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Beitrag Forum: Fotowiki   Geschrieben: So, 16. Jan 2011 13:43   Titel: Autofokus

Als Autofokus (AF) wird die Technik einer Kamera oder allgemein eines jeden optischen Apparates bezeichnet, automatisch auf das Motiv scharfzustellen. Grundsätzlich wird zwischen passivem Autofokus, also solchem, der nur das vom Motiv abgestrahlte oder reflektierte Licht verwendet, und aktivem Autofokus unterschieden, der auch bei völliger Dunkelheit funktioniert.

Passiver Autofokus


Am weitesten verbreitet sind heute passive Autofokussysteme. Die beiden grundsätzlichen Techniken sind der Phasenvergleich und die Kontrastmessung. Der passive Autofokus ist auf genügende Beleuchtung und ausreichenden Objektkontrast angewiesen, um zu funktionieren. Durch Beleuchtung des Motivs mit einem Hilfslicht kann er jedoch zu einem aktiven Verfahren erweitert werden.

Kontrastmessung

Eine Fokussierung mittels Messung des Bildkontrasts läuft prinzipiell so ab, wie auch das Auge beziehungsweise ein Fotograf ohne weitere Hilfsmittel fokussieren: Die Bildweite des Objektivs wird solange variiert, bis der Kontrast maximal ist. Da die Kamera im Gegensatz zu einem Lebewesen keine Vorstellung davon hat, wie weit das Motiv ungefähr entfernt ist, reicht eine einzige Kontrastmessung nicht aus, um die Fokussierrichtung festzulegen. Erst wenn mindestens zwei Messungen vorliegen, ist nicht nur die Richtung bekannt, sondern es kann die Fokusposition evtl. auch extrapoliert werden.

Die Methode der Kontrastmessung kommt häufig in Video- und kompakten Digitalkameras zum Einsatz. Hier ist ohnehin ein das gesamte Format ausfüllender Bildsensor vorhanden, und die Integration des Phasenkontrastverfahrens in diesen Chip wäre sehr aufwendig bis unmöglich. Aufgrund des rechnerischen Aufwandes und nötigen Vorwissens der absoluten Verfahren („Depth from Defocus“) kommen in der Praxis meist nur relative Verfahren („Depth from Focus“) zum Einsatz.

Der Prozessor der Kamera errechnet dabei die Frequenzverteilung im Bild. Je größer der Anteil der hohen Frequenzen, desto schärfer das Bild. Relatives Verfahren bedeutet, dass mehrere Aufnahmen mit unterschiedlicher Fokussierung notwendig sind, um eine Verbesserung oder Verschlechterung der Bildschärfe und die Richtung der nötigen Fokussierung zu ermitteln. Die Nachteile dieser Methode sind also großer Rechen- und Motoraufwand, was sich negativ auf die Batteriekapazität und Geschwindigkeit niederschlägt. Des Weiteren ist für eine erneute Fokusmessung ohne Veränderung des Bildausschnittes wiederum eine Fokusveränderung (=zunächst eine Defokussierung) notwendig, sodass diese neue Messung üblicherweise merkbar Zeit benötigt.

Phasenvergleich

Die ältere passive Methode ist der Phasenvergleich. Dieses Verfahren ist zwar komplexer und erfordert einen speziellen Sensor, es erfordert jedoch prinzipiell keine große Rechenleistung, und die Fokussierrichtung kann mit der ersten Messung bestimmt werden.

Die Methode wurde erstmals 1976 durch Honeywells Visitronic-Chip realisiert. Die erste damit ausgerüstete Serienkamera war die Konica C35-AF. Das Funktionsprinzip beruht auf Triangulation der Objektentfernung durch (mindestens) zwei durch dieselbe Linse schauende Autofokussensoren (Stereobild). Das Ergebnis ist eine schnelle und genaue Fokussierung, die ohne erneute mechanische Fokussierung und damit ohne Zeitverlust beliebig oft wiederholt werden kann. Bei Digitalkameras findet dieses Verfahren aufgrund der höheren Kosten und technischen Komplexität überwiegend in den teureren Spiegelreflexkameras Verwendung, jedoch sind beispielsweise viele Kompaktkameras der Firma Ricoh ebenfalls mit dieser Technik ausgestattet, hier „Hybrid-AF“ genannt.

