualität der Negative war, dann müßte es doch auch eine Möglichkeit geben den Sepiastich bei der Erstellung der Kopie auf Fotopapier durch Filter zu neutralisieren oder?


Hi,

rein theoretisch würde das klappen. Aber die Labore arbeiten mit standartisierten Massenabfertigungsverfahren, welche auf reine Farbfilme abgestimmt sind. Ein Einsatz von Filtern würde die Enticklungskosten und Zeiten für Dich so weit verteuern, als wenn du einen reinen SW-Film entwickel lassen würdest.

Wenn Du beim Fotografieren div. Filter verwendest, kommst Du wahrscheinlich besser. Und beim digitalen bearbeiten kannst Du auch noch an den Farbtönen schrauben...

viele Grüße,

Tino
Beitrag Forum: Praktica-Forum   Geschrieben: Mi, 17. Mar 2010 16:07   Titel: Re: Praktica EE2 Defekt???

thyno hat folgendes geschrieben: [Beitrag anzeigen]

der Konica SW Film wird über den C41 Prozess entwickelt. Soll heißen, daß der über den Farbnegativprozess entwickelt wird. Dabei entstehen diese sepiaartigen Farbtöne.


Bedeutet das, daß bei SW Filmen anderer Hersteller die anders entwickelt werden richtig satte SW Töne zustande kommen?

Wenn tatsächlich das Orangefilter die Ursache für die bessere SW Qualität der Negative war, dann müßte es doch auch eine Möglichkeit geben den Sepiastich bei der Erstellung der Kopie auf Fotopapier durch Filter zu neutralisieren oder?
Beitrag Forum: Praktica-Forum   Geschrieben: Do, 11. Mar 2010 19:52   Titel: Re: Praktica EE2 Defekt???

DCW hat folgendes geschrieben: [Beitrag anzeigen]
...Verwendet habe ich einen Konica SW Film mit ISO 400. Was mich sehr wundert ist, daß fast alle Fotos einen bräunlichen sepiaartigen Stich haben. Aber wie gesagt FAST alle. Die Aufnahmen, die ich mit einem Orangefilter aufgenommen habe sind ohne diesen Farbstich.
Woran kann soetwas liegen?


Hi,

der Konica SW Film wird über den C41 Prozess entwickelt. Soll heißen, daß der über den Farbnegativprozess entwickelt wird. Dabei entstehen diese sepiaartigen Farbtöne. Die genauen Fotochemischen Vorgänge kenn ich auch nicht.

Das mit dem Orangefilter kann ich dann auch nur so erklären, daß dein "SW"-Film auf diese Farbe besonders reagiert. Du hast nun herausgefunden (und das ist für mich auch neu und sehr interessant, also danke Dir!), daß man mit einem Orangefilter den Sepiaton abschwächen kann...

vg,

Tino
Beitrag Forum: Praktica-Forum   Geschrieben: Do, 11. Mar 2010 14:10   Titel: Re: Praktica EE2 Defekt???

So. Grade habe ich die ersten Fotos von der Entwicklung abgeholt. Da ich mir ja nicht sicher war, ob da überhaupt etwas vernünftiges bei rum kommt, habe ich auf eine Foto-CD verzichtet. Daher habe ich hier jetzt kein Bild zum hochladen.
Verwendet habe ich einen Konica SW Film mit ISO 400. Was mich sehr wundert ist, daß fast alle Fotos einen bräunlichen sepiaartigen Stich haben. Aber wie gesagt FAST alle. Die Aufnahmen, die ich mit einem Orangefilter aufgenommen habe sind ohne diesen Farbstich.
Woran kann soetwas liegen?
Beitrag Forum: Praktica-Forum   Geschrieben: Sa, 23. Jan 2010 12:58   Titel: Re: Praktica EE2 Defekt???

DCW hat folgendes geschrieben: [Beitrag anzeigen]
Sollte man die Kamera mit eingelegtem Film eigentlich besser immer gespannt oder ungespannt weglegen, bzw mit sich rum tragen?


Besser ist es, wenn Du die Kamera stets ungespannt liegen lässt bzw. transportierst. Erstens reduzierst Du die Gefahr des ungewollten Auslösens und zweitens hält die Mechanik, vor allem Federn, länger, da diese nicht unter Dauerbelastung stehen sollte.

viele Grüße,

Tino
Beitrag Forum: Praktica-Forum   Geschrieben: Sa, 23. Jan 2010 08:12   Titel: Re: Praktica EE2 Defekt???

