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Beitrag Forum: Off Topic   Geschrieben: Mi, 18. Oct 2017 20:34   Titel: Sprit Sparen Durch Cleveres Fahren

Moinsen,

ich hatte am Montag eine Seite entdeckt, mit der ich Neben Staus auch gesperrte Streckenabschnitte sehen kann.

In Karlsruhe ist es super nützlich, da hier in der Baustellenhochburg die gesperrten Streckenabschnitte täglich wechseln und ich meine Route in den Feierabend mit einem Klick planen kann.

Vielleicht hilft es euch ja auch :)
Beitrag Forum: Off Topic   Geschrieben: Mi, 18. Oct 2017 20:23   Titel: Re: Seminare Bei Der WBS Akademie - Erfahrungen?

Hatten ein Büro neben uns, wirkte nicht sehr seriös. Mag ein seriöses Geschäftsmodell sein, allerdings wirkte es nicht sehr erfolgreich.
Beitrag Forum: Praktica-Forum   Geschrieben: Sa, 19. Jul 2014 18:00   Titel: BX20 AEL & TTL Frage

Erst mal hallo, ich bin Luebecktom und neu hier im Forum. Und natürlich habe ich auch gleich zwei Fragen. Habe mir neben meiner BC 1 eine BX 20 zugelegt. Hierzu meine erste Frage: Ist es richtig das beim Auslösen die AEL Leuchdiode im Sucher leuchtet? Und zwar genau so lange wie ausgelöst wird?

Und meine zweite Frage dreht sich um die Blitz-TTL Steuerung. Ich habe hier zwei Systemkonforme Blitze. Beide Baugleich (Achiever DZ 260) und im nahezu neuwertigen Zustand. Obwohl ich den Blitz vorn auf TTL und auch auf der Rückseite auf TTL gestellt habe, kann ich nicht erkennen das da groß was geregelt wird. Also ich habe am helllichten Tag bei Sonnenschein einen vollen Blitz als auch bei Dunkelheit. Der Kondensator vom Blitzgerät lädt auch in etwa die gleiche Zeit den Blitz nach dem Auslösen auf. Egal ob Dunkel oder Hell. Wenn ich die Blitzgeräte aber in ihrem eigenen Automatikmodus schalte ist ein großer unterschied zu erkennen. Hier ist es wie es sein soll, bei Sonnenschein kaum ein Blitz zu sehen, bei Dunkelheit dann volle Pulle. Das Verhalten ist bei beiden Blitzgeräten gleich. Im Sucher der BX20 leuchtet bei Bereitschaft das Blitzsymbol. Kann es sein das die TTL Steuerung der Kamera Defekt ist?
Beitrag Forum: Praktica-Forum   Geschrieben: Fr, 15. Apr 2011 19:43   Titel: Blitzgeräte Praktika BX 20

Hallo Leute, habe neben der Digitalen Fotografie auch die Analoge wieder für mich entdeckt. Ich bin auch ganz froh eine BX 20 mein eigen nennen zu können. (War zu DDR Zeiten meine Traumkamera, hat aber dann nur zu einer EXA 1b gereicht) Jetzt zu meiner Frage: Fotografiere digital mit Nikon SLR's, und habe deshalb auch kompatible Blitzgeräte für die Kameras. Gibt es Blitzlichtadapter für die BX 20 oder andere Möglichkeiten die Blitzgeräte an der Kamera zu nutzen ohne Schaden anzurichten? Ich danke im voraus.
Beitrag Forum: Fotowiki   Geschrieben: So, 16. Jan 2011 13:43   Titel: Autofokus

Als Autofokus (AF) wird die Technik einer Kamera oder allgemein eines jeden optischen Apparates bezeichnet, automatisch auf das Motiv scharfzustellen. Grundsätzlich wird zwischen passivem Autofokus, also solchem, der nur das vom Motiv abgestrahlte oder reflektierte Licht verwendet, und aktivem Autofokus unterschieden, der auch bei völliger Dunkelheit funktioniert.

Passiver Autofokus


Am weitesten verbreitet sind heute passive Autofokussysteme. Die beiden grundsätzlichen Techniken sind der Phasenvergleich und die Kontrastmessung. Der passive Autofokus ist auf genügende Beleuchtung und ausreichenden Objektkontrast angewiesen, um zu funktionieren. Durch Beleuchtung des Motivs mit einem Hilfslicht kann er jedoch zu einem aktiven Verfahren erweitert werden.

Kontrastmessung

Eine Fokussierung mittels Messung des Bildkontrasts läuft prinzipiell so ab, wie auch das Auge beziehungsweise ein Fotograf ohne weitere Hilfsmittel fokussieren: Die Bildweite des Objektivs wird solange variiert, bis der Kontrast maximal ist. Da die Kamera im Gegensatz zu einem Lebewesen keine Vorstellung davon hat, wie weit das Motiv ungefähr entfernt ist, reicht eine einzige Kontrastmessung nicht aus, um die Fokussierrichtung festzulegen. Erst wenn mindestens zwei Messungen vorliegen, ist nicht nur die Richtung bekannt, sondern es kann die Fokusposition evtl. auch extrapoliert werden.

Die Methode der Kontrastmessung kommt häufig in Video- und kompakten Digitalkameras zum Einsatz. Hier ist ohnehin ein das gesamte Format ausfüllender Bildsensor vorhanden, und die Integration des Phasenkontrastverfahrens in diesen Chip wäre sehr aufwendig bis unmöglich. Aufgrund des rechnerischen Aufwandes und nötigen Vorwissens der absoluten Verfahren („Depth from Defocus“) kommen in der Praxis meist nur relative Verfahren („Depth from Focus“) zum Einsatz.

Der Prozessor der Kamera errechnet dabei die Frequenzverteilung im Bild. Je größer der Anteil der hohen Frequenzen, desto schärfer das Bild. Relatives Verfahren bedeutet, dass mehrere Aufnahmen mit unterschiedlicher Fokussierung notwendig sind, um eine Verbesserung oder Verschlechterung der Bildschärfe und die Richtung der nötigen Fokussierung zu ermitteln. Die Nachteile dieser Methode sind also großer Rechen- und Motoraufwand, was sich negativ auf die Batteriekapazität und Geschwindigkeit niederschlägt. Des Weiteren ist für eine erneute Fokusmessung ohne Veränderung des Bildausschnittes wiederum eine Fokusveränderung (=zunächst eine Defokussierung) notwendig, sodass diese neue Messung üblicherweise merkbar Zeit benötigt.

Phasenvergleich

Die ältere passive Methode ist der Phasenvergleich. Dieses Verfahren ist zwar komplexer und erfordert einen speziellen Sensor, es erfordert jedoch prinzipiell keine große Rechenleistung, und die Fokussierrichtung kann mit der ersten Messung bestimmt werden.

Die Methode wurde erstmals 1976 durch Honeywells Visitronic-Chip realisiert. Die erste damit ausgerüstete Serienkamera war die Konica C35-AF. Das Funktionsprinzip beruht auf Triangulation der Objektentfernung durch (mindestens) zwei durch dieselbe Linse schauende Autofokussensoren (Stereobild). Das Ergebnis ist eine schnelle und genaue Fokussierung, die ohne erneute mechanische Fokussierung und damit ohne Zeitverlust beliebig oft wiederholt werden kann. Bei Digitalkameras findet dieses Verfahren aufgrund der höheren Kosten und technischen Komplexität überwiegend in den teureren Spiegelreflexkameras Verwendung, jedoch sind beispielsweise viele Kompaktkameras der Firma Ricoh ebenfalls mit dieser Technik ausgestattet, hier „Hybrid-AF“ genannt.

Aktiver Autofokus


Der aktive Autofokus funktioniert auch in absoluter Dunkelheit. Man unterscheidet zwischen direkter Entfernungsmessung mittels Ultraschallwellen und der Erweiterung von passiven Methoden mittels Objektbeleuchtung.

Ultraschall-Laufzeitverfahren

Ein aktives Ultraschallverfahren (Sonar) kommt beispielsweise seit 1982 bei diversen Polaroid-Kameras zum Einsatz. Dabei wird die Zeit, die der Schall von der Kamera zum Objekt und zurück benötigt, gemessen und je nach berechneter Entfernung fokussiert. Der Vorteil dieses Verfahrens ist, dass es extrem schnell funktioniert, da keine Probefokussierung wie bei der Kontrastmessung notwendig ist. Nachteilig ist, dass keine präzise Auswahl des Fokus auf dem Motiv möglich ist, und dass es durch Glasscheiben gar nicht und mit Spiegeln nur bedingt funktioniert, da es kein optisches Verfahren ist.

Objektbeleuchtung

Eine Phasenkontrast- oder Kontrastmessung kann trotz zu geringer Leuchtleistung des Motivs durchgeführt werden, wenn dieses aktiv beleuchtet wird. Dabei kommt entweder ein Hilfslicht, das dem einer Taschenlampe ähnelt, oder Messblitze zur Verwendung.

Das AF-Hilfslicht ist meist rot (sichtbar) oder infrarot (unsichtbar, aber durch Längs-CA des Objektivs ungenauer). Wie im Bildbeispiel zu sehen ist, kommt dabei idealerweise kein gleichmäßiger Lichtfleck zum Einsatz, sondern es wird ein Muster auf das Motiv projiziert. Wenn der Phasenkontrast in der Horizontalen gemessen wird, eignet sich ein vertikales Linienmuster besonders gut. Der große Vorteil ist, dass mit solcher Beleuchtung sogar auf Flächen ohne jeden Kontrast fokussiert werden kann. Dieses Verfahren kommt deshalb auch dann zum Einsatz, wenn das Objekt eigentlich genügend Licht für die Messeinrichtung liefert, jedoch zu geringen Kontrast aufweist. Wenn die Kamera über kein eigenes Blitzlicht verfügt, ist das AF-Hilfslicht meist im Blitzgerät eingebaut.

Neben der (zeitlich) kontinuierlichen Ausleuchtung mit einem AF-Hilfslicht werden auch Messblitze verwendet. Diese Methode ist wohl kostengünstiger zu realisieren, hat aber neben der „Auffälligkeit“ den Nachteil, dass wegen der gleichmäßigen Ausleuchtung wie bei passiven Verfahren nur auf Objekte mit ausreichendem Kontrast scharfgestellt werden kann. Vorteilhaft ist, dass auch stark bewegte Objekte wegen fehlender Bewegungsunschärfe scharfgestellt werden können.

Allgemeine Eigenschaften


Die Geschwindigkeit und Genauigkeit des Autofokus können sehr gut sein. Normalerweise liegen sie über dem, was manuell erreicht wird. Moderne Kameras messen verschiedene Bereiche des Bildes und entscheiden, wo das Objekt ist. Einige Kameras sind auch fähig, zu entscheiden, ob sich das Objekt auf die Kamera zu oder von ihr weg bewegt, sowie welche Geschwindigkeit es hat, und verfolgen es (Prädiktions-Autofokus).

Einfache AF-Systeme besitzen nur einen Fokussensor. Höher entwickelte verfügen jedoch über ein ganzes Gitter von Sensoren. Die Nikon D3 und andere (semi-)professionell angesiedelte Nikon-Modelle haben sogar 51 Sensoren, die einzeln auswählbar sind, um das zu fokussierende Objekt zu erfassen. Bei den EOS-1D-Modellen von Canon sind es 45 Sensoren.

Autofokus in Kameramobiltelefonen


Mittlerweile werden Autofokus-Systeme auch in einigen Mobiltelefonen mit eingebauter Digitalkamera eingesetzt. Diese sollen die bis jetzt weit verbreiteten Fixfokuslinsen ablösen und für eine höhere Bildschärfe sorgen.

Siehe auch



  • bitte bearbeiten


Weblinks


Beitrag Forum: Astrofotografie   Geschrieben: Di, 28. Sep 2010 19:04   Titel: Re: Mondfotos

Hallöle,

ich würde auch gern ohne großen Aufwandt gute Mondfotos schiessen. Das Blöde ist aber, daß eine 300 oder 400 mm Brennweite einfach zu wenig ist.

Ganz einfache Überlegung:

Bei f=300mm ist der Mond im Sucher vielleicht geschätzt daumengroß. Ein Sucherbild "fühlt" sich durch den geringen Abstand zum Äugli dazu noch relativ groß an.

Auf dem Papier oder Monitor ist der Mond einsprechend auch nur etwa daumengroß.

Richtig große Mondfotos kann man nur mit einem Teleskop schießen, und auch dort nur mit Okularprojektion.
Z.B. Teleskop f=1000 mm Okular f=10 mm
Vergrößerung= 1000/10=100 fach. Man bekommt alsonur via Teleskop und Okularprojektion richtig gute Mondfotos hin.

Tipp für 300 mm Objektiv:

Mond am Horizont als gesalterisches Mittel nutzen (z.B. Mond neben Baum, haus , Turm oder Berg mit evtl. netten Wolken...). Bei der Belichtung eher unterbelichten als "richtig" belichten...

vg,

Tino
Beitrag Forum: Fotowiki   Geschrieben: Fr, 19. Sep 2008 19:55   Titel: Innenfokussierung

Innenfokussierung



Innenfokussierung, abgekürzt IF, ist eine Konstuktionsart von Objektiven, bei der die Entfernungseinstellung nicht durch eine Verschiebung des ganzen Objektivs, sondern nur von einer oder mehreren Linsen innerhalb des Objektivs erfolgt. Die übrigen Linsen, insbesondere die Frontlinse, behalten ihren Abstand von der Bildauffangebene (Film oder Bildsensor) bei, wodurch sich die Baulänge des Objektivs nicht ändert.


Problematik


Gewöhnliche Objektive fokussieren dadurch, dass sich das gesamte Linsenpaket in Richtung ihrer optischen Achse verschiebt. Dies führt beim Einstellen auf nahe Motive zu einer größeren Baulänge und einer damit verbundenen Schwerpunktverlagerung. Hinzu kommt, dass mit dem Verstellen aller Linsen eine große Masse bewegt werden muss, die das Fokussieren verlangsamt. Diese Effekte sind für kurze Brennweite bedeutungslos, bei Teleobjektiven aber beträchtlich und von großem Nachteil. Deswegen werden Kameraobjektive ab etwa 3facher Vergrößerung gegenüber der Normalbrennweite, bei Kleinbild also etwa ab 150 mm, seit den 1970er Jahren zunehmend mit Innenfokussierung gebaut.

Objektive mit Innenfokussierung lassen sich kompakter und leichter bauen, was insbesondere bei langen Brennweiten günstig ist. Auch verlagert sich der Schwerpunkt beim Fokussieren kaum, so dass bei Stativaufnahmen keine Änderung der Stativbelastung und somit kein störendes Kippen der Kamera (durch die Elastizität des Stativs) erfolgt. Von Nachteil kann allerdings sein, daß sich im Allgemeinen die Brennweite mit der Entfernungseinstellung ändert.

Funktionsweise


Bei konventioneller Fokussierung bleiben die Abstände der Linsen voneinander stets gleich. Das Linsenpaket besitzt eine Unendlicheinstellung und lässt sich von dieser ausgehend von der Kamera weg verschieben. Um ein Motiv in gegebener Entfernung scharf abzubilden, ist eine bestimmte Entfernung des Linsenpakets (genauer: der bildseitigen Hauptebene) von der Film- bzw. Sensoerebene einzustellen. Diese Auszug genannte Verschiebung des Objektivs hängt neben der Motiventfernung auch von der Brennweite des Objektivs ab. Sie wird mit zunehmender Brennweite größer.