Aktiver Autofokus


Der aktive Autofokus funktioniert auch in absoluter Dunkelheit. Man unterscheidet zwischen direkter Entfernungsmessung mittels Ultraschallwellen und der Erweiterung von passiven Methoden mittels Objektbeleuchtung.

Ultraschall-Laufzeitverfahren

Ein aktives Ultraschallverfahren (Sonar) kommt beispielsweise seit 1982 bei diversen Polaroid-Kameras zum Einsatz. Dabei wird die Zeit, die der Schall von der Kamera zum Objekt und zurück benötigt, gemessen und je nach berechneter Entfernung fokussiert. Der Vorteil dieses Verfahrens ist, dass es extrem schnell funktioniert, da keine Probefokussierung wie bei der Kontrastmessung notwendig ist. Nachteilig ist, dass keine präzise Auswahl des Fokus auf dem Motiv möglich ist, und dass es durch Glasscheiben gar nicht und mit Spiegeln nur bedingt funktioniert, da es kein optisches Verfahren ist.

Objektbeleuchtung

Eine Phasenkontrast- oder Kontrastmessung kann trotz zu geringer Leuchtleistung des Motivs durchgeführt werden, wenn dieses aktiv beleuchtet wird. Dabei kommt entweder ein Hilfslicht, das dem einer Taschenlampe ähnelt, oder Messblitze zur Verwendung.

Das AF-Hilfslicht ist meist rot (sichtbar) oder infrarot (unsichtbar, aber durch Längs-CA des Objektivs ungenauer). Wie im Bildbeispiel zu sehen ist, kommt dabei idealerweise kein gleichmäßiger Lichtfleck zum Einsatz, sondern es wird ein Muster auf das Motiv projiziert. Wenn der Phasenkontrast in der Horizontalen gemessen wird, eignet sich ein vertikales Linienmuster besonders gut. Der große Vorteil ist, dass mit solcher Beleuchtung sogar auf Flächen ohne jeden Kontrast fokussiert werden kann. Dieses Verfahren kommt deshalb auch dann zum Einsatz, wenn das Objekt eigentlich genügend Licht für die Messeinrichtung liefert, jedoch zu geringen Kontrast aufweist. Wenn die Kamera über kein eigenes Blitzlicht verfügt, ist das AF-Hilfslicht meist im Blitzgerät eingebaut.

Neben der (zeitlich) kontinuierlichen Ausleuchtung mit einem AF-Hilfslicht werden auch Messblitze verwendet. Diese Methode ist wohl kostengünstiger zu realisieren, hat aber neben der „Auffälligkeit“ den Nachteil, dass wegen der gleichmäßigen Ausleuchtung wie bei passiven Verfahren nur auf Objekte mit ausreichendem Kontrast scharfgestellt werden kann. Vorteilhaft ist, dass auch stark bewegte Objekte wegen fehlender Bewegungsunschärfe scharfgestellt werden können.

Allgemeine Eigenschaften


Die Geschwindigkeit und Genauigkeit des Autofokus können sehr gut sein. Normalerweise liegen sie über dem, was manuell erreicht wird. Moderne Kameras messen verschiedene Bereiche des Bildes und entscheiden, wo das Objekt ist. Einige Kameras sind auch fähig, zu entscheiden, ob sich das Objekt auf die Kamera zu oder von ihr weg bewegt, sowie welche Geschwindigkeit es hat, und verfolgen es (Prädiktions-Autofokus).

Einfache AF-Systeme besitzen nur einen Fokussensor. Höher entwickelte verfügen jedoch über ein ganzes Gitter von Sensoren. Die Nikon D3 und andere (semi-)professionell angesiedelte Nikon-Modelle haben sogar 51 Sensoren, die einzeln auswählbar sind, um das zu fokussierende Objekt zu erfassen. Bei den EOS-1D-Modellen von Canon sind es 45 Sensoren.

Autofokus in Kameramobiltelefonen


Mittlerweile werden Autofokus-Systeme auch in einigen Mobiltelefonen mit eingebauter Digitalkamera eingesetzt. Diese sollen die bis jetzt weit verbreiteten Fixfokuslinsen ablösen und für eine höhere Bildschärfe sorgen.

