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Beitrag Forum: Off Topic   Geschrieben: Do, 23. Mar 2017 14:21   Titel: Re: Vorstellung

tackleschlepper hat folgendes geschrieben: [Beitrag anzeigen]
Hallo liebe Fotofreunde!

Da ich blutiger Anfänger bin was das "Fotografieren" angeht freue ich mich sehr diese erstklassige Homepage im www.gefunden zu haben.

Meine Hobbys sind Angeln, pc und das Fotografieren.

Aber jetzt hat mich der Fotovirus erwischt!

Habe jetzt seit neuestem eine Canon 450D meubles design und bin gerade dabei die ersten Gehversuche zu machen.

Ein tolles Gerät meiner Meinung nach.

Hatte bis jetzt eine Kamera ohne Wechselobjektive.Aber jetzt fängt es an richtig spass zu machen.

Ich fotografiere ansonsten noch mit dem Makro 100mm 2/8 von Canon sowie dem Makro 60mm 2,8 von Canon. Ausserdem benutze ich das 70-200 L IS/USM 2/8 sowie das 28-80 L USM 2/8-4/0 und das 17-40 L USM 4/0 ebenfalls von Canon.

Ich benutze ausserdem den 430 EX II Blitz! Zu meiner weiteren Ausrüstung gehören der Canon Extender EF 2xII, das Manfrotto Stativ MA 055 XDB mit Kugelkopf MA 488 RC4.

In meinerm Fotorucksack Godspeed Slingshot Vario 616 befindet sich ausserdem noch mein Canon Batteriegriff, meine Twin 1 Fernbedienung und mein Digitaler Winkelsucher Kaiser Zigview S2 Live.

Natürlich freue ich mich über jedes Lob zu meinen Bildern,nehme aber auch gerne jede Kritik dankbar an da ich daraus nur lernen kann.

Freundliche Grüsse
Hans

Mais est ce la variante ou le modèle le plus performant car moi je cherche un modèle qui soit à la fois perf et robuste.
Beitrag Forum: Astrofotografie   Geschrieben: Sa, 30. Apr 2011 17:24   Titel: Re: Mondfotos

Na, wollen wir mal ein bisschen Leben hier reinbringen?

Den Tip mit Freihand und 1/300 Sek., ist zwar richtig, aber ich würde das trotzdem so nicht empfehlen. Wenn man ernsthaft Mondfotos machen will, sollte man schon eher mit Stativ und Kabelauslöser arbeiten... Da sind dann auch längere Zeiten möglich. Ich mach das zwar nicht oft, aber letztens hab ich für den Verkauf des Pentacon 5,6/500 ein paar Mondfotos gemacht. So um Blende 11-16 war so am besten. Und Zeiten bis 1/25 waren auch noch in Ordnung, ohne dass der Mond verwischt. Viel länger würde ich dann allerdings auch nicht mehr belichten, insbesondere bei Teleskopen/längeren Brennweiten, denn umso schneller verwischt da der Mond.

Und ja, ich würde ebenso empfehlen, den Mond am Horizont mit der Umgebung in Kombination zu fotografieren. Da hab ich sogar ein spontanes Beispiel, als letztens der Mond seine maximale Größe erreicht hat. Also eher ein unvorbereitetes Foto.

Pentacon 5,6/500 MC an Canon EOS 450D, ISO400, 0,4 Sek. Belichtungszeit, (Blende um die 8, bin mir nicht sicher).
Image

Man beachte das Hitzeflimmern. Aber das soll nur zeigen, was möglich wäre und wie relativ klein der Mond selbst bei 500mm an 1,6er Crop ist.

Grüße
Beitrag Forum: Astrofotografie   Geschrieben: Di, 28. Sep 2010 19:08   Titel: Re: Mondfotos

Blende: eher klein wegen Fokussierung und Tiefenschärfe

Belichtungszeit: ohne Stativ maximal das Reziproke der Brennweite, also bei f=300 max 1/300stel Sekunde

Aber wie gesagt, lieber etwas dunkler als zu hell beleichten, denn das grellweiße Ding da am Himmel überstahlt sonst alles.
Beitrag Forum: User-Stammtisch   Geschrieben: So, 28. Dec 2008 10:14   Titel: Gedanken Eines Anfängers

Gedanken eines Anfängers

Tolle Fotos sind ja schön.....sollte ich auch mal versuchen,kann ja wohl nicht so schwer sein.Die kochen auch nur mit wasser....
Okay,ich hol mir eine Kamera.So teuer sind die dinger ja auch nicht mehr.aber welche?Naja,wofür hab ich internet,stehen ja genug Infos drin.
Gesagt getan,Der Anfänger kauft sich eine Kamera.Und Objektive.Und eine Tasche.Und ein Stativ.Und................Uiuiui da kommt aber einiges zusammen.
Egal,jetzt hab ichs angefangen jetzt ziehe ichs auch durch.Wird eben an anderer stelle gespart.endlich hab ich alles zusammen was ich brauche.Gottseidank!

So,jetzt suche ich mir erstmal ein Forum.Gibt ja schliesslich genug davon.Schliesslich möchte ich auch meine Bilder zeigen.Die sollen bewundert werden.wow was werden die alle begeistert sein über meine aufnahmen.Bin es ja schliesslich selber schon.Obwohl ich noch gar keine gemacht habe.

Guck mal da,die schreiben sogar Kommentare zu meinem Bild.Das finde ich ja klasse.Gefällt mir.Da melde ich mich mal flugs an.Super.Der Anfänger meldet sich in einem echten Fotoforum an.Und die Bilder.Wow,da sind aber schöne Bilder dabei.Der pure Wahnsinn.Naja,wird ja wohl nicht so schwer sein.Meine werden noch besser das steht mal fest.Der Anfänger schaut begeistert die Bilder an und schreibt seine ersten Kommentare!