Wenn man auch die Abstände der Linsen voneinander ändert, wie es bei der Innenfokussierung der Fall ist, verschiebt sich nicht nur die bildseitige Hauptebene, sondern es ändert sich im Allgemeinen auch die Brennweite und damit der einzustellende Abstand der Hauptebene vom Film. Somit gibt es zwei Möglichkeiten, die Scharfeinstellung zu realisieren:

  • Die Hauptebene wird bei gleichbleibender Brennweite nach vorn verschoben.
  • Bei gleichbleibender Position der Hauptebene wird die Brennweite verkleinert.


In der Regel nutzt man beide Effekte gleichzeitig.

Bei der Innenfokussierung werden nur ausgewählte Linsen im hinteren Bereich des Objektivs verschoben. Diese Linsen sind relativ klein und leicht und müssen sich meist nur wenig bewegen, und beeinflussen den Objektiv-Schwerpunkt infolgedessen nur unbedeutend. Auch lassen sie sich sehr schnell verstellen, sowohl mit der Hand, wie auch durch einen Autofokusmotor. Da die vorderen Linsen, insbesondere die Frontlinse, nicht zu den verstellten Linsen gehören, bleibt die Objektiv-Baulänge unverändert. Die verringerte Brennweite und somit Vergrößerung bei Naheinstellung hat in der Praxis keine Bedeutung. Im Gegensatz zum herkömmlichen Verfahren kann sich aber die Verzeichnung des Objektivs mit der Entfernung ändern.

Anstatt ausgewählte Linsen zu verschieben, kann man die Entfernung auch verstellen, indem man Linsen auswechselt. Dies führt zu einer stufenweisen Fokussierung und findet bei Polaroid-Sofortbildkameras Anwendung (siehe Polaroid).

Vorteile der Innenfokussierung


  • Bei der Fokussierung wird weniger Masse bewegt, so dass sie schneller erfolgen kann.
  • Die Gewichtsverlagerung ist viel kleiner, so dass sich die Stativbelastung kaum ändert und sich die Kamera nicht neigt.
  • Die Fassung des Objektivs kann kleiner und leichter konstruiert werden.
  • Das Objektiv ist im Allgemeinen robuster. Wenn das Objektiv einen Schlag auf die Vorderkante abbekommt, wird die Fokussiermechanik dadurch nicht belastet, da sie komplett im Inneren liegt.
  • Die Frontlinse dreht sich nicht (im Gegensatz zur Frontlinsen-/Frontgruppen-Fokussierung vieler Zoomobjektive).

Dadurch können Pol- oder Verlaufsfilter (s. Filter) problemlos benutzt werden. Darum ist auch die Verwendung von tulpenförmigen Streulichtblenden (ugs. Gegenlichtblenden) möglich, welche in den Bildecken eingeschnitten sind, um Vignettierungen zu vermeiden.

Besonderheit: Hinterlinsenfokussierung


Die Hinterlinsenfokussierung (engl. rear focus, RF) ist eine Spielart der Innenfokussierung. Dabei wird die hinterste Linse oder Linsengruppe verschoben.
Beitrag Forum: Praktica-Forum   Geschrieben: Do, 18. Sep 2008 21:39   Titel: Praktica BX 20 Bedienungsanleitung (Handbuch)

Practica BX 20 Bedienungsanleitung - Handbuch



Inhaltsverzeichnis

Einleitung
Technische Merkmale
Bezeichnung der Einzelteile
Vorbereitung zur Aufnahme
Batterie einlegen
Batterie prüfen
Rückwand öffnen
Film einlegen
Rückwand schließen
Aufnahmebereitschaft herstellen
Filmempfindlichkeit einstellen
Aufnahmevorgang
Automatische Belichtungszeiten
Steuerung
Vorwahl der Blendenzahl
Belichtungsautomatik, Anzeige
Auslösen
Messwertspeicherung
Belichtungskorrektur
Teilautomatische Arbeitsweise
Kamerahaltung
Blitzlichtaufnahmen
Objektivwechsel
Bildschärfe einstellen
Schärfentiefenanzeige
Infrarotaufnahmen
Auslöser
Verriegeln des Auslösers
Selbstauslöser
Filmwechsel
Pflege der Kamera




Einleitung


Mit der PRAKTICA BX 20 besitzen Sie eine hochwertige Kleinbildspiegelreflexkamera, die sich durch hohen Bedienungskomfort auszeichnet und die einen großen Spielraum für gestalterische Kreativität bietet.

In einem Bereich von 1/1000 s bis 40 s werden die Belichtungszeiten vollautomatisch gesteuert. Die Mikroelektronik der PRAKTICA BX 20 ermöglicht darüber hinaus das Fotografieren mit festen Belichtungszeiten zwischen 1/1000 s und 1 s sowie beliebig langen Belichtungszeiten mit der B-Einstellung.

Die Innenmessung erfolgt bei offener Blende und somit hellstem Sucherbild durch die elektronische Blendenwertübertragung.

Die PRAKTICA BX 20 ist mit einem System zur Blitzinnenmessung ausgerüstet. Bei Verwendung eines systemkonformen Computerblitzgerätes wird das Blitzlicht von der Kamera gemessen, ausgewertet und für die richtige Belichtung dosiert. Neben Computerblitzgeräten können auch herkömmliche Elektronenblitzgeräte verwendet werden.

Für gezielte Ober- und Unterbelichtung ist die Automatik manuell korrigierbar.

An den Rändern des übersichtlichen und hellen Sucherbildes werden durch Leuchtdioden angezeigt: die zu erwartende Belichtungszeit, Grenzwerte, Arbeitsstufen (Voll- bzw. Teilautomatik), Memofunktion, Belichtungskorrektur sowie Blitzbereitschaft einschließlich Blitz"0.K."Signal bei systemkonformen Computerblitzgeräten.

Am unteren Sucherbildrand sind die vorgewählte Blendenzahl und die Anzeige für den Kameraspannzustand sichtbar.

Die PRAKTICA BX 20 verfügt über einen Winderanschluß und gestattet in bekannter Weise den Anschluss des PRAKTICA-Zubehörs.



Technische Merkmale


Einäugige Spiegelreflexkamera für Bildformat 24 mm x 36 mm, Innenmessung bei Offenblende durch elektronische Blendenwertübertragung

Automatische elektronische Belichtungszeitensteuerung stufenlos von 1 /1000 s bis 40 s Automatik auf Teilautomatik umschaltbar, dabei Festzeiten von 1 /1000 s bis 1 s

Elektronische Blitzinnenmessung und Blitzdosierung bei Verwendung systemkonformer Computerblitzgeräte, Synchronisation (ca. 1 /100 s)

Blitzbereitschaftsanzeige (und Blitz "O.K."-Signal) im Sucherbild

Belichtungszeitenvorinformation im Sucher durch Leuchtdioden

Grenzwertanzeige bei Unter- bzw. Überbelichtung

Eingestellte Blende am unteren Sucherbildrand sichtbar

Information über den Spannzustand der Kamera

Manuelle Korrektur der Belichtung im Bereich von ± 2 Belichtungsstufen und Anzeige der Korrektur durch rote Leuchtdiode im Sucherbild bei±

Meßwertspeicherung und Anzeige dieser Funktion durch grüne Leuchtdiode im Sucherbild be AEL (automatic exposure lock)

Selbstauslöser (ca. 10 s) mit Startknopf und
Doppelfunktion als Abblendhebel zur Schär-
fentiefenkontrolle

Bildeinstellsystem: Fresnellinse mit neuartigem, diagonal angeordneten Tripelmeßkeil, Monoplanrasterring und Mattring

Sucherbildgröße ca. 95% der Bildseiten

PRAKTICA-Bajonett (Anlagemaß 44,4 mm,
Innendurchmesser 48,5 mm)

Anschluß für Motoraufzug

Memohalter an der Kamerarückwand

Batteriekontrolle durch Information im Sucher

Energiequelle: Primär-Batterie 6V (z.B.
PX 28/Mallory)

Silizium-Fotosensor als Lichtempfänger

Meß- und Steuerbereich: 0-17 EV bei
100 ASA und Blende 1,4

Abmessungen (Gehäuse):
141 mmx88 mmx49 mm

Masse (Gehäuse ohne Batterie): 510 g



  1. Filtergewinde
  2. Entriegelungstaste
  3. Auslöser für Selbstauslöser
  4. Spannhebel für Selbstauslöser (Betätigung
    gegen Uhrzeigerrichtung), Abblendhebel zur
    Schärfentiefenkontrolle (Betätigung in Uhrzei
    gerrichtung)
  5. Bildzähler
  6. Spannhebel
  7. Fenster für Blendenwerteinspiegelung
  8. Rlückspukurbel
  9. Rückspulknopf
  10. Einstellring für Filmempfindlichkeit
  11. Entriegelungstaste Filmempfindlichkeit
  12. Speicher- und Batterieprüftaste (Memory-Taste)
  13. Blendeneinstellring
  14. Entfernungseinstellring
  15. Schärfentiefenskala und Infrarotpunkt
  16. Einsetzmarkierung am Objektiv
  17. Trageöse
  18. Rückspulauslöser
  19. Marke für Automatik-Betrieb
  20. Auslöserverriegelung
  21. Betriebsartenwähler für Belichtungszeiten und Automatik
  22. Auslöser mit Anschluß für Drahtauslöser
  23. Steckschuh mit Mittenkontakt
  24. Mittenkontakt
  25. Computerblitz-Koppelstelle
  26. Einstellzeiger für Belichtungskorrektur mit Index
  27. Rückwand
  28. Filmaufwickelspule
  29. Filmtransportrolle
  30. Verschlußlamellen
  31. Patronenraum
  32. Okularfassung mit Zubehörwechselstelle
  33. Steckrahmen (Memohalter)
  34. Deckel für Batterieraum
  35. Stativgewinde
  36. Führungskanal für Motoraufzug
  37. Kupplung für Motorauzug
  38. Arretierung für Motoraufzug
  39. Kontakte für Motoraufzug
  40. Marke (Einsetzhilfe fürBatterieraumdeckel



Batterie einlegen


Zur Stromversorgung des gesamten Elektroniksystems wird eine Energiequelle von 6 Volt benötigt. Das kann eine Alkali-Mangan-, SilberOxid oder Lithiumbatterie sein.

Es lassen sich jedoch auch 4 Knopfzellen (z. B. LR 44) in Batteriehülse (Bestell.﷓Nr. 961 363) verwenden.

Eine frische Batterie reicht bei normalem Gebrauch der Kamera ca. 2 Jahre.

Beim Einlegen Batterieraumdeckel (34) in Pfeilrichtung schieben und herausschwenken. Kontakte im Batterieraum und an der Batterie mit trockenem Tuch säubern. Batterie mit Pluspol gegen den federnden Kontakt drücken (Polaritätskennzeichnung im Batterieraum) und hineinkippen. Deckel mit Pfeil in Richtung der Markierung einsetzen, niederdrücken und einschnappen lassen.

Es ist ratsam, die Kontaktstellen an der Batterie und im Batterieraum Von Zeit zu Zeit nachzusehen und ggf. zu reinigen. Gegen tiefe Temperaturen ist die Batterie empfindlich und sollte in geeigneter Weise geschützt werden.

Batterie bei längerer Nichtbenutzung aus dem Batterieraum der Kamera entfernen.


Batterie prüfen

Verschluß muß gespannt sein. Auslöser (22) und dann Memorytaste (12) drücken. Ist die Leuchtdiodenanzeige gut sichtbar, ist die Batterie in Ordnung. Bei verbrauchter Batterie verlöschen die Leuchtdioden am rechten Sucherbildrand. Bei den Einstellungen "B" und "~" ist keine Batterieprüfung möglich.




Rückwand öffnen




Rückspulknopf (9) bis zum Anschlag nach oben ziehen, so daß sich die Rückwandverriegelung löst. Rückwand vollständig öffnen, dabei springt der Bildzähler (5) selbständig in die Ausgangsstellung zurück.


Film einlegen

Achtung! Vor dem Filmeinlegen sollte der Betriebsartenwähler auf eine kurze Festzeit eingestellt werden, da sich bei der Einstellung Automatik "auto" eine lange Belichtungszeit bilden kann. Bis zum Ende des Verschlußablaufens ist der Spannhebel gesperrt. Keine Gewaltanwendung!

Gegebenenfalls können Sie eine lange Belichtungszeit durch Umstellen von "auto" auf "B" abbrechen. Eine lange Belichtungszeit wird bei Einstellung "auto" auch beim Auslösen ohne eingesetztes Objektiv gebildet.

Filmpatrone in den Patronenraum (31) einlegen. Rückspulknopf (9) wieder vollständig hineindrükken, ggf. dabei drehen. Filmanfang mindestens 1 cm in den Schlitz der Aufwickelspule (28) einführen, den Spannhebel vorsichtig betätigen, bis die Zähne der Filmtransportrolle (29) in die Perforation des Filmes eingreifen.

Spannhebel bis an den Endanschlag bewegen und zurückführen. Kamera durch Druck auf den Auslöseknopf (22) auslösen.

Rückwand schließen

Rückwand in der Mitte der Riegelseite fassen und gegen den Kamerakörper drücken, bis die Verriegelung hörbar einrastet.



Aufnahmebereitschaft herstellen


Der Spannhebel (6) läßt sich etwas ausschwenken, ohne den Aufzugsvorgang bereits einzuleiten. Diese Bereitschaftsstellung erhöht die Griffsicherheit bei schneller Bildfolge. Spannhebel vollständig bis zum Anschlag schwenken, zurückführen und Kamera mit Auslöser (22) auslösen. Vorgang wiederholen und nochmals spannen, bis der automatische Bildzähler (5) die Bildzahl " 1 " anzeigt. Über den Spannzustand der Kamera wird am unteren Sucherbildrand informiert: Blendenzahlbild rot -Kamera ungespannt, Blendenzahlbild farblos -Kamera gespannt Der ordnungsgemäße Filmtransport ist am Mitdrehen des Rückspulknopfes (9) bei Betätigung des Spannhebels (6) kontrollierbar.


Filmempfindlichkeit einstellen



Entriegelungstaste (11) drücken und durch gleichzeitiges Drehen des Einstellringes (10) die auf der Filmpackung angegebene Filmempfindfichkeit (ASA-Wert) gegenüber dem Index auf dem Korrekturwertzeiger (26) einstellen. Als Gedächtnisstütze über die Art des eingelegten Filmes kann die abgetrennte Deckellasche der Filmschachtel in den Steckrahmen (Memohalter, 33) eingeschoben werden.



Automatische Bellichtungszeitensteuerung


Die PRAKTICA BX 20 arbeitet bei AutomatikEinstellung "auto" stufenlos und automatisch im Belichtungszeitenbereich von 1/1000 s bis 40 s. Die elektronische Belichtungszeitensteuerung erfolgt entsprechend den Lichtverhältnissen, der vorgewählten Blendenzahl und der Filmempfindlichkeit. Leuchtdioden im Sucherbildrand informieren über die angesteuerte Belichtungszeit. Bei "OVER" oder "UNDER" weisen sie auf Uberbzw. Unterschreitung des Belichtungszeitenbereiches hin.

Durch die Innenmessung werden die Belichtung beeinflussende Faktoren, wie Brennweite des Objektives, Filter, auszugsverlängerndes Zubehöre, automatisch berücksichtigt.

