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Die Suche hat 16 Beiträge gefunden.
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Beitrag Forum: Off Topic   Geschrieben: Do, 20. Jul 2017 17:48   Titel: Bei Einer Moden-Show Die Neue Kamera Austesten?

Hey Leute,

ich bin recht neu hier und hoffe, den einen oder anderen Tipp von euch zu bekommen. Also ich fang mal direkt an, denn ich brauche mal ein paar Meinungen. Bei mir in der Umgebung gibt es einige Modeläden, die ihre eigenen Kreationen auch auf dem Laufsteg präsentieren. Sicherlich nicht so professionell, wie man es in Mailand und so kennt, aber für den Laien ist das eine schöne Sache.

Nun habe ich mich schon das eine oder andere Mal in die Zuschauerreihen gesetzt und Fotos mit einer Kompaktkamera geschossen. Die Erlaubnis dazu hatte ich, aber ich bin mit den Ergebnissen nicht zufrieden. Zwar sehen die Fotos hier ganz schön aus, aber die sind verbesserungsfähig. Wie kann ich das Optimum bei einer solchen Kamera rausholen? Habt ihr ein paar Tipps für mich?
Beitrag Forum: Praktica-Forum   Geschrieben: Sa, 06. Jul 2013 20:15   Titel: Video-Aufnahme Mit Luxmedia 18-Z36C Ohne Ton

Ich habe heute erstmalig mit der Luxmedia 18-Z36C Videoaufnahmen (Außenaufnahmen) gemacht. Die Videos sind OK, aber der Ton fehlt, obwohl es während der Aufnahmen recht laut zuging (Kindergartenfest).

Um festzustellen, ob das in der Kamera integrierte Stereomikrofon überhaupt funktioniert, habe ich versuchsweise eine video-Aufnahme im Innenraum gemacht. Trotz lauter Aussprache, ist die aufgenommene Stimme nur extrem leise zu hören.

Wie lässt sich das Problem lösen?

Für helfende Tipps im Voraus besten Dank.
Beitrag Forum: Fotowissen   Geschrieben: Do, 16. Jun 2011 08:19   Titel: S/W DIA Entwicklung

Hallo zusammen!

Da ich in nächster Zeit mich ein wenig mit S/W DIAs beschäftigen wollte und hier die Anzahl der Labore die soetwas entwickeln doch recht eingeschränkt ist wollte ich mal nachfragen, ob jemand Erfahrung mit der Entwicklung solcher DIAs hat.
Gibt es emfehlenswerte Labore?
Kann man das vielleicht auch selber zu hause machen (auch wenn man bisher mit dem Entwickeln keine Erfahrung hat)?

Vielen Dank für eure Meinungen im Voraus!

Gruß

Dirk
Beitrag Forum: Praktica-Forum   Geschrieben: Sa, 30. Apr 2011 16:58   Titel: Re: Pentacon Objektiv 4/300

Billig würde ich das Objektiv nicht nennen. Preisgünstig ist es. Ich finde, es hat eine beachtliche optische Leistung.
Nunja, da hier die Tips ziemlich übel ausfallen, würde ich mich gern zur Hilfe anbieten.
Ich habe mittlerweile recht viel Erfahrung mit diesem und ähnlichen Objektiven und ihrer Reparatur. Entweder könnte ich Tips geben oder für Versandkosten + etwas Trinkgeld das Objektiv entgegennehmen und reparieren. Erfolg kann ich freilich nicht garantieren, aber eigentlich sollte das schon klappen. Das 4/300 öffne ich mittlerweile fast blind. ;)

Da ich dem Fragensteller leider keine Private Nachricht schicken kann, würde ich darum bitten, dass er sich bei mir meldet - falls das Thema noch aktuell ist.

Vielleicht kann auch ein Administrator eine Mail an ihn weiterleiten oder so?

Grüße
Beitrag Forum: Praktica-Forum   Geschrieben: Sa, 01. Jan 2011 17:42   Titel: Re: Fragen Zur Praktica DCZ 5.8

Danke, und dir auch ein frohes neues Jahr!

Ich habe gerade deinen Rat befolgt. Aber ich denke mal auf eine Antwort muss ich mindestens bis Montag warten.

An den Bildern kann ich nicht so recht erkennen ob sie schlechter sind, aber zur Zeit sind ja extrem schlechte Bedingungen für Testbilder.

Wenn ich Antwort bekomme, setze ich das hier rein, vielleicht ist ja noch jemand daran interessiert.
Beitrag Forum: User-Stammtisch   Geschrieben: So, 28. Dec 2008 10:14   Titel: Gedanken Eines Anfängers

Gedanken eines Anfängers

Tolle Fotos sind ja schön.....sollte ich auch mal versuchen,kann ja wohl nicht so schwer sein.Die kochen auch nur mit wasser....
Okay,ich hol mir eine Kamera.So teuer sind die dinger ja auch nicht mehr.aber welche?Naja,wofür hab ich internet,stehen ja genug Infos drin.
Gesagt getan,Der Anfänger kauft sich eine Kamera.Und Objektive.Und eine Tasche.Und ein Stativ.Und................Uiuiui da kommt aber einiges zusammen.
Egal,jetzt hab ichs angefangen jetzt ziehe ichs auch durch.Wird eben an anderer stelle gespart.endlich hab ich alles zusammen was ich brauche.Gottseidank!

So,jetzt suche ich mir erstmal ein Forum.Gibt ja schliesslich genug davon.Schliesslich möchte ich auch meine Bilder zeigen.Die sollen bewundert werden.wow was werden die alle begeistert sein über meine aufnahmen.Bin es ja schliesslich selber schon.Obwohl ich noch gar keine gemacht habe.

Guck mal da,die schreiben sogar Kommentare zu meinem Bild.Das finde ich ja klasse.Gefällt mir.Da melde ich mich mal flugs an.Super.Der Anfänger meldet sich in einem echten Fotoforum an.Und die Bilder.Wow,da sind aber schöne Bilder dabei.Der pure Wahnsinn.Naja,wird ja wohl nicht so schwer sein.Meine werden noch besser das steht mal fest.Der Anfänger schaut begeistert die Bilder an und schreibt seine ersten Kommentare!

Upps,ist aber auch nicht so einfach.Was schreib ich denn jetzt?Wie,unscharf?Ich seh das nicht.Wirklich unscharf?Naja,wenn mein vorgänger das so sieht wirds wohl stimmen.Eigentlich bin ich ja gar nicht so erfahren um schon meine Meinung sagen zu können.Egal.muss ich ja auch mal lernen,ich orientiere mich einfach an den anderen mitstreitern.

Die Meinungen sind ja zum glück subjektiv.Jeder hat da seine eigene.Und das ist gut so.So,und jetzt ziehe ich mal los.Am besten zuerst in den Zoo.Habe viele Bilder gesehen die da entstanden sind.Werde ich ja wohl auch mit links hinkriegen.Was die können kann ich auch,werdet ihr sehen.
Der Anfänger geht zum Zoo.Vor dem Löwengehege.Na los du blöder Löwe,beweg dich,reiss mal dein maul auf,gähn mal kräftig.Ich will ein super Foto.Ein wo die nachwelt noch staunt drüber.Na,vielleicht klappts heute nicht.Geh ich doch mal zu den Affen.Nur zwei aufnahmen vom Löwen.Da hatte ich eigentlich mit mehr gerechnet.

Bei den affen siehts auch nicht besser aus.Keine Aktion,keine Motive.Vielleicht mache ich was falsch?Aber was?Halt,ich habe noch nicht diesen besonderen Blick?Ist doch alles Quatsch.Ich gucke doch genau wie alle anderen.Blödsinn.Oder ist doch was dran?Mein Gott wo haben die im Forum nur ihre ganzen tollen Bilder her?

Da stimmt doch was nicht.Schnauze voll,ich geh nach hause.Vielleicht klappts nächste woche.Schliesslich fotografier ich ja jetzt.40 Bilder gemacht und dafür 2Stunden im Zoo rumgegammelt.Na ich weiss nicht.Wie nehmen die denn so einen Eisvogel auf.Warten die bis das er mal vorbeikommt.Wahnsinn.Aber das sind die Fotografen die es ein bischen übertreiben glaube ich.Zum glück gehöre ich ja nicht dazu.

Der Anfänger sitzt wieder vor dem Computer.ohje,scheint doch etwas schwieriger zu sein wie ich dachte.Vielleicht sollte ich erst mal mein Hintergrundwissen aufbauen.Mich erst einmal mit den neuen Herausforderungen vertraut machen.Was ist denn eine iso,was bewirkt die Blende,was ist der crop faktor,und was ist denn..........Genau so mache ich es.Ganz langsam und vernünftig an die sache rangehen.Anscheinend haben die leute doch recht wenn sie sagen das es vielleicht doch nicht ganz so einfach ist gute bilder zu fotografieren.

Man braucht eben doch einen "guten Blick"für das passende Motiv.
Man braucht eben doch eine ganze Portion an ausdauer beim ansitz auf ein "wirklich gutes Foto"
Man braucht eben doch ein gewisses Verständniss für die "technischen zusammenhänge"
Man muss vielleicht wirklich seine Umwelt mit "anderen Augen betrachten"

So,und jetzt muss ich leider abbrechen.Ich muss noch in meinem neuen Buch stöbern.Da steht einiges wissenswertes drin über das fotografieren.Tschüss leute und bis zum nächsten mal.
Beitrag Forum: Off Topic   Geschrieben: Sa, 27. Dec 2008 14:16   Titel: Re: Vorstellung

hallo tackleschlepper,

danke, daß du den Weg zu uns gefunden hast. Ich begrüße Dich recht herzlich bei unserem "Projekt". Wir versuchen unseren Usern ein reichhaltiges Angebot rund um das Thema Fotografie zu präsentieren.

Du kannst u.a. Dein eigenen Weblog erstellen, Dich am Forum oder der Fotowikibeteiligen. Zudem kannst Du auch Deinen eigenen Postershopbei uns präsentieren.

Und natürlich soll eines ganz sicher im Mittelpunkt stehen: 1. eigene Bilder hochladen und diskutieren und 2. Kontakte mit anderen Fotogtrafen knüpfen.

Und was noch ganz wichtig ist: Bei Verbesserungsvorschlägen,Kritik und Anmerkungen oder bestimmten Wüschen.... sagt es uns!!

Dir noch viel Spass bei optisches-werk.de und immer gut Licht.

der Thyno
Beitrag Forum: Menschen allgemein   Geschrieben: Do, 16. Oct 2008 21:24   Titel: Street-Fotografie, was ist das?

Street-Fotografie, was ist das?


Die Streetfotografie ist eine dokumentarische Fotografie, die sich überschneidet mit Teilen der Portrait- und Event-Fotografie.

Zu Eigen ist der Streetfotografie, dass sie ungekünstelt ist, beobachtend das Geschehen um sie herum zum Thema macht und exemplarische Szenen herausgreift.
Dabei wiegt der "Inhalt", also die Bildaussage weit mehr als technische Gegebenheiten, wie beispielsweise Bildschärfe, korrekte Belichtung mit Zeichnung in allen Bildbereichen, etc.

Street ist meist direkt und nah, sollte immer authentisch und ungestellt sein. Sie konzentriert sich auf einen bestimmten Aspekt oder Moment, der dann festgehalten wird.
Ein Aspekt, der die Streetfotografie problematisch macht, ist zum Teil die Diskussion um das "Recht am eigenen Bild", sowie die scheinbar grenzenlose Ausweitung des Themas auf alle Bereiche des Lebens. Streetfotografie ist in erster Linie Dokumentation des Gesehenen. Es sind "Schnappschüsse", Momentaufnahmen, usw.

Tips
Sinnvoll ist es vor Ort die Belichtung zu prüfen. Also die Kamera so Voreinzustellen, dass unter sämtlichen Bedingungen die Aufnahme gelingt. Also wählt man eine ISO-Einstellung, die selbst in Schattenbereichen eine ausreichend schnelle Belichtungszeit, je nach Brennweite, ermöglicht.

Unterbelichten, um das Bild nicht durch zu helle Bereiche (gerade bei Sonne wichtig) schon beim Fotografieren zu "zerstören".

Bsp. - 2/3 Blende unterbelichtet, das verringert auch die Verschlusszeit
Bsp. Blende 4 ist sehr gut geeignet

Über Brennweiten lässt sich keine Regel beschreiben.
Authentische Fotos gibt es mit einer Brennweite von 50mm.
Aber auch 70-200mm oder 100-400mm ist kein Problem.
Die verwendete Brennweite richtet sich fast danach, wie "skrupellos" ein Streetfotograf ist.
Bei 50mm muss man an das Motiv schon sehr nahe heran. Die Ergebnisse sind dafür sehr authentisch, weil das Bild dem Sehen des Menschen nahe kommt.
Größere Brennweiten erlauben dafür eine Abgeschiedenheit des Fotografen. Er wird vom Motiv kaum bemerkt. Das Bild bleibt ungekünstelt.

Umgang mit Personen als Hauptmotiv
Dies ist ein nicht ganz einfaches Thema, denn generell gilt "Das Recht am eigenen Bild". Personen, die nicht in der Öffentlichkeit stehen (Prominente), haben das Recht am eigenen Bild, wenn sie eindeutig zu identifizieren sind.
Streetfotografie muß nicht Personen beinhalten. Es kann auch nur die Dokumentation eines Strassenzugs sein, Tiere, Fahrzeuge, etc.