Upps,ist aber auch nicht so einfach.Was schreib ich denn jetzt?Wie,unscharf?Ich seh das nicht.Wirklich unscharf?Naja,wenn mein vorgänger das so sieht wirds wohl stimmen.Eigentlich bin ich ja gar nicht so erfahren um schon meine Meinung sagen zu können.Egal.muss ich ja auch mal lernen,ich orientiere mich einfach an den anderen mitstreitern.

Die Meinungen sind ja zum glück subjektiv.Jeder hat da seine eigene.Und das ist gut so.So,und jetzt ziehe ich mal los.Am besten zuerst in den Zoo.Habe viele Bilder gesehen die da entstanden sind.Werde ich ja wohl auch mit links hinkriegen.Was die können kann ich auch,werdet ihr sehen.
Der Anfänger geht zum Zoo.Vor dem Löwengehege.Na los du blöder Löwe,beweg dich,reiss mal dein maul auf,gähn mal kräftig.Ich will ein super Foto.Ein wo die nachwelt noch staunt drüber.Na,vielleicht klappts heute nicht.Geh ich doch mal zu den Affen.Nur zwei aufnahmen vom Löwen.Da hatte ich eigentlich mit mehr gerechnet.

Bei den affen siehts auch nicht besser aus.Keine Aktion,keine Motive.Vielleicht mache ich was falsch?Aber was?Halt,ich habe noch nicht diesen besonderen Blick?Ist doch alles Quatsch.Ich gucke doch genau wie alle anderen.Blödsinn.Oder ist doch was dran?Mein Gott wo haben die im Forum nur ihre ganzen tollen Bilder her?

Da stimmt doch was nicht.Schnauze voll,ich geh nach hause.Vielleicht klappts nächste woche.Schliesslich fotografier ich ja jetzt.40 Bilder gemacht und dafür 2Stunden im Zoo rumgegammelt.Na ich weiss nicht.Wie nehmen die denn so einen Eisvogel auf.Warten die bis das er mal vorbeikommt.Wahnsinn.Aber das sind die Fotografen die es ein bischen übertreiben glaube ich.Zum glück gehöre ich ja nicht dazu.

Der Anfänger sitzt wieder vor dem Computer.ohje,scheint doch etwas schwieriger zu sein wie ich dachte.Vielleicht sollte ich erst mal mein Hintergrundwissen aufbauen.Mich erst einmal mit den neuen Herausforderungen vertraut machen.Was ist denn eine iso,was bewirkt die Blende,was ist der crop faktor,und was ist denn..........Genau so mache ich es.Ganz langsam und vernünftig an die sache rangehen.Anscheinend haben die leute doch recht wenn sie sagen das es vielleicht doch nicht ganz so einfach ist gute bilder zu fotografieren.

Man braucht eben doch einen "guten Blick"für das passende Motiv.
Man braucht eben doch eine ganze Portion an ausdauer beim ansitz auf ein "wirklich gutes Foto"
Man braucht eben doch ein gewisses Verständniss für die "technischen zusammenhänge"
Man muss vielleicht wirklich seine Umwelt mit "anderen Augen betrachten"

So,und jetzt muss ich leider abbrechen.Ich muss noch in meinem neuen Buch stöbern.Da steht einiges wissenswertes drin über das fotografieren.Tschüss leute und bis zum nächsten mal.
Beitrag Forum: Fotowissen   Geschrieben: Sa, 27. Dec 2008 15:36   Titel: Objektive Und Den Richtigen Einsatz.

Kleine Objektivkunde

Man unterscheidet Objektive nach ihrem Aufnahmewinkel (bzw. ihrer Brennweite, was äquivalent ist).
Der Aufnahmewinkel hat aber nicht nur Einfluss auf den Bildausschnitt, er bestimmt auch maßgeblich Geometrie und Tiefenschärfe der Aufnahme.
Weitwinkel
Zu den Weitwinkelobjektiven gehört alles unterhalb von 35mm (28mm entsprechen 75°). Diese Objektive eignen sich besonders für Aufnahmen in Innenräumen und für Landschaften, aber Portraits werden damit unnatürlich verzerrt.
Ein besonderes Merkmal ist die vergrößerte Tiefenschärfe, das heißt, bei gleicher Blende wird ein größerer Bereich scharf abgebildet als bei größeren Brennweiten.
Unter den Weitwinkeln unterscheidet man außerdem die extremen Weitwinkel um 18mm Brennweite und die sogenannten Fisheye mit Brennweiten um 8mm können diese Objektive bis zu 180° Aufnahmewinkel erreichen (Vorsicht mit den eigenen Füßen).

Normalbereich
Das allgemeingültige Normalobjektiv gibt es nicht, für Kleinbildkameras ist es aber das 50mm Objektiv (das entspricht einem Aufnahmewinkel von etwa 45°), man sagt, dass es den Seheindruck am natürlichsten wiedergibt, sein Aufnahmewinkel entspricht etwa 45°.Kleinere Bildformate (insbesondere die kleinen Sensoren der Digitalkameras) verlangen Objektive mit kürzeren Brennweiten, um den selben Ausschnitt aufzunehmen.