Werden über Adapter Objektive mit PRAKTICA-Gewindeanschluß M 42X1 verwendet, erfolgt die Lichtmessung automatisch bei Arbeitsblende.


Vorwahl der Blendenzahl



Durch Drehen des Blendenringes (13) die gewünschte Blendenzahl der Marke auf der Objektivfassung gegenüberstellen. Die eingestellte Blendenzahl ist dabei am unteren Rand des Sucherbildes eingespiegelt.

Wird der Hebel (4) in Pfeilrichtung betätigt, schließt sich die Blende entsprechend der eingestellten Blendenzahl und die Schärfäntiefe ist im Sucherbild beurteilbar.


Belichtungsautomatik, Anzeige

Betriebsartenwähler (21) auf Automatik "auto" einstellen. Durch leichten Druck auf den Auslöser (22) wird die Elektronik eingeschaltet. Im Sucherbild kann die von der Automatik ermittelte Belichtungszeit durch Leuchtdioden überwacht und, falls sie nicht motivgerecht erscheint, durch Vorwahl einer anderen Blendenzahl korrigiert werden. Dabei ist jeder Zeitstufe im Bereich von 1/1000 s bis 8 s eine Leuchtdiode zugeordnet; Zwischenwerte der stufenlosen Einstellung werden durch gleichzeitiges Leuchten zweier benachbarter Dioden angezeigt. Belichtungszeiten zwischen 8 s und 40 s signalisiert die Leuchtdiode durch Dauerlicht bei "UNDER", Über- bzw. Unterschreitung der Werte 1/1000 s bzw. 40 s werden durch Blinklicht bei "OVER" bzw. "UNDER" angezeigt. In diesem Fall wird der Verschluß stets mit 1 /1000 s bzw. 40 s gesteuert. Bilden sich Belichtungszeiten von 1/15 s und länger, ist die Verwendung eines Stativs oder einer anderen geeigneten festen Unterlage erforderlich.


Auslösen


Nach Kontrolle der Belichtungszeit im Sucher ist durch Weiterdrücken des Auslösers (22) der Verschluß auszulösen. Beim nachfolgenden Loslassen des Auslösers wird die Elektronik automatisch abgeschaltet.

Das Loslassen des Auslösers während langer Belichtungszeiten hat keinen Einfluß auf den Belichtungsvorgang. In diesem Fall erfolgt das Abschalten der Elektronik nach dem vollständigen Verschlußablauf.

Soll bei einer sehr langen Belichtungszeit der Ablauf vorzeitig abgebrochen werden (z. B. nach irrtümlichem Auslösen), so ist der Betriebsartenwähler (21) kurzzeitig auf "B" zu stellen.


Meßwertspeicherung

Weist das Fotomotiv einen besonders großen Kontrast auf (z.B. dunkel bekleidete Personen imsonnenbeschienenenSchneeoderhellerAufnahm egegenstand vor dunklem Hintergrund), ist der Belichtungswert durch individuelle Messung des wichtigsten Bildelementes aus Nahdistanz zu ermitteln. Der bei der Nahmessung ermittelte Meßwert wird gespeichert, und der Bildausschnitt kann danach verändert werden, ohne daß sich eine andere Belichtung ergibt. Zur Speicherung des Meßwertes die Kamera spannen, den Auslöser (22) leicht drücken (Meßvorgang) und kurzzeitig die Memory-Taste (12) betätigen (Meßwertspeicherung, die Leuchtdiode neben AEL leuchtet).

Danach erfolgt bis zum Auslösen des Verschlusses keine neue Messung mehr; der Verschluß bildet die Belichtungszeit entsprechend dem gespeicherten Wert. Durch Loslassen des Auslösers und somit Ausschalten der Elektronik wird die Meßwertspeicherung wieder gelöscht.


Belichtungskorrektur

Eine weitere Möglichkeit, die Belichtung individuell zu beeinflussen, besteht mit dem Einstellsystem für Belichtungskorrektur (10, 26). Derartige Korrekturen sind bei stärkeren Abweichungen des Objektcharakters vom Normalobjekt, z. B. bei dunklen Motiven vor hellem Hintergrund (+ 1, +2) und bei hellen Motiven vor sehr dunklem Hintergrund (-1, -2), notwendig. Dazu Einstellring für Filmempfindlichkeit (10) anheben und Zeiger (26) zum gewünschten Korrekturwert drehen.

Daß eine Korrektur vorgenommen wurde, wird durch eine Leuchtdiode (±) am linken Sucherbildrand signalisiert. Von der Ausgangsstellung ausgehend wird beim Einstellen auf + 1 bzw. + 2 im Automatikbetrieb die Belichtungszeit um 1 bzw. 2 Belichtungswerte verlängert. Sinngemäß findet eine Verkürzung beim Einstellen auf -1 bzw. -2 statt. Dabei kann die Rastung in halben Stufen vorgenommen werden. An den Grenzen des Filmempfindlichkeitsbereiches 12 ASA und 3200 ASA ist die Korrektur von 2 Stufen ebenfalls möglich. Eine Erweiterung des Belichtungszeitenbereiches über die Werte 1 /1000 s und 40 s hinaus erfolgt durch die Korrektur nicht. Achtung! Nach derartigen Korrekturen Einsteller wieder in die Ausgangsstellung 0-Stellung bringen. Die Leuchtdiode (±) verlischt.


Teilautomatische Arbeitsweise

Wollen Sie mit einer bestimmten Belichtungszeit fotografieren, z.B. bei Reproduktionen, wissenschaftlich-technischen Aufnahmen, so ist die PRAKTICA BX 20 auf Teilautomatik umzuschalten. Es stehen feste Belichtungszeiten abgestuft von 1 s bis 1/1000 s und B für beliebig lange Zeiten zur Verfügung. Mit dem Betriebsartenwähler (21) ist die gewünschte Zeit vorzuwählen, damit ist gleichzeitig die Teilautomatik eingestellt. Wie bei der automatischen Belichtungszeitensteuerung wird durch einen leichten Druck auf den Auslöser die Kameraelektronik eingeschaltet.

Die Belichtungskontrolle erfolgt ebenfalls mit Hilfe der Leuchtdioden im Sucher. Während die zur eingestellten Belichtungszeit zugehörige Leuchtdiode blinkt, zeigt eine andere gleichzeitig die entsprechend den Lichtverhältnissen, der Filmempfindlichkeit und der vorgewählten Blendenzahl notwendige Belichtungszeit durch Dauerlicht an. (Bei Zwischenwerten leuchten zwei benachbarte Leuchtdioden gleichzeitig.) Um den Abgleich herbeizuführen, sind Blendenzahl oder Belichtungszeit so lange zu verändern, bis die Leuchtdiode in Dauerlicht übergeht. Bei der Einstellung "B" erfolgt keine Leuchtdiodenanzeige. Die Festzeiten werden durch die aufgeführten Korrekturmöglichkeiten nicht beeinflußt.


Kamerahaltung



Nebenstehende Abbildung zeigt die StandardKamerahaltung. Kamera ruhig und fest halten und den Ellenbogen am Körper abstützen. So erzielen Sie verwacklungsfreie Aufnahmen.

Blitzlichtaufnahmen

Reicht das vorhandene Licht (z. B. Innenaufnahmen) zum sicheren Fotografieren aus der Hand nicht mehr aus oder soll das Motiv zusätzlich aufgehellt werden, empfiehlt es sich zu blitzen. Es können alle Elektronenblitzgeräte mit bzw. ohne Computerblitzsteuerung und entsprechender Anpassung verwendet werden. Blitzgerät in Steckschuh (23) einschieben, die kabellose elektrische Verbindung ist damit hergestellt.

Für Elektronenblitzgeräte ohne Computersteuerung ist der Betriebsartenwähler (21) auf "~" zu stellen. Die eingestellte Belichtungszeit beträgt dann 1 /100 s.

Wird ein systemkonformes Computerblitzgerät in den Steckschuh eingesetzt und der Betriebsartenwähler (21) auf "auto" gestellt, signalisiert eine Leubhtdiode am Sucherbildrand bei "~" die Blitzbereitschaft des Systems. In diesem Moment verlischt die Automatikanzeige.

Die Blitzbereitschaft wird auch bei Verwendung eines Computerblitzgerätes, wenn der Betriebsartenwähler auf" ~ " steht, angezeigt.

Für die richtige Filmbelichtung sorgt die Blitzinnenmessung in der Kamera, d. h., das reflektierte Blitzlicht wird durch das Kameraobjektiv aufgenommen, von der Kamera ausgewertet, und über die kabellose Steckschuhverbindung erfolgt die Blitzbeeinflussung TTL-Blitzautomatik.

Das Blitz-"0. K. "-Signal, d. h. die Blitzlichtmenge reichte zur richtigen Filmbelichtung aus, ist aus der Blitzbereitschaftsanzeige abzuleiten. Leuchtet die Leuchtdiode "~" unmittelbar nach dem Aufnahmevorgang wieder auf, so ist die Ausleuchtung der soeben durchgeführten Blitzaufnahme in Ordnung, also "O.K.". In abweichenden Grenzfällen ist das "0.K."-Signal am Blitzgerät zu beachten. Die Blitzbereitschaft bleibt erhalten, auch wenn die Memory-Taste gedrückt wurde und die grüne LED bei "AEL"Meßwertspeicherung signalisiert. Eine Belichtungskorrektur, signalisiert durch die rote LED bei (±) wird durch die Blitzautomatik berücksichtigt.

Um bei Blitzbetrieb im Bereich großer Objektleuchtdichten Fehlbelichtungen zu vermeiden, wird empfohlen, sich durch Ausschalten des Computerblitzgerätes zu vergewissern, daß die der Umfeldleuchtdichte entsprechende Belichtungszeit länger als 1/125 s ist. Nähere Angaben zur Blitztechnik entnehmen Sie bitte der Blitzgerätebedienungsanleitung



Objektivwechsel


Entriegelungstaste (2) drücken und gleichzeitig Objektiv gegen den Uhrzeigersinn bis Anschlag drehen. Objektiv aus der Kamera entnehmen. PRAKTICA-Objektiv so einsetzen, daß sich die roten Markierungen (16 und 2) an Objektiv und Kamera gegenüberstehen. Objektiv gegen den Kamerakörper drücken und im Uhrzeigersinn drehen, bis Verriegelungsstift hörbar einrastet.

Mit Hilfe des PRAKTICA-Adapters können alle Original-PRAKTICA-Objektive mit Gewindeanschluß M 42x 1 angeschlossen werden.

Fremdobjektive mit Gewindeanschluß M 42x1 müssen für PRAKTICA-Kameras geeignet und für Arbeitsblendenmessung eingerichtet sein. Die PRAKTICA BX 20 arbeitet auch in Verbindung mit den Gewindeobjektiven automatisch. Lediglich die Lichtmessung erfolgt bei Arbeitsblende.


Bildschärfe einstellen

Das Scharfeinstellen ist mit Tripelmeßkeilsystem, Monoplanrasterring oder Mattring möglich.

1 Tripelmeßkeil

Dieses Keilsystem erlaubt eine sehr hohe Einstellgenauigkeit der Bildschärfe. Die optimale Einstellung ist erreicht, wenn Konturen und Linien einen natürlichen Verlauf haben. Bei Unschärfe sind die Motivkonturen im mittleren Kreissegment verschoben.

2 Monoplanrasterring

Die richtige Bildschärfe ist eingestellt, wenn das Bild innerhalb des Rasterfeldes klar und flimmerfrei sichtbar ist.

3 Mattring

Besonders günstig bei Lupen- und Mikroaufnahmen sowie bei Objektiven mit kleiner relativer Öffnung (Blendenzahl größer als 4). Das Bild muß klar und scharf im Mattring erscheinen.



Schärfentiefenanzeige



Die Grenzen des Schärfentiefenbereiches können für die gewählte Blendenzahl auf der Schärfentiefenskale (15) des Objektives abgelesen werden. Zum Beispiel: Entfernung 3 m, Blendenzahl 8-Schärfentiefe reicht von etwa 2 m bis 5 m.

Infrarotaufnahmen

Infrarotaufnahmen erfordern eine geringfügige Korrektur der Scharfeinstellung. Den beim Scharfeinstellen ermittelten Entfernungswert der Infrarotmarkierung (Hinweispfeil) auf dem Objektiv gegenüberstellen.


Auslöser




Für einfachstes Bedienen sind im Auslöser (22) mehrere Funktionen untergebracht. Bei gespannter Kamera werden durch leichtes Drükken bis zum Druckpunkt die Automatik sowie die LED's für Belichtungszeiten bzw. für Blitzbereitschaft (bei speziellen Blitzgeräten) eingeschaltet. Beim Weiterdrücken erfolgt das Auslösen des Verschlusses.

Verriegeln des Auslösers

Ungewolltes Auslösen bzw. unnötiger Stromverbrauch beim unbeabsichtigten Drücken des Auslösers im gespannten und ungespannten Zustand der Kamera lassen sich durch die Auslöserverriegelung vermeiden.

Hierzu wird die unter dem Betriebsartenwähler angeordnete Auslöserverriegelung (20) in Pfeilrichtung betätigt und damit der Auslöser gesperrt. Die Entriegelung erfolgt sinngemäß in entgegengesetzter Richtung.


Selbstauslöser

Kamera spannen, Spannhebel (4) des Selbstauslösers in Pfeilrichtung 1) bis zum Anschlag schwenken, durch Druck auf den Startknopf (3), entsprechend Pfeil 2), Selbstauslöser auslösen. Vorlaufzeit etwa 10 s. Während der Nachlaufzeit des Vorlaufwerkes Kamera nicht spannen!
Befindet sich ein eingeschalteter Motoraufzug an der Kamera, so können während der Nachlaufphase bei kurzen Belichtungszeiten mehrere Aufnahmen belichtet werden. Wird das nicht gewünscht, so ist der Motoraufzug auszuschalten. Bei Automatikbetrieb ist, um Fehlmessungen zu vermeiden, das Okular mit der Okularschutzkappe abzudecken.



Filmwechsel


Der Bildzähler (5) zeigt die bereits belichteten Bilder eines Filmes an. Ist die mit dem jeweils eingelegten Film erreichbare Anzahl von Bildern belichtet (Rotmarkierung bei 20 bzw. 36), Filmwechsel vornehmen.

Rückspulauslöser (18) bis zum Einrasten drükken, Rückspulkurbel (8) ausklappen und in Pfeilrichtung drehen, bis erhöhter Widerstand und anschließende Leichtgängigkeit das Ende des Rückspulvorganges signalisieren Rückspulknopf (9) bis zum Anschlag nach oben ziehen. Rückwand ist entriegelt und springt auf. Filmpatrone kann entnommen werden. Filmwechsel nicht in voller Sonne vornehmen.

Achtung!

Sind mehr Aufnahmen, als auf der Filmpackung angegeben, belichtet worden, kann der Spannhebel möglicherweise nicht voll geschwenktwerden.

Keine Gewaltanwendung!

Film zurückspulen und Spannhebel bis zum Anschlag schwenken.



Pflege der Kamera


  • Kamera vor Stoß, Schlag, Staub und Feuchtigkeit schützen.

  • Patronen﷓ und Spulenraum, Filmbahn und Rückwand von Zeit zu Zeit mit weichem Pinsel säubern.

  • Keine organischen Lösungsmittel wie z. B. Spiritus oder Lackverdünner zum Reinigen der Kamera verwenden.