Fazit
Streetfotografie ist eine spannende, anspruchsvolle Sparte der Fotografie. Selbst am gleichen Ort gibt es immer wieder lohnende neue Motive. Sie fördert die Kommunikation und schult das Sehen.
Beitrag Forum: Fotowiki   Geschrieben: Mi, 30. Apr 2008 11:28   Titel: Nachtfotografie


Nachtfotografie/Nachtaufnahmen


Nachtaufnahmen oder auch Nachtfotografien wird ein Bereich der Themenfotografie bezeichnet, bei dem fotografische Aufnahmen bei speziellen Lichtverhältnissen – in der Dämmerung, bei Anbruch der Nachtstimmung sowie in Form von Langzeitbelichtungen in der Nacht unter Verwendung von Belichtungszeiten von einigen Sekunden bis Minuten durchgeführt werden. Sie bilden eine besonders schwierige Gruppe von fotografischen Aufnahmen. Die bevorzugten Motive sind Architektur, Stadtansichten oder Landschaften. Nicht selten werden auch Himmelsobjekte in das Motiv mit einbezogen, so dass der Übergang zur Astrofotografie fließend ist. Verwandte fotografische Genres sind die Astro- und die Landschaftsfotografie, in denen ähnliche Arbeitstechniken und Bildgestaltungen verwendet werden.

In Nachtfotografien treten aufgrund der relativ langen Belichtungen (einige Sekunden bis Minuten) fotografische Effekte wie der Schwarzschildeffekt (in der analogen Fotografie) oder vermehrtes Rauschen (in der digitalen Fotografie) in Erscheinung (siehe Abschnitt Erläuterung einzelner Effekte).

Voraussetzung für Nachtfotografien ist ein sicherer Stand der Kamera, hier bietet sich die Nutzung eines Stativs an. Lichtstarke Wechselobjektive helfen bei der Bildgestaltung, da sie ein vergleichsweise helles Sucherbild ermöglichen. Hochempfindliche Filme können eingesetzt werden, um den Schwarzschildeffekt zu reduzieren, häufig wird jedoch mehr Wert auf die bessere Schärfe, geringere Körnigkeit und kräftigere Farbwiedergabe normalempfindlicher Filme gelegt. Eine besonders attraktive Zeit für Nachtfotografien ist die so genannte Blaue Stunde, also die Dämmerung.

Aus technischer Sicht sind auch die meisten Fotografien von Sonnenuntergängen zu den Nachtaufnahmen zu zählen. Verglichen mit anderen fotografischen Genres kennzeichnen Nachtaufnahmen folgende Merkmale, die auftreten können, aber nicht alle müssen:
  • wenig Licht (z. B. während der so genannten Blaue Stunde),
  • Kunstlicht mit unsicherer Bestimmung der Farbtemperatur,
  • Verwendung aufwändigerer Technik als sonst üblich.


Die Available-Light-Fotografie ist im Gegensatz zu Nachtaufnahmen nicht an Tageszeiten gebunden. In der Available-light-Fotografie werden vergleichsweise kurze Belichtungszeiten verwendet. Ihr gestalterisches Ziel ist das Einfangen der Lichtstimmung vor Ort auch tagsüber z. B. in geschlossenen Räumen, ohne Zuhilfenahme zusätzlicher Lichtquellen wie Blitzlicht.



Besonderheiten


Bei Nachtaufnahmen sind einige Besonderheiten zu beachten, die sonst nicht oder weniger intensiv auftreten:

  • Filmkorn bzw. Bildrauschen
  • Lichthof
  • Schwarzschildeffekt


Gerade bei Nachtaufnahmen erreicht man oft enttäuschende Ergebnisse, weil das fertige Bild nicht die Stimmung wiedergibt, die man selbst erlebt hat. Dies betrifft insbesondere Farbtemperatur und Filmkorn bzw. Rauschen sowie Bildunschärfen wegen der sehr langen Belichtungszeiten und großen Blendenöffnungen.

Filmempfindlichkeit

Dabei ist es unerheblich ob man analog oder digital fotografiert: Es gibt sowohl hochempfindliche Filme als auch ebenso lichtempfindliche Digitalsensoren (handelsüblich derzeit bis ISO 3200/36° ohne Push-Entwicklung). Im Gegensatz zur Available-Light-Fotografie wird man für Nachtaufnahmen meist jedoch aufgrund der höheren Farbsättigung und des geringeren Korns niedrigempfindliche Filme einsetzen; dabei muss allerdings der Schwarzschildeffekt in der Belichtungszeit kompensiert werden.


Farbwiedergabe


Aufgrund der Fähigkeit der menschlichen Wahrnehmung zur chromatischen Adaption können Menschen die exakte Farbtemperatur einer Lichtquelle nicht objektiv beurteilen; die subjektiv wahrgenommene Farbstimmung weicht darüber hinaus auch von der Sensibilisierung der fotografischen Emulsion bzw. vom automatischen Weißabgleich der Kamera ab, da diese auf standardisierte „Normalbedingungen“ eingestellt sind; bei Nachtaufnahmen kommt in der Praxis häufig noch als zusätzliche Problematik das Mischlicht aus Lichtquellen unterschiedlicher Farbtemperatur hinzu.

Objektivieren kann man diese Effekte nur mit Hilfe eines fotometrischen Belichtungsmessers (z. B. Gossen Mastersix in Verbindung mit Vorsatzgerät PROFi-color), wobei allerdings für exakte Messungen eine Lichtintensität von mindestens 10 Lux erforderlich ist (etwa 60-Watt-Glühbirne auf 1,5 Meter Entfernung in einem abgedunkelten Raum). Gerade unter den Bedingungen einer Nachtaufnahme wird es also für den Fotoamateur schwierig, die Lichtsituation objektiv zu bestimmen. Faustregeln gibt es nicht. Mit ein wenig Erfahrung und einer Farbtemperaturtabelle lassen sich jedoch die Wirkungen von Kunstlicht auf fotografische Emulsionen oder digitale Sensoren recht gut abschätzen.

Körnung und Rauschen

Die grobe Körnung eines fotografischen Films wird von manchen Fotografen gerne in Kauf genommen und als Effekt bewusst eingesetzt; legt man jedoch Wert auf eine feine Körnung und hohe Kantenschärfe, sollten Filme mit Empfindlichkeiten über ISO 200/24° unbedingt vermieden werden. Eine höhere Präzision der Belichtung erzielt man mit Diafilmen, während Negativfilme einen höheren Belichtungsspielraum bieten. Spezialfilme wie z. B. 'Kodak Professional Ektapress Film PJ800' können bis 6400 ASA belichtet werden und haben dabei eine noch akzeptable Körnung, die mit herkömmlichen 400-ASA-Filmen vergleichbar ist. Allerdings sind solche Filme und deren Entwicklung sehr teuer.

In der Digitalfotografie weisen nahezu alle aktuellen Kameramodelle ein Dunkelrauschen auf, das teilweise durch Algorithmen der Kameraelektronik kompensiert – oder auch verschlimmert – wird. Zu den besten Ergebnissen gelangt man mit Empfindlichkeitseinstellungen um 100 ASA in Verbindung mit dem jeweiligen Rohdatenformat der Kamera.

Das Rohdatenbild lässt sich dann bei der Bildbearbeitung mit speziellen Hilfsprogrammen wie Noise Ninja oder Neatimage, gezielt entrauschen und beispielsweise mit Photokit Sharpener oder FocalBlade nachschärfen. Soll das Rohdatenformat vermieden werden, hilft zweimaliges Belichten, zuerst mit offenem Verschluss und dann mit geschlossenem,so kann die Kamera das Rauschen teilweise herrausrechnen.


Erläuterung einzelner Effekte


Die folgenden Bilder wurden mit verschiedenen Aufnahmetechniken angefertigt und zeigen einige der vorher beschriebenen Effekte:

Unschärfe

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Passeig de Gracia in der Innenstadt von Barcelona


Aufnahmetechnik:

  • EXA Rheinmetall
  • 2,8/50 Festbrennweite
  • KodaChrome 25
  • f=5,6 / ca. 2 s


Obwohl die Kamera an eine Laterne gedrückt wurde, ist das Bild insgesamt unscharf, bei den Menschen erscheint unabwendbar Bewegungsunschärfe.

Farbtemperatur

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Tossa de Mar an der spanischen Costa Brava

Aufnahmetechnik:

  • Canon EOS 50 E
  • 1,8/50 Festbrennweite
  • Kodak Gold 100
  • f=2,0 / 1/15 s


Der Farbstich fällt besonders im rechten Bildteil auf. Das gesamte Bild wirkt wesentlich wärmer als es ursprünglich der Fall war. Die Beleuchtung der Burg erfolgt mit wärmeren Lampen als die Straßenbeleuchtung. Die Lampen wirken zwar wärmer, als sie in der Aufnahmesituation wahrgenommen wurden, dies wird aber im fertigen Bild meist als angenehm empfunden.

Lichthof

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Lichterträume im Familiengarten Eberswalde

Aufnahmetechnik:

  • Canon G5
  • f=8 / 1 s


Den Lichthof kann man bei allen im Bild sichtbaren Lichtquellen beobachten, besonders in der unteren Bildmitte und rechts beim roten Licht. Selbst die angestrahlten Blätter links oben überstrahlen.


Stimmung

Aufnahmetechnik:

  • Ricoh RDC-i 500
  • f=2,8 / 1/15 s


Das Originalbild gibt die (physikalisch) korrekten Farben wieder. Es wirkt etwas kraftlos, das Ergebnis ist nicht unbedingt befriedigend. Durch gezielte Farbkorrekturen am Computer kann die ursprünglich gesehene Stimmung bzw. eine übertriebene, kitschige Postkartenatmosphäre erreicht werden (Bilder 2 und 3).

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Sonnenuntergang in Dagebüll an der Nordsee, fast unbearbeitete Datei aus der Kamera

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Bild 2 - kanalgetrennte Tonwertkorrektur auf die tatsächlich vorhandenen Farbbereiche

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Bild 3 - kanalgetrennte Tonwertkorrektur mit drastischer Überbetonung des Rot- Kanals und Zurückdrängung von Grün und Blau


Aufnahmetechnik


Für Nachtaufnahmen ist sehr preiswerte Fototechnik nur bedingt geeignet. Die Kamera muss ein abschaltbares Blitzgerät besitzen und möglichst über ein Stativgewinde verfügen; bei Analogkameras sollte die Filmempfindlichkeit manuell einstellbar sein bzw. bei Digitalkameras eine manuelle Empfindlichkeitswahl möglich sein.

Als Notlösung kann man bei preiswerten Kameras den Blitz abdecken und darauf hoffen, dass die Kameraelektronik den Rest macht. Empfehlenswert ist der Belichtungsmodus manuell sowie manuelle Entfernungseinstellung, da einige Autofokus-Systeme in lichtschwacher Umgebung oft Probleme bereiten.

Lichtstarke Wechselobjektive unterstützen die Arbeit, da sie die manuelle Fokussierung mittels der Einstellscheibe vereinfachen, sie sind aber nicht zwingend erforderlich.


Weitere Beispielfotos




Hofkirche von Dresden



Am Festspielhaus Hellerau



Sternspuraufnahme mit Einbau von Landschaft



Flughafen Dresden


Siehe auch


  • Langzeitbelichtung
  • Chromatische Aberration
  • Dynamic Range Increase



Weblinks


Beitrag Forum: Makro und Stilleben   Geschrieben: Fr, 08. Feb 2008 16:43   Titel: Re: Bildserie Pharmazie (Presswerkzeug)

find die Pics recht gelungen, leider sind auf dem einen Bild mit Presswerkzeug (silber) irgend welche Staubteile ?
schöne Schärfeneinstellung : nah-unscharf, mitte-schraf, weit-unschraf find die bilder bekommen dadurch tiefe... (laienmeinung)
Beitrag Forum: Fotowiki   Geschrieben: Fr, 04. Jan 2008 21:59   Titel: Spiegelreflexkamera

Spiegelreflexkamera

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Als Spiegelreflexkamera bezeichnet man eine Bauart für einen Fotoapparat, bei der das Motiv zur Betrachtung vom Objektiv über einen Spiegel umgelenkt und auf einer Mattscheibe abgebildet wird. Grundsätzlich wird zwischen einäugigen (engl. SLR, Single-lens reflex camera) und zweiäugigen Spiegelreflexkameras (engl. TLR, Twin-lens reflex camera) unterschieden.

Spiegelreflexkameras mit digitalem Sensor werden meist kurz als DSLR bezeichnet.
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Eine EXA-Spiegelreflexkamera von 1953



Geschichte und Entwicklung

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aufgeschnittene Praktica

Das Spiegelreflex-Prinzip wird erstmals von Johann Zahn im Jahr 1686 beschrieben: Durch eine Linse gelangt ein Bild auf einen Spiegel, der das Bild auf eine waagerechte Einstellscheibe umlenkt.

Die erste Spiegelreflexkamera nach diesem Prinzip wurde 1861 von Thomas Sutton konstruiert. 1893 wurde ein Wechselmagazin für die Spiegelreflexkamera patentiert. Die erste in Deutschland hergestellte Spiegelreflexkamera war die Zeus-Spiegel-Kamera und stammte aus dem Werk von Richard Hüttig in Dresden.

Die erste in Großserie hergestellte SLR (Single Lens Reflex) war die EXA, gefertigt bei Ihagee in Dresden. Ebenfalls von dieser Firma stammte die erste Kleinbild-Spiegelreflexkamera der Welt, die Kine-Exakta, vorgestellt auf der Leipziger Frühjahrsmesse 1936. Ihr Konstrukteur war Karl Nüchterlein (1904–1944).