Teleobjektive
Teleobjektive von 80mm bis 1000mm und darüber eigenen sich hervorragend, um weit entfernte Objekte heranzuholen (Aufnahmewinkel < 16°). Ein leichtes Tele (um 80-100mm) eignet sich auch gut für die Portraitfotografie, weil die Proportionen damit am besten wiedergegebne werden, längere Brennweiten lassen das Gesicht platt erscheinen.
Der Bereich der Schärfentiefe ist bei diesen Objektiven eingeschränkter als bei den Weitwinkeln, was man bei der Aufnahme beachten sollte 8und bei Portraits ebenfalls sinnvoll ist, da die Aufmerksamkeit auf den scharfen Bereich gelenkt wird). Hier muss dann eventuell stärker abgeblendet werden.
Außerdem verwackeln Aufnahmen mit Teleobjektiven leichter (Als Fausregel gilt: Belichtungszeit = 1/Brennweite, also bei 200mm etwa 1/250s), so dass kürzere Verschlusszeiten oder ein Stativ hilfreich sein kann. Nicht zuletzt helfen höherempfindliche Filme die letzten beiden Punkte auszugleichen.

Makro
Das Makroobjektiv ist eine Sonderform des Normal- oder Teleobjektivs. Der Trick dabei ist, dass diese Objektive so konstruiert sind, dass man wesentlich dichter an das zu fotografierende Objekt herankommt, so dass Abbildungsverhältnisse von 1:4 (4cm in der Wirklichkeit werden auf 1cm Film abgebildet) oder besser möglich werden.

Shiftobjektive
Fast exotisch ist die Aufnahme mit Shiftobjektiven. Diese Spezialisten werden vor allem bei Architekturfotografie eingesetzt. Dadurch, dass das Objektiv parallel zum Film Verschoben wird erreicht man, dass stürzende Linien (der Effekt, dass sich bei Gebäuden die von unteren her aufgenommen werden, die Proportionen stark verjüngen, bzw. das Gebäude nach hinten zu kippen scheint) unterdrückt werden.
Beitrag Forum: Off Topic   Geschrieben: Do, 25. Dec 2008 16:22   Titel: Vorstellung

Hallo liebe Fotofreunde!

Da ich blutiger Anfänger bin was das "Fotografieren" angeht freue ich mich sehr diese erstklassige Homepage im www.gefunden zu haben.

Meine Hobbys sind Angeln, pc und das Fotografieren.

Aber jetzt hat mich der Fotovirus erwischt!

Habe jetzt seit neuestem eine Canon 450D und bin gerade dabei die ersten Gehversuche zu machen.

Ein tolles Gerät meiner Meinung nach.

Hatte bis jetzt eine Kamera ohne Wechselobjektive.Aber jetzt fängt es an richtig spass zu machen.

Ich fotografiere ansonsten noch mit dem Makro 100mm 2/8 von Canon sowie dem Makro 60mm 2,8 von Canon. Ausserdem benutze ich das 70-200 L IS/USM 2/8 sowie das 28-80 L USM 2/8-4/0 und das 17-40 L USM 4/0 ebenfalls von Canon.

Ich benutze ausserdem den 430 EX II Blitz! Zu meiner weiteren Ausrüstung gehören der Canon Extender EF 2xII, das Manfrotto Stativ MA 055 XDB mit Kugelkopf MA 488 RC4.

In meinerm Fotorucksack Godspeed Slingshot Vario 616 befindet sich ausserdem noch mein Canon Batteriegriff, meine Twin 1 Fernbedienung und mein Digitaler Winkelsucher Kaiser Zigview S2 Live.

Natürlich freue ich mich über jedes Lob zu meinen Bildern,nehme aber auch gerne jede Kritik dankbar an da ich daraus nur lernen kann.

Freundliche Grüsse
Hans
Beitrag Forum: Fotowiki   Geschrieben: Fr, 19. Sep 2008 20:13   Titel: Landschaftsfotografie

Landschaftsfotografie




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Ansel Adams: The Tetons and the Snake River

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Herbstidylle im südlichen Wipptal

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Zireiner See mit Rofanspitze.

Die Landschaftsfotografie setzt sich mit der Abbildung der belebten und unbelebten Umwelt des Menschen auseinander. Sie steht in einem engen Zusammenhang mit der Naturfotografie, der Architekturfotografie, aber auch der Stilllebenfotografie wenn sich die Betrachtungsräume beispielsweise den gestalteten Parks und Gärten annähern.

Ihre Pioniere, im 19. Jahrhundert Hermann Krone, im 20. Jahrhundert Ansel Adams, suchten die vom Menschen nicht beeinträchtigte Umwelt zum Mittelpunkt ihrer Arbeit zu machen. Ihr Ziel war die möglichst „naturgetreue“ Abbildung. Zumeist wurden große Bildformate in Fachkameras genutzt. Seit dieser Phase hat sich die Landschaftsfotografie in viele Richtungen entwickelt. Die menschliche Intervention in die Landschaft wurde als bestimmendes Element aufgegriffen. Beispielsweise zeigt Margherita Spiluttini großformatige Abbildungen der vom Menschen in die Umwelt gesetzten Steinbrüche und der vom Verkehr und der Wasserkraftnutzung überformten Alpen. Über den menschlichen Eingriff oder die Dokumentation von aktuellen Ereignissen lässt sich auch ein Bezug zur Reportagefotografie herstellten. Vom Krieg geschundene Welten, aber auch Umweltkatastrophen bieten weiten Raum für die fotografische Arbeit.

Während sich Spiluttini und viele andere Vertreter der Landschaftsfotografie der „exakten“ Abbildung widmen, verfremden manche zeitgenössische Fotografen wie der Finne Miklos Gaal reale Szenen mit den extremen Unschärfen, die durch die Verstellungen von Fachkameras möglich sind, zu surrealen Szenen, die an die Makroaufnahmen von Modelleisenbahnen erinnern. Darin könnte ein Aufgreifen der Ideen des beginnenden 20. Jahrhunderts gesehen werden, mit denen sich die Fotografie vom Zwang der exakten Abbildung befreite.