Siehe auch



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Weblinks


Beitrag Forum: Praktica-Forum   Geschrieben: So, 17. Oct 2010 13:35   Titel: Re: Praktica TTL- Funktion

Hallo,

die Kontakte sind zur Informationsübertragung der Blendeneinstellung des Objektives zur kamera da. Die Objektivblende ist i.d.R. stets voll geöffnet und schließt erst beim Belichten auf die vorgewählte Blendengröße. Das ermöglicht Dir das einigermaßen gute Fokussieren, weil Dein Sucherbild hell genug ist.

Theoretisch sollte mit dem Adapter Deine Kamera+Blitz auch mit den M42 (Gewinde)Objektiven zurecht kommen.

Wie ist das beim Benutzen der M42 Objektive mit Adapter? Wenn Du verschiedene Blenden am Objektiv anwähltst, hast Du dann auch verschieden lange Belichtungszeiten? Wenn ja, dann sollte alles problemlos funtionieren...

vg,

Tino
Beitrag Forum: Fotowiki   Geschrieben: Fr, 11. Jan 2008 23:38   Titel: Nikon F

Nikon F


Wechseln zu: Suche

Die Nikon F (in Deutschland auch: Nikkor F) ist ein klassischer Fotoapparat der 1960er Jahre, eine Kleinbild-Spiegelreflexkamera, die als Prototyp aller danach folgenden professionellen Kameras dieses Typs gilt.

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Nikon F (schwarz) in der Grundausstattung mit einfachem Prismensucher, Baujahr 1969

Die Nikon F wurde 1959 vorgestellt und 1971 von der technisch sehr ähnlichen Nikon F2 abgelöst, die den weltweiten Durchbruch des japanischen Herstellers Nikon im professionellen Kleinbildsektor auch in Europa markierte. Schon vorher war die F ein „Geheimtipp“, aber keineswegs ein „Exot“, sondern besonders in Japan und den USA als Profi-Kamera für den „harten Einsatz“ akzeptiert. Später folgten weitere Kameras in der F-Serie.

Zwar hatte die Nikon F nur mit einer wirklichen Weltneuheit aufzuwarten (dem 100%igen Sucherausschnitt), aber sie vereinte dennoch alle bis dahin bekannten Fortschritte erstmals in einem Modell.

Auch nach Jahrzehnten lässt sie sich problemlos einsetzen. Die Grundausstattung mit einfachem Prismensucher ohne Belichtungsmesser wirkt für heutige Verhältnisse spartanisch, aber sie funktioniert und alle heutigen Objektive mit dem F-Bajonett können weiter verwendet werden (Ausnahme: AF-G Objektive ohne Blendenring, DX-Objektive für Digitalkameras mit kleinerem Bildkreis und APS-Objektive). Eine Belichtungsmessung mit „Photomic-Suchern“ ist nur bei solchen Objektiven möglich, die über den Metallzinken auf dem Blendering verfügen oder damit nachgerüstet werden können.


Vorgeschichte


Die Nikon F baut auf folgenden Innovationen anderer Hersteller auf:

* 1925 erste Kleinbildkamera von Oskar Barnack - die Leica
* 1936 erste Kleinbild-Spiegelreflexkamera
* 1936 Kine-Exakta erste Kleinbild-Spiegelreflexkamera mit Bajonett-Anschluss für Wechselobjektive
* 1955 Pentax Asahiflex erste Kleinbild-Spiegelreflexkamera mit Springblende
* 1964 Pentax Spotmatic, erste einäugige Spiegelreflexkamera der Welt mit Belichtungsmessung durch das Objektiv.

Im Stammbaum des eigenen Hauses baut sie technisch auf der Messsucherkamera Nikon SP auf, die heute ein sehr begehrtes Sammlerobjekt ist. Der Ruf der SP als Alternative zu Leica und Contax liegt in den von Nikon gefertigten Objektiven begründet, die für beide Kameratypen hergestellt wurden. Die S-Serie verwendete selber das Contax-Bajonett. Man kann die Nikon F in vielfacher Hinsicht als eine SP mit Spiegelkasten und größerem Bajonett (durch das notwendig größere Auflagemaß) bezeichnen.