Funktionsweise

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Funktionsschema einer Spiegelreflexkamera

Bei einer Spiegelreflexkamera gelangt das Licht durch die Linse des Objektivs (1) und wird dann vom Schwingspiegel (2) reflektiert und auf die Einstellscheibe (5) projiziert. Mit einer Sammellinse (6) und durch die Reflexion innerhalb des Pentaprismas (7) wird das Bild schließlich im Sucher (8) sichtbar. Es gibt auch Spiegelreflexkameras, die anstelle eines Prismensuchers mit Pentaprisma (7) einen Lichtschachtsucher oder einen Porro-Spiegelsucher verwenden.

Während einer Aufnahme klappt (bei der Einäugigen Spiegelreflexkamera) der Spiegel nach oben (im Bild durch einen Pfeil gekennzeichnet) und der Verschluss (3) öffnet sich; das Bild wird dann nicht mehr in das Pentaprisma umgelenkt, sondern gelangt auf die Filmebene (4) bzw. den Film.

Bei einigen Sonderkonstruktionen wird anstelle des Schwingspiegels ein fest montierter, teildurchlässiger Spiegel oder ein Prisma verwendet, was bei motorbetriebenen Kameras erheblich schnellere Aufnahmefolgen erlaubt, allerdings auch ein dunkleres Sucherbild liefert und natürlich weniger Licht zum Film durchlässt.


Typen


Grundsätzlich werden zwei Typen von Spiegelreflexkameras unterschieden: ein- und zweiäugige Spiegelreflexkameras.
Zweiäugige Spiegelreflexkamera

Hauptartikel: Zweiäugige Spiegelreflexkamera

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Zweiäugige Yashica Mat 124 G

Die zweiäugige Spiegelreflexkamera (engl. Twin lens reflex, TLR) besitzt an ihrer Vorderseite immer zwei Objektive gleicher Brennweite. Hier wird durch das erste (untere) Objektiv der Film belichtet. Dieses Aufnahmeobjektiv hat immer einen Zentralverschluss. Das zweite (obere) Objektiv projiziert über einen Spiegel ein seitenverkehrtes Abbild auf eine Einstellscheibe. Häufig ist das Sucherobjektiv aus Kostengründen einfacher konstruiert, aber lichtstärker als das Aufnahmeobjektiv, um ein möglichst helles Sucherbild zu gewährleisten und die Scharfstellung zu vereinfachen. Über den Entfernungseinstellungsmechanismus werden beide Objektive parallel bewegt, so dass über die Einstellscheibe scharf gestellt werden kann.

Typische Vertreter sind Rolleiflex und Mamiya C, wobei nur noch die Rolleiflex in zwei Varianten für Mittelformat und einer für Minox-Kleinstbildformat hergestellt wird.

Dieser Kameratyp hat eine Reihe von Vorteilen:

* das Sucherbild ist immer sichtbar und wird nicht von der Arbeitsblende abgedunkelt;
* das Aufnahmegeräusch ist sehr leise und
* die Auslösung des Kameraverschlusses bewirkt praktisch keine Erschütterungen.

Dem stehen einige Nachteile gegenüber:

* aufwändige Objektive werden aus Kostengründen nicht realisiert, da sie doppelt erforderlich wären;
* es entsteht ein Parallaxenfehler, der besonders bei Nah- oder Makroaufnahmen bemerkbar ist, da die optischen Achsen der beiden Objektive gegeneinander verschoben sind.

Heute spielen zweiäugige Kameras nur noch eine untergeordnete Rolle, in erster Linie für Nostalgiker und Sammler. In der praktischen Fotografie haben sich einäugige Spiegelreflexkameras durchgesetzt. Einige Modelle zweiäugiger Spiegelreflexkameras mit durchaus hochwertigen Objektiven sind jedoch auf dem Gebrauchtmarkt zu Preisen erhältlich, die einen günstigen Einstieg in die Mittelformatfotografie ermöglichen.

Einäugige Spiegelreflexkamera

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Mittelformat-SLR mit Fischaugenobjektiv

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Einäugige Nikon F von 1969

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Yashica TL-ELECTRO: Manuelle Spiegelreflexkamera von 1975

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Kompakte Olympus IS 1000 von 1992

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Minolta srT303b

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Digitale Spiegelreflexkamera Konica Minolta Dynax 5D

Die einäugige Spiegelreflexkamera (engl. Single lens reflex, SLR) besitzt einen klappbaren Spiegel (Rückschwingspiegel) und meist ein Pentaprisma, seltener einen Lichtschacht, über der Einstellscheibe als Sucher. Vor und nach der Aufnahme wird das Bild über den Spiegel auf die Einstellscheibe projiziert und kann über das Pentaprisma seitenrichtig und aufrecht betrachtet werden. Erst im Moment der Aufnahme wird der Spiegel hoch- oder zur Seite geklappt, so dass er sich nicht mehr im Weg zur Filmebene befindet und der Film belichtet werden kann, wenn der Verschluss ausgelöst wird.

Der Hauptvorteil der einäugigen Spiegelreflexkamera liegt in der Möglichkeit, Wechselobjektive (z.B. Weitwinkel- und Teleobjektive) zu verwenden. Der Verschluss ist in den meisten Fällen ein Schlitzverschluss, der direkt vor der Filmebene liegt, damit die Austauschbarkeit der Objektive gewährleistet ist. Ausnahmen im Bereich der Mittelformatkameras (z. B. Hasselblad) nutzen eine Kombination aus Schlitzverschluss und Zentralverschluss, der im Objektiv enthalten ist.

Bedingt durch den Schwingspiegel gibt es einen recht großen Mindestabstand zwischen der Filmebene und der hintersten Linse des Objektivs. Bei kurzen Brennweiten (bei Kleinbild unterhalb ca. 40 mm) wird daher die Retrofokus-Bauweise eingesetzt, durch die die Objektive aufwändiger und teurer werden. Auch die Abbildungsqualität kann unter den zusätzlichen Linsenelementen leiden.

Da bei abgedunkelter Blende eine Bildbeurteilung auf der Einstellscheibe nur erschwert möglich ist, wurde die Offenblendenmessung entwickelt, mit der die am Objektiv vorgewählte Arbeitsblende erst kurz vor der Auslösung des Verschlusses automatisch eingestellt wird (sog. automatische Springblende, kurz: ASB). Während der Lichtmessung wird die Korrektur der Blende über eine spezielle Elektronik auf den Belichtungsmesser im Gehäuse übertragen oder es erfolgt eine Messung mit Arbeitsblende. Zur Beurteilung der Schärfentiefe kann die Blende bei einigen Geräten manuell auf den Arbeitsblendenwert geschlossen werden. Zur Beurteilung der Entfernungseinstellung ist dagegen die Offenblende optimal, da bei ihr die Schärfentiefe minimal ist.

Im Kleinbildformat 24 × 36 mm sind nur einäugige Spiegelreflexkameras gebräuchlich, im Mittelformat ab 45 × 60 mm haben sie die zweiäugigen weitgehend trotz ihrer deutlich höheren Preise verdrängt, weil sie hier vorwiegend im Profibereich eingesetzt werden und sowohl die fehlende Parallaxe als auch die freiere Objektiv- und Zubehörauswahl entscheidend ist.

Digitale Spiegelreflexkameras

Digitale Spiegelreflexkameras decken das mittlere bis obere Preissegment der Digitalkameras ab und wurden anfänglich meist von Berufsfotografen verwendet. Sie werden auch als DSLR oder D-SLR (Digitale-SLR) bezeichnet. DSLRs sind ihren analogen Pendants vom Aufbau her sehr ähnlich, doch statt eines Films beherbergen sie einen Bildsensor (CCD-, CMOS- oder Active Pixel Sensor), auf den das Licht fällt, nachdem der Spiegel hochklappt und der Verschluss sich öffnet. Durch das eingebaute Display ist ein sofortiges Betrachten der Fotos möglich, wodurch eine missratene oder fehlbelichtete Aufnahme – im Rahmen der Möglichkeiten, die die Qualität des Displays zulässt – sofort erkannt werden kann. Bei den meisten Kameras kann darüberhinaus ein Histogramm (Helligkeitsverteilung) eingeblendet werden, das die Untersuchung des Bildes auf Unter- bzw. Überbelichtung erleichtert und unabhängig von den Wiedergabeeigenschaften des Displays ist.

Wie bei den herkömmlichen Spiegelreflexkameras verwenden die meisten Hersteller auch hier ihre eigenen Objektivsysteme, weshalb sich DSLR-Benutzer auf eine Marke und damit auf ein System festlegen müssen. Meistens können jedoch bereits vorhandene Objektive eines Herstellers auch an dessen DSLR verwendet werden.

Hauptvorteil der DSLR im Vergleich zu ihren analogen Vorgängern ist die direkte Verfügbarkeit der Bilddaten, da auf die zeitraubende Entwicklung von Filmmaterial verzichtet werden kann.

Gegenüber den weit verbreiteten kompakten Digitalkameras haben DSLRs drei wichtige Vorteile:

* Man kann die Objektive auswechseln und somit einen Brennweitenbereich abdecken, der mit einem einzigen, fest eingebauten Objektiv nicht erreichbar ist. Verzeichnungsfrei (gnonomisch) abbildende Objektive sind für Brennweiten erhältlich, die an einer Kompaktkamera mit einem einzigen Objektiv einem 100-fach-Zoom entspräche. Hinzu kommen Spezialobjektive und weiteres Zubehör beispielsweise für die Makrofotografie.
* Die verwendeten Sensoren sind deutlich größer als die der Kompaktkameras und dadurch lichtempfindlicher und rauschärmer.
* Durch einen größeren Abbildungsmaßstab (bei gleicher Brennweite wird ein größerer Ausschnitt abgebildet: siehe Formatfaktor) können Bilder mit einer wesentlich geringeren Schärfentiefe fotografiert werden, wodurch man beispielsweise den Vorder- vom Hintergrund abgrenzen kann.

Durch den bei den meisten DSLRs verwendeten kleineren Bildsensor (vgl. mit Kleinbildfilm) wird ein kleinerer Bildwinkel genutzt, d.h. fotografiert man mit einem 50mm Objektiv an einer Kamera mit einem Formatfaktor (oft falsch als „Brennweitenverlängerungsfaktor“ bezeichnet) von 1,5 ist der Bildausschnitt so groß wie der eines 75mm Objektivs an einer Kleinbild-Spiegelreflexkamera.

Hauptnachteil vieler DSLRs ist der freiliegende Sensor, der über tausende Aufnahmen hinweg Staub aus der Umgebungsluft (Zoom-Objektive wirken wie Luftpumpen) und kleine Tröpfchen aus der Verschluss- oder Spiegelmechanik sammelt. Einige Hersteller gehen das Problem Staub marketing-wirksam an, gegen die internen Tröpfchen allerdings wird kaum etwas unternommen.

Manche Fotografen sehen DSLRs nur als eine Kompromisslösung an, weil bei den meisten Modellen konstruktionsbedingt keine Live-Vorschau des Bildes auf dem Display möglich ist. Seit März 2006 sind jedoch auch erste DSLR mit Vorschau auf dem Display verfügbar. Da das parallaxenfreie Sucherbild ohnehin der späteren Aufnahme entspricht und sich insbesondere die Schärfe und die Schärfentiefe im Spiegelreflexsucher wesentlich besser als am meist niedrig auflösenden Vorschau-Display beurteilen lässt, ist diese Vorschaumöglichkeit auf der elektronischen Anzeige nur als nützliche Ergänzung in einigen Aufnahmesituationen, nicht als notwendig einzuschätzen. Des Weiteren erwärmt sich der Sensor durch Live Vorschau weil er dauernd und nicht nur während der Aufnahme mit Strom versorgt wird, was zu höherem Rauschen führt.
[bearbeiten] Weblinks

* Systematische Übersicht zu fotografischen Kameras (Sortierung nach Kamerabauform und Hersteller)
* Frank Mechelhoff, Westdeutsche Kleinbildcameras – wie sie gegen die Japaner verloren (siehe auch hier)
* Henning Sußebach: „War das schön. Eine verzweifelte Liebeserklärung an die alte Spiegelreflexkamera.“ (Die Zeit vom 26. August 2004)


Quelle


Teile dieses Artikels (einschließlich Bilder) entstammen der deutschsprachigen Wikipedia. Der Artikel samt Autoren kann unter Wikipedia: Spiegelreflexkamera nachgelesen werden.

Kategorien: ...
Beitrag Forum: Fotowiki   Geschrieben: So, 30. Dec 2007 15:08   Titel: Goldener Schnitt

Der goldene Schnitt


Kompositionsbestimmende Motivteile und dominante Linien wie z.B. Horizontlinien sollten nicht in der Bildmitte positioniert werden. Bereits die alten Griechen kannten ein Teilungsverhältnis für Flächen und Strecken, das der Mensch als besonders harmonisch empfindet, den so genannten Goldenen Schnitt. Mathematisch genau lautet das ausgewogene Verhältnis für Strecken und Flächen 1 : 1,618.

Einteilung der Bildfläche nach dem Goldenen Schnitt


In der Praxis, beim Fotografieren, wird man sich mit einer solchen Zahl sicher schwer tun. Das annähernde Verhältnis 3:5 kann man sich leichter vorstellen. Teilen wir das Bildformat in der Waagrechten und in der Senkrechten in fünf gleiche Teile auf, so ergibt sich das unten gezeigte Gitter. Um die Bildmitte ergeben sich vier Schnittpunkte, die hier durch ein rotes + gekennzeichnet sind. Legen wir nun über jeweils zwei dieser Punkte horizontale und vertikale Linien, so bilden diese die Anhaltspunkte zur Bildaufteilung nach dem Goldenen Schnitt.