Technik


Abgesehen von bewussten gestalterischen Unschärfen, versucht man in der Landschaftsfotografie, Aufnahmen mit großer Schärfentiefe und Detailzeichnung herzustellen. Landschaftsfotografen haben meist genug Zeit, um ein Stativ aufzubauen und damit die optimale Perspektive und Ausschnitt zu suchen. Belichtungsreihen treten hier an die Stelle von Serienbildern.

Bildschärfe


Zur Erzielung optimaler Bildschärfe bei Landschaftsaufnahmen gelten folgende Parameter:

  • Möglichst niedriger ISO-Wert, um Bildrauschen (bzw. Körnigkeit) zu minimieren.
  • Am besten fotografiert man im RAW-Format um verlustfreie Bilder für die Nachbearbeitung herzustellen.
  • 6 Megapixel reichen für den „Hausgebrauch“, schöpfen aber nicht das Auflösungsvermögen sehr guter Objektive voll aus. Hier sollten es 10-12 Megapixel sein.
  • Möglichst gutes Objektiv, Festbrennweiten sind meist preiswerter und kompakter als vergleichbar gute Zoomoptiken.
  • Auch gute Objektive sollten um mindestens zwei Stufen abgeblendet werden, höchstens aber „zwei Stufen vor ganz zu“. Oft sind das Blendenwerte um 5,6 bis 11.
  • Daraus resultiert eine Belichtungszeit, die oft nicht aus der Hand verwacklungsfrei gehalten werden kann. Ein gutes Stativ ist daher das wichtigste Utensil des Landschaftsfotografen.
  • Drahtauslöser (oder elektrischer Fernauslöser) bzw. Selbstauslöser und Spiegelvorauslösung reduzieren die Verwacklungen und sollten bei Aufnahmen vom Stativ immer verwendet werden, wenn es das Motiv erlaubt.
  • Der Autofokus stört bei Landschaftsaufnahmen oft, manuelle Scharfstellung auf Unendlich (∞) ist meistens richtig.


Filter


Folgende Filter finden in der Landschaftsfotografie häufig Anwendung:

  • Polfilter können blauen Himmel kräftiger erscheinen lassen und Spiegelungen auf Wasseroberflächen reduzieren. Seine Wirkung entfaltet er nur bei Seitenlicht.
  • Verlauffilter dunkeln einen hellen Himmel ab und reduzieren so den Kontrastumfang des Bildes.
  • Neutralgraufilter verlängern die Belichtungszeit, sodass Bewegungsunschärfe, insbesondere von fließendem Wasser, bildwirksam wird.
  • Farbfilter (rot, grün, gelb, orange) werden nur in der Schwarzweißfotografie verwendet und können den Landschaftseindruck verstärken. Ein Gelbfilter arbeitet beispielsweise die Wolken vor blauem Himmel besser heraus, und ein Grünfilter differenziert das Blattgrün bei Waldaufnahmen.


Literatur


  • A. Horsley Hinton: Künstlerische Landschafts-Photographie in Studium und Praxis (2. durchges. u. erweiterte Auflage). Berlin: Gustav Schmidt 1900
  • Fritz Loescher: Leitfaden der Landschafts-Photographie (5. Aufl. umgearbeitet u. ergänzt v. Karl Weiß). Berlin: Union Deutsche Verlagsges. 1917


Weblinks
Beitrag Forum: Fotowissen   Geschrieben: Fr, 22. Feb 2008 19:11   Titel: Lange Zeiten Bringen Mehr Atmosphäre

Warum eigentlich immer mit "hässlichen" Xenonlicht fotografieren?!


Sehr oft bringt eine längere Verschlusszeit schönere, stimmungsvollere Bilder.
Bei der Verwendung kurzer Belichtungszeiten in Kombination mit einem Blitzlicht wird meist nur das Vordere Hauptmotiv auf dem Foto optimal belichtet dargestellt. Alles, was seitlich davon oder hinter der Blitzreichweite liegt, verschwindet im Dunkeln. In großen Innenräumen (z.B. Kirchen, Weinkellern oder Grotten) kann die Umgebung ins Bild eingebunden werden, wenn der Fotograf länger belichtet und so das Umgebungslicht mit nutzt. Dadurch bleibt im Foto die Tiefe des Raumes erhalten. In einer relativ dunklen Umgebung kann eine Belichtungszeit von bis zu einer halben Sekunde sinnvoll sein. Menschen, die im Bild sind, können durchaus so lange still halten, wenn sie vorgewarnt werden. Die Kamera sollte jedoch auf einem Stativ befestigt werden, um Verwacklungen zu verhindern.

Heimelige Atmosphäre im Kerzenschein lässt sich genauso im Bild schaffen. In kleinerer Umgebung, an einem Tisch beispielsweise, kann eine Verschlusszeit von 1/10 Sekunde oder 1/8 Sekunde bereits ausreichend sein - dies kann durchaus noch aus der Hand fhotographiert werden (bei entsprechend kurzer Brennweite - man beachte die Reziprokale Faustregel Verwacklungsfreie Belichtungszeit=1/Brennweite. Zwar werden Personen eventuell leicht verwischt abgebildet, dies kann man durch den Einsatz des Blitzlichts aber etwas kompensieren, da zunächst ja ein scharfes, geblitztes Hauptbild entsteht, um das sich möglicherweise ein leichter Saum legt. Wenn die Szenerie mit Kerzen oder anderem weichen Licht beleuchtet ist, erscheint der Unschärfe-Saum rötlich und verleiht dem Fhoto zusätzliche Wärme.
Beitrag Forum: Fotowiki   Geschrieben: So, 30. Dec 2007 15:20   Titel: Langzeitbelichtung

Von Langzeitbelichtung wird ab einer Belichtungszeit von mehreren Sekunden gesprochen. Langzeitbelichtungen werden eingesetzt um auch bei geringem Licht noch fotografieren zu können oder um Bewegungsabläufe aufzuzeigen, im technischen und künstlerischen Bereich.