  • Einwirkung aggressiver Dämpfe auf Kamera und Objektiv vermeiden.

  • Fingerabdrücke auf Linsenflächen von Objektiv und Okular mit Linsenreinigungspapier entfernen.

  • Spiegel, Bildfeldlinse und Verschlußlamellen nicht mit den Fingern berühren. Diese Verunreinigungen können nur von einer ServiceWerkstatt entfernt werden.

  • Zum Beseitigen von Staub wird ein Optikpinsel oder ein Blaseball empfohlen.

  • Kameras niemals längere Zeit sehr hohen oder tiefen Temperaturen aussetzen. Vermeiden Sie z. B. bei Sonneneinstrahlung die Lagerung der Kamera auf der Hutablage eines Kraftfahrzeuges.

  • Vor extremer Kälte ist die Kamera in geeigneter Weise zu schützen.

  • Beim Benutzen der Kamera in Meeresnähe oder am Strand ist Schutz gegen Salzwasser und Sprühnebel sowie gegen Sand erforderlich.

  • Vermeiden Sie plötzlichen Temperaturwechsei. Dieser kann zu Kondenswasserbildung und damit zu Korrosionsschäden führen.

  • Unterlassen Sie eigenmächtiges Eingreifen in die Kamera. Suchen Sie im Bedarfsfall eine Service-Werkstatt auf.


Wir bitten, alle Hinweise dieser Bedienungsanleitung zu beachten. Unsachgemäße Handhabung der Kamera kann zu Schäden führen, deren Behebung außerhalb unserer Garantieleistung liegt.


Durch Weiterentwicklung der PRAKTICA BX 20 können sich geringfügige Abweichungen von dieser Druckschrift ergeben.
Beitrag Forum: Praktica-Forum   Geschrieben: Mo, 26. Mai 2008 23:07   Titel: Praktica BX 20 Bedienungsanleitung

Practica BX 20 Bedienungsanleitung



Inhaltsverzeichnis

Einleitung
Technische Merkmale
Bezeichnung der Einzelteile
Vorbereitung zur Aufnahme
Batterie einlegen
Batterie prüfen
Rückwand öffnen
Film einlegen
Rückwand schließen
Aufnahmebereitschaft herstellen
Filmempfindlichkeit einstellen
Aufnahmevorgang
Automatische Belichtungszeiten
Steuerung
Vorwahl der Blendenzahl
Belichtungsautomatik, Anzeige
Auslösen
Messwertspeicherung
Belichtungskorrektur
Teilautomatische Arbeitsweise
Kamerahaltung
Blitzlichtaufnahmen
Objektivwechsel
Bildschärfe einstellen
Schärfentiefenanzeige
Infrarotaufnahmen
Auslöser
Verriegeln des Auslösers
Selbstauslöser
Filmwechsel
Pflege der Kamera




Einleitung


Mit der PRAKTICA BX 20 besitzen Sie eine hochwertige Kleinbildspiegelreflexkamera, die sich durch hohen Bedienungskomfort auszeichnet und die einen großen Spielraum für gestalterische Kreativität bietet.

In einem Bereich von 1/1000 s bis 40 s werden die Belichtungszeiten vollautomatisch gesteuert. Die Mikroelektronik der PRAKTICA BX 20 ermöglicht darüber hinaus das Fotografieren mit festen Belichtungszeiten zwischen 1/1000 s und 1 s sowie beliebig langen Belichtungszeiten mit der B-Einstellung.

Die Innenmessung erfolgt bei offener Blende und somit hellstem Sucherbild durch die elektronische Blendenwertübertragung.

Die PRAKTICA BX 20 ist mit einem System zur Blitzinnenmessung ausgerüstet. Bei Verwendung eines systemkonformen Computerblitzgerätes wird das Blitzlicht von der Kamera gemessen, ausgewertet und für die richtige Belichtung dosiert. Neben Computerblitzgeräten können auch herkömmliche Elektronenblitzgeräte verwendet werden.

Für gezielte Ober- und Unterbelichtung ist die Automatik manuell korrigierbar.

An den Rändern des übersichtlichen und hellen Sucherbildes werden durch Leuchtdioden angezeigt: die zu erwartende Belichtungszeit, Grenzwerte, Arbeitsstufen (Voll- bzw. Teilautomatik), Memofunktion, Belichtungskorrektur sowie Blitzbereitschaft einschließlich Blitz"0.K."Signal bei systemkonformen Computerblitzgeräten.

Am unteren Sucherbildrand sind die vorgewählte Blendenzahl und die Anzeige für den Kameraspannzustand sichtbar.

Die PRAKTICA BX 20 verfügt über einen Winderanschluß und gestattet in bekannter Weise den Anschluss des PRAKTICA-Zubehörs.



Technische Merkmale


Einäugige Spiegelreflexkamera für Bildformat 24 mm x 36 mm, Innenmessung bei Offenblende durch elektronische Blendenwertübertragung

Automatische elektronische Belichtungszeitensteuerung stufenlos von 1 /1000 s bis 40 s Automatik auf Teilautomatik umschaltbar, dabei Festzeiten von 1 /1000 s bis 1 s

Elektronische Blitzinnenmessung und Blitzdosierung bei Verwendung systemkonformer Computerblitzgeräte, Synchronisation (ca. 1 /100 s)

Blitzbereitschaftsanzeige (und Blitz "O.K."-Signal) im Sucherbild

Belichtungszeitenvorinformation im Sucher durch Leuchtdioden

Grenzwertanzeige bei Unter- bzw. Überbelichtung

Eingestellte Blende am unteren Sucherbildrand sichtbar

Information über den Spannzustand der Kamera

Manuelle Korrektur der Belichtung im Bereich von ± 2 Belichtungsstufen und Anzeige der Korrektur durch rote Leuchtdiode im Sucherbild bei±

Meßwertspeicherung und Anzeige dieser Funktion durch grüne Leuchtdiode im Sucherbild be AEL (automatic exposure lock)

Selbstauslöser (ca. 10 s) mit Startknopf und
Doppelfunktion als Abblendhebel zur Schär-
fentiefenkontrolle

Bildeinstellsystem: Fresnellinse mit neuartigem, diagonal angeordneten Tripelmeßkeil, Monoplanrasterring und Mattring

Sucherbildgröße ca. 95% der Bildseiten

PRAKTICA-Bajonett (Anlagemaß 44,4 mm,
Innendurchmesser 48,5 mm)

Anschluß für Motoraufzug

Memohalter an der Kamerarückwand

Batteriekontrolle durch Information im Sucher

Energiequelle: Primär-Batterie 6V (z.B.
PX 28/Mallory)

Silizium-Fotosensor als Lichtempfänger

Meß- und Steuerbereich: 0-17 EV bei
100 ASA und Blende 1,4

Abmessungen (Gehäuse):
141 mmx88 mmx49 mm

Masse (Gehäuse ohne Batterie): 510 g



  1. Filtergewinde
  2. Entriegelungstaste
  3. Auslöser für Selbstauslöser
  4. Spannhebel für Selbstauslöser (Betätigung
    gegen Uhrzeigerrichtung), Abblendhebel zur
    Schärfentiefenkontrolle (Betätigung in Uhrzei
    gerrichtung)
  5. Bildzähler
  6. Spannhebel
  7. Fenster für Blendenwerteinspiegelung
  8. Rlückspukurbel
  9. Rückspulknopf
  10. Einstellring für Filmempfindlichkeit
  11. Entriegelungstaste Filmempfindlichkeit
  12. Speicher- und Batterieprüftaste (Memory-Taste)
  13. Blendeneinstellring
  14. Entfernungseinstellring
  15. Schärfentiefenskala und Infrarotpunkt
  16. Einsetzmarkierung am Objektiv
  17. Trageöse
  18. Rückspulauslöser
  19. Marke für Automatik-Betrieb
  20. Auslöserverriegelung
  21. Betriebsartenwähler für Belichtungszeiten und Automatik
  22. Auslöser mit Anschluß für Drahtauslöser
  23. Steckschuh mit Mittenkontakt
  24. Mittenkontakt
  25. Computerblitz-Koppelstelle
  26. Einstellzeiger für Belichtungskorrektur mit Index
  27. Rückwand
  28. Filmaufwickelspule
  29. Filmtransportrolle
  30. Verschlußlamellen
  31. Patronenraum
  32. Okularfassung mit Zubehörwechselstelle
  33. Steckrahmen (Memohalter)
  34. Deckel für Batterieraum
  35. Stativgewinde
  36. Führungskanal für Motoraufzug
  37. Kupplung für Motorauzug
  38. Arretierung für Motoraufzug
  39. Kontakte für Motoraufzug
  40. Marke (Einsetzhilfe fürBatterieraumdeckel



Batterie einlegen


Zur Stromversorgung des gesamten Elektroniksystems wird eine Energiequelle von 6 Volt benötigt. Das kann eine Alkali-Mangan-, SilberOxid oder Lithiumbatterie sein.

Es lassen sich jedoch auch 4 Knopfzellen (z. B. LR 44) in Batteriehülse (Bestell.﷓Nr. 961 363) verwenden.

Eine frische Batterie reicht bei normalem Gebrauch der Kamera ca. 2 Jahre.

Beim Einlegen Batterieraumdeckel (34) in Pfeilrichtung schieben und herausschwenken. Kontakte im Batterieraum und an der Batterie mit trockenem Tuch säubern. Batterie mit Pluspol gegen den federnden Kontakt drücken (Polaritätskennzeichnung im Batterieraum) und hineinkippen. Deckel mit Pfeil in Richtung der Markierung einsetzen, niederdrücken und einschnappen lassen.

Es ist ratsam, die Kontaktstellen an der Batterie und im Batterieraum Von Zeit zu Zeit nachzusehen und ggf. zu reinigen. Gegen tiefe Temperaturen ist die Batterie empfindlich und sollte in geeigneter Weise geschützt werden.

Batterie bei längerer Nichtbenutzung aus dem Batterieraum der Kamera entfernen.


Batterie prüfen

Verschluß muß gespannt sein. Auslöser (22) und dann Memorytaste (12) drücken. Ist die Leuchtdiodenanzeige gut sichtbar, ist die Batterie in Ordnung. Bei verbrauchter Batterie verlöschen die Leuchtdioden am rechten Sucherbildrand. Bei den Einstellungen "B" und "~" ist keine Batterieprüfung möglich.




Rückwand öffnen




Rückspulknopf (9) bis zum Anschlag nach oben ziehen, so daß sich die Rückwandverriegelung löst. Rückwand vollständig öffnen, dabei springt der Bildzähler (5) selbständig in die Ausgangsstellung zurück.


Film einlegen

Achtung! Vor dem Filmeinlegen sollte der Betriebsartenwähler auf eine kurze Festzeit eingestellt werden, da sich bei der Einstellung Automatik "auto" eine lange Belichtungszeit bilden kann. Bis zum Ende des Verschlußablaufens ist der Spannhebel gesperrt. Keine Gewaltanwendung!

Gegebenenfalls können Sie eine lange Belichtungszeit durch Umstellen von "auto" auf "B" abbrechen. Eine lange Belichtungszeit wird bei Einstellung "auto" auch beim Auslösen ohne eingesetztes Objektiv gebildet.

Filmpatrone in den Patronenraum (31) einlegen. Rückspulknopf (9) wieder vollständig hineindrükken, ggf. dabei drehen. Filmanfang mindestens 1 cm in den Schlitz der Aufwickelspule (28) einführen, den Spannhebel vorsichtig betätigen, bis die Zähne der Filmtransportrolle (29) in die Perforation des Filmes eingreifen.

Spannhebel bis an den Endanschlag bewegen und zurückführen. Kamera durch Druck auf den Auslöseknopf (22) auslösen.

Rückwand schließen

Rückwand in der Mitte der Riegelseite fassen und gegen den Kamerakörper drücken, bis die Verriegelung hörbar einrastet.



Aufnahmebereitschaft herstellen


Der Spannhebel (6) läßt sich etwas ausschwenken, ohne den Aufzugsvorgang bereits einzuleiten. Diese Bereitschaftsstellung erhöht die Griffsicherheit bei schneller Bildfolge. Spannhebel vollständig bis zum Anschlag schwenken, zurückführen und Kamera mit Auslöser (22) auslösen. Vorgang wiederholen und nochmals spannen, bis der automatische Bildzähler (5) die Bildzahl " 1 " anzeigt. Über den Spannzustand der Kamera wird am unteren Sucherbildrand informiert: Blendenzahlbild rot -Kamera ungespannt, Blendenzahlbild farblos -Kamera gespannt Der ordnungsgemäße Filmtransport ist am Mitdrehen des Rückspulknopfes (9) bei Betätigung des Spannhebels (6) kontrollierbar.


Filmempfindlichkeit einstellen



Entriegelungstaste (11) drücken und durch gleichzeitiges Drehen des Einstellringes (10) die auf der Filmpackung angegebene Filmempfindfichkeit (ASA-Wert) gegenüber dem Index auf dem Korrekturwertzeiger (26) einstellen. Als Gedächtnisstütze über die Art des eingelegten Filmes kann die abgetrennte Deckellasche der Filmschachtel in den Steckrahmen (Memohalter, 33) eingeschoben werden.



Automatische Bellichtungszeitensteuerung


Die PRAKTICA BX 20 arbeitet bei AutomatikEinstellung "auto" stufenlos und automatisch im Belichtungszeitenbereich von 1/1000 s bis 40 s. Die elektronische Belichtungszeitensteuerung erfolgt entsprechend den Lichtverhältnissen, der vorgewählten Blendenzahl und der Filmempfindlichkeit. Leuchtdioden im Sucherbildrand informieren über die angesteuerte Belichtungszeit. Bei "OVER" oder "UNDER" weisen sie auf Uberbzw. Unterschreitung des Belichtungszeitenbereiches hin.

Durch die Innenmessung werden die Belichtung beeinflussende Faktoren, wie Brennweite des Objektives, Filter, auszugsverlängerndes Zubehöre, automatisch berücksichtigt.

Werden über Adapter Objektive mit PRAKTICA-Gewindeanschluß M 42X1 verwendet, erfolgt die Lichtmessung automatisch bei Arbeitsblende.


Vorwahl der Blendenzahl



Durch Drehen des Blendenringes (13) die gewünschte Blendenzahl der Marke auf der Objektivfassung gegenüberstellen. Die eingestellte Blendenzahl ist dabei am unteren Rand des Sucherbildes eingespiegelt.

Wird der Hebel (4) in Pfeilrichtung betätigt, schließt sich die Blende entsprechend der eingestellten Blendenzahl und die Schärfäntiefe ist im Sucherbild beurteilbar.


Belichtungsautomatik, Anzeige

Betriebsartenwähler (21) auf Automatik "auto" einstellen. Durch leichten Druck auf den Auslöser (22) wird die Elektronik eingeschaltet. Im Sucherbild kann die von der Automatik ermittelte Belichtungszeit durch Leuchtdioden überwacht und, falls sie nicht motivgerecht erscheint, durch Vorwahl einer anderen Blendenzahl korrigiert werden. Dabei ist jeder Zeitstufe im Bereich von 1/1000 s bis 8 s eine Leuchtdiode zugeordnet; Zwischenwerte der stufenlosen Einstellung werden durch gleichzeitiges Leuchten zweier benachbarter Dioden angezeigt. Belichtungszeiten zwischen 8 s und 40 s signalisiert die Leuchtdiode durch Dauerlicht bei "UNDER", Über- bzw. Unterschreitung der Werte 1/1000 s bzw. 40 s werden durch Blinklicht bei "OVER" bzw. "UNDER" angezeigt. In diesem Fall wird der Verschluß stets mit 1 /1000 s bzw. 40 s gesteuert. Bilden sich Belichtungszeiten von 1/15 s und länger, ist die Verwendung eines Stativs oder einer anderen geeigneten festen Unterlage erforderlich.