Grafik 1: Anhaltspunkte für die Bildgestaltung nach dem Goldenen Schnitt


Beispiele

Die Wirkung des Goldenen Schnittes soll hier mit sehr einfachen Grafiken, ohne störende Bildelemente, deutlich gemacht werden.

Im nebenstehenden Beispiel (Grafik 2) wurde das bildbestimmende Motiv, eine Kerze und eine Zitrone, in die Bildmitte gesetzt. Die horizontale Trennlinie, die hintere Kante des Tisches, liegt genau in halber Bildhöhe. Hierdurch wirkt der Bildaufbau sehr statisch und recht langweilig. Dies ist ein Fehler, den besonders Anfänger immer wieder machen.



Grafik 2: Motiv in der Bildmitte positioniert



Im zweiten Beispiel (Grafik 3) sind die Bildelemente nach der vereinfachten Regel des Goldenen Schnittes angeordnet.

Das bildbestimmende Motiv, die Kerze mit der Zitrone, wurden auf den Kreuzungspunkt der rechten und der unteren Linie gesetzt (vergl. Grafik 1 ganz oben). Die hintere Kante des Tisches wurden nach dem Teilungsverhältnis 3:5 auf die untere Linie positioniert. Diese Bildkomposition wirkt harmonischer und natürlicher auf uns, als die zentrale Positionierung.


Grafik 3: Motiv nach dem Goldenen Schnitt positioniert


Ein kleiner Unterschied mit großer Wirkung! Noch deutlicher wird die unterschiedliche Bildwirkung, wenn man die beiden Bildgrafiken nacheinander für sich alleine betrachtet.

Nun haben wir ganz oben in der Gitter-Grafik (Grafik 1) gesehen, dass es nach dem Goldenen Schnitt nicht nur je eine Linie zur Aufteilung nach rechts und unten, sondern auch Linien für die Positionen links und oben gibt; also insgesamt vier Möglichkeiten, die zur Wahl stehen. Welche sollten denn nun gewählt werden?

Man kann es wohl so formulieren: Es ist das Feeling des Fotografen gefragt. Einen global gültigen Merksatz für die richtige Entscheidung in allen Motivsituationen gibt es nicht. Zwei weitere Kompositionsbeispiele sollen aber zeigen, warum bei diesem Motivbeispiel die Position der Kerze unten rechts, wie in Grafik 3 gezeigt, wohl am günstigsten empfunden wird:

Es ist sicher unschwer zu erkennen, dass unser Kerzenmotiv und die Tischkante auf der oberen waagrechten Linie, so wie in Grafik 4, nicht optimal positioniert sind.

Die obere Waagrechte eignet sich mehr für Landschaftsaufnahmen, bei denen das Hauptmotiv im Vordergrundliegt und/oder eine gewisse Schwere (Erdverbundenheit) zum Ausdruck kommen soll. Gute Fotobeispiele zu allen Kompositions-Möglichkeiten sind auf den verschiedenen Webseiten des nfac zu finden.


Grafik 4: Motiv oben links positioniert


Die Position der Kerze unten links ist grundsätzlich denkbar. Es ist sicher kein gravierender Fehler, sie so anzuordnen.

Wir sind jedoch in unseren Kulturkreisen die Schreib- und Leserichtung von oben links bis nach rechts unten von kleinauf gewohnt. Unmerklich wird unser Blick i.d.R. beim Betrachten eines Bildes von links beginnen; auch wenn es nur Bruchteile von Sekunden sind. Wenn keine besondere Linienführung im unseren Blick lenkt, "arbeiten" wir ein Motiv ähnlich wie in Lesemanier ab; natürlich aber gelenkt von Motivelementen.

Grafik 5: Motiv unten links positioniert

Die rechts positionierte Kerze kommt unserer Lese- und Betrachtungsgewohnheit daher mehr entgegen. Sie bindet unseren Blick nicht gleich in der linken Bildseite, sondern steht wie ein kleiner Höhepunkt am Ende unseres "Betrachtungsstreifzuges". Dies mag bei der doch recht simplen Kerzengrafik nicht gleich augenfällig werden. Wenn man aber gefällige Fotografien mal unter diesem Aspekt analysiert, wird man recht häufig auf die Anwendung dieses Gestaltungsmerkmals treffen.
Last but not least

Weitere Tipps werden das Thema der Bildgestaltung unter anderen Aspekten beschreiben. Nicht jedes Foto kann vorbehaltslos nach dem Goldenen Schnitt gestaltet werden. Für erfolgreiche Fotografie ist es aber wichtig, die grundlegenden Gestaltungsmöglichkeiten zu kennen und anwenden zu können, so auch den Goldenen Schnitt.

Text & Grafiken (c) by Lothar Franz

© 1998-2007 nfac - Konzept

siehe auch
Beitrag Forum: Fotowiki   Geschrieben: So, 30. Dec 2007 14:51   Titel: Weißabgleich

Der Weißabgleich (engl. white balance, WB) dient dazu, die Kamera auf die Farbtemperatur des Lichtes am Aufnahmeort zu sensibilisieren. Die digitale Aufzeichnung von Bildern (Foto und Film) sowie die Videotechnik erlaubt – wie auch die analoge Technik – eine den Lichtverhältnissen angepasste Farbtemperatur.

Auch das menschliche Auge verfügt über diese Fähigkeit der chromatischen Adaption.



Ein Bild, im Rohdatenformat von Canon fotografiert und später auf vier verschiedene Arten den Weißabgleich gesetzt.








Im ersten Bild ist eine unter Kunstlicht aufgenomme Milchtüte mit verfälschten Farben zu sehen. Im zweiten Bild wurde in gleicher Lichtsituation vor die Milchtüte eine Graukarte zum manuellen Weißabgleich positioniert. Nachdem die Kamera entsprechend kalibriert wurde ist im dritten Bild eine korrekte Farbgebung zu erkennen




Vollautomatischer Abgleich



Beim vollautomatischen Abgleich (engl. automatic white balance, AWB) sucht die Kamera nach einer für sie weiß erscheinenden Fläche. Das kann funktionieren, wenn wirklich nahezu Weiß in ihrem Blickfeld ist. In Wirklichkeit ermittelt sie jedoch nur die hellste Stelle des Bildes, die naturgemäß im Original nicht unbedingt weiß gewesen sein muss. Die Folge davon sind Farbstiche, die nicht immer als künstlerische Verfremdung akzeptiert werden können. Der vollautomatische Weißabgleich versagt zum Beispiel häufig bei Aufnahmen im Dämmerlicht.

Halbautomatischer Abgleich


Hier wird eine Grundumgebung vorgegeben. Die Bestimmung von Weiß ist in diesem Fall nicht mehr gegeben, da die Kamera auf die vorhandene Beleuchtungsart voreingerichtet ist.

Beispielhafte Einstellmöglichkeiten:

* Tageslicht
* Kunstlicht
* Kunstlicht von Leuchtstoffröhren

Ein automatischer Weißabgleich kann bei einheitlichen Lichtsituationen akzeptable Resultate erzielen, bei Mischlicht (z. B. Tageslicht und Kunstlicht im Motiv) ist die Fehlerquote jedoch recht hoch.

Manueller Abgleich


Im ersten Bild ist eine unter Kunstlicht aufgenomme Milchtüte mit verfälschten Farben zu sehen. Im zweiten Bild wurde in gleicher Lichtsituation vor die Milchtüte eine Graukarte zum manuellen Weißabgleich positioniert. Nachdem die Kamera entsprechend kalibriert wurde ist im dritten Bild eine korrekte Farbgebung zu erkennen
Im ersten Bild ist eine unter Kunstlicht aufgenomme Milchtüte mit verfälschten Farben zu sehen. Im zweiten Bild wurde in gleicher Lichtsituation vor die Milchtüte eine Graukarte zum manuellen Weißabgleich positioniert. Nachdem die Kamera entsprechend kalibriert wurde ist im dritten Bild eine korrekte Farbgebung zu erkennen

Zum manuellen Weißabgleich hält man die Kamera formatfüllend auf eine möglichst weiße oder neutral graue Fläche in der zu filmenden oder fotografierenden Umgebung. Ein weißes DIN-A4-Blatt tut in den meisten Fällen diesen Dienst, wobei sinnvollerweise die Belichtung so weit zurückgenommen wird, dass keiner der Farbkanäle übersteuert. Da jedoch viele Papiere optische Aufheller enthalten, können sie der Kamera zu blau erscheinen, was nach dem Weißabgleich dann einen Gelbstich der Bilder zur Folge hat, daher ist eine so genannte Graukarte ideal. Nach Betätigung der entsprechenden Funktion kann der Kameraprozessor die richtige Farbtemperatur ermitteln.

Weißabgleichsreihen



Kameras im höheren Preissegment bieten die Funktion für Weißabgleichsreihen. Bei dieser Technik werden vom selben Motiv mehrere Aufnahmen mit verschiedenen Einstellungen für den Weißabgleich aufgenommen.

Softwarebasierter Weißabgleich


Moderne Software erlaubt sogar einen nachträglichen Weißabgleich mit recht guten Ergebnissen. Auch hierbei gibt es die beschriebenen Verfahren wie Vollautomatik, Halbautomatik und manuell. Beim manuellen Abgleichen per Software bestimmt man den Weißpunkt per Mausklick. Das kann bei komfortablen Programmen durch mehrere Punkte (Klicks) noch verfeinert werden, die dann einen Mittelwert ergeben.

Ein nachträglich durchgeführter Weißabgleich findet komplett verlustfrei statt, wenn die Bilder im kameraeigenen Rohdatenformat abgespeichert wurden. Das bedeutet, dass man die Wahl des Weißabgleiches für die Aufnahme des einzelnen Bildes nicht notwendiger Weise vor Ort vornehmen muss und den größtmöglichen Spielraum bei der Nachbearbeitung hat. Die zusätzliche Aufnahme einer Weißabgleichkarte oder Graukarte kann sich bei dieser Nachbearbeitung jedoch als nützlich herausstellen, da sich der notwendige Weißpunkt nicht in jedem Motiv finden lässt. Im Unterschied zum Rohdatenformat führt die Korrektur des Weißabgleichs einer Aufnahme, die im datenreduzierenden JPEG-Kompressionsformat gespeichert wurde, zu mitunter deutlichem Qualitätsverlust.

Weißabgleichkarte



Eine neutrale Weißabgleichkarte kann dabei als Referenz ähnlich einer Graukarte verwendet werden. Bei Verwendung einer Weißabgleichkarte gibt es keine Fehler wie bei den im nachfolgenden beschriebenen Ersatzlösungen, für Fälle, in denen keine genormte Referenz zur Hand ist.

In diesem wie in allen anderen Fällen des Weißabgleichs ist aber zu beachten, dass auch nach Durchführung des Abgleichs noch Unterschiede zwischen diversen Lichtquellen verbleiben: ein Weißabgleich bei bläulichem Licht führt beispielsweise dazu, dass bei den anschließenden Fotos dem gesamten Bild die Farbe blau entzogen wird, somit auch solchen Gegenständen, die eigentlich blau sein sollen. Dieser Effekt kann durch Verwendung einer Tageslichtlampe als Lichtquelle minimiert werden.

Siehe auch


* Belichtungsmessung
* Lichtplanung
* Chromatische Adaption

Weblinks


Wiktionary: Weißabgleich – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme und Ãœbersetzungen

* nachträglicher Weißabgleich mit Gimp (Gimps.de)
* http://www.digitalkamera.de/Tip/11/72.htm - Fototipp: Weißabgleich – braucht man den? (Digitalkamera.de)
* http://www.photographie.de/workshops/digitipp_04_03.cfm - Online-Workshops: Weißabgleich - (Photographie Online)
* Ausführliche Seite über das Thema Farbtemperatur und Weißabgleich

Quelle

Teile Dieses Artikels inklusive der Bilder entstammen dem Artikel Weißabgleich der der deutschsprachigen Wikipedia. Dort findest Du Informationen über die Autoren und Lizensen der Texte und Bilder.


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Beitrag Forum: Fotowiki   Geschrieben: Sa, 29. Dec 2007 18:55   Titel: Digitalfotografie

Digitalfotografie

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Als Digitalfotografie wird zusammenfassend die Fotografie mit Hilfe eines digitalen Fotoapparats oder die Arbeit mit digitalisierten Bildern sowie die sich daran anschließende Weiterverarbeitung mittels elektronischer Bildbearbeitung sowie digitaler Präsentation und Archivierung bezeichnet.

Die Digitalfotografie weicht in zahlreichen Aspekten von der klassischen optochemisch basierten Fotografie ab und ähnelt, insbesondere bei der Bildwandlung, einerseits der Videotechnik, andererseits den bildgebenden Verfahren.












Sony Mavica FD5



Bilderzeugung

Bildwandlung

In der Digitalfotografie gibt es – von Hybridverfahren wie der Kodak Photo CD abgesehen – keinen chemischen Film mehr; zur Wandlung der Lichtwellen in digitale Signale werden Halbleiter-Strahlungsdetektoren in CCD- oder CMOS-Technik als Bildsensoren verwendet. Bei dieser Digitalisierung eines analogen Bildes handelt es sich um eine Bildwandlung, bei der eine Diskretisierung (Zerlegung in Bildpunkte) und Quantisierung (Umwandlung der Farbinformation in einen digitalen Wert) des analogen Bildes durchgeführt wird.