In der Available Light Fotografie werden Langzeitbelichtungen durch hochempfindliche Filme/Bildsensoren und Lichtstarke Objektive weitestgehend vermieden, da hier normalerweise kein Stativ verwendet wird. In der Nachtfotografie werden Langzeitbelichtungen häufig eingesetzt, das Anwendungsgebiet ist jedoch universeller.


Bildwirkung

Langzeitbelichtungen zeigen einen Ausschnitt der Zeit, wie wir ihn normalerweise nicht wahrnehmen können. Im Gegensatz zu “normalen” Fotografien halten sie nicht einen kurzen Augenblick fest, sie bilden das Motiv in einem längeren Prozess ab. Bewegungen werden dabei verwischt, sie zerfließen in der Zeit.

Die ca. zweijährigen Belichtungszeiten vom Potsdamer Platz durch Michael Wesely zeigen einen Horizont durch die neuen Gebäude hindurch, der schon vor der Bebauung des Platzes zu sehen war. Auch die Sonnenbahnen treten als helle Streifen sehr stark in den Vordergrund.

Durch die lange Belichtungszeit ergibt sich bei bewegten Objekten eine große Bewegungsunschärfe, die als gestalterisches Mittel genutzt werden kann. Bewegte Objekte oder Personen verschwimmen und können sogar völlig "verschwinden", was bei z. B. Architekturaufnahmen genutzt wird. Im Dunklen hinterlassen helle Objekte (z. B. Scheinwerfer von Fahrzeugen) Lichtstreifen. Langzeitaufnahmen eines Nachthimmels (ohne Beeinflussung störender Lichtquellen wie Straßenbeleuchtungen etc.) lassen die Sterne durch die Erddrehung wie Striche aussehen.


Durchführung

Die meisten Langzeitbelichtungen spielen sich im Rahmen von 5 Sek. bis hin zu mehreren Minuten ab. Der Belichtungszeit ist nach oben kaum eine Grenze gesetzt. Michael Wesely hat extreme Langzeitbelichtungen von bis zu 26 Monaten durchgeführt.

Eine korrekte Belichtung bei langen Zeiten kann durch verschiedene Mittel erreicht werden:

* Abblenden, z. B. auf Blende 16 bis 32 (je nach Objektiv)
* Verwendung eines Films mit geringer Lichtempfindlichkeit, z. B. ASA 50
* Graufilter am Objektiv
* Verringerung des Umgebungslichtes.

Soll nur ein sich bewegendes Objekt, nicht aber der Hintergrund verwackelt und verschwommen wiedergegeben werden, so muss die Kamera gegen Verwackeln gesichert werden z. B. durch ein stabiles Stativ. Bei Verwendung eines Stativs sollten Bildstabilisierungs-Systeme abgeschaltet werden. Sie können sonst durch "Überreaktionen" wieder zu verwackelten Bildern führen.

Bei Kameras mit manueller Belichtungseinstellung oder Zeitvorwahl lassen sich lange Belichtungszeiten direkt einstellen. Auf den meisten Kameras ist die Funktion für die Langzeitbelichtung ab 30 Sekunden mit einem B gekennzeichnet, das für Bulb (engl. Blitzbirne) steht. Bei den meisten elektronisch gesteuerten Kameras wird die Belichtungszeit durch die Kapazität der Batterie begrenzt (offenhalten des Verschlusses). Bei einer Canon 3000N liegt beispielsweise das Maximum laut Hersteller bei etwa 6 Stunden. Einige wenige Modelle der oberen Preisklasse verriegeln den offenen Verschluss in dieser Zeit, so dass das Offenhalten keinen Strom mehr benötigt (Canon EOS 3). Kameras mit mechanischem Verschluss erlauben nahezu unbegrenzte Belichtungszeiten.

In den Anfängen der Fotografie war die Langzeitbelichtung kein reines Gestaltungsmittel, sondern eine Notwendigkeit. Gründe dafür waren die geringe Empfindlichkeit des Fotomaterials und geringe Lichtstärke der Objektive.


Besonderheiten

Zu beachten ist, dass bei chemischem Filmmaterial durch den Schwarzschildeffekt längere Belichtungszeiten notwendig sind, als der Belichtungsmesser angibt. Diese Abweichung ist abhängig vom Filmmaterial.

Bei digitalen Kameras entfällt diese Korrektur, dafür entsteht ein höheres Rauschen des Bildsensors, das zum Teil durch bestimmte "Entrauschungsverfahren" ausgeglichen werden kann. Bei modernen Digitalkameras wird im Anschluss an die Langzeitbelichtung ein Bild bei geschlossenem Verschluss als "Rauschmuster" aufgenommen. Dieses Muster wird benutzt, um das Rauschen des aufgenommenen Bildes zu reduzieren.

Eine weitere sehr effektive Methode, welche jedoch nicht angewendet werden kann, wenn sich im Bild Bewegungsmuster befinden, ist die Methode der zweiten Aufnahme. Hierbei wird das Bild mit absolut identischen Einstellungen mehrfach aufgenommen. Da sich Störungen bezüglich Bildrauschen zufällig verhalten, können diese über diese Bilder herausgerechnet werden.