Motor und Langfilmkassette


Zur Nikon F gab es einen Motorantrieb, den F-36, der nicht zuletzt dafür verantwortlich war, dass sie sich als Profikamera sehr schnell etablieren konnte. Er wurde zum Vorbild für die Mitbewerber auf dem Kameramarkt. Mit dem F-36 sieht die Nikon F nur unwesentlich anders aus als heutige Profikameras. Er hatte bereits ein angebautes Batteriefach (zunächst externe Stromversorgung), einen Handgriff mit Auslöser und einen Umschalter von S (Single, Einzelbild) auf C (Continuous, Serie). Der F-36 schafft eine Bildfrequenz von 2; 2,5; 3 oder 4 Bildern in der Sekunde.

Des Weiteren stand ein Batterieteil mit Kabel zur Verfügung. Er enthielt 8 Batterien à 1,5 V und einen umstellbaren Auslöser für Einzel- und Serienschaltung. Auch er konnte mit Relaisbox, Intervalometer zur Fernsteuerung genutzt werden. Der Kabelbatterieteil wurde ausgeliefert mit Umhängeriemen und mit Kabel zu den Motoren. Mit Hilfe der Relaisbox, zwischen Kamera und Batterieteil geschaltet, konnte die Kamera auf große Distanzen oder am Relaisteil selbst ausgelöst werden.

Neben dem F-36 gab es auch den Motor F-250, mit zwei großen Nikon-Kassetten mit einem Fassungsvermögen bis zu 10 m Film (entspricht 250 Aufnahmen). Die technischen Merkmale der beiden Motoren waren genau gleich. Um die 10-Meter-Kassetten zu laden, bot Nikon ein Ladegerät an. Die zu ladende Filmlänge konnte vorgewählt werden. Diese F-250-Version wurde u. a. von der NASA mit in den Weltraum genommen (wie auch die entsprechende Nachfolgemodelle der F).

Die Rückwand


Eine Eigenheit der Nikon F ist ihre Rückwand. Wird jene bei späteren Kamera-Modellen aufgeklappt, so wird sie hier nach unten abgezogen. Dafür befindet sich in der Bodenplatte ein versenkbarer Entriegelungshebel. Die Rückwand wird also zusammen mit der Bodenplatte abgebaut.

Der Fotograf hält beim Filmwechsel plötzlich zwei Teile in der Hand und ist „in Action“ vor eine zusätzliche Herausforderung gestellt: „Mit welcher Hand den Film einlegen?“.

Der Motor hat eine eigene Kamerarückwand, da er die Bodenplatte ersetzt, die bei der normalen Rückwand Bestandteil ist, so dass er also auch komplett abgebaut werden muss, wenn man einen Film wechseln will. Besonders hierbei kann es zu Beschädigungen der Führungsschlitze am Kameragehäuse kommen. Ein Verkanten muss unbedingt vermieden werden. Das Nachfolgemodell F2 hatte dann die heute gebräuchliche - und komfortablere - aufklappbare Rückwand.

Unten an der Bodenplatte lässt sich die Filmempfindlichkeit einstellen. Dies hat aber nur den einzigen Sinn, dass der Fotograf sich erinnern kann, welche Filmempfindlichkeit er beim Belichtungsmesser (extern oder Photomic) einstellen muss. Es ist also eine reine Gedächtnisstütze ohne technische Funktion.

Wechselsucher

Charakteristisch und wegweisend für die F Serie ist das System von Wechselsuchern. Zum Wechseln der Sucher gibt es einen etwas schwer zu bedienenden kleinen Entriegelungsknopf an der Rückseite des Kameragehäuses. Erst 1980 mit der Nikon F3 wurde das deutlich besser gelöst.

Die Grundversion hatte einen Prismensucher, der ein aufrechtes und seitenrichtiges Bild zeigt. Ein weiterer Sucher war der Lichtschacht, nützlich bei Makro- und Mikrofotographie. Der Lichtschacht ist mit einer wegklappbaren Lupe (5x) versehen.