Hybridverfahren

Eine Ãœbergangslösung zwischen analoger und digitaler Fotografie stellt die Fotografie mit dem klassischen "Silberfilm" dar, bei der anschließend das Negativ oder Positiv zunächst mit einem Scanner digitalisiert wird und dann das gespeicherte Bild digital weiterbearbeitet wird.

Die manuellen Arbeitsschritte kann man sich sparen, wenn man vom industriellen Fotolabor eine Kodak Photo CD herstellen lässt; dabei wird der – noch ungeschnittene – Filmstreifen direkt im Anschluss an die Entwicklung mit professionellen Scannern in hoher Qualität digitalisiert und auf eine CD gebrannt. Als kostengünstigere Alternative sind etwa seit 1999 sogenannte Picture Discs von verschiedenen Anbietern auf dem Markt, auf denen die Aufnahmen mit geringerer Auflösung im verlustbehafteten JPG-Format gespeichert werden. Die Qualität der Picture Disks ist in der Regel jedoch nicht für eine Weiterverarbeitung ausreichend, sondern nur zur Vorbetrachtung geeignet.

Kamerainterne Bildverarbeitung


Jede Digitalkamera führt nach oder bereits während der Bildwandlung eine Reihe von Verarbeitungsprozessen wie Weißabgleich, Erhöhung der Farbsättigung, Anheben des Kontrasts, Tonwertkorrektur, Filterung, Schärfen, verlustbehaftete Komprimierung usw. durch; Consumer-Kameras schärfen auch dann noch nach, wenn man diese Funktion abgeschaltet hat (vgl. Andrea Trinkwalder, Raw-Masse. Höhere Farbtiefe, weniger Fehler: Bessere Bilder dank Rohdaten).

Um auf das vollkommen unbearbeitete Bild zuzugreifen empfehlen sich hochwertige Kameras, die ohne jeglich interne Kameraverarbeitung Schärfung, Datenreduktion etc. den kompletten Datensatz des Sensors als Kopie im RAW-Bild speichern.


Bildeigenschaften


Seitenverhältnis

Die meisten Digitalkameras speichern Bilder mit einem Seitenverhältnis von 1,33 (4:3). Dies hat historische Gründe: Die ersten Digitalkameras waren auf existierende Sensoren angewiesen und da 4:3 dem Seitenverhältnis der verbreiteten Computermonitore und Fernsehnormen NTSC, PAL und SECAM entspricht (was wiederum von den frühesten Kinofilmen herrührt), waren überwiegend Sensoren mit diesem Seitenverhältnis verfügbar. Inzwischen werden Sensoren mit dem Seitenverhältnis 3:2 speziell für Digitalkameras entwickelt und zumeist in digitalen Spiegelreflexkameras eingesetzt. Panasonic bietet Kameras an, die mit Bildwandlern im Format 16:9 ausgerüstet sind, und durch Weglassung von Bildspalten in der Lage sind, zusätzlich auch die Bildformate 3:2 und 4:3 zu unterstützen.

In der Ausbelichtung hat ein Seitenverhältnis von 4:3 die Konsequenz, dass das Bild bei Verwendung der herkömmlichen 3:2-Papierformate (z.B. 10x15 cm) entweder oben und unten beschnitten wird oder links und rechts weiße Streifen auftreten. Daher werden heutzutage meist Papierformate mit den Seitenverhältnissen 4:3 verwendet. Hierbei wird dann zum Beispiel oft von einem 10er-Format gesprochen, um anzuzeigen welche Höhe der Abzug aufweist; die Breite des Abzugs ergibt sich dann entsprechend dem Seitenverhältnis. Diese Papierformate weichen zwar von den klassischen Papierformaten (Abzügen) ab, der Abzug zeigt jedoch unbeschnitten das komplette Bild. Ein Abzug im 10er-Format mit den Seitenverhältnissen 4:3, ist 10x13,33 cm groß und passt mit den oben beschriebenen Einschränkungen nur bedingt in die üblichen Bilderrahmen.

Pixelanzahl und Auflösung

Als Bildauflösung bezeichnet man die Anzahl der Bildpunkte, Pixel genannt, in Breite und Höhe eines digitalen Bildes; bei 1600 x 1200 Pixeln ergibt sich also beispielsweise eine Auflösung von 1,92 Megapixeln.

Die Herstellerangaben zur Pixelanzahl müssen kritisch interpretiert werden, da sie nicht die tatsächlich vorhandene Anzahl an Farbpixeln wiedergeben. Bei dem weit verbreiteten Bayer-Sensor ist dies die Anzahl der einfarbigen Pixel, für den Foveon-X3-Sensor die Anzahl der lichtempfindlichen Elemente multipliziert um den Faktor drei.

Daher ist es nicht möglich, die Pixelanzahl der verschiedenen Sensortypen direkt miteinander zu vergleichen; nach Schätzungen liefert ein Bayer-Sensor mit sechs Megapixeln etwa dieselbe Auflösung wie ein Foveon-X3-Sensor mit 10 Megapixeln. Einen weiteren proprietären Sensor verwendet Fujifilm, siehe Super-CCD-Sensor.

Die Auflösung digitaler Bilder ist nur eingeschränkt mit der Auflösung eines Filmnegativs oder Prints zu vergleichen, da sie u. a. vom Betrachtungsabstand und der Art der Darstellung (Bildschirm, Print) abhängig ist.

Auf normales Fotopapier ausbelichtete Digitalfotos erreichen die Qualität von konventionellen Papierabzügen – hier entscheidet vielmehr die verwendete Kamera, das Objektiv sowie eine Reihe weiterer Faktoren über die technische Bildqualität.

Die Pixelanzahl gibt auch nur näherungsweise die Auflösung feiner Strukturen wieder. Bei der Digitalisierung gilt das Nyquist-Shannon-Abtasttheorem. Danach darf die maximale im Bild auftretende Frequenz maximal halb so groß sein, wie die Abtastfrequenz, weil es sonst zu unerwünschten Bildverfälschungen, zum Beispiel zu Moiréerscheinungen, kommt und das Originalsignal nicht wieder hergestellt werden kann.

Eine weitere Einschränkung der Vergleichbarkeit konventioneller und digitaler Aufnahmen ergibt sich aus der Tatsache, dass es sich beim Filmkorn - technisch betrachtet - um ein stochastisches, also ein völlig zufälliges und unregelmäßiges Rauschen handelt, das bei technisch gleicher Auflösung meist weitaus weniger störend wirkt als das strikt regelmäßige Pixelmuster digitaler Aufnahmen. Dieses Pixelmuster hingegen kann durch geeignete Software nach Kalibrierung auf den jeweiligen Sensor perfekt entfernt werden, was bei chemischem Film wiederum erneut nicht möglich ist. Visuell wirken somit "analoge" Bilder mit sichtbarem Korn - bei gleichem Informationsgehalt - entweder erträglicher oder gestört.

In der Praxis bedeutet das, dass man vor der Digitalisierung die maximale Frequenz kennen oder herausfinden muss und dann das Signal zwecks Digitalisierung mit mehr als der doppelten Frequenz abgetastet werden muss. Bei der Digitalfotografie kann man, um die Moireerscheinungen von vornherein zu vermeiden, die Optik leicht unscharf stellen. Das entspricht einem Tiefpass. Wenn die Pixelzahl des Sensors erhöht wird, muss die Optik neu angepasst werden, weil sonst die erhöhte Pixelzahl nicht ausgenutzt werden kann.

Beim Scannen gerasterter Bilder muss man die Auflösung ebenfalls so groß wählen, dass die feinsten Strukturen des Rasters dargestellt werden können. Anschließend kann man entrastern (dazu gibt es unterschiedliche Funktionen) und dann die Auflösung herabsetzen.

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Dateiformat


Bei der Digitalfotografie entstehen in jedem Fall Daten, die in der Regel elektromagnetisch oder optisch gespeichert werden; dies geschieht meist in einem standardisierten Grafikformat. Aktuelle Digitalkameras verwenden JPEG, einige besser ausgestattete auch das Rohdatenformat und TIFF. Bei den Hybridverfahren wie der Kodak Photo CD entstehen ImagePacs, beim Scannen hat man meist eine größere, freie Auswahl über das Speicherformat.

Für maximale Bildqualität in der Nachbearbeitung empfiehlt sich das unkomprimierte Rohdatenformat. Hier werden die unbearbeiteten Bildsensordaten unkomprimiert gespeichert. Dieses Format bedarf größerer Mengen Speicherplatz und wird insbesondere im professionellem Umfeld angewendet.

JPEG ist dagegen verlustbehaftet, kann aber je nach Kompressionsgrad sehr speicherökonomisch, unter günstigen Umständen aber auch sehr nah am Original sein. JPEG2000 beherrscht mittlerweile die verlustlose Komprimierung und einen größeren Farbraum, wird aus Lizenzgründen aber kaum unterstützt. Der Fotograf muss also bereits vor dem Fotografieren eine Entscheidung über den Kompressionsgrad und damit über den möglichen Detailreichtum etcetera fällen. Eine vergleichbare Vorabentscheidung trifft der analog Fotografierende mit der Auswahl des Filmmaterials und der Filmempfindlichkeit, und muss das Filmmaterial wechseln um beispielsweise eine andere Lichtempfindlichkeit oder Filmkörnigkeit zu erreichen.

Es gibt nach wie vor viele proprietäre Dateiformate, die nicht mehr ohne weiteres gelesen werden können, wenn die entsprechende Software nicht mehr verfügbar ist. Daher sollte insbesondere bei den Rohdatenformaten bedacht werden, dass diese nach einigen Jahren unter Umständen konvertiert werden müssen. Eine Möglichkeit diese Probleme zu veringern, besteht in der Umwandlung in ein offenes oder verbreitetes Dateiformat, wie beispielsweise Portable Network Graphics (PNG) oder Digital Negative (DNG).

Meta-Informationen


Zu den Vorteilen der digitalen Bildspeicherung gehört die Möglichkeit, umfangreiche Meta-Informationen in der Datei zu speichern; diese Zusatzfunktion ist im Exchangeable Image File Format (Exif) standardisiert, das es jedoch inzwischen in mehreren Varianten gibt.

Bereits das Hybridsystem APS verfügte über noch vergleichsweise eingeschränkte Möglichkeiten der Speicherung von Meta-Informationen, und auch bei Kleinbildkameras ist das Einbelichten von Zeit- und Datumsangaben sowie der Bildnummer auf den Filmstreifen möglich, wenn die Kamera über eine entsprechende Funktion verfügt. Die analogen Kleinbild-Spiegelreflexkameras Minolta Dynax 9xi und Minolta Dynax 9 verfügen über eine Möglichkeit, zahlreiche Aufnahmeparameter zu speichern und in eine Textdatei ausgeben zu können; allerdings ist der Grad der Integration sowie insbesondere die Zuordnung des jeweiligen Datensatzes zu einem bestimmten Bild eines bestimmten Filmes nicht unproblematisch.

Bei den in die digitale Bilddatei eingebetteten Exif-Daten ist zu beachten, dass einige unzureichende Programme diese Daten bei einer Bildbearbeitung nicht erhalten; dies betrifft z.B. ältere Versionen der Bildbearbeitungssoftware Adobe Photoshop. Natürlich muss man für korrekte Exif-Daten auch daran denken, bei einem Wechsel der Zeitzone die kamerainterne Uhr umzustellen, sonst erhält man unbrauchbare Zeit- und ggf. auch Datumsangaben.


Digitale Aufnahmetechnik


Kameras und Kamerasysteme

Analoge Kameras und Kamerasysteme wurden über Jahrzehnte entwickelt, gepflegt und optimiert; bevor ihre Weiterentwicklung bei den marktführenden Herstellern in den letzten Jahren eingestellt wurde.

Die Bedienung der meisten analogen Kleinbildkameras war ähnlich - wobei Autofokus, Intervallometer, Belichtungsmessung etc. je nach Hersteller deutlich varierte. Die Benutzung von Tasten und Menüsystemen bei Digitalkameras kann deutlich umfassender und komplexer sein und erfordert weiteres Knowhow über das photochemische hinaus - da viele digitale Kameras zahlreiche Funktionen mehr bieten als ihre mechanischen Vorgänger. Bei der Digitalfotografie ist damit zu rechnen, dass der Fotograf bei jedem Systemwechsel neue Dinge erlernen kann, während die Grundlagen stets gleichbleiben - wie Blende, Brennweite, Verschlusszeit etc.

Ähnliches gilt für die System- und Modellpflege; während die klassischen höherpreisigen Kamerasysteme der großen Kamerahersteller, z.B. Nikon, Canon, Pentax über Jahrzehnte unter Beibehaltung einer herstellerspezifischen Kompatibilität gepflegt wurden, gibt es vergleichbares bei digitalen Spiegelreflexkameras. Aufgrund der Modellwechsel bei Digitalkameras ist bei billigen Geräten Zubehör für eine Kamerageneration oder noch für einige Nachfolgemodelle benutzbar.

Einige Hersteller von Digitalkameras wie Hasselblad führten zusammen mit ihren digitalen Kameras auch vollkommen neue Systeme ein, welche wiederum als System ausgerichtet sind.

[b]Digitale Kamerarückwände[b/]

Digitale Bilder können nicht nur mit nativen Digitalkameras oder durch Digitalisieren analoger Vorlagen, sondern auch mit einer digitalen Kamerarückwand angefertigt werden.