Auslösen


Nach Kontrolle der Belichtungszeit im Sucher ist durch Weiterdrücken des Auslösers (22) der Verschluß auszulösen. Beim nachfolgenden Loslassen des Auslösers wird die Elektronik automatisch abgeschaltet.

Das Loslassen des Auslösers während langer Belichtungszeiten hat keinen Einfluß auf den Belichtungsvorgang. In diesem Fall erfolgt das Abschalten der Elektronik nach dem vollständigen Verschlußablauf.

Soll bei einer sehr langen Belichtungszeit der Ablauf vorzeitig abgebrochen werden (z. B. nach irrtümlichem Auslösen), so ist der Betriebsartenwähler (21) kurzzeitig auf "B" zu stellen.


Meßwertspeicherung

Weist das Fotomotiv einen besonders großen Kontrast auf (z.B. dunkel bekleidete Personen imsonnenbeschienenenSchneeoderhellerAufnahm egegenstand vor dunklem Hintergrund), ist der Belichtungswert durch individuelle Messung des wichtigsten Bildelementes aus Nahdistanz zu ermitteln. Der bei der Nahmessung ermittelte Meßwert wird gespeichert, und der Bildausschnitt kann danach verändert werden, ohne daß sich eine andere Belichtung ergibt. Zur Speicherung des Meßwertes die Kamera spannen, den Auslöser (22) leicht drücken (Meßvorgang) und kurzzeitig die Memory-Taste (12) betätigen (Meßwertspeicherung, die Leuchtdiode neben AEL leuchtet).

Danach erfolgt bis zum Auslösen des Verschlusses keine neue Messung mehr; der Verschluß bildet die Belichtungszeit entsprechend dem gespeicherten Wert. Durch Loslassen des Auslösers und somit Ausschalten der Elektronik wird die Meßwertspeicherung wieder gelöscht.


Belichtungskorrektur

Eine weitere Möglichkeit, die Belichtung individuell zu beeinflussen, besteht mit dem Einstellsystem für Belichtungskorrektur (10, 26). Derartige Korrekturen sind bei stärkeren Abweichungen des Objektcharakters vom Normalobjekt, z. B. bei dunklen Motiven vor hellem Hintergrund (+ 1, +2) und bei hellen Motiven vor sehr dunklem Hintergrund (-1, -2), notwendig. Dazu Einstellring für Filmempfindlichkeit (10) anheben und Zeiger (26) zum gewünschten Korrekturwert drehen.

Daß eine Korrektur vorgenommen wurde, wird durch eine Leuchtdiode (±) am linken Sucherbildrand signalisiert. Von der Ausgangsstellung ausgehend wird beim Einstellen auf + 1 bzw. + 2 im Automatikbetrieb die Belichtungszeit um 1 bzw. 2 Belichtungswerte verlängert. Sinngemäß findet eine Verkürzung beim Einstellen auf -1 bzw. -2 statt. Dabei kann die Rastung in halben Stufen vorgenommen werden. An den Grenzen des Filmempfindlichkeitsbereiches 12 ASA und 3200 ASA ist die Korrektur von 2 Stufen ebenfalls möglich. Eine Erweiterung des Belichtungszeitenbereiches über die Werte 1 /1000 s und 40 s hinaus erfolgt durch die Korrektur nicht. Achtung! Nach derartigen Korrekturen Einsteller wieder in die Ausgangsstellung 0-Stellung bringen. Die Leuchtdiode (±) verlischt.


Teilautomatische Arbeitsweise

Wollen Sie mit einer bestimmten Belichtungszeit fotografieren, z.B. bei Reproduktionen, wissenschaftlich-technischen Aufnahmen, so ist die PRAKTICA BX 20 auf Teilautomatik umzuschalten. Es stehen feste Belichtungszeiten abgestuft von 1 s bis 1/1000 s und B für beliebig lange Zeiten zur Verfügung. Mit dem Betriebsartenwähler (21) ist die gewünschte Zeit vorzuwählen, damit ist gleichzeitig die Teilautomatik eingestellt. Wie bei der automatischen Belichtungszeitensteuerung wird durch einen leichten Druck auf den Auslöser die Kameraelektronik eingeschaltet.

Die Belichtungskontrolle erfolgt ebenfalls mit Hilfe der Leuchtdioden im Sucher. Während die zur eingestellten Belichtungszeit zugehörige Leuchtdiode blinkt, zeigt eine andere gleichzeitig die entsprechend den Lichtverhältnissen, der Filmempfindlichkeit und der vorgewählten Blendenzahl notwendige Belichtungszeit durch Dauerlicht an. (Bei Zwischenwerten leuchten zwei benachbarte Leuchtdioden gleichzeitig.) Um den Abgleich herbeizuführen, sind Blendenzahl oder Belichtungszeit so lange zu verändern, bis die Leuchtdiode in Dauerlicht übergeht. Bei der Einstellung "B" erfolgt keine Leuchtdiodenanzeige. Die Festzeiten werden durch die aufgeführten Korrekturmöglichkeiten nicht beeinflußt.


Kamerahaltung



Nebenstehende Abbildung zeigt die StandardKamerahaltung. Kamera ruhig und fest halten und den Ellenbogen am Körper abstützen. So erzielen Sie verwacklungsfreie Aufnahmen.

Blitzlichtaufnahmen

Reicht das vorhandene Licht (z. B. Innenaufnahmen) zum sicheren Fotografieren aus der Hand nicht mehr aus oder soll das Motiv zusätzlich aufgehellt werden, empfiehlt es sich zu blitzen. Es können alle Elektronenblitzgeräte mit bzw. ohne Computerblitzsteuerung und entsprechender Anpassung verwendet werden. Blitzgerät in Steckschuh (23) einschieben, die kabellose elektrische Verbindung ist damit hergestellt.

Für Elektronenblitzgeräte ohne Computersteuerung ist der Betriebsartenwähler (21) auf "~" zu stellen. Die eingestellte Belichtungszeit beträgt dann 1 /100 s.

Wird ein systemkonformes Computerblitzgerät in den Steckschuh eingesetzt und der Betriebsartenwähler (21) auf "auto" gestellt, signalisiert eine Leubhtdiode am Sucherbildrand bei "~" die Blitzbereitschaft des Systems. In diesem Moment verlischt die Automatikanzeige.

Die Blitzbereitschaft wird auch bei Verwendung eines Computerblitzgerätes, wenn der Betriebsartenwähler auf" ~ " steht, angezeigt.

Für die richtige Filmbelichtung sorgt die Blitzinnenmessung in der Kamera, d. h., das reflektierte Blitzlicht wird durch das Kameraobjektiv aufgenommen, von der Kamera ausgewertet, und über die kabellose Steckschuhverbindung erfolgt die Blitzbeeinflussung TTL-Blitzautomatik.

Das Blitz-"0. K. "-Signal, d. h. die Blitzlichtmenge reichte zur richtigen Filmbelichtung aus, ist aus der Blitzbereitschaftsanzeige abzuleiten. Leuchtet die Leuchtdiode "~" unmittelbar nach dem Aufnahmevorgang wieder auf, so ist die Ausleuchtung der soeben durchgeführten Blitzaufnahme in Ordnung, also "O.K.". In abweichenden Grenzfällen ist das "0.K."-Signal am Blitzgerät zu beachten. Die Blitzbereitschaft bleibt erhalten, auch wenn die Memory-Taste gedrückt wurde und die grüne LED bei "AEL"Meßwertspeicherung signalisiert. Eine Belichtungskorrektur, signalisiert durch die rote LED bei (±) wird durch die Blitzautomatik berücksichtigt.

Um bei Blitzbetrieb im Bereich großer Objektleuchtdichten Fehlbelichtungen zu vermeiden, wird empfohlen, sich durch Ausschalten des Computerblitzgerätes zu vergewissern, daß die der Umfeldleuchtdichte entsprechende Belichtungszeit länger als 1/125 s ist. Nähere Angaben zur Blitztechnik entnehmen Sie bitte der Blitzgerätebedienungsanleitung



Objektivwechsel


Entriegelungstaste (2) drücken und gleichzeitig Objektiv gegen den Uhrzeigersinn bis Anschlag drehen. Objektiv aus der Kamera entnehmen. PRAKTICA-Objektiv so einsetzen, daß sich die roten Markierungen (16 und 2) an Objektiv und Kamera gegenüberstehen. Objektiv gegen den Kamerakörper drücken und im Uhrzeigersinn drehen, bis Verriegelungsstift hörbar einrastet.

Mit Hilfe des PRAKTICA-Adapters können alle Original-PRAKTICA-Objektive mit Gewindeanschluß M 42x 1 angeschlossen werden.

Fremdobjektive mit Gewindeanschluß M 42x1 müssen für PRAKTICA-Kameras geeignet und für Arbeitsblendenmessung eingerichtet sein. Die PRAKTICA BX 20 arbeitet auch in Verbindung mit den Gewindeobjektiven automatisch. Lediglich die Lichtmessung erfolgt bei Arbeitsblende.


Bildschärfe einstellen

Das Scharfeinstellen ist mit Tripelmeßkeilsystem, Monoplanrasterring oder Mattring möglich.

1 Tripelmeßkeil

Dieses Keilsystem erlaubt eine sehr hohe Einstellgenauigkeit der Bildschärfe. Die optimale Einstellung ist erreicht, wenn Konturen und Linien einen natürlichen Verlauf haben. Bei Unschärfe sind die Motivkonturen im mittleren Kreissegment verschoben.

2 Monoplanrasterring

Die richtige Bildschärfe ist eingestellt, wenn das Bild innerhalb des Rasterfeldes klar und flimmerfrei sichtbar ist.

3 Mattring

Besonders günstig bei Lupen- und Mikroaufnahmen sowie bei Objektiven mit kleiner relativer Öffnung (Blendenzahl größer als 4). Das Bild muß klar und scharf im Mattring erscheinen.


Schärfentiefenanzeige



Die Grenzen des Schärfentiefenbereiches können für die gewählte Blendenzahl auf der Schärfentiefenskale (15) des Objektives abgelesen werden. Zum Beispiel: Entfernung 3 m, Blendenzahl 8-Schärfentiefe reicht von etwa 2 m bis 5 m.

Infrarotaufnahmen

Infrarotaufnahmen erfordern eine geringfügige Korrektur der Scharfeinstellung. Den beim Scharfeinstellen ermittelten Entfernungswert der Infrarotmarkierung (Hinweispfeil) auf dem Objektiv gegenüberstellen.


Auslöser[/highlight]




Für einfachstes Bedienen sind im Auslöser (22) mehrere Funktionen untergebracht. Bei gespannter Kamera werden durch leichtes Drükken bis zum Druckpunkt die Automatik sowie die LED's für Belichtungszeiten bzw. für Blitzbereitschaft (bei speziellen Blitzgeräten) eingeschaltet. Beim Weiterdrücken erfolgt das Auslösen des Verschlusses.

Verriegeln des Auslösers

Ungewolltes Auslösen bzw. unnötiger Stromverbrauch beim unbeabsichtigten Drücken des Auslösers im gespannten und ungespannten Zustand der Kamera lassen sich durch die Auslöserverriegelung vermeiden.

Hierzu wird die unter dem Betriebsartenwähler angeordnete Auslöserverriegelung (20) in Pfeilrichtung betätigt und damit der Auslöser gesperrt. Die Entriegelung erfolgt sinngemäß in entgegengesetzter Richtung.


Selbstauslöser

Kamera spannen, Spannhebel (4) des Selbstauslösers in Pfeilrichtung 1) bis zum Anschlag schwenken, durch Druck auf den Startknopf (3), entsprechend Pfeil 2), Selbstauslöser auslösen. Vorlaufzeit etwa 10 s. Während der Nachlaufzeit des Vorlaufwerkes Kamera nicht spannen!
Befindet sich ein eingeschalteter Motoraufzug an der Kamera, so können während der Nachlaufphase bei kurzen Belichtungszeiten mehrere Aufnahmen belichtet werden. Wird das nicht gewünscht, so ist der Motoraufzug auszuschalten. Bei Automatikbetrieb ist, um Fehlmessungen zu vermeiden, das Okular mit der Okularschutzkappe abzudecken.



Filmwechsel


Der Bildzähler (5) zeigt die bereits belichteten Bilder eines Filmes an. Ist die mit dem jeweils eingelegten Film erreichbare Anzahl von Bildern belichtet (Rotmarkierung bei 20 bzw. 36), Filmwechsel vornehmen.

Rückspulauslöser (18) bis zum Einrasten drükken, Rückspulkurbel (8) ausklappen und in Pfeilrichtung drehen, bis erhöhter Widerstand und anschließende Leichtgängigkeit das Ende des Rückspulvorganges signalisieren Rückspulknopf (9) bis zum Anschlag nach oben ziehen. Rückwand ist entriegelt und springt auf. Filmpatrone kann entnommen werden. Filmwechsel nicht in voller Sonne vornehmen.

Achtung!

Sind mehr Aufnahmen, als auf der Filmpackung angegeben, belichtet worden, kann der Spannhebel möglicherweise nicht voll geschwenktwerden.

Keine Gewaltanwendung!

Film zurückspulen und Spannhebel bis zum Anschlag schwenken.



Pflege der Kamera


  • Kamera vor Stoß, Schlag, Staub und Feuchtigkeit schützen.

  • Patronen﷓ und Spulenraum, Filmbahn und Rückwand von Zeit zu Zeit mit weichem Pinsel säubern.

  • Keine organischen Lösungsmittel wie z. B. Spiritus oder Lackverdünner zum Reinigen der Kamera verwenden.

  • Einwirkung aggressiver Dämpfe auf Kamera und Objektiv vermeiden.

  • Fingerabdrücke auf Linsenflächen von Objektiv und Okular mit Linsenreinigungspapier entfernen.

  • Spiegel, Bildfeldlinse und Verschlußlamellen nicht mit den Fingern berühren. Diese Verunreinigungen können nur von einer ServiceWerkstatt entfernt werden.

  • Zum Beseitigen von Staub wird ein Optikpinsel oder ein Blaseball empfohlen.

  • Kameras niemals längere Zeit sehr hohen oder tiefen Temperaturen aussetzen. Vermeiden Sie z. B. bei Sonneneinstrahlung die Lagerung der Kamera auf der Hutablage eines Kraftfahrzeuges.

  • Vor extremer Kälte ist die Kamera in geeigneter Weise zu schützen.

  • Beim Benutzen der Kamera in Meeresnähe oder am Strand ist Schutz gegen Salzwasser und Sprühnebel sowie gegen Sand erforderlich.

  • Vermeiden Sie plötzlichen Temperaturwechsei. Dieser kann zu Kondenswasserbildung und damit zu Korrosionsschäden führen.

  • Unterlassen Sie eigenmächtiges Eingreifen in die Kamera. Suchen Sie im Bedarfsfall eine Service-Werkstatt auf.


Wir bitten, alle Hinweise dieser Bedienungsanleitung zu beachten. Unsachgemäße Handhabung der Kamera kann zu Schäden führen, deren Behebung außerhalb unserer Garantieleistung liegt.