Siehe auch


Chronofotografie, Belichtungszeit, Kurzzeitfotografie, Available Light, Nachtfotografie
Wikipedia

Kategorien

Beitrag Forum: Fotowiki   Geschrieben: Sa, 29. Dec 2007 18:06   Titel: Montierung

Die Montierung ist der Teil, welcher (meist) auf einem Stativ befestigt, das Fernrohr trägt.

Die Montierung dient zum Anpeilen eines Objektes und ggf. zu dessen Nachführung. Je nach Einsatzgebiet unterscheidet man dabei zwischen azimutaler und parallaktischer Montierung.

Wichtig ist die richtige Dimensionierung der Montierung. Ein kleines Fernrohr auf einer übergroßen Montierung rechtfertigt diese nicht (Preisfrage). Ebenso ist der Einsatz einer parallaktischen Montierung bei visuellen Beobachtungen (vor Allem Mond und Planeten) nicht zu empfehlen, da das Anpeilen der Objekte meist länger dauert als die Beobachtung. Zudem kommt, daß diese Montierungen erst mühsam ausgerichtet wrden müssen. Für schnelle und einfache Beobachtungen eignen sich daher azimutale Montierungen besser.
Eine zu "kleine" Montierung für ein großes Newton-Fernrohr führt zu instabilen Verhältnissen. Die Monti ist dann mit dem Gewicht der Fernrohres überfordert. Es kommt dann häufig zu Schwankungen und Vibrationen durch Stellbewegungen und Trittschwingungen durch die eigenen oder andere Füße....


Siehe auch:
Beitrag Forum: Fotowiki   Geschrieben: Sa, 29. Dec 2007 18:03   Titel: Deutsche Montierung

Deutsche Montierung



Die Deutsche Montierung ist eine Teleskopmontierung parallaktischer Bauart und dient zur Steuerung von Teleskopen. Sie besteht aus der mit 2 Wälzlagern gelagerten Stundenachse (Rektaszensionsachse; bei uns zum Nordpol weisend) und einem kompakten daran angesetzten Achsenkreuz zwischen Stundenachse und Deklinationsachse mit Lagerung derselben. An einem Ende der Deklinationsachse wird der Teleskoptubus befestigt, an das andere Ende kommt ein Gegengewicht zum Austarieren des Tubusgewichtes. Die Stundenachslagerung ist immer mit dem Kippmoment beider belastet, darum sollen die beiden Wälzlager der Stundenachse einen großen Abstand zueinander haben. Die Montierung hat meistens noch 2 "Gelenke" zur Einstellung der Stundenachse auf den Pol, die Azimuteinstellung (senkrechte Achse) und die Höheneinstellung (waagrechte Achse). Beide werden jedoch nur für transportable Teleskope benötigt. Bei handelsüblichen Montierungen ist die Stundenachse meistens als Rohr ausgeführt. In die Rohröffnung ist ein Polsucherfernrohr eingelassen. Bei fester Aufstellung in einer Sternwarte werden die "Gelenke" nicht gebraucht (sie sind häufig eine konstruktive Schwachstelle), es genügt stattdessen die wesentlich stabilere Nivelliereinrichtung nach Rudolf Pressberger (siehe Link). Der Antrieb der Montierung erfolgt meistens mit Schneckenrädern und Schrittmotorsteuerungen. Konstruktionsbedingt haben die Schneckenräder einen deutlich kleineren Durchmesser als die verwendete Optik, die Regel Antriebsraddurchmesser=Spiegeldurchmesser kann nicht eingehalten werden.

Vorteile


Ein Wechsel des Teleskops ist ambulant möglich, es muss nur das Gegengewicht neu eingestellt werden. Die kompakte Ausführung erleichtert den Transport und die Montage. Eine stabile deutsche Montierung ist besser als so manche "Stimmgabelmontierung".

Nachteile


Es ist im Betrieb ein Umschlagen bei Meridiandurchgang notwendig, da der Tubus sonst an der Teleskopsäule (bzw. am Stativ) anschlägt (was leider bei modernen GoTo-Antrieben noch immer kaum unterstützt wird). Weiters eine große Schwingungsanfälligkeit mit abstehendem Gegengewicht. Die einseitige Befestigung des optischen Tubus kann zu Problemen bei kollimationsempfindlicher Optik (z.B. RC) führen. Eine beschränkte Antriebsgenauigkeit durch zu kleine Antriebsräder, die aufwendige elektronische PEC-Korrektur der handelsüblichen Teleskopantriebe ist kaum ein adequater Ersatz.

Eine Spezialkonstruktion


Eine ganz spezielle deutsche Montierung hat Rudolf Pressberger schon vor 30 Jahren gebaut. Dort gibt es keine Stundenachse und weder Stundenlager noch Deklinationslager. Die Lagerung beider Achsen ist in einem einzigen "Kugelgelenk" vereint, welches sich genau im Achsenkreuz befindet. Dieses Kugelgelenk besteht aus einer großen Stahlkugel die auf einem Luftpolster schwebt, ähnlich den Öldrucklagern mancher Großteleskope (siehe Jensch-Montierung) nur eben mit Luft. Der Luftverlust ist äußerst gering, der verwendete kleine Werkstattkompressor läuft nur selten an. Der Teleskoptubus ist damit ganz reibungsfrei gelagert und kann ohne Kippmomente von großen Schneckenrädern präzise angetrieben werden. Realisiert wurde das Konzept bei einem selbstgeschliffenen 40cm-Newton mit hydraulischem Gewichtsausgleich bei Verschiebung des Okularschlittens. Das bewegliche Gegengewicht ist wie bei der Jensch-Montierung angeordnet. Pressberger selbst hat die Konstruktion als sein "Gesellenstück" bezeichnet und später durch seine noch genialere Gabelmontierung (ÖPFM) ersetzt.