Scan Backs funktionieren nach dem Prinzip eines Flachbettscanners; es wird dabei zwischen Single-shot- und Multi-Shot-Verfahren unterschieden.

Objektive


Da heutige Digitalkameras meist Sensoren mit einer gegenüber den klassischen Filmformaten geringeren Fläche aufweisen, verändert sich effektiv die Wirkung der Brennweite des Objektivs. Gegenüber dem Kleinbildfilm ändert sich die Brennweite nicht wirklich, aber der Abbildungsmaßstab des Bildes ändert sich in dem Verhältnis, in dem er sich bei analogen Kameras ändern würde, wenn die Brennweite um den entsprechenden Faktor geändert würde. Dies bedeutet, dass die Brennweite eines Normalobjektivs bei einer Digitalkamera den Effekt eines leichten Teleobjektivs hervorruft. Dies freut zwar den Naturfotografen, führt jedoch zu Problemen für Freunde des Weitwinkelobjektivs: Es ist sehr aufwendig, verzerrungsarme Superweitwinkelobjektive für Digitalkameras zu konstruieren. Dementsprechend teuer sind diese Objektive. Auch verändert sich der Bereich der Schärfentiefe bei gleicher tatsächlicher Brennweite im Vergleich zu analogen Modellen.

Der Formatfaktor der Kamera wird entweder im Datenblatt der Kamera oder des Objektivs angegeben, oder die "effektive" Brennweite wird analog zu Kleinbild angegeben. Besitzer von digitalen Spiegelreflexkameras müssen die "effektive" Brennweite ihrer Wechselobjektive dagegen selbst berechnen, da dieser nicht auf den Objektiven selbst angegeben ist, denn diese Objektive können meist auch auf herkömmlichen Kleinbild-Spiegelreflexkameras eingesetzt werden. Der Formatfaktor liegt hier in der Regel zwischen 1,5 und 2.


Digitale Aufnahmepraxis


Die digitale Aufnahmepraxis weist gegenüber der konventionellen Fotografie einige Besonderheiten auf.

Bildgestaltung


Als Beispiel sei hier die Veränderung der Schärfentiefe erwähnt, die sich aus dem Formatfaktor ergibt (oft fälschlich Brennweitenverlängerung genannt: Die Brennweite eines Objektivs ändert sich jedoch nicht, nur dessen genutzter Bildwinkel durch das veränderte Aufnahmeformat); Objektive, die in der Kleinbildfotografie als Weitwinkel gelten, treten bei den meisten Digitalkameras als Normalobjektiv auf. Da sich die optischen Gesetzmäßigkeiten nicht verändern, nimmt die effektive Schärfentiefe (genauer: der Schärfebereich) des Bildes zu. Mit Digitalkameras ist es daher schwerer als in der Kleinbildfotografie, einen in Unschärfe zerfließenden Bildhintergrund zu erzielen, wie er beispielsweise in der Porträt- und Aktfotografie zur Hervorhebung häufig erwünscht ist. Einige moderne Spiegelreflex-Digitalkameras verfügen bereits über einen vollformatigen Sensor (24x36mm). Diese Kameras verhalten sich genauso wie analoge Kleinbild-Spiegelreflexkameras.

Spezialfunktionen

Viele Digitalkameras bieten dreh- oder schwenkbare Displays, mit denen einige Aufnahmetechniken komfortabler als mit herkömmlichen Kameras machbar sind. Hierzu gehören beispielsweise Aufnahmestandpunkte in Bodennähe, wie sie häufig in der Makrofotografie benötigt werden oder Aufnahmen "über Kopf", um über eine Menschenmenge hinweg zu fotografieren.

Aktuelle Digitalkameras (Stand: 2004) bieten fast ausnahmslos die Möglichkeit der Aufzeichnung kurzer Videoclips von etwa einer Minute im Format QQVGA oder QVGA, teilweise auch mit Ton. Tendenziell ist eine Entwicklung der digitalen Fototechnik zu beobachten, immer weiter mit der Videotechnik zu konvergieren; in Spitzenmodellen ist die Länge der Videoclips nur noch durch die Kapazität des Speichermediums begrenzt; die Bildauflösung liegt dabei im Bereich der Qualität von VHS oder bereits deutlich darüber (VGA, 640 x 480 bzw. PAL, 720 x 576).

Elektronische Bildbearbeitung

Neben der automatisch durch die Kamera durchgeführte Bildverarbeitung eröffnet die Digitalfotografie zahlreiche Möglichkeiten der Bildmanipulation und -optimierung durch die elektronische Bildbearbeitung, die über konventionelle Bildretusche und Ausschnittsvergrößerung weit hinausgehen.

Beispielsweise können aus einer Folge von Einzelbildern komfortabel Panoramafotos montiert, Bildhintergründe ausgetauscht oder Personen aus Bildern entfernt oder hineinkopiert werden.

Speicherung und Archivierung

Als Vorteile gegenüber der chemischen Fotografie wird häufig die entfallende Filmentwicklung sowie die scheinbar einfache, günstige und platzsparende Archivierbarkeit angeführt. All dies erfordert jedoch entsprechende technische Mittel (Computer, Software, CD- oder DVD-Recorder etc.), technische Fähigkeiten und letztlich doch enormen Platz ...und viel Zeit vor dem Computer.

Tatsächlich ist, anders als bei Film, die verlustfreie Langzeitarchivierung digitaler Bilder theoretisch perfekt möglich.

Der Hauptvorteil digitaler Daten ist hierbei, das anders als bei photochemischen Film exakt identische Kopien erzeugt werden können und auf die verschiedensten Speicherorte und Medien verbracht werden können - anders als bei Film, wo es nur ein Original geben kann und alle Kopien verändert und schlechter werden, können digitale Originale, Fehlerfreiheit und Lesbarkeit vorausgesetzt, beliebig oft verlustfrei vervielfältigt werden.

Auch kann eine Kopie des digitalen Archivs in Masterqualität weltweit abrufbar sein, beispielsweise durch eine identische Kopie auf einem Webserver, während Filmarchvmaterialien durch Handhabung und insbesondere unsachgemäße Benutzung leicht verschleissen. Deswegen werden grade in der kommerziellen Nutzung auch heute chemische Filme digitalisiert, um diese Vorzüge etwa im Verlagswesen und der Photoverwertung einzusetzen.

Ein weitere Vorteil digitaler Daten liegt im scheinbar geringem Platzbedarf - gerade große professionelle Archive mit mehreren Millionen Photos können jetzt relativ kompakt archiviert werden. Auch die Indexierung erscheint erleichtert.

Die Langzeitarchivierung digitaler Daten erfordert jedoch einen mit der Zeit steigenden Aufwand um die Datenträgersicherheit, die Fehlerfreiheit sowie die Lesbarkeit der Daten sicherzustellen. Ein zum Teil ungelöstes logistisches, finanzielles und technisches Problem.

In der analogen Fotografie weisen unter vergleichbar günstigsten Bedingungen gelagerte Kodachrome-Dias auch nach 80 Jahren nur geringe Alterungserscheinungen auf; jedoch belichten wenige Nutzer auf Dia aus, um digitale Aufnahmmen zu archivieren.

In der Digitalfotografie wird ein erheblicher Umkopier- und Konvertierungsaufwand betrieben werden müssen, um eine vergleichbare Langzeitarchivierbarkeit und Stabilität zu erreichen.

Speichermedien zum Fotografieren







Drei Ansichten einer CompactFlash-I-Karte

Als Speichermedien werden in der Digitalfotografie hauptsächlich Speicherkarten verwendet. Folgende sind hier gebräuchlich:

  • Memory Stick (MS)
  • Compact-Flash (CF) Karten,
  • Smart Media Karten (SM),
  • Secure Digital Memory Card (SD),
  • Microdrive (MD),
  • PC Card (PCMCIA/ATA),
  • xD-Picture Card (xD).


In der Anfangszeit der Digitalfotogafie wurden auch Disketten und spezielle CD-RW-Medien verwendet.

Compact-Flash-Karten bieten derzeit das beste Preis-Leistungsverhältnis, sind recht robust, gleichzeitig aber auch das sperrigste noch verbreitete Speichermedium, nachdem die PC Card kaum noch in Digitalkameras genutzt wird.

Diese Speichermedien sind im Gegensatz zum fotografischen Film wiederbeschreibbar. Auf einer Speicherkarte von 1 GByte Kapazität lassen sich etwa 100 bis 150 Fotos speichern, die analogen Kleinbildfotos qualitativ ebenbürtig oder überlegen sind (Digitale Spiegelreflexkamera, 8 Megapixel, Rohdatenformat). Für größere Mengen an Fotos (Bildberichterstattung und Reisefotografie) bieten sich preisgünstige und vergleichsweise leicht transportable „Image Tanks“ (2006: ca. 200,- EUR für 80 GByte, also etwa 8000 bis 12000 Fotos, ca. 220 bis ca. 330 Filme) an, die bereits in der einmaligen Benutzung günstiger als Filmmaterial sind, jedoch nahezu unbegrenzt wiederverwendet werden können. Eine weitere Möglichkeit für den Bildberichterstatter ist es, unterwegs ein (meistens ohnehin mitgeführtes) Notebook zu verwenden, mit dem alle Vorteile der digitalen Fotografie ausgespielt werden können: Fotos können ohne Verzögerung sofort begutachtet, sortiert, nachbearbeitet und direkt per Mobiltelefon oder WLAN in die Heimat versandt werden.

Ein Sonderfall der Digitalfotografie unter extremen klimatischen Bedingungen, wie beispielsweise Einsatz im Weltall, Wüste oder Arktis. Anders als Film, der bei hohen Temperaturen seine Eigenschaften ändert, hat die digitale Fotografie hier mit dementsprechend entworfenen Geräten diesen Bereich mit als erstes erobert, da Kosten eine geringere Rolle spielten. Beispiele für extremste Einsatzgebiete sind beispielsweise Raumsonden oder Messbojen. Weiterhin benötigen digitale Kameras kein Filmmaterial, welches grade bei Langzeit-einsätzen durch seinen Platzbedarf Filmkameras Grenzen setzte, während digitale Kameras ihre Bilder drahtlos übertragen können. Wegen der geringeren Ansprüche an die Stromversorgung der vollmechanischen, filmbasierten Spiegelreflexkameras gegenüber digitalen Kameras benötigen diese jedoch eine weitere Funktionsgruppe zur Stromerzeugung.

Speichermedien zum Archivieren


Ein zuverlässiges Langzeitspeichermedium für digitale Daten existiert bisher nicht. Die Problematik wird als digitales Vergessen bezeichnet und zunehmend nicht nur von Fachleuten, etwa von hauptamtlichen Bibliothekaren und Archivaren, sondern auch von Fotoamateuren erörtert.

Selbstgebrannte CDs oder DVDs können selbst bei guter Lagerung bereits nach wenigen Jahren unlesbar werden, von Billigfabrikaten gibt es auch Berichte, dass schon nach einigen Wochen erste Lesefehler auftraten. Lagerungsfehler wie übergroße Hitze (Hutablage Auto), Produktionsfehler etwa in der Qualitätssicherung, unerkannte Brennfehler und Schäden durch die laufende Benutzung (Kratzer) können diese Frist zudem weiter abkürzen.

Problematisch sind auch alle rein magnetisch aufzeichnenden Medien wie Disketten, die insbesondere in der Frühzeit der Digitalfotografie noch häufig als Speichermedium eingesetzt wurden. Besonders riskant erscheint die Archivierung in proprietären Speichermedien wie Zip- oder Jaz-Disks, die nur von einem oder von wenigen Herstellern für einen begrenzten Zeitraum hergestellt werden; entsprechend archivierte Daten können nur so lange genutzt werden, wie das benötigte Lesegerät funktionsfähig bleibt. Auch Festplatten oder Wechselfestplatten sind hier, auf lange Zeit gerechnet, nicht als Sicher zu betrachten. Insbesondere besteht hier ein sehr hohes Risiko für mechanische Beschädigungen.

Als sehr zuverlässig gelten MO-Disketten, für die die Hersteller mindestens zehn, teilweise 30 Jahre die Haltbarkeit garantieren. Entsprechende Laufwerke sind wegen der relativ hohen Kosten jedoch wenig verbreitet. Die MO-Medien sind durch die Verwendung einer Cartridge auch mechanisch sehr gut geschützt. Ebenfalls empfehlenswert sind DVD-RAM-Medien, denen eine deutlich bessere Haltbarkeit als CD-R, CD-RW oder DVD-R/RW nachgesagt wird. Auch DVD-RAM gibt es, ähnlich wie MO, als Cartridge, jedoch sind passende Laufwerke schwierig zu beschaffen.

Bilddatenbanken

Während in der konventionellen Fotografie die Ãœbersicht über die einzelnen Bilder eines Filmes sehr rasch durch einen Kontaktabzug, Index-Print oder auf einem Leuchttisch möglich ist, werden in der Digitalfotografie spezielle Programme zum Auffinden von archivierten Bilddateien benötigt. Die so genannten Bilddatenbanken erzeugen ein Thumbnail des Bildes und bieten Felder zur Beschreibung des Bildes und der Aufnahmesituation; ein gewisser Komfort ergibt sich durch die Metadaten, die durch das EXIF-Format automatisch aufgezeichnet werden (Datum, Uhrzeit, Brennweite, Blende etc.). Für ambitionierte Fotografen oder Berufsfotografen sind Online-Fotoagenturen geeignete Plattformen, um ihre Fotos zu speichern und von dort direkt an die Käufer (Zeitungen, Verlage, Redaktionen etc.) zu vertreiben. Entsprechend große Server und Speicherplätze sind jedoch Voraussetzung. Darüber hinaus ist eine gute „Verschlagwortung“ mit passenden Schlüsselworten wichtig, um diese Datenbanken entsprechend nutzen zu können. Zur Verschlagwortung werden die im Bild gespeicherten IPTC-Felder genutzt.