Durch Weiterentwicklung der PRAKTICA BX 20 können sich geringfügige Abweichungen von dieser Druckschrift ergeben.
Beitrag Forum: Fotowiki   Geschrieben: Do, 17. Jan 2008 20:23   Titel: Belichtungszeit

Belichtungszeit



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Die Belichtungszeit (englisch exposure time) ist die Zeitspanne, der ein optisch empfindliches Medium (herkömmliche Kameras: Film, Digitalkameras: CMOS- oder CCD-Sensor) zur Aufzeichnung eines Bildes ausgesetzt wird. Zusammen mit der Blendenöffnung bestimmt die Belichtungszeit die auf das Medium einfallende Lichtmenge (englisch Exposure value, EV). Eine korrekte Belichtung des Mediums ist abhängig von der Helligkeit des Motivs, der einfallenden Lichtmenge und der Empfindlichkeit des Mediums (ISO-Zahl). Bei gegebener Motivhelligkeit und Empfindlichkeit des Mediums führt nur eine bestimmte Lichtmenge zu einer richtigen Belichtung. Die Lichtmenge ergibt sich hierbei aus dem Quotienten aus Belichtungszeit und Blendenöffnung. Eine zu kurze Belichtungszeit führt daher zu unterbelichteten, eine zu lange Belichtungszeit zu überbelichteten Bildern.

Die Belichtungszeit wird als zu steuernde Verschlusszeit an der Kamera eingestellt oder auf andere geeignete Weise gebildet, wenn die benötigte Belichtungszeit außerhalb des von der Kamera gesteuerten Verschlusszeitenbereichs liegt.

Die Belichtungszeit kann je nach eingesetzter Technik von Bruchteilen einer Sekunde bis hin zu Stunden reichen. Bei extrem kurzen Zeiten (unter ca. 1/5000 s) wird von Kurzzeitfotografie gesprochen, bei Zeiten über ca. 5 s von Langzeitbelichtung. Bei Langzeitaufnahmen auf Film ist der Schwarzschildeffekt zu beachten.

Die notwendige Belichtungszeit wird mit zunehmendem Lichteinfall (Helligkeit) sowie zunehmender Lichtempfindlichkeit des Bildaufnehmers (ISO-Zahl - je höher, umso lichtempfindlicher) kürzer. Ermittelt wird die richtige Belichtungszeit mit einem Belichtungsmesser.

Neben der Blende ist die Belichtungszeit das wichtigste Mittel zur Gestaltung fotografischer Werke (Bewegungsunschärfe oder Schärfentiefe).

Siehe auch: Kurzzeitfotografie, Langzeitbelichtung



Quelle




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Beitrag Forum: Fotowiki   Geschrieben: Sa, 12. Jan 2008 12:06   Titel: Arbeitsblendenmessung


Arbeitsblendenmessung


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Die Arbeitsblendenmessung ist in der Fotografie die Messung des Lichtes bei demjenigen Blendenwert, der auch bei der folgenden Aufnahme verwendet wird.

Die Lichtverhältnisse werden per Arbeitsblendenmessung bei einäugigen Spiegelreflexkameras bei abgeblendetem Objektiv gemessen (auf die vorgewählte Blende geschlossen), während bei offener Blende scharfgestellt (fokussiert) wird. Zumeist existiert an entsprechenden Kameras eine Taste, die die Blende auf den vorgewählten Wert mechanisch schließt und zugleich elektrisch die Belichtungsmessung aktiviert. Mit einem Anzeigeinstrument, meist als Lichtwaage ausgeführt, wird das Messergebnis angezeigt und ins Sucherbild eingespiegelt.

Bei einigen Sucherkameras, etwa der Minox 35 Reihe, wird die Arbeitslendenmessung mittels einer geeigneten Dimmerung der objektivparallelen Belichtungszelle simuliert.

Die Arbeitsblendenmessung ist Vorläufer der Offenblendmessung. Bis in die 1960er-Jahre war sie alternativlos. Vorteil dieser Arbeitsblendenmessung ist bei Spiegelreflexkameras, dass neben der korrekten Belichtung auch die Schärfentiefe der Aufnahme infolge der geschlossenen Blende beurteilt werden kann. Hochwertige Kameras erlauben meist alternativ beide Messmethoden.

Die Offenblendmessung setzt eine korrekte Simulation der bei der Aufnahme verringerten Lichtstärke voraus. Die Möglichkeit der Offenblendmessung war in den 1970er-Jahren eines der schlagkräftigsten Verkaufsargumente für entsprechend ausgestattete Spiegelreflex-Kameras. Für Offenblendmessung ausgerüstete Kameras besaßen anfangs stets noch einen Abblendknopf zur Schärfentiefe-Kontrolle, der jedoch bei einfacheren Modellen und insbesondere bei modernen Kameras mit Autofokus häufig wegrationalisiert wurde.


Siehe auch Belichtungsmessung


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Beitrag Forum: Fotowiki   Geschrieben: Fr, 11. Jan 2008 23:38   Titel: Nikon F

Nikon F


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Die Nikon F (in Deutschland auch: Nikkor F) ist ein klassischer Fotoapparat der 1960er Jahre, eine Kleinbild-Spiegelreflexkamera, die als Prototyp aller danach folgenden professionellen Kameras dieses Typs gilt.

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Nikon F (schwarz) in der Grundausstattung mit einfachem Prismensucher, Baujahr 1969

Die Nikon F wurde 1959 vorgestellt und 1971 von der technisch sehr ähnlichen Nikon F2 abgelöst, die den weltweiten Durchbruch des japanischen Herstellers Nikon im professionellen Kleinbildsektor auch in Europa markierte. Schon vorher war die F ein „Geheimtipp“, aber keineswegs ein „Exot“, sondern besonders in Japan und den USA als Profi-Kamera für den „harten Einsatz“ akzeptiert. Später folgten weitere Kameras in der F-Serie.

Zwar hatte die Nikon F nur mit einer wirklichen Weltneuheit aufzuwarten (dem 100%igen Sucherausschnitt), aber sie vereinte dennoch alle bis dahin bekannten Fortschritte erstmals in einem Modell.

Auch nach Jahrzehnten lässt sie sich problemlos einsetzen. Die Grundausstattung mit einfachem Prismensucher ohne Belichtungsmesser wirkt für heutige Verhältnisse spartanisch, aber sie funktioniert und alle heutigen Objektive mit dem F-Bajonett können weiter verwendet werden (Ausnahme: AF-G Objektive ohne Blendenring, DX-Objektive für Digitalkameras mit kleinerem Bildkreis und APS-Objektive). Eine Belichtungsmessung mit „Photomic-Suchern“ ist nur bei solchen Objektiven möglich, die über den Metallzinken auf dem Blendering verfügen oder damit nachgerüstet werden können.


Vorgeschichte


Die Nikon F baut auf folgenden Innovationen anderer Hersteller auf:

* 1925 erste Kleinbildkamera von Oskar Barnack - die Leica
* 1936 erste Kleinbild-Spiegelreflexkamera
* 1936 Kine-Exakta erste Kleinbild-Spiegelreflexkamera mit Bajonett-Anschluss für Wechselobjektive
* 1955 Pentax Asahiflex erste Kleinbild-Spiegelreflexkamera mit Springblende
* 1964 Pentax Spotmatic, erste einäugige Spiegelreflexkamera der Welt mit Belichtungsmessung durch das Objektiv.

Im Stammbaum des eigenen Hauses baut sie technisch auf der Messsucherkamera Nikon SP auf, die heute ein sehr begehrtes Sammlerobjekt ist. Der Ruf der SP als Alternative zu Leica und Contax liegt in den von Nikon gefertigten Objektiven begründet, die für beide Kameratypen hergestellt wurden. Die S-Serie verwendete selber das Contax-Bajonett. Man kann die Nikon F in vielfacher Hinsicht als eine SP mit Spiegelkasten und größerem Bajonett (durch das notwendig größere Auflagemaß) bezeichnen.

Motor und Langfilmkassette


Zur Nikon F gab es einen Motorantrieb, den F-36, der nicht zuletzt dafür verantwortlich war, dass sie sich als Profikamera sehr schnell etablieren konnte. Er wurde zum Vorbild für die Mitbewerber auf dem Kameramarkt. Mit dem F-36 sieht die Nikon F nur unwesentlich anders aus als heutige Profikameras. Er hatte bereits ein angebautes Batteriefach (zunächst externe Stromversorgung), einen Handgriff mit Auslöser und einen Umschalter von S (Single, Einzelbild) auf C (Continuous, Serie). Der F-36 schafft eine Bildfrequenz von 2; 2,5; 3 oder 4 Bildern in der Sekunde.

Des Weiteren stand ein Batterieteil mit Kabel zur Verfügung. Er enthielt 8 Batterien à 1,5 V und einen umstellbaren Auslöser für Einzel- und Serienschaltung. Auch er konnte mit Relaisbox, Intervalometer zur Fernsteuerung genutzt werden. Der Kabelbatterieteil wurde ausgeliefert mit Umhängeriemen und mit Kabel zu den Motoren. Mit Hilfe der Relaisbox, zwischen Kamera und Batterieteil geschaltet, konnte die Kamera auf große Distanzen oder am Relaisteil selbst ausgelöst werden.

Neben dem F-36 gab es auch den Motor F-250, mit zwei großen Nikon-Kassetten mit einem Fassungsvermögen bis zu 10 m Film (entspricht 250 Aufnahmen). Die technischen Merkmale der beiden Motoren waren genau gleich. Um die 10-Meter-Kassetten zu laden, bot Nikon ein Ladegerät an. Die zu ladende Filmlänge konnte vorgewählt werden. Diese F-250-Version wurde u. a. von der NASA mit in den Weltraum genommen (wie auch die entsprechende Nachfolgemodelle der F).

Die Rückwand


Eine Eigenheit der Nikon F ist ihre Rückwand. Wird jene bei späteren Kamera-Modellen aufgeklappt, so wird sie hier nach unten abgezogen. Dafür befindet sich in der Bodenplatte ein versenkbarer Entriegelungshebel. Die Rückwand wird also zusammen mit der Bodenplatte abgebaut.

Der Fotograf hält beim Filmwechsel plötzlich zwei Teile in der Hand und ist „in Action“ vor eine zusätzliche Herausforderung gestellt: „Mit welcher Hand den Film einlegen?“.

Der Motor hat eine eigene Kamerarückwand, da er die Bodenplatte ersetzt, die bei der normalen Rückwand Bestandteil ist, so dass er also auch komplett abgebaut werden muss, wenn man einen Film wechseln will. Besonders hierbei kann es zu Beschädigungen der Führungsschlitze am Kameragehäuse kommen. Ein Verkanten muss unbedingt vermieden werden. Das Nachfolgemodell F2 hatte dann die heute gebräuchliche - und komfortablere - aufklappbare Rückwand.

Unten an der Bodenplatte lässt sich die Filmempfindlichkeit einstellen. Dies hat aber nur den einzigen Sinn, dass der Fotograf sich erinnern kann, welche Filmempfindlichkeit er beim Belichtungsmesser (extern oder Photomic) einstellen muss. Es ist also eine reine Gedächtnisstütze ohne technische Funktion.

Wechselsucher

Charakteristisch und wegweisend für die F Serie ist das System von Wechselsuchern. Zum Wechseln der Sucher gibt es einen etwas schwer zu bedienenden kleinen Entriegelungsknopf an der Rückseite des Kameragehäuses. Erst 1980 mit der Nikon F3 wurde das deutlich besser gelöst.

Die Grundversion hatte einen Prismensucher, der ein aufrechtes und seitenrichtiges Bild zeigt. Ein weiterer Sucher war der Lichtschacht, nützlich bei Makro- und Mikrofotographie. Der Lichtschacht ist mit einer wegklappbaren Lupe (5x) versehen.

Der Prismensucher mit eingebautem Belichtungsmesser („Photomic“)

Der erste Photomic-Sucher hatte zum Messen im Sucher ein Fensterchen, das in einem eher unbestimmten Winkel das Licht maß. Dann erschien der erste TTL-Photomic (Through the Lens), der mit wechselnden Brennweiten die Messung anpasste. Der Photomic Tn misst das Mattscheibenzentrum von 12mm zu 60% und die Randbereiche zu 40%. Diese Messteilung wurde ermöglicht durch den Bau eines asphärischen Kondensor-Linsen-Systems, geregelt durch eine feststehende Blende vor den beiden CdS-Zellen (den eigentlichen Lichtmesszellen), die links und rechts des Okulars liegen. Der Messvorgang erfolgte bei offener Blende, zu jener Zeit eine Seltenheit. Der Photomic Tn war kalibiert von ASA (dem heutigen ISO) 20-6400. Der Messbereich ging von Lichtwert 2-17 bei ASA 100 mit dem Nikon Auto 55mm f/1,2.

Bei dem im August ausgelieferten Photomic FTn, der sich leichter montieren ließ, da er mit einer Klemmfassung ausgerüstet war, musste die größte Blende des montierten Objektivs nicht mehr an die Filmempfindlichkeit angepasst werden. Für Aufnahmen mit tiefem Kamerastandpunkt ist die Nadel des Belichtungsmessers auch auf dem Gehäuse des Photomic sichtbar.

Die Nikon Photomic FTN war das letzte Modell der Nikon F. Die damaligen Photomics funktionieren allerdings nicht mit den heutigen AF-Objektiven. Der Fotograf greift also besser gleich zum Handbelichtungsmesser und dem einfachen Prismensucher und hält so auch die bis heute leichteste Urversion der kompletten F-Serie in der Hand.

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Matte Seite der selben Scheibe

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Standard-Einstellscheibe Typ A mit Schnittbildindikator

Die Wechselsucher der Nikon F2 passen ebenso an die F, wie auch deren Einstellscheiben. Beim Ansetzen der F2-Sucher muss bei der F nur das vordere Typenschild abgeschraubt werden, was aber unkompliziert ist, weil die Schrauben sichtbar an der Außenseite sind (siehe auch Foto der Kamera oben). Die Photomics der F2 funktionieren an der F allerdings nicht, da sie eine Stromversorgung seitens der Kamera erwarten. Ein Batteriefach sucht man am eigentlichen Kameragehäuse der F vergebens.

Erst mit der F3 wanderte der Belichtungsmesser in das Gehäuse der Kamera selber. Bei der F4 wurden bereits wieder (neue) Funktionen in den Sucher ausgelagert: Die Mehrfeldmessung.

Ab der F2 gab es neben Prisma-, Lichtschacht- und Photomicsucher auch Lupen- und Sportsucher für spezielle Anwenderkreise.

Der Lupensucher ist von seinem Anwendungsbereich her ein „besserer Lichtschachtsucher“ für Makro- und Mikrofotografie. Er besteht aus einer aufwändig konstruierten 6-fach vergrößernden Lupe und ist damit besser als die einklappbare Lupe des einfachen Lichtschachtsuchers.

Der Sport-Prismensucher ermöglicht dem Fotografen (sogar den Brillenträgern) den Überblick über das gesamte Sucherbild, wenn er einen Helm oder eine Schutzbrille tragen muss (z.B. beim Fallschirmspringen oder auf dem Motorrad). Bei speziellen Unterwassergehäusen ist der Sportsucher unverzichtbar. Sportsucher meint also nicht den „normalen“ Sportfotografen, sondern den sporttreibenden Fotografen.