Der Prismensucher mit eingebautem Belichtungsmesser („Photomic“)

Der erste Photomic-Sucher hatte zum Messen im Sucher ein Fensterchen, das in einem eher unbestimmten Winkel das Licht maß. Dann erschien der erste TTL-Photomic (Through the Lens), der mit wechselnden Brennweiten die Messung anpasste. Der Photomic Tn misst das Mattscheibenzentrum von 12mm zu 60% und die Randbereiche zu 40%. Diese Messteilung wurde ermöglicht durch den Bau eines asphärischen Kondensor-Linsen-Systems, geregelt durch eine feststehende Blende vor den beiden CdS-Zellen (den eigentlichen Lichtmesszellen), die links und rechts des Okulars liegen. Der Messvorgang erfolgte bei offener Blende, zu jener Zeit eine Seltenheit. Der Photomic Tn war kalibiert von ASA (dem heutigen ISO) 20-6400. Der Messbereich ging von Lichtwert 2-17 bei ASA 100 mit dem Nikon Auto 55mm f/1,2.

Bei dem im August ausgelieferten Photomic FTn, der sich leichter montieren ließ, da er mit einer Klemmfassung ausgerüstet war, musste die größte Blende des montierten Objektivs nicht mehr an die Filmempfindlichkeit angepasst werden. Für Aufnahmen mit tiefem Kamerastandpunkt ist die Nadel des Belichtungsmessers auch auf dem Gehäuse des Photomic sichtbar.

Die Nikon Photomic FTN war das letzte Modell der Nikon F. Die damaligen Photomics funktionieren allerdings nicht mit den heutigen AF-Objektiven. Der Fotograf greift also besser gleich zum Handbelichtungsmesser und dem einfachen Prismensucher und hält so auch die bis heute leichteste Urversion der kompletten F-Serie in der Hand.

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Matte Seite der selben Scheibe

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Standard-Einstellscheibe Typ A mit Schnittbildindikator

Die Wechselsucher der Nikon F2 passen ebenso an die F, wie auch deren Einstellscheiben. Beim Ansetzen der F2-Sucher muss bei der F nur das vordere Typenschild abgeschraubt werden, was aber unkompliziert ist, weil die Schrauben sichtbar an der Außenseite sind (siehe auch Foto der Kamera oben). Die Photomics der F2 funktionieren an der F allerdings nicht, da sie eine Stromversorgung seitens der Kamera erwarten. Ein Batteriefach sucht man am eigentlichen Kameragehäuse der F vergebens.

Erst mit der F3 wanderte der Belichtungsmesser in das Gehäuse der Kamera selber. Bei der F4 wurden bereits wieder (neue) Funktionen in den Sucher ausgelagert: Die Mehrfeldmessung.

Ab der F2 gab es neben Prisma-, Lichtschacht- und Photomicsucher auch Lupen- und Sportsucher für spezielle Anwenderkreise.

Der Lupensucher ist von seinem Anwendungsbereich her ein „besserer Lichtschachtsucher“ für Makro- und Mikrofotografie. Er besteht aus einer aufwändig konstruierten 6-fach vergrößernden Lupe und ist damit besser als die einklappbare Lupe des einfachen Lichtschachtsuchers.

Der Sport-Prismensucher ermöglicht dem Fotografen (sogar den Brillenträgern) den Überblick über das gesamte Sucherbild, wenn er einen Helm oder eine Schutzbrille tragen muss (z.B. beim Fallschirmspringen oder auf dem Motorrad). Bei speziellen Unterwassergehäusen ist der Sportsucher unverzichtbar. Sportsucher meint also nicht den „normalen“ Sportfotografen, sondern den sporttreibenden Fotografen.


Einstellscheiben


Die Nikon F ermöglicht den Wechsel zu verschiedenen Einstellscheiben [1], die sehr schnell ausgewechselt werden können. Die mitgelieferte Einstellscheibe hatte ein Schnittbildzentrum mit Messkreis und Fresnellinse. Sie ist universell bis zu einer Brennweite von 135 mm verwendbar. 14 verschiedene Modelle bieten die Möglichkeit, bei jedem Gebrauch (Makro- Architektur- Luftbildfotographie) die optimale Scharfeinstellung zu treffen.