Präsentation

Digitale Bilder können ebenso präsentiert werden wie konventionelle Fotografien; für nahezu alle Präsentationsformen existieren mehr oder minder sinnvolle Äquivalente. Die Diaprojektion vor kleinem Publikum wird beispielsweise ersetzt durch die Projektion mit einem Videoprojektor (Video-Beamer); das Fotoalbum durch die Web-Galerie; das gerahmte Foto durch ein spezielles batteriebetriebenes Display usw.

Wird eine erneute Bildwandlung (D/A-Wandlung) in Kauf genommen, können digitale Bilder ausgedruckt oder ausbelichtet werden und anschließend genauso wie konventionelle Papierabzüge genutzt werden; sogar die Ausbelichtung auf Diafilm ist möglich.

Allerdings erfordern alle derzeitigen digitalen Präsentationsformen ausreichende Technikkenntnisse sowie recht kostspielige Technik; der billigste Video-Beamer kostet derzeit noch immer etwa das Fünffache eines guten Diaprojektors. Als weiteres neues Problem stellt sich das der Kalibrierung des Ausgabegeräts, was bei den meisten Monitoren, jedoch nur bei wenigen Flüssigkristallbildschirmen (LCDs) möglich ist und insbesondere bei Beamern einen erheblichen Aufwand verursachen kann.


Fotowirtschaft


Durch die enge Verwandtschaft der Digitalfotografie einerseits mit der Videotechnik und andererseits mit der Informations- und Kommunikationstechnik erschienen ab den 80er Jahren eine Reihe von neuen Akteuren wie Sony und Hewlett Packard auf dem Fotomarkt, die ihr Know-how aus dem Bereich der Video- und Computertechnik gewinnbringend einsetzen konnten. Traditionelle Fotoanbieter wie Leica gingen Kooperationen mit Elektronikunternehmen wie Panasonic ein, um kostspielige Eigenentwicklungen zu vermeiden.

Der Digitalfotografie kommt in der Fotowirtschaft eine wachsende Bedeutung zu. So wurden nach Branchenschätzungen bereits 1999 neben 83 Milliarden analogen Fotografien schon 10 Milliarden Digitalbilder hergestellt.

Nach Angaben des Marktforschungsunternehmens Lyra Research wurden 1996 weltweit insgesamt 990.000 Digitalkameras abgesetzt. In Deutschland wurden im Jahr 2003 erstmals mehr Digitalkameras als analoge Kameras verkauft; nach Aussagen des Einzelhandels wurden 2004 bereits teilweise doppelt so viele digitale Geräte wie analoge Kameras abgesetzt.

Die bisher preiswerteste Digitalkamera wurde im Juli 2003 mit der Ritz Dakota Digital vorgestellt; dabei handelt es sich um ein Modell mit einer Auflösung von 1,2 Megapixeln (1280x960 Pixel) und CMOS-Sensor, die in den USA zu einem Preis von 11 USD angeboten wird.

Neben der Ausbreitung der Digitalfotografie in den Massenmarkt gibt es einen Trend zum Zurückdrängen der analogen Fotografie. Seit etwa 2004 ist beispielsweise eine großflächige Verdrängung fotochemischer Produkte aus dem Angebot von Fotohändlern und Elektronikmärkten zu beobachten: So ging das Produktsortiment an fotografischen Filmen deutlich gegenüber dem Vorjahr zurück. Die Entwicklung neuer Materialien für die Fotografie auf Silberfilm bleibt dennoch nicht stehen, so sind 2006 beispielsweise verbesserte Filme von Fuji auf den Markt gekommen, während Kodak die Marktchancen für einen speziellen Schwarz-Weiss-Film mit einer Empfindlichkeit von ISO 24.000 prüft.

Kodak kündigte im Januar 2004 die Einstellung des Verkaufs von Filmkameras in den Märkten der Industrienationen an. Auch Nikon hat die Entwicklung und den Vertrieb analoger Kameras (abgesehen vom Profimodell Nikon-F-Serie|F6) bereits eingestellt. Minolta hat im Frühjahr 2006 angekündigt, aus dem Kamera- und Filmgeschäft auszusteigen. Aus einer Kooperation mit Sony folgt nun, dass Sony die Produktion digitaler Spiegelreflexkameras beabsichtigt, die mit Minolta-Objektiven nutzbar sind.


2004 wurden fast 7 Millionen Digitalkameras verkauft. Für das Jahr 2005 rechnet der Fotoindustrieverband mit 8 Millionen verkauften Digitalkameras.

Außerdem ist eine zunehmende Medienkonvergenz von Fotografie und Computertechnik festzustellen.


Vergleich mit analoger Fotografie


Vorteile

  • Bei digitalen Kompaktkameras kann man mit dem LCD-Bildschirm den Bildausschnitt gut kontrollieren. Hier entspricht die Funktion insofern derjenigen einer Spiegelreflexkamera, als sie das Problem der Parallaxe umgeht, d. h. man sieht bei den meisten Kameramodellen recht genau den Bildausschnitt, der auch fotografisch festgehalten wird. Schwenk- und Drehmonitore vereinfachen die Kontrolle ausgefallener Aufnahmeperspektiven zum Beispiel aus der Froschperspektive oder über Kopf. Allerdings sind die Vorschaubildschirme in heller Umgebung meist schlecht ablesbar, das Arbeiten mit dem Sucher ist in solchen Fällen vorzuziehen.

  • Man kann das Foto gleich nach der Aufnahme zumindest auf grobe Fehler hin kontrollieren und gegebenenfalls noch eine weitere Aufnahme machen. Eine misslungene Aufnahme kann noch in der Kamera gelöscht werden.

  • Wegen der gegenüber Spiegelreflexkameras vergleichsweise schlechten Monitorauflösung kann bei vielen elektronischen Suchern und Monitoren das Bild vor oder nach der Aufnahme vergrößert werden (Softwarelupe), um die Bildschärfe, zum Beispiel bei manueller Fokussierung, besser beurteilen zu können.

  • Der Weg zur Web- oder Printpublikation von Aufnahmen ist kürzer bzw. schneller, weil das Einscannen von Dias oder Papierbildern entfällt. Das elektronische Versenden auch von Einzelnbildern an Verlage und Auftraggeber ist möglich. Ist keine anderweitige Verwendung der Aufnahme geplant, kann man eine verhältnismäßig niedrige Bildauflösung einstellen und die Aufnahme ohne weitere Nachbearbeitung direkt verwenden. Zugang zu elektronischen Medien vorausgesetzt, sind Austausch und Verbreitung von Fotos schnell und einfach möglich.

  • Ein Filmwechsel für unterschiedliche Lichtverhältnisse ist nicht mehr notwendig. Digitalkameras lassen sich einfach an die vorhandene Lichtmenge anpassen; ähnlich wie bei der Fotografie auf Film nimmt die Bildqualität bei erhöhter Empfindlichkeit ab.

  • Ein großer Vorteil der Digitalfotografie ist die Möglichkeit, über den Weißabgleich die Farbtemperatur anzugleichen. Dieser kann manuell oder automatisch vorgenommen werden. Nur wenige, sehr einfache Kameras bieten allerdings keine manuelle Steuerung. Dadurch können Bilder, wie in der Analogtechnik, sowohl bei Tageslicht als auch bei Kunstlicht farbneutral dargestellt werden. In der herkömmlichen Fotografie sind dafür geeignete Farbfilter oder entsprechendes Filmmaterial nötig.

  • Den Besitz eines Computers und entsprechender Bildbearbeitungs- und -archivierungssoftware vorausgesetzt, kann man digitale Fotos nachbearbeiten und indexieren. Durch die weite Verbreitung von EDV in Haushalten und Firmen ist der Zugang zu früher eher schwer zugänglichen Dunkelkammermethoden durch die simulierende Bildbearbeitung gut möglich.

  • Es treten jenseits von Verschleiß, Zeit, verpasster Gelegenheit und Stromverbrauch keine Kosten für missglückte Bilder auf. Für Anfänger besteht die Möglichkeit, kostengünstig zu üben. Durch direkte Rückkoppelung besteht eine in vielen Aspekten relativ steile Lernkurve. Photographische Experimente werden erleichtert bzw. ermöglichst.

  • Mit Digitalkameras ist in der Regel ein längeres, ununterbrochenes Fotografieren möglich, da es nicht wie in der analogen Fotografie nach meist höchstens 36 Bildern nötig ist, den Film zu wechseln. Bei Digitalkameras können – abhängig vom verwendeten Speicher und dem Bildformat – meist mehrere hundert Bilder in Folge aufgenommen werden, bevor eine Unterbrechung zum Wechseln des Speichermediums oder der Batterien nötig ist. Dies macht sich beispielsweise bei der Unterwasserfotografie bemerkbar, wo man bei der analogen Fotografie pro Tauchgang nur maximal 36 Bilder schießen konnte, da man zum Filmwechsel auftauchen müsste.

  • Da die meisten Digitalkameras im Vergleich zum Kleinbildformat kleinere Sensoren verwenden, bieten sie eine wesentlich höhere Schärfentiefe, was Schnappschüsse und Makrofotografie vereinfacht. Durch die kleinere Sensorgröße ist es einfacher, hochwertige und doch kostengünstige lichtstarke Objektive zu bauen.

  • Durch die Motivsuche über den Bildsensor werden auch bei einfachen Kameras Makroaufnahmen ermöglicht, da es keine Parallaxe zwischen Sucher und Objektiv gibt. Aus demselben Grund sind große Zoomfaktoren möglich, da es keine Probleme mit der Ãœbereinstimmung zwischen Sucherbild und Aufnahme gibt.

  • Bildstabilisatoren können auch über die Bewegung des Bildsensors realisiert werden, bei entsprechend ausgestatteten Kameras sind keine speziellen Wechselobjektive erforderlich.

  • Digitale Kameras bieten häufig die Möglichkeit, einfache Video- und Tonaufnahmen zu machen und wiederzugeben.

  • Die meisten digitalen Kameras können direkt an analoge Wiedergabegeräte, wie zum Beispiel Fernseher oder Videoprojektoren, oder aber auch an PictBridge-kompatible Fotodrucker angeschlossen werden.

  • Digitale Spiegelreflexkameras mit entsprechend hochwertiger Optik übertreffen herkömmliche Kleinbildkameras inzwischen, je nach Wertung, in der Abbildungsqualität. Auch können heutige DSLRs bis zu 10 Bilder pro Sekunde bei maximaler Qualität abspeichern. Bei Nutzung des RAW-Formats sind auch nach der Aufnahme weitgehende Bíldmanipulationen möglich.


Nachteile

  • Der im Vergleich zu herkömmlichen Kameras hohe Stromverbrauch kann bei Kameras mit zu kleiner Akkukapazität bzw. zu schwachem Akku ein Problem sein. Neuere Modelle ermöglichen dabei rechnerisch einige hundert Bilder mit einer Akku-Ladung. Wiederaufladbare Akkus haben im Vergleich zu den früher verwendeten, zum Teil speziellen und damit teure Batterien Vorteile. Die Abhängigkeit vom mitgeführten Stromlieferanten bleibt insbesondere bei schwierigen Wetterbedingungen (Kälte, Luftfeuchtigkeit, etc.) oder an abgelegenen Orten ein Problem. Auch ist die Lieferbarkeit von Ersatzteil-Akkus innerhalb der gesamten Kameralebenszeit nicht garantiert.

  • Durch die kleinere Größe des Sensors im Vergleich zum Film ist selbst bei weit geöffneter Blende keine geringere Schärfentiefe erreichbar, weil auch die Brennweite der Objektive kleiner wird. Das kann zum Beispiel bei Porträtfotos störend sein und schränkt typische fotografische Gestaltungsmöglichkeiten stark ein. Abhilfe schaffen digitale Spiegelreflexkameras, welche, bei höheren Kosten, deutlich größere Sensoren besitzen. Seit 2005 gibt es auch digitale Kompaktkameras mit großen Sensoren. Der Effekt kann zum Teil auch mit Bildbearbeitungsprogrammen nachgeahmt werden.

  • Der Bildsensor ist wärmeempfindlich, das heißt, er produziert bei höheren Temperaturen ein höheres Bildrauschen. Kompaktkameras, bei denen der Sensor auch zur Bildvorschau eingeschaltet bleiben muss, neigen bei längerer Betriebsdauer zu erhöhtem Rauschen. Bei digitalen Spiegelreflexkameras ist die Zunahme des Rauschens durch Eigenerwärmung vernachlässigbar, da der Bildwandler nicht zur Motivsuche verwendet werden kann oder sich wegen der geringen Leistungsaufnahme nicht maßgeblich erwärmt.

  • Bildsensoren können durch längerdauernde intensive Lichteinwirkung beschädigt werden.<ref>How to burn a Nikon coolpix 990 sensor</ref> Fertigungsfehler, die Lebenszeit oder Nutzbarkeit beinträchtigend, sind möglich.