siehe auch




Beitrag Forum: Fotowiki   Geschrieben: Sa, 29. Dec 2007 17:57   Titel: Belichtungszeit

Die Belichtungszeit (englisch exposure time) ist die Zeitspanne, der ein optisch empfindliches Medium (herkömmliche Kameras: Film, Digitalkameras: CMOS- oder CCD-Sensor) zur Aufzeichnung eines Bildes ausgesetzt wird. Zusammen mit der Blendenöffnung bestimmt die Belichtungszeit die auf das Medium einfallende Lichtmenge (englisch Exposure value, EV). Eine korrekte Belichtung des Mediums ist abhängig von der Helligkeit des Motivs, der einfallenden Lichtmenge und der Empfindlichkeit des Mediums (ISO-Zahl). Bei gegebener Motivhelligkeit und Empfindlichkeit des Mediums führt nur eine bestimmte Lichtmenge zu einer richtigen Belichtung. Die Lichtmenge ergibt sich hierbei aus dem Quotienten aus Belichtungszeit und Blendenöffnung. Eine zu kurze Belichtungszeit führt daher zu unterbelichteten, eine zu lange Belichtungszeit zu überbelichteten Bildern.

Die Belichtungszeit wird als zu steuernde Verschlusszeit an der Kamera eingestellt oder auf andere geeignete Weise gebildet, wenn die benötigte Belichtungszeit außerhalb des von der Kamera gesteuerten Verschlusszeitenbereichs liegt.

Die Belichtungszeit kann je nach eingesetzter Technik von Bruchteilen einer Sekunde bis hin zu Stunden reichen. Bei extrem kurzen Zeiten (unter ca. 1/5000 s) wird von Kurzzeitfotografie gesprochen, bei Zeiten über ca. 5 s von Langzeitbelichtung. Bei Langzeitaufnahmen auf Film ist der Schwarzschildeffekt zu beachten.

Die notwendige Belichtungszeit wird mit zunehmendem Lichteinfall (Helligkeit) sowie zunehmender Lichtempfindlichkeit des Bildaufnehmers (ISO-Zahl - je höher, umso lichtempfindlicher) kürzer. Ermittelt wird die richtige Belichtungszeit mit einem Belichtungsmesser.

Neben der Blende ist die Belichtungszeit das wichtigste Mittel zur Gestaltung fotografischer Werke (Bewegungsunschärfe oder Schärfentiefe).



Siehe auch: Kurzzeitfotografie, Langzeitbelichtung, KB-Belichtungszeit

Wie lang kann ich mit welchem Objektiv noch verwacklungsfrei Freihand fotografieren?
Hier eine kleine Faustformel:

Das Reziproke der Brennweite ist gleich der max. längsten Belichtungszeit. D.h. bei f=50 mm ist 1/50 Sekunde lie längste Freihandbelichtungszeit bei welcher noch keine Verwackler auftreten. Bei f=125mm sind dies dann 1/125s, bei f=500mm ist dies 1/500s, bei f=25mm ist dies 1/25s.

Gut zu wissen wenn man mal sein Stativ vergessen hat. Gut zu wissen auch, wenn man z.B. Teleaufnahmen beim Sport machen will, wo der Einsatz eines Statives sinnlos wäre (Fussball), da ann man sich schon mal ausrechnen, welchen Film man benötigt (ISO-Wert)...
Beitrag Forum: Makro und Stilleben   Geschrieben: So, 11. Nov 2007 17:06   Titel: Blütenzauber auf den Film gebannt

Blütenzauber auf den Film gebannt


Wenn wir durch unsere heimatlichen Fluren und Wälder streifen, oder auf Wanderungen unterwegs sind, werden wir des öfteren Blumen, Gräser oder andere Pflanzenteile entdecken, die – auf unseren Film gebannt – ein sehenswertes Motiv ergeben würden. Doch meist setzen uns die natürlichen Verhältnisse wie Beleuchtung, Wetter und Wind gewisse Grenzen. Insbesondere der Wind ist es, der uns oft zu schaffen macht, so dass das Fotografieren von Blumen zu einer windigen Angelegenheit wird.

Gegen Wind hilft ein Blitz

Um Bewegungsunschärfe durch Wind zu vermeiden, könnten wir natürlich eine kurze Verschlussgeschwindigkeit verwenden.
Da wir aber dadurch die Blende meist ganz öffnen müssen, sinkt wiederum die Schärfentiefe,
was sich hauptsächlich im Nahbereich negativ bemerkbar macht. Als einziger Ausweg bleibt uns in diesen Situationen
deshalb nur der Elektronenblitz. Einen solchen benötigen wir auch, wenn wir Pflanzen im Wald fotografieren.
Dadurch vermeiden wir einen grünen Farbstich, der durch das grüne Blätter- und Nadeldach der Bäume entstehen würde.



Foto rechts: Details von harmonischer Schönheit,
Weisser Germer (Veratrum album)


Bei Windstille ein Stativ


Herrscht draußen Windstille, dann sollten wir auf alle Fälle ein Stativ verwenden.
Dies ist Bedingung für verwacklungsfreie Aufnahmen. Durch die längeren Belichtungszeiten,
die dadurch möglich sind, können wir die Blende weiter schließen, so dass eine größere Tiefenschärfe entsteht.
Bei Blumenaufnahmen machen wir natürlich nicht nur Aufnahmen von der ganzen Pflanze,
sondern besser von einem Teil davon, wie etwa der Blüte, einem Blatt oder dem Stängel.
Diese Ausschnitte sind viel reizvoller. Wie ästhetisch ist doch eine Blüte im Gegenlicht
mit dunklem Hintergrund – ein Blatt, besetzt mit Tautropfen oder ein Pflanzenstängel mit Raureif besetzt.
Voraussetzung ist, dass wir mit unserer Kameraausrüstung auch Nahaufnahmen machen können.