Mechanik


Da die Nikon F eine rein mechanische Kamera ist, wird der Verschluss nach heutigen Maßstäben „ungenau“ gesteuert (kein Schwingquarz „zählt“ bei ihr die Dauer einer 1/1000 Sekunde).

Als Verschluss dient bei der Nikon F ein äußerst langlebiges Titan-Rollo, das auch nach Jahrzehnten seinen Dienst tut. Die kürzeste Verschlusszeit ist 1/1000 Sekunde, die Blitzsynchronzeit beträgt 1/60 s.

Auslöser

Der Auslöseknopf liegt - damals konstruktionsbedingt - ungewöhnlich weit hinten ungefähr auf Höhe der Filmebene. Für den Drahtauslöseranschluss wird noch die heute nicht mehr übliche Leica-Glocke verwendet. Es gibt aber Adapter für „normale“ Drahtauslöser. Der Auslöseknopf hat einen Fingerschutzring, der auch zum Einstellen des Filmtransports (A-Stellung) oder der Filmrückwicklung (R-Stellung) dient.

Ein roter Punkt dreht sich bei jeder Aufnahme genau um 360°, so können Doppelbelichtungen erreicht werden.

Neben der normalen B-Einstellung (Bulb) für Langzeitbelichtungen, gibt es auch die für professionelle Kameras typische T-Einstellung, die den Verschluss erst wieder schließt, wenn das Verschlusszeitenrad in eine andere Stellung gedreht wird. Diese Einstellung erspart den Drahtauslöser mit seiner Feststellschraube für die übliche B-Einstellung.

Spiegelvorauslösung / Spiegelarretierung

Die Nikon F verfügt über eine Spiegelvorauslösung, ein weiteres Merkmal für die Profiklasse. Für heutige Maßstäbe unprofessionell ist allerdings seine Funktion: Wenn man die Spiegelvorauslösung einstellt (hierzu gibt es einen Drehknopf seitlich des Bajonetts), klappt der Spiegel erst nach der nächsten Aufnahme hoch und verbleibt in dieser Stellung. Der Fotograf „verschenkt“ also eine Aufnahme.

Die Spiegelarretierung war notwendig, um den Gebrauch der drei „Fisheye-Objektive“ (6 mm, 7,5 mm und 10 mm)zu erlauben, deren Linsenbau tief in den Kamerakörper hineinragte. Außerdem war die Spiegelarretierung notwendig bei Motorbetrieb mit 4 Bildern in der Sekunde.

Allerdings lässt sich dieses Manko umgehen, indem man den Auslöser nur halb eindrückt. Der Spiegel wird dann hochgeklappt, und der Verschluss nicht ausgelöst.

Selbstauslöser

Wie schon auf dem Foto zu erkennen, verfügt die F über einen Selbstauslöser. Dieser wird interessanterweise nicht über den normalen Auslöser gestartet, sondern hat einen eigenen kleinen Auslöserknopf, der beim Drehen des Hebels freigelegt wird. Weiße Punkte an der Fassung erlaubte Vorlaufzeiten von 3, 6 oder den vollen 10 Sekunden abzulesen. Unter anderem an der Bauweise des Selbstauslösers im Detail erkennt man die jeweilige Modellgeneration.
[bearbeiten] Springblende

Als moderne Kamera verfügt die Nikon F zusammen mit den für sie gebauten Objektiven über eine Springblenden-Funktion, die gleichzeitig mit dem Verschlussablauf wirksam wird.

Darüberhinaus „kommunizieren“ die Objektive älterer Bauart mit dem Belichtungsmesser im Photomic-Sucher. Hierfür dient die Nikon-typische (und heute nicht mehr verbaute) „Gabel“ am Blendenring. Nach Einführung der Ai-Objektive 1977 wurde dieses Verfahren obsolet.


Weitere Entwicklung in der Geschichte


Alle diese Ausstattungsmerkmale gehören immer noch zum heutigen Standard für professionelle Spiegelreflexkameras. Verbesserungen in der weiteren Entwicklung der Fotoindustrie waren im Wesentlichen nur die Verschlusssteuerung durch Microcomputer (und damit die präzisere Einhaltung der Zeiten und Ermöglichung der Belichtungsautomatik) und die Verkürzung der minimalen Verschlusszeit