Da kommt mir doch spontan noch eine ganz doofe Frage... Wie gesagt, ich bin ein Kind des digitalen Zeitalters.

Sollte man die Kamera mit eingelegtem Film eigentlich besser immer gespannt oder ungespannt weglegen, bzw mit sich rum tragen?
Beitrag Forum: Praktica-Forum   Geschrieben: Do, 21. Jan 2010 17:35   Titel: Re: Praktica EE2 Defekt???

Herzlichen Glückwunsch . Frohe Nachricht hört man gerne!

Das wird wohl stimmen mit der elektronischen Belichtungsmechanik. Habe soeben auch nochmal recherchiert unter dresdner-kameras.de.

Kann natürlich sein, daß beim Fotografieren der Decke die Lichtverhältnisse so schlecht sind, daß die Kamera extrem lange belichten will , aber das ist nur eine Vermutung.

Aber wenn Du die Macken Deiner Kamera kennst, kannst Du Dich ja auch darauf einstellen und entsprechend darauf achten, daß Du nicht "nach oben" fotografierst. Dann hast Du eben eine Charakterkamera, hehe.

Kannst ja mal später Bilder reinstellen, die Du mit der Kamera geschossen hast.

viele Grüße,

Tino
Beitrag Forum: Praktica-Forum   Geschrieben: Mi, 20. Jan 2010 18:00   Titel: Re: Praktica EE2 Defekt???

So. Nun habe ich endlich eine Batterie bekommen und auch in das 'gute Stück' mal eingelegt. Und dann gesah das Wunder:

1. Überraschung:
Der Belichtungsmesser funktioniert! Hatte ich ehrlich gesagt gar nicht mit gerechnet.

2. Überraschung:
Das Problem mit dem Spiegel hat sich auch (fast) erledigt! Bei ca. 20 bis 30 Probeauslösungen hat es jedes Mal funktioniert. Vielleicht liegt es ja daran, daß auch die Verschlußzeiten bei der EE-Serie elektrisch gesteuert werden? Jedenfalls tritt dieser Fehler jetzt nur noch auf, wenn man sozusagen die Decke fotografiert, also die Kamera mit dem Rücken auf den Tisch legt und auslöst.

Ich werde mal einen Probefilm einlegen und bin schon gespannt, ob da brauchbare Bilder bei raus kommen bzw ob es im Gebrauch Funktionsstörungen gibt.

Gruß

DWC
Beitrag Forum: Praktica-Forum   Geschrieben: Mo, 14. Dec 2009 09:43   Titel: Re: Praktica EE2 Defekt???

Hallo Thyno,

vielen Dank für deine Antwort. Beim www.akkushop.de kann man die PX21 noch kaufen. Das sollte also nicht das größte Problem sein. Ob sich eine Reparatur noch lohnt muß ich dann wohl mal klären. Ich habe schon viel alten Kram in meinen Vitrinen stehen. Aber irgendwie mag ich den Gedanken nicht etwas hin zu stellen, daß nicht funktioniert. Meine 'Ausstellungsstücke (alte Schreibmaschinen, Rechenmaschinen, Telefone, etc.) sind eigentlich alle noch funktionstüchtig.

Ich werde dann mal Bescheid sagen, wie es weiter gegangen ist.

Gruß

DCW
Beitrag Forum: Praktica-Forum   Geschrieben: Fr, 11. Dec 2009 18:11   Titel: Re: Praktica EE2 Defekt???

Hallo DCW,

also an der Batterie liegts nicht, ist ja keine drinn... hehe, kleiner Scherz. Nein, das Spiegelproblem schein rein mechanischer Natur zu sein, da wird irgendwo eine Feder oder ein Hebel klemmen. leider kenn ich mich nicht mit dem Innenleben der EE2 aus.

Fraglich ist jedenfalls, ob sich eine Reperatur für Dich lohnen wird. Zum Hinstellen in die Schrankwand wird die Kamera wohl reichen, super Bilder wirst Du wohl mit einer solch alten Kamera nicht schiessen werden. Da sind eigentlich nur noch die BX20er-Modelle konkurrenzfähig.