Foto links: Eine Distel im Gegenlicht; der filigrane Aufbau dieser
Pflanze kommt dadurch besonders reizvoll zur Geltung.


Wichtig ist ein ruhiger Hintergrund

Um einen ruhigen Hintergrund zu bekommen, achten wir darauf,
dass unmittelbar hinter der zu fotografierenden Pflanze keine weiteren störenden Details sind.
Ideal wäre es, wenn der Hintergrund im Schatten läge.
Einen ruhigen Hintergrund erhalten wir auch, wenn wir hinter unser blumiges Motiv einen farbigen Karton halten.
Am besten in den Farben dunkelgrün oder dunkelblau. Auf jeden Fall nicht zu grelle Farben.
Bei Großaufnahmen von Blüten empfiehlt es sich, den Hintergrund in der Komplementärfarbe der Blume zu halten.

Foto rechts: Bachnelkenwurz (Geum rivale)


Text & Fotos (c) by Walter J. Pilsak
Beitrag Forum: Fotowissen   Geschrieben: So, 11. Nov 2007 14:37   Titel: Verwacklungsfrei freihand fotografieren

Wie lang kann ich mit welchem Objektiv noch verwacklungsfrei Freihand fotografieren?
Hier eine kleine Faustformel:

Das Reziproke der Brennweite ist gleich der max. längsten Belichtungszeit. D.h. bei f=50 mm ist 1/50 Sekunde lie längste Freihandbelichtungszeit bei welcher noch keine Verwackler auftreten. Bei f=125mm sind dies dann 1/125s, bei f=500mm ist dies 1/500s, bei f=25mm ist dies 1/25s.

Gut zu wissen wenn man mal sein Stativ vergessen hat. Gut zu wissen auch, wenn man z.B. Teleaufnahmen beim Sport machen will, wo der Einsatz eines Statives sinnlos wäre (Fussball), da ann kman sich schon mal ausrechnen, welchen Film man benötigt (ISO-Wert)...
Beitrag Forum: Fotowissen   Geschrieben: Sa, 10. Nov 2007 17:45   Titel: Shootings bei Nacht mit einfachen Mitteln:

Shootings bei Nacht mit einfachen Mitteln:

Outdooraufnahmen von Menschen bei Nacht (z.B. Akt, Portait, Gruppen) sind ohne ordentliche Ausleuchtung nur schwer zu realisieren. Um trotzdem brauchbare Bilder zu erzeugen bietet sich von vornheirein die Stimmung und Gestaltung der Bilder als Low-Key-Styles, vornehmlich in s/w an.

Wieso bei Nacht fotografieren?
Wer kein eigenes Studio hat, ein Mietstudio zu teuer ist, aber trotzdem ungestört fotografieren möchte (z.B. bei Akt), oder für seine Aufnahme besondere Gebäude, Landschaften oder Locations bei z.B. Akt einsetzen möchte, muss nach draussen und zwar dann, wenn keine Menschenseele unterwegs ist.


Woher Licht bekommen?
Problematisch ist, daß jeh weniger Licht vorhanden ist die Belichtungszeit länger wird. gerade bei Personenaufnahmen ist die sehr ungünstig. Abhilfe schafft da ein Handblitzgerät, welches über ein Synchronkabel mit der Kamera verbunden ist. Um die Objekte auch seitlich anzublitzen, kann man den Handblitz auf einen reflektor lenken, welcher das Licht des Blitzes auf das Objekt wirft.

Mit Blitzgeräten kann man aber noch tolleres anstellen, absolute Dunkelheit vorrausgesetzt: Kamera auf Stativ. Kamera auf Unendlich stellen und Objekt (quasi ohne Licht) belichten. Nun wird manuell ein Blitz ausgelöst. Nachher wird der Verschluss der Kamera geschlossen. Belichtet wurde der Film quasi nur im Moment des sehr kurzrn Aufleuten des Blitzes. Es sollte also nicht zu Verwacklern kommen. Auf diese Art lassen sich auch Mehrfachbelichtungen durchführen.

Der Mond und Laternen als Lichtquelle:
Bei entsprechen langer belichtungszeit oder hoher Filmempfindlichkeit lassen sich Mond und z.B. Laternen als Lichtquelle ohne Hilfsmittel nutzen. Problematisch bei Akt sind Laternen, da sie meist an Straßen stehen. Die Gefahr und unliebsamen Beobachtern ist groß. Beim Einsatz von Reflektoren kann man die Ausleuchtung durch Mondlicht verstärken.

Künstliche mitgebrachte Lichtquellen:

Autoscheinwerfer durch einen "Diffusor" geleitet (z.B. Leinentuch, Reflektor).
Man kann auch versuchen, Halogen- oder LEDleuchten geschikt zu bündeln und als Lichtquelle einsetzen. Problematisch wird nur die Sromversorgung. Bei LEDs reichen oft A oder AA Batterien. Diese muss man nur richtig in Reihe schalten und diese Module parallel schalten. nur so erhält man genügend Spannung und Stromstärke. Bei Halogen ist es Schwieriger, da diese mehr Leistung als LED benötigen. Dazu müsste man schon eine scwere Autobatterie mitnehmen, was jedoch sehr mühsam ist.
Bei kleinen Objekten (Pflanzen, kleine Tiere, ...) kann man auch Versuche mit taschenlampen wagen. Die ergebnisse können sehr interessant sein.
 
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