Einstellscheiben


Die Nikon F ermöglicht den Wechsel zu verschiedenen Einstellscheiben [1], die sehr schnell ausgewechselt werden können. Die mitgelieferte Einstellscheibe hatte ein Schnittbildzentrum mit Messkreis und Fresnellinse. Sie ist universell bis zu einer Brennweite von 135 mm verwendbar. 14 verschiedene Modelle bieten die Möglichkeit, bei jedem Gebrauch (Makro- Architektur- Luftbildfotographie) die optimale Scharfeinstellung zu treffen.


Mechanik


Da die Nikon F eine rein mechanische Kamera ist, wird der Verschluss nach heutigen Maßstäben „ungenau“ gesteuert (kein Schwingquarz „zählt“ bei ihr die Dauer einer 1/1000 Sekunde).

Als Verschluss dient bei der Nikon F ein äußerst langlebiges Titan-Rollo, das auch nach Jahrzehnten seinen Dienst tut. Die kürzeste Verschlusszeit ist 1/1000 Sekunde, die Blitzsynchronzeit beträgt 1/60 s.

Auslöser

Der Auslöseknopf liegt - damals konstruktionsbedingt - ungewöhnlich weit hinten ungefähr auf Höhe der Filmebene. Für den Drahtauslöseranschluss wird noch die heute nicht mehr übliche Leica-Glocke verwendet. Es gibt aber Adapter für „normale“ Drahtauslöser. Der Auslöseknopf hat einen Fingerschutzring, der auch zum Einstellen des Filmtransports (A-Stellung) oder der Filmrückwicklung (R-Stellung) dient.

Ein roter Punkt dreht sich bei jeder Aufnahme genau um 360°, so können Doppelbelichtungen erreicht werden.

Neben der normalen B-Einstellung (Bulb) für Langzeitbelichtungen, gibt es auch die für professionelle Kameras typische T-Einstellung, die den Verschluss erst wieder schließt, wenn das Verschlusszeitenrad in eine andere Stellung gedreht wird. Diese Einstellung erspart den Drahtauslöser mit seiner Feststellschraube für die übliche B-Einstellung.

Spiegelvorauslösung / Spiegelarretierung

Die Nikon F verfügt über eine Spiegelvorauslösung, ein weiteres Merkmal für die Profiklasse. Für heutige Maßstäbe unprofessionell ist allerdings seine Funktion: Wenn man die Spiegelvorauslösung einstellt (hierzu gibt es einen Drehknopf seitlich des Bajonetts), klappt der Spiegel erst nach der nächsten Aufnahme hoch und verbleibt in dieser Stellung. Der Fotograf „verschenkt“ also eine Aufnahme.

Die Spiegelarretierung war notwendig, um den Gebrauch der drei „Fisheye-Objektive“ (6 mm, 7,5 mm und 10 mm)zu erlauben, deren Linsenbau tief in den Kamerakörper hineinragte. Außerdem war die Spiegelarretierung notwendig bei Motorbetrieb mit 4 Bildern in der Sekunde.

Allerdings lässt sich dieses Manko umgehen, indem man den Auslöser nur halb eindrückt. Der Spiegel wird dann hochgeklappt, und der Verschluss nicht ausgelöst.

Selbstauslöser

Wie schon auf dem Foto zu erkennen, verfügt die F über einen Selbstauslöser. Dieser wird interessanterweise nicht über den normalen Auslöser gestartet, sondern hat einen eigenen kleinen Auslöserknopf, der beim Drehen des Hebels freigelegt wird. Weiße Punkte an der Fassung erlaubte Vorlaufzeiten von 3, 6 oder den vollen 10 Sekunden abzulesen. Unter anderem an der Bauweise des Selbstauslösers im Detail erkennt man die jeweilige Modellgeneration.
[bearbeiten] Springblende

Als moderne Kamera verfügt die Nikon F zusammen mit den für sie gebauten Objektiven über eine Springblenden-Funktion, die gleichzeitig mit dem Verschlussablauf wirksam wird.

Darüberhinaus „kommunizieren“ die Objektive älterer Bauart mit dem Belichtungsmesser im Photomic-Sucher. Hierfür dient die Nikon-typische (und heute nicht mehr verbaute) „Gabel“ am Blendenring. Nach Einführung der Ai-Objektive 1977 wurde dieses Verfahren obsolet.


Weitere Entwicklung in der Geschichte


Alle diese Ausstattungsmerkmale gehören immer noch zum heutigen Standard für professionelle Spiegelreflexkameras. Verbesserungen in der weiteren Entwicklung der Fotoindustrie waren im Wesentlichen nur die Verschlusssteuerung durch Microcomputer (und damit die präzisere Einhaltung der Zeiten und Ermöglichung der Belichtungsautomatik) und die Verkürzung der minimalen Verschlusszeit.

Im Hause Nikon: Ersteres wurde 1980 bei ihrer elektronisch gesteuerten „Enkelin“, der Nikon F3 verwirklicht. Letzteres schon 1971 mit der 1/2000 Sekunde bei der Nikon F2 später in der FM-Familie mit einer mechanischen 1/4000 Sekunde (am bekanntesten: Nikon FM2) und dann 1988 mit der 1/8000 Sekunde bei der Nikon F4 (vorher schon bei der F801), die dann gleichzeitig den Schritt in das Autofokus-Zeitalter markiert, den manche Fotografen bis heute nicht gegangen sind.


Sammelobjekt und heutiger Einsatz


Altersbestimmung

An den ersten beiden Zahlen der Seriennummer erkennt der Sammler das Baujahr einer Nikon F (und auch einer F2). Allerdings ist es genau genommen das Baujahr der Gehäuse-Oberkappe. Wurde die mal in einer Reparatur ausgewechselt, so sagt sie nichts mehr über das Baujahr der eigentlichen Kamera aus.

Da die Nikon F allerdings im Laufe ihrer Bauzeit auch immer in Details verändert wurde, kann man am Grundgehäuse in jedem Fall den Zeitraum eingrenzen, aus dem es stammt.

Funktionsprüfung

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Außer den neuen, direkt für DSLRs entworfenen Objektiven können alle Nikon-Objektive an der F verwendet werden. Die Abbildung zeigt eine moderne D50 mit einem herkömmlichen AF-Objektiv 50 mm 1/1,4, das genauso auch an der F daneben benutzt wird.

Die Nikon F ist äußerst robust gebaut, daher gibt es nur wenige Schwachstellen, die in die Jahre gekommene Modelle aufweisen können. Das eine sind die oben bereits erwähnten Führungsschlitze für die abnehmbare Rückwand. Sind sie beschädigt, kann das Lichteinfall bedeuten.

Da die Bedienung der F denkbar übersichtlich ist, ist ein mechanischer Funktionscheck „in Augenscheinnahme“ schnell erledigt. Lässt sich der Auslöser weich auslösen, hat das Titan-Rollo des Verschlusses keine Dellen und Löcher und wackelt auch kein Objektiv an ihr, muss dann nur noch mit eingelegtem Film überprüft werden, ob sie die Verschlusszeiten einigermaßen gleichmäßig einhält. Besitzt man bereits Nikon-Objektive oder welche von Fremdherstellern mit F-Bajonett, so kann man diese alle verwenden. Es ist zu prüfen, ob die automatische Springblende funktioniert. Dafür sollte die Betätigung der Abblendtaste reichen.

Gebrauchtmarkt

Die F wurde sowohl in schwarz, als auch verchromt angeboten. Die schwarzen Gehäuse sind seltener, und ein unbeschädigter und nicht überpinselter Lack ist meist nur bei Exemplaren zu finden, die von der Vitrine in die Vitrine wandern. Die Funktionalität der schwarzen F wird davon nicht beeinträchtigt, und je beschädigter der Lack ist, desto weniger kann der Verkäufer für sie verlangen. Das darunter hervorscheinende Messing der Gehäuseoberkappe, des Suchers und der Bodenplatte verleiht ihr eine vielleicht beim Fotografen erwünschte Patina.

Durch ihre hohe Stückzahl und damalige Verbreitung sind die Gebrauchtpreise erstaunlich moderat und siedeln deutlich unter denen aller ihrer direkten Nachfolger der F-Serie und sogar der FM-Familie. Exemplare mit Photomic-Sucher können das doppelte kosten wie solche ohne ihn (also nur in der Grundausstattung mit Prismensucher als „reine“ Nikon F). Der Differenzbetrag reicht für die Anschaffung eines professionellen modernen Handbelichtungsmessers, wenn man denn auch mit ihr fotografieren will. Sie eignet sich nämlich als leichte „analoge Begleiterin“ einer digitalen Spiegelreflex mit dem gleichen F-Bajonett, oder auch als Zweitgehäuse für eine ihrer analogen Nachfolgerinnen.

Der Motor F-36 ist alleine nur äußerst selten zu finden. Für den Anbau an eine F muss diese mit einer speziellen Bodenplatte für Motorbetrieb versehen werden und dann - wie schon immer - vom Hersteller selber modifiziert und für jede Kamera-Motor-Kombination mechanisch abgestimmt werden. Dieses Manko wurde mit Einführung der F2 überwunden; seit der F3 „hakt“ der Motor auch nicht mehr bei falsch eingestellter Serienbildfunktion und zu langen Belichtungszeiten. Das ist bei der F mit Motor ein mechanisches Problem, das zusätzlich beachtet werden muss.

Nicht mehr funktionierende Exemplare der Nikon F dienen nicht nur als Ersatzteillager für andere Exemplare, sondern auch für die Messsucherkameras der historischen (viel selteneren und begehrteren) S-Serie, die über weite Teile baugleiche Elemente (z.B. den Verschluss) aufweist.

Kompatibilität mit Blitzgeräten

Wie auch ihre Nachfolgemodelle F2 und F3 hat sie keinen normalen Blitzschuh, sondern einen für die damaligen F-Modelle typischen eigenen Blitzanschluss über der Rückspulkurbel. Es gab aber einen Adapter - es passt sogar jener, der für die F2 hergestellt wurde. Blitzautomatik bietet diese rein mechanische Kamera natürlich nicht. Studio- und Stabblitzgeräte können selbstverständlich über den Kabelanschluss ausgelöst werden.


Literatur


* Paul Comon: Magic Lantern Guides Classic Series. Nikon Classic Cameras. Bd 1 for F, Nikkormat Series, Fe, Fe2nd Fa (Nikon Classic Cameras). Magic Lantern Guides, New York 1996. ISBN 1883403316
* Uli Koch: Nikon F. Peter Coeln, Wien 2003. ISBN 3-95014-430-7
* Uli Koch: Nikon F. The Camera. Peter Coeln, Wien 2003. ISBN 3-95014-431-5
* Uli Koch: Nikon F. The Lenses. Peter Coeln, Wien 2003. ISBN 3-95014-432-3
* Uli Koch: Nikon F. The Accessories. Peter Coeln, Wien 2004. ISBN 3-95014-433-1



Quelle


Wikipedia

Weblinks

* Gebrauchsanweisung als PDF (Engl.)
* Ausführliche Beschreibung mit Fotos (Engl.)
* Uli Koch: Nikon F Book (Engl.)
* Homepage eines Sammlers (Engl.)
* Nikon Japan: The History of Nikon Cameras - Nikon F (Engl.)
* Nikon F - Nikon System online (Deutsch)
* Nikon F Collection & Typology by Richard de Stoutz (Engl.)




Kategorien: Exzellent | Nikon-Kamera | Fototechnik | Kamerahersteller | Fotografie
Beitrag Forum: Fotowiki   Geschrieben: Fr, 11. Jan 2008 23:18   Titel: Nikon

Nikon


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Das Unternehmen Nikon Corporation, gelistet im Nikkei 225, ist ein japanischer Hersteller von Fotoapparaten, Objektiven und anderen optischen Präzisionsgeräten wie Mikroskopen und Ferngläsern. Seit 1925 baut Nikon Objektive und mehr als 35 Millionen wurden seitdem weltweit verkauft; seit 1917 sammelt man bei Nikon Erfahrungen im Bau optischen Glases. Im Jahr 2002 hatte das Unternehmen etwa 14.000 Angestellte. Hauptsitz ist Tokio.

Auf dem europäischen Markt ist Nikon seit etwa 1961 aktiv vertreten, als die Nikon AG Switzerland in Zürich gegründet wurde. Zu den wichtigsten Konkurrenten von Nikon gehören Canon, Sony (Minolta), Leica, Fujifilm, Kodak und Olympus; das Unternehmen zählt – neben Canon, Kodak und Sony (Minolta) – zu den vier weltweit bedeutendsten Unternehmen für Fototechnik.

Die Unternehmensgeschichte geht zurück bis auf das Jahr 1917, in dem sich die drei Firmen Tokyo Keiki Seisaku Sho, Iwaki Glass Manufacturing und Fujii Lens Seizo Sho am 25. Juli zur Nippon Kogaku Kogyo Kabushiki Kaisha (kurz: Nippon Kogaku K. K.; etwa „Japanische Optische Technik AG“) zusammenschlossen. Die Fusion wurde von dem Konzern Mitsubishi unterstützt, zu dem Nikon auch heute noch gehört. Erst 1988 benannte sich das Unternehmen um von Nippon Kogaku K. K. in K.K. Nikon (englisch Nikon Corporation).

Produkte


Fotografie

Zu den bekanntesten Produkten von Nikon gehören Kleinbild- und Digitalkameras, Nikkor-Objektive sowie die Nikonos-Unterwasserkameras.

1932 stellte das Unternehmen das erste Kameraobjektiv unter der Bezeichnung Nikkor vor; diese Produktbezeichnung wurde bis heute beibehalten.
Bild:Nikon f.jpg
Nikons erste Spiegelreflexkamera, die Nikon F mit austauschbarem Prismensucher (1959)

1946 entstand aus dem Firmennamen Nippon Kogaku K. K. der Produktname Nikon.

Die erste Kamera mit dem Namen „Nikon“ war die am 7. März 1948 vorgestellte Messsucherkamera Nikon I, die der Contax II aus Deutschland nachempfunden war und auch deren Bajonettanschluss hatte, jedoch mit Abweichungen in der Steuerkurve, welche bei längeren Brennweiten zum Tragen kommen, und dem ungewöhnlichen Bildformat 24 x 32 mm. Seinen internationalen Ruf begründete Nikon mit dem weitgehend baugleichen Nachfolgemodell Nikon M, das von 1949 bis 1950 angeboten wurde.

Der eigentliche Durchbruch gelang dann mit der auch offiziell für den Export produzierten Nikon S (1950-1955). Die Nikon S2 (ab Ende 1954) hatte als erste Nikon das heute übliche Filmformat 24 x 36 mm. Die von 1957 bis 1965 gefertigte Nikon SP wies eine professionelle Ausstattung auf (Anschluss für einen Filmtransportmotor, Einspiegelung von vier verschiedenen Brennweiten). Bei der vereinfachten Version, der von 1958 bis 1961 gebauten Nikon S3, musste man auf die umschaltbaren Rahmen im Sucher verzichten. 1959 folgte noch die weiter vereinfachte S3M. Mit der Einstellung der Produktion des Profi-Modells SP im Jahre 1965 wurde die Herstellung der Nikon-Messsucherkameras beendet.

Wesentlich zum Erfolg der Messsucherkameras trugen deren innovative Objektive bei. Sie fanden vielfach auch an den Contax-Kameras Verwendung und wurden auch mit Schraubanschlüssen für die Leica-Kameras hergestellt.