Hier mal ein Link zur Pentacon-Werkstatt in Dresden:
http://www.dresdner-kameras.de/files/service2.pdf

Und hier noch ein Link zu einer sehr informativen Seite über Pentacon-Kameras:
dresdner-kameras.de

Bedenke in jedem Falle beim Gedanken an eine Reperatur folgendes:
Zitat: "Die heute nicht mehr uneingeschränkt erhältliche PX 21 Batterie lässt sich Dank der Findigkeit einiger Praktica-Freunde durch moderne Typen substituieren, so dass der weiteren Nutzung dieses Klassikers nicht mangels Energienachschub oder Wartung die Perspektive fehlt."
... soll heissen: Die Originalbatterien laufen auf Quecksilberbasis, und das ist heutzutage verboten. Du bekommst keine Originalbatterien mit der entsprechenden Spannung mehr. Um gängige Batterien mit einer anderen Spannung zu verwenden, muss an der Kamera bissel rumgebastelt werden.....


viele Grüße,

Thyno
Beitrag Forum: Praktica-Forum   Geschrieben: Do, 10. Dec 2009 10:01   Titel: Praktica EE2 Defekt???

Hallo liebe Praktica Freunde,

beim Entrümpeln des Kellers habe ich die alte Praktica EE2 Kamera meines Vaters entdeckt. Natürlich habe ich mir die gleich unter den Nagel gerissen.

Zu Hause habe ich die Kamera natürlich gleich ein wenig "im trockenen" (ohne Film und Batterie) ausprobiert. Leider habe ich selber wenig Ahnung von analogen Geräten (ich bin ein Kind des digitalen Zeitalters) jedoch habe ich den Eindruck, daß da etwas nicht ganz in Ordnung mit ist:

Die Kamera läßt sich ohne Probleme spannen und auch auslösen. Nur klappt sich nach dem Auslösen der Spiegel nicht wieder runter... Der Spiegel geht erst dann wieder in seine eigentliche Position, wenn man die Kamera noch ein oder zwei Mal wieder spannt ohne das sie dabei ausgelöst werden kann. Erst wenn der Spiegel wieder unten ist und man wiederum spannt kann auch wieder ausgelöst werden.

Außerdem scheint der Selbstauslöser nicht zu funktionieren. Jedenfalls fängt er nicht an zu laufen, obwohl sowohl der Selbstauslöser, als auch die Kamera gespannt sind und ausgelöst wird...

Die oben beschriebenen "Macken" sind doch nicht normal oder? Es liegt doch sicher auch nicht an der fehlenden Batterie. Die ist doch nur für die Belichtungsmessung da oder?

Gruß

DCW
Beitrag Forum: Fotowiki   Geschrieben: So, 23. Nov 2008 21:52   Titel: Praktica

Praktica


Praktica ist ursprünglich der Markenname für eine Baureihe von Spiegelreflexkameras des Herstellers Pentacon aus Dresden. Die in der DDR gefertigten Fotoapparate wurden auch ins Ausland exportiert und beispielsweise in Westdeutschland vom Versandhaus Quelle unter dem Markennamen RevueFlex verkauft.

Seit den 90er Jahren tragen auch Ferngläser, Digital- und Kompaktkameras die Markenbezeichnung PRAKTICA.

2001 wurde die Herstellung von Spiegelreflexkameras der Marke Praktica eingestellt.

Seit 2002 gibt es Digitalkameras der Marke Praktica, 2004 wurde mit der Produktreihe Luxmedia begonnen. Optiken werden auch beispielsweise für Polaroid und dessen Foveon-X3-Gemeinschaftsproduktion mit Sigma produziert. Zum Produktsortiment gehören auch Services wie Ausbelichtungen.


Geschichte und Entwicklung


Die erste Praktica-Kamera wurde von Siegfried Böhm konstruiert, im Jahre 1949 (erneut) vorgestellt und von der Mechanik Kamera Werkstätten VEB, Niedersedlitz gefertigt. Dieser VEB war ursprünglich 1919 als Kamera-Werkstätten Guthe & Thorsch GmbH von Benno Thorsch und Paul Guthe in Dresden-Niedersedlitz gegründet worden. Eine amerikanische Unternehmerfamile Noble kaufte 1937/1938 dieses Unternehmen und stellte unter dem Namen NOBLE Kameras her. Bereits 1939 brachten Charles A. Noble und sein Sohn John H. Noble die Kleinbild-Spiegelreflexkamera Praktiflex erstmals auf den Markt. Nach 1945 wurden die Inhaber von der sowjetischen Besatzungsmacht enteignet, in NKWD-Lager verschleppt und der Betrieb verstaatlicht.