  • Kontrastumfang und Farbtiefe sind insbesondere bei sehr kleinen Sensoren meist geringer als bei herkömmlichem Film. Hochwertige DSLR können die Qualität herkömmlichen Films je nach Aufnahmesituation erreichen und, je nach Kamera, im Einzelfall auch übertreffen.

  • Schlechtere Bildauflösung bei Schwarzweiß-Aufnahmen gegenüber vergleichbar guten Filmen und Objektiven. Bei der Verwendung von Bayer-Sensoren und optischen Tiefpässen ist die Farbauflösung verhältnismäßig gering (Ausnahme Foveon-X3). Direkte höherauflösende Schwarz-Weiß-Technik ist, entgegen dem relativ einfach zu sehendem Filmtausch in der Analogtechnik bei der weit verbreiteten Farb-Sensortechnik nur durch Umrechnung der Bilddaten möglich.

  • Bei digitalen Kompaktkameras ist eine teilweise deutliche Auslöseverzögerung festzustellen, die vornehmlich dadurch verursacht wird, dass der Bildsensor auch für den Autofokus ausgewertet wird. Damit sind Aufnahmen von Bewegungsphasen oder ruhige, spontane Schnappschüsse erschwert.

  • Wegen relativ kurzer Produktzyklen hoher Wertverlust der Hardware. Im Vergleich zur analogen Filmtechnik auch relativ schneller Wegfall von Verbrauchsmaterialien und Ersatzteilen. Kaum lokale Reparaturmöglichkeiten.

  • Umstrittene "Haltbarkeit" digitaler Informationen (Dauerhaftigkeit und langfristige Verfügbarkeit von Speichermedien, Datenformaten, Laufwerken, Hard- und Software). Gerade bei Aufnahmen in proprietären Speicherformaten (sogenannte Rohdaten (RAW) mit der ursprünglichen Bildinformation) ist eine zukünftige Verwendbarkeit dieser Rohdaten derzeit nicht sicher abschätzbar. Ein offener Standard für RAW-Daten existiert zwar (DNG bzw. OpenRAW), wird aber bislang (2007) erst von wenigen Herstellern, Kameramodellen und Bildbearbeitungsprogrammen unterstützt.

  • Kompakte Digitalkameras verzichten zugunsten eines möglichst großen Displays zunehmend auf einen optischen Sucher. Dies kann die Bildgestaltung bei sehr hellen Lichtverhältnissen sehr erschweren. Vorhandene optische Sucher sind zum Teil schlechter Qualität.

  • Aufnahmen bei Schwachlicht und in der Nacht sind durch die oft vorgesetzte elektronische Steuerung, Bildrauschen und Akkukapazitätsproblemen erschwert.

  • Die Robustheit und Haltbarkeit einfacher analoger Technik kann, bedingt durch den technischen Aufwand digitaler Technik, nicht erreicht werden.

  • Eine direkte bastlerische Annäherungen an die oder Experimente innerhalb der Phototechnik sind aufwendiger oder schlicht unmöglich.

  • Die Einstiegskosten sind, wie die Kosten für höherwertiges Material, in der digitalen Photographie im Vergleich zur analogen Phototechnik vergleichsweise hoch.


[bearbeiten] Literatur

* Ralph Altmann: Insiderbuch Digitale Fotografie 2. Midas 2003. ISBN 3907020642
* Tom Ang: Digitale Fotografie und Bildbearbeitung. Dorling Kindersley 2002. ISBN 3831003882
* Andreas Kunert. Farbmanagement in der Digitalfotografie. Mitp-Verlag 2004. ISBN 3826614178
* Helmut Kraus und Romano Padeste: Digitale Highend-Fotografie. Dpunkt Verlag 2003. ISBN 3898642399
* Jost J. Marchesi: digital Photokollegium. 3 Bände, Verlag Photographie, 2003 ISBN 3933131715 ISBN 3933131723 ISBN 3933131731
* Christoph Prevezanos: Digitalfotografie-Praxisbuch (mit CD-ROM). Franzis 2003. ISBN 3772360173
* Andrea Trinkwalder: Raw-Masse. Höhere Farbtiefe, weniger Fehler: Bessere Bilder dank Rohdaten. In: c't 16/04, S. 152 (atr)
* Wolfgang Krautzer: Digitale Fotopraxis. Leitfaden für Profis und Einsteiger. Report Verlag 2004. ISBN 3901688420
* Josef Scheibel, Robert Scheibel: Fotos digital - Basiswissen aktuell (2. erweiterte Neuauflage). vfv Verlag 2007. ISBN 9783889551788
* Josef Scheibel, Robert Scheibel: Fotos digital - Aufnahmepraxis. vfv Verlag 2006. ISBN 3889551718
* Josef Scheibel, Robert Scheibel: Fotos digital - printen, präsentieren, archivieren. vfv Verlag 2004. ISBN 3889551513


Weitere Quellen




Weblinks
Allgemeines



Software



Analyse digitaler Fotografien
Beitrag Forum: Partybilder   Geschrieben: So, 11. Nov 2007 16:51   Titel: Tipps zur Konzertfotografie

Konzertfotografie



Brauchbare Ergebnisse sind von enorm vielen Faktoren abhängig. Da sind die meist schlechten Lichtverhältnisse, eine Luft zum Schneiden - teilweise Temperaturen, die einer Sauna gleichkommen - Kabel, die ein Meer an Stolperfallen bereithalten, keinen ausreichenden Platz, um Filmmaterial, Objektiv etc. zu wechseln, keine Blitzerlaubnis (finde ich jedoch nicht unbedingt tragisch - mehr dazu s.u.), eine Lautstärke (und sei es auch die Lieblingsband), die einem fast das Trommelfell platzen läßt - wenn einem nur der sichere Standpunkt an den Boxen bleibt - kreischende und schupsende Fans, eine Security, die nur darauf wartet, einem den Job zu vermasseln und so weiter und so fort...

Selbst bei Open-Air-Veranstaltungen treffen viele der vorgenannten Faktoren zu, auch wenn die Lichtverhältnisse wesentlich besser sind. Im Sommer hat man allenfalls - je nach dem - mit den Schweißperlen auf der Stirn zu kämpfen. Bei einer der Open-Air-Veranstaltung bin ich z.B. zwei Tage lang jeweils über 10 Stunden bei ca. 35°C auf dem Platz, mit der kompl. Fotosausrüstung um den Hals hängend, herumgelaufen bzw. habe an der Bühne gestanden. Trotz der enormen Anstrengung hat es sehr, sehr viel Spaß gemacht und das ist mit das Wichtigste.



Die Musiker

Dann kommen wir zu den Musikern selbst: entweder schätzen sie die Arbeit eines Fotografen, wie die eigene oder sie sind über alles erhaben und betrachten sie nur als notwendiges Nebenher. Man hat entweder nach einer bestimmten Vorgabe der Musiker etc. das entsprechende Bildmaterial abzuliefern oder aber, sie lassen einem freie Hand. Entweder zählen die Fotografen nur zu den Störenfrieden oder aber: sind sie nicht zur Stelle, hält man sie für unentbehrlich. Und zum guten Schluß folgt dann noch die Diskussion über die (Vervielfältigungs-)Rechte am Bild ...., sofern diese nicht vorher abgeklärt wurden. Das Letztere ist nicht der Fall, wenn man aus eigenem Ermessen fotografiert und nicht von den Musikern beauftragt wurde, sondern lediglich die Genehmigung hat, das Konzert mit der Kamera zu begleiten. Geht es jedoch darum, Fotos für ein CD-Cover o.ä. abzuliefern, muß man sich mit dem Thema "Urheberrecht" schon ernsthaft auseinandersetzen. Sollte etwa die Band eines der Fotos für so unschlagbar gut befinden, daß es tausendfach als CD-Cover verwendet wird, muß man schon sehr genau aufpassen, daß man als Fotograf nicht leer ausgeht und das Recht auf Namensnennung gewahrt bleibt. Insbesondere den Amateurfotografen wird "gutes Material" schnell aus der Hand genommen und hinterher bleibt nur noch Enttäuschung derselben, wenn diese plötzlich im CD-Shop von den eigenen Fotos ihrer Lieblingsband angelächelt werden - dies nur als Beispiel. Hier spricht die Tatsache für sich, daß "gutes Material" wohl sonst kaum an dieser Stelle anzutreffen gewesen wäre. Ebenso unterschätzen leider immer noch eine Menge Musiker, die Nacharbeit des Fotografen. Die Rennerei zum Labor, das oft stundenlange Vorsortieren, anschließende Treffen und Bilddiskussionen mit den Musikern, die Auswahl bestimmter Bilder, weitere Vervielfältigungen, Vergrößerungen, Fahrtkosten und ... und .... und - um hier nur einige Beispiele zu nennen.



Praxis

Grundsätzlich darf bei einem Live-Konzert an Filmmaterial keineswegs gespart werden, bei aller Technik und allem Können gehört hier ebenso eine gute Portion Glück dazu, die Musiker im richtigen Augenblick unter den vorgenannten Bedingungen mit der Kamera "einzufangen". Alles in allem ist der Bereich Konzertfotografie trotzdem eine besondere Herausforderung. Ich versuche von vornherein, dieses musikalische Erlebnis mit der Spannung des Fotografierens zu verbinden. Wie schwierig das ist, dürfte inzwischen klar sein. Daher steht für mich der Musiker als Mensch im Vordergrund, der in der Lage ist, eigene (oder auch nicht ;-) Klangwelten zu präsentieren. Dazu ist es meist erforderlich, diese(n) bereits vor dem Konzert kennenzuleren und sich mit ihm gemeinsam über die Fotografie auseinanderzusetzen. Das gelingt natürlich nicht immer, denn es ist bekannter Weise sehr schwierig, hier einen Zeh zwischen verschlossende Türen zu setzen. Mit viel Geschick und Einfühlungsvermögen muß den Musikern oder den Verantwortlichen klar gemacht werden, daß es nicht in erster Linie um die Herstellung eines Massenproduktes geht, sondern um die Dokumentation kleiner und großer, mitunter einmaliger, Erlebnisse. Wenn dann von vornherein Sympathien zwischen Musiker und Fotograf entstehen, ist das die wichtigste Basis für gute Ergebnisse. Denn man geht dann, trotz der harten Bedingungen vor Ort, ganz anders an diese fotografische Aufgabe heran. Und der Fotograf wird nicht als "notwendiges übel", sondern als Teil des Ganzen betrachtet.

Ausrüstung

Von der Ausrüstung her, sollte man "sparsam" an die Sache herangehen: zwei Kameras umhängen, um sich den Objektivwechsel unter den vorherrschenden Bedingungen möglichst zu ersparen und ggfs. eine Fotoweste, um das (reichliche) Filmmaterial in unmittelbar greifbarer Nähe zu haben. Es sollten möglichst lichtstarke Objektive verwendet werden. Das 50 mm ist eine gute Alternative zum Weitwinkel, um die kompl. Bühne aufnehmen zu können oder auch nur einzelne Ausschnitte, wenn man nahe genung an das Geschehen herankommt. Ebenso ein Zoom-Objektiv mit entsprechend längerer Brennweite, wenn einem der Platz auf oder unmittalbar an der Bühne verwehrt bleibt und, um die Musiker auf dem hinteren Teil der Bühne fotografieren zu können. In der "Available Light Photographie" ist die Wahl des richtigen Filmmaterials ein wichtiger Faktor. Ich verwende hauptsächlich Material mit Iso 400/27° und ggfs. entsprechend auf Iso 1000/31° belichtet und entsprechend gepusht werden kann. Da ich vorzugsweise viel im s/w-Bereich fotografiere, habe ich auch sehr gute Ergebnisse mit Iso 3200/36° erzielt, wenn man die grobe Körnung geschickt einsetzt. Speziell diese Aufnahmen stießen auch auf Gegenliebe bei den Musikern. Entscheidend ist dabei natürlich auch, daß ich bei Live-Konzerten sehr gerne experimentell fotografiere. Bewegungsunschärfen sind zu dem ein interessantes Stilmittel und man sollte sie daher nicht scheuen, sondern ruhig in Kauf nehmen. Auf den Einsatz eines Blitzgerätes sollte möglichst verzichtet werden. Es stört meist nicht nur die Musiker, sondern auch die Konzertbesucher. Zudem machen gerade die schwierigen Lichtverhältnisse den Reiz an der Konzert- und Bühnenfotografie aus und die Stimmung läßt sich intensiver "einfangen". Inzwischen hat die digitale Fotografie natürlich in vielerlei Hinsicht der analogen Fotografie den Rang streitig gemacht. Doch auch hier gilt: eine ruhige Hand, ein gutes Auge und das schnelle Erfassen der Bühnensituation sind die Basis für gute Konzertfotos.

Bildgestaltung

Interessant und ein wichtiger Punkt ist zudem auch der gewählte Ausschnitt. Nicht immer müssen es die Musiker selbst sein, die den bildwichtigsten Teil darstellen. Die Hände des Gitarristen, das Gesicht eines Jazz-Musikers in seiner absolut vertieften Mimik, die fliegenden Sticks des Drummers oder nur der Teil eines Instrumentes ... können faszinieren und erweitern die Bildvielfalt der Konzertfotografie erheblich. Alles in allem gibt es kein Patentrezept in Sachen Konzertfotografie. Lediglich die Erfahrung und der Mut zum Ausprobieren führen einen Schritt für Schritt an diese Aufgaben heran. Das hier Geschriebene beruht lediglich auf meinen eigenen Erfahrungen und diese zu erweitern, ist für mich immer wieder eine Herausforderung.

Text & Fotos (c) by Alex We Hillgemann
 
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