1959 wurde Nikons erste Kleinbild-Spiegelreflexkamera (SLR-Kamera), die Nikon F, vorgestellt; die Wechselobjektive wurden mit F-Bajonett ausgestattet, das nach dem Nikon-Chefingenieur Fuketa benannt wurde, der ab 1958 die Entwicklung der F-Serie leitete. Eine erste Modifikation dieses Objektivbajonetts erfolgte 1977 mit der Einführung der AI-Kupplung, eine zweite 1982 mit der Einführung des AI-S-Typs. An die erste Nikon F können grundsätzlich alle danach gebauten Nikon-Objektive (und Fremdobjektive mit F-Bajonett) angeschlossen werden und umgekehrt (ältere Nikon-Objektive an neueren Kameras), es müssen jedoch Funktionseinschränkungen in Kauf genommen werden.
Bild:Nikon F2.jpg
Die Nikon F2

Auf die Nikon F folgt nach 11 Jahren Bauzeit 1971 die technisch sehr ähnliche Nachfolgerin Nikon F2; Man spricht jetzt von der Nikon-F-Serie. Ab 1980 macht dann der moderne Klassiker Nikon F3 Furore. Erstmals ist der Belichtungsmesser fix eingebaut, der Verschluss wird nun elektronisch gesteuert, überdies wird eine Zeitautomatik angeboten. Obwohl viele Profis der Elektronik zunächst skeptisch gegenüberstanden, konnte diese doch überzeugen, und auch die F3 machte sich einen Namen als angesehene Profikamera. Dieses Modell sieht man auch heute noch im Einsatz.

1983 stellte Nikon mit der Nikon FA die erste SLR-Kamera der Welt mit Mehrfeldmessung (Vorläufer der heutigen Matrixmessung) vor. Im gleichen Jahr wurde Nikons erste Autofokus-Spiegelreflexkamera vorgestellt, die F3AF. Sie verwendete spezielle Objektive mit eingebautem AF-Motor, wurde jedoch nicht in großen Stückzahlen verkauft.

Als Minolta 1985 die 7000 AF und die 9000 AF auf den Markt brachte, war der AF-Motor unsichtbar in das Gehäuse gewandert. Nikons erste AF-SLR-Kamera mit der neuen AF-Technik wurde in der F-501 verwirklicht. Nikon entschied sich (anders als etwa Canon) für ein System, bei dem auch die manuellen Objektive weiterverwendet werden konnten. Das ursprüngliche Bajonett wurde beibehalten. In der professionellen F-Serie fand die AF-Technik dann 1988 in der Nikon F4 Anwendung, auf die dann 1996 die Nikon F5 folgte. 1999 kam die Nikon F100 auf den Markt – eine in einigen Funktionen abgespeckte F5, auf der auch Nikons erste digitale Profi-SLR-Kamera D1 basiert, welche weiterhin das F-Bajonett verwendet. Bereits voher gab es ab 1994 in der E-Serie digitale Spiegelreflexkameras in Kooperation mit Fuji, deren Konzept nach Erscheinen der D-Serie nicht mehr weiterverfolgt wurde. Das Jahr 1999 ist auch ein Jubiläum für den Nikon-Kamerabau: fünfzig Jahre zuvor (1949) stellte Nikon die erste Kleinbild-Kamera und vierzig Jahre zuvor (1959) die erste Kleinbild-SLR-Kamera vor. Anfang 2004 begann mit der Einführung der digitalen Spiegelreflexkamera Nikon D70 auch bei Nikon die Ära der Digitalspiegelreflexkameras mit einem Preis unter 1000 Euro.

Während im Oktober 2004 Nikon neben der digitalen Profikamera Nikon D2X mit 12,4 Megapixeln Auflösung, noch ihr analoges SLR-Flaggschiff Nikon F6 vorstellt, gibt das Unternehmen im Januar 2006 bekannt, das analoge Fotoprogramm weitgehend einzustellen. Damit konzentriert sich Nikon nun voll auf den digitalen Fotomarkt.

Nikon Coolpix ist eine Marketingbezeichnung für eine Modellreihe von digitalen Kompaktkameras der Firma Nikon, die seit 1997 hergestellt wird. Die interne Typenbezeichnung der Modellreihe ist „E-Serie“; so heißt beispielsweise die Nikon Coolpix 8800 eigentlich Nikon E-8800.

Digital Imaging


Nikon produziert seit 1988 professionelle Digitalkameras (Prototyp Nikon SVC 1986, Nikon QV-1000C 1988, ab 1994 Kooperation mit Fujifilm und Fertigung der Modellreihe Nikon Fujix, seit 1999 Kameras der D-Serie), ist jedoch erst seit etwa 1997 am Markt mit Consumer-Digitalkameras vertreten (Nikon Coolpix E-100, Nikon Coolpix E-300).

Neben Aktivitäten im Marktsegment der Digitalkameras produziert Nikon Film- und Diascanner (Coolscan-Serie), jedoch keine Fotodrucker oder sonstige Peripheriegeräte für PCs.

Sonstige optische Geräte

Nikon bietet ein sehr umfangreiches Angebot an Ferngläsern, Laser-Entfernungsmessern, Beobachtungsfernrohren (Spektive) und Zielfernrohren an. Weitere wichtige Geschäftsfelder des Unternehmens sind die Fertigung von Mikroskopen für den wissenschaftlichen Bereich und die Produktion von komplexen optischen Systemen für die Qualitätssicherung, die Vermessungstechnik und die Herstellung von Halbleiterbauelementen. Nikon ist darüber hinaus auf einigen Märkten als Anbieter von Brillengläsern aktiv.
[bearbeiten] Stückzahlen

Bis zur Abkündigung der Analogkameras hatte Nikon einen erheblichen Anteil am Gesamtmarkt, der sich inzwischen zu den Digitalkameras hin verschoben hat.

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Siehe auch

* Nikon-Messsucherkameras (Film)
* Nikon-Manuellfokus-Spiegelreflexkameras (Film)
* Nikon-F-Serie Autofokus-Spiegelreflexkameras (Film)
* Nikon-D-Serie Digitale Spiegelreflexkameras



Quelle



Teile des Artikels inklusive Bilder entstammen dem Artikel Nikon der de.wikipedia.org. Dort findest Du Informationen über Autoren und Lizenzen.

Einzelnachweise
Literatur

* Peter Braczko: Das neue große Nikon Handbuch. Kameras, Objektive, Zubehör. 368 Seiten. Hück: Wittig Fachbuch 1999, ISBN 3889841112
* Peter Braczko: Nikon Faszination. 412 Seiten – Wittig Fachbuchverlag 1992, ISBN 3889840477
* Rudolf Hillebrand und Hans-Joachim Hauschild: Nikon Kompendium. Das Handbuch der Nikon-Fototechnik. 208 Seiten. Gilch Verlag Photographie 1991, ISBN 3933131332

Weblinks





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Beitrag Forum: Fotowiki   Geschrieben: So, 30. Dec 2007 15:06   Titel: Dovima

Dovima

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Dovima, fotografiert in den 1950er Jahren von Edgar de Evia für eine Pelzwerbung



Dovima (* 11. Dezember 1927 in New York, New York; †3. Mai 1990 in Fort Lauderdale, Florida; eigentlich Dorothy Virginia Margaret Juba) war ein US-amerikanisches Fotomodell. In den 1950er Jahren gehörte sie neben Lisa Fonssagrives, Sonny Harnett, Dorean Leigh, Suzy Parker und Jean Patchett zu den bekanntesten und bestverdienenden weiblichen Models.


Leben

Kindheit und Entdeckung als Fotomodell

Dovima, irisch-polnischer Abstammung, wurde 1927 in New York als Dorothy Virginia Margaret Juba geboren und wuchs in Jackson Heights, im New Yorker Stadtteil Queens auf. Die Tochter von Peggy und Stanley Juba, eines Polizisten in Manhattan, litt im Alter von zehn Jahren unter rheumatischem Fieber, woraufhin sie von ihrer Mutter die nächsten Jahre über gepflegt wurde. Doe, wie sie von ihrer Familie gerufen wurde, fing während ihrer Bettlägerigkeit mit dem Malen an und verständigte sich per Telefon mit anderen kränkelnden Kindern. Sie erfand zu dieser Zeit einen imaginären Freund namens Dovima, ein Wortspiel aus den jeweils zwei Anfangsbuchstaben ihrer drei Vornamen, den sie später als Künstlernamen verwenden sollte. Ihr erster Ehemann Jack Golden lebte als Nachbar im selben Haus wie sie. Bleich und tollpatschig wie sie war, hielt sie sich nie für eine wunderschöne Frau, wie sie später berichtete.

1949 wurde die Angestellte eines Süßigkeitenladens beim Verlassen eines manhattaner Automatenrestaurants von einer Mitarbeiterin der Modezeitschrift Vogue angesprochen, die sich danach erkundigte, ob sie jemals als Fotomodell gearbeitet hätte. Daraufhin wurde sie zu Probeaufnahmen eingeladen und schon einen Tag später von dem bekannten Fotografen Irving Penn abgelichtet. Dovima, wie sie sich von nun an nannte, schloss während der Arbeit mit Penn stets ihren Mund, da ihr seit der Kindheit ein Stück eines Vorderzahns fehlte. Doch gerade dieser Umstand war es, der die Aufnahmen so mysteriös erscheinen ließ und weshalb ihr Lächeln mit dem der Mona Lisa verglichen wurde. Schon nach einem Jahr Arbeit als Fotomodell avancierte Dovima mit einer Gage von 30 US-Dollar pro Stunde zu den erfolgreichsten Models der Agentur Ford. Später sollte sich der Verdienst der US-Amerikanerin, die als Symbol der Ãœberkultiviertheit gefeiert wurde, sogar noch verdoppeln. Dovima arbeitete in den 1950er Jahren mit allen wichtigen Fotografen zusammen und erschien fünfhundert Mal auf den Titelseiten aller wichtigen Modemagazine. Eine enge Zusammenarbeit verband sie mit dem Fotografen Richard Avedon, der sich rückblickend an sie als eine der letzten großen eleganten, aristokratischen Schönheiten erinnerte. Mit Avedon nahm sie im August 1955 für Harper's Bazaar ihr bekanntestes Foto auf, „Dovima with the Elephants“. Das Bild entstand im Pariser Cirque d'hiver und zeigt die fragil wirkende Dovima zwischen zwei Zirkuselefanten, wobei sie eine schwarze Robe mit weißer Schärpe von Dior trägt, das erste entworfene Abendkleid des damals noch unbekannten Assistenten Yves Saint Laurent. Kopien des Bildes sind heute im Besitz des Metropolitan Museum of Art und Museum of Modern Art in New York.

Ausklang der Modelkarriere

1957 feierte die 1,73 m große Dovima mit dem Part des unterbelichteten Fotomodells Marion in Stanley Donens Ein süßer Fratz ihr Debüt als Schauspielerin. Der Film, 1958 viermal für den Oscar nominiert, basiert lose auf dem Leben von Richard Avedon und erzählt die Geschichte eines erfolgreichen Modefotografen (gespielt von Fred Astaire), der sich auf der Suche nach einem neuen Frauentyp in eine junge Buchhändlerin (Audrey Hepburn) vernarrt. Knapp fünf Jahre später schied Dovima 1962 mit 35 Jahren aus dem Modelgeschäft aus mit der Begründung, sie wolle nicht warten, bis die Kamera sich grausam gegen sie richten würde. Während sie später eine eigene Modelagentur führte, etablierte sich nach ihr der Londoner „young junior look“ mit Jean Shrimpton, Twiggy und Penelope Tree als deren bekannteste Vertreter.

Dovima, die eine Leidenschaft für Comicbücher besaß, war dreimal verheiratet. Von Jack Golden ließ sie sich gegen Ende der 1950er Jahre scheiden. Ab 1957 war sie in zweiter Ehe mit Allan Murray verheiratet, dem sie wie schon ihrem Gatten zuvor die Verwaltung ihrer gesamten Finanzen anvertraute. Die Verbindung, aus der die gemeinsame Tochter Allison hervorging, war von Gewalt geprägt und zerbrach in den 1960er Jahren, als Dovima nach Los Angeles zog, um sich als Schauspielerin zu etablieren. Sie verlor in dieser Zeit das Sorgerecht für ihre Tochter an ihren Ex-Ehemann und auch eine Karriere in Hollywood scheiterte, als sie über Auftritte in Fernsehspielen wie die des Kraft Suspense Theatres und der Serie The Man from U.N.C.L.E. (beide 1964) nicht hinauskam. 1974 zog Dovima nach Fort Lauderdale, Florida, um nahe bei ihren Eltern sein zu können, die sich dort zur Ruhe gesetzt hatten. Hier verdiente sie sich ihren Lebensunterhalt mit Gelegenheitsarbeiten wie dem Verkauf von Kosmetika und einem Posten als Hostess in der örtlichen Pizzeria The Two Guys, der sie auch als Maskottchen für ein Softball-Team diente. 1983 heiratete sie, zum dritten Mal, den Barkeeper West Hollingsworth, der 1986 an Krebs verstarb. Von diesem Verlust erholte sich Dovima nicht. Im Jahr 1990 erlag sie im Alter von 62 Jahren einem Leberkrebsleiden.


Weblinks






Fußnoten


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Beitrag Forum: Fotowiki   Geschrieben: So, 30. Dec 2007 14:35   Titel: Arbeitsblendenmessung

Die Arbeitsblendenmessung ist in der Fotografie die Messung des Lichtes bei demjenigen Blendenwert, der auch bei der folgenden Aufnahme verwendet wird.

Die Lichtverhältnisse werden per Arbeitsblendenmessung bei einäugigen Spiegelreflexkameras bei abgeblendetem Objektiv gemessen (auf die vorgewählte Blende geschlossen), während bei offener Blende scharfgestellt (fokussiert) wird. Zumeist existiert an entsprechenden Kameras eine Taste, die die Blende auf den vorgewählten Wert mechanisch schließt und zugleich elektrisch die Belichtungsmessung aktiviert. Mit einem Anzeigeinstrument, meist als Lichtwaage ausgeführt, wird das Messergebnis angezeigt und ins Sucherbild eingespiegelt.

Bei einigen Sucherkameras, etwa der Minox 35 Reihe, wird die Arbeitslendenmessung mittels einer geeigneten Dimmerung der objektivparallelen Belichtungszelle simuliert.

Die Arbeitsblendenmessung ist Vorläufer der Offenblendmessung. Bis in die 60-er Jahre des 20. Jahrhunderts war sie alternativlos. Vorteil dieser Arbeitsblendenmessung ist bei Spiegelreflexkameras, dass neben der korrekten Belichtung auch die Schärfentiefe der Aufnahme infolge der geschlossenen Blende beurteilt werden kann. Hochwertige Kameras erlauben meist alternativ beide Messmethoden.

Die Offenblendmessung setzt eine korrekte Simulation der bei der Aufnahme verringerten Lichtstärke voraus. Die Möglichkeit der Offenblendmessung war in den 70-er Jahren eines der schlagkräftigsten Verkaufsargumente für entsprechend ausgestattete Spiegelreflex-Kameras. Für Offenblendmessung ausgerüstete Kameras besaßen anfangs stets noch einen Abblendknopf zur Schärfentiefe-Kontrolle, der jedoch bei einfacheren Modellen und insbesondere bei modernen Kameras mit Autofokus häufig wegrationalisiert wurde.


Siehe auch


Belichtungsmessung


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