Produktgeschichte


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einige Praktica-Modelle

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Digitalkamera Praktica DPix3000

Bei den Kameras der ersten Generationen wurde das Objektivgewinde M42 x 1 genutzt. Hierbei handelt es sich um ein international standardisiertes und herstellerunabhängiges Schraubgewinde.

Vorgänger des Markennamens Praktica waren die Kameras Pentacon und Pentacon F, die bis ca. 1958 gebaut wurden.

Die 1951 vorgestellte Praktica FX (auch bekannt als Praktiflex FX - dann aber mit M40x1-Gewinde - und als Kawenda) verfügte über Synchronbuchsen und beherrschte damit erstmals die Blitzsynchronisation. Auch das PL-System (Pentacon loading) wurde von Praktica eingeführt. Es besteht im wesentlichen aus zwei radial einwärts federnden Fangbügeln auf der der Filmpatrone gegenüberliegenden Kamera-Rolle, die den Film mit Drehrichtung entgegen der Richtung auf der Filmspule wieder aufspult.

Siehe auch: Eine ausführlichere Beschreibung des Praktica Kamerasystems steht hier: Kamerasystem

Kameramodelle

Von Pentacon produzierte Kameras wurden auch unter anderen Namen als Praktica ins Ausland außerhalb des Ostblocks exportiert, zum Teil als Auftragsarbeiten für Firmen, die die Modelle unter eigenem Label vertrieben. Einige dieser Markennamen bzw. Auftraggeber waren Jenaflex, Kawenda, Hanimex, Revue (Foto-Quelle) und Porst.

Nachfolgemodelle aus der ersten Kamerageneration waren:
  • Praktica FX 2 (ab 1956)
  • Praktina FX (ab 1956)
  • Praktina IIa (ab 1959)
  • Praktica IV
  • Praktica IV B
  • Praktica IV M
  • Praktica IV BM
  • Praktica IV FB
  • Praktica V F
  • Praktica V FB


Zur zweiten Kamerageneration, die im VEB Pentacon Dresden gefertigt wurden, gehören:

  • Praktica VI ?
  • Praktica nova
  • Praktica nova B
  • Praktica mat
  • Praktica nova I
  • Praktika nova IB
  • Praktica super TL
  • Praktica elektronik


Auch die Kameras der dritten Generation nutzten noch das Schraubgewinde M42; zu dieser Generation zählen folgende Modelle:

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aufgeschnittene Praktica

  • Praktica L, vollmechanisches Basismodell
  • Praktica L2
  • Praktica LB2
  • Praktica LTL, baugleich mit Porst Reflex CX-6


  • Praktica super TL2
  • Praktica super TL3
  • Praktica LTL3
  • Praktica MTL3 u.a. als MTL5 bis 1985, als MTL5B (neue Sucheroptik, keine zusätzliche Blitzlicht-Buchse) bis 1989 gebaut
  • Praktica Super TL 500 und Super TL 1000
  • Praktica LTL2, Anzeige des Belichtungsmessung über LEDs (auch DTL2/3, MTL50)
  • Praktica DTL2
  • Praktica DTL3
  • Praktica MTL50
  • Praktica LLC, Innenlichtmessung bei Offenblende, ebenso alle folgenden Kameras, dafür spezielle Objektive mit electric-Blendenwertübertragung notwendig
  • Praktica PLC2
  • Praktica PLC3
  • Praktica VLC, Wechselsuchersystem
  • Praktica VLC2
  • Praktica VLC3
  • Praktica EE2, Zeitautomatik
  • Praktica EE3, Zeitautomatik


In den Typenbezeichnungen der dritten Generation (L-Modelle) hatten die Buchstaben und Zahlen folgende Bedeutung.

Erster Buchstabe:

L = Lamellenschlitzverschluss (als Unterscheidung zu den Vormodellen mit Tuchschlitzverschluss), V = variables Suchersystem (mit Auswahl aus Lichtschacht, Prismensucher und Makrookular), P = fest eingebauter Prismensucher (zur Unterscheidung zu ansonsten gleichen V-Modellen), D = Leuchtdioden zur Anzeige der Belichtungmessung statt des sonst verwendeten Zeigerinstruments, M = Messwerkabgleich (mit Brückenschaltung zur Stabilisierung gegenüber Spannungsschwankungen der Batterie).

Weitere Buchstaben:

TL = Innenbelichtungsmessung mit Abblendtaste, LC = Innenbelichtungsmessung bei offener Blende mit elektrischer Blendenwertübertragung, B = Außenbelichtungsmessung, EE = Innenbelichtungsmessung mit elektronischer Steuerung der Verschlusszeit.

Zahlen:

2 (bzw. 3) = zweite (bzw. dritte) Variante des Modells, 500 (bzw. 1000) = kürzeste Verschlusszeit 1/500s (bzw. 1/1000s), 50 = Variante der MTL mit Leuchtdioden statt Zeigerinstrument zur Belichtungsanzeige.

Die vierte Generation der Praktica-Spiegelreflexkameras wurde mit der Praktica B 200 im Jahr 1978 auf der Leipziger Messe erstmals präsentiert und von 1979 bis 1990 gefertigt. Eine wesentliche Neuerung war die Einführung des Bajonettanschlusses (auch PB-mount genannt) und ein modernes Design für Kameras und Objektive. Erstmals wurden auch Zoomobjektive, später auch noch Autofokus-Objektive vorgestellt.

Da das B-System für Kunden in der DDR sehr teuer war, wurde entgegen den Planungen die erschwinglichere M42-Kameralinie in verringertem Umfang weiter produziert. Später gab es speziell für den DDR-Markt technisch abgerüstete und damit billiger zu produzierende Modellvarianten (siehe dazu Praktica BCC und Praktica BCA). Umgekehrt wurden spezielle Modellversionen für den britischen, niederländischen und französischen Exportmarkt hergestellt, die sich nur in Designelementen und in der Namensgebung von den zugrunde liegenden Urtypen unterschieden (siehe dazu Praktica BCX, Praktica BC auto, Jenaflex AM-1, Jenaflex AC-1 und Praktica BC3).

Nachteil des Pentacon-Bajonetts war, dass es eine Eigenentwicklung war und nicht mit anderen Quasi-Marktstandards wie dem Pentax-K-Bajonett kompatibel war. Damit war im Gegensatz zum zuvor verwendeten Schraubgewinde die Nutzung von Objektiven auf neu zu kaufende Bajonett-Objektive mit PB-mount eingeschränkt. Dies verringerte die Akzeptanz des Systems im Markt.

Zur B-Kamerageneration gehören folgende Modelle:

  • Praktica B 200 und BCX, chrom
  • Praktica BC 1/BC3/BCX, schwarz und Jenaflex AM-1
  • Praktica B 100 und BC auto
  • Praktica BCA und Jenaflex AC-1
  • Praktica M
  • Praktica BCS
  • Praktica BCC
  • Praktica BM/BMS und Revue BC 2


BX-Modellreihe (Fertigung zwischen 1987 und 1990):

  • Praktica BX 20
  • Praktica BX 10 DX
  • Praktica BX 21
  • Praktica BX 20s


BX-Modellreihe aus der Nach-Wendezeit (Fertigung zwischen 1991 und 2001):

  • Praktica BX 20S
  • Praktica BX 20D



Siehe auch


  • Exakta



Literatur


  • Herbert Blumtritt: Geschichte der Dresdner Fotoindustrie. Lindemanns: Stuttgart 2000
  • Herbert Blumtritt: Die Prakti. Lindemanns: Stuttgart 2002

  • K. Hartmann: Pentacon Praxis (1. Auflage). Fotokinoverlag: Halle 1960
  • Richard Hummel: Spiegelreflexkameras aus Dresden - Geschichte, Technik, Fakten (erste erweiterte und überarbeitete Nachauflage). Edition Reintzsch: Leipzig 1995
  • W. Mesow: Kleines Buch zur Praktica (1. Auflage). Fotokinoverlag: Leipzig 1980
  • Franz Pangerl. Das Praktica-Buch. Seebruck: Heering-Verlag 1967
  • Roger Rössing: Fotografie mit der Praktica (1. Auflage). Fotokinoverlag: Halle (Saale) 1959 (12. Aufl. 1977)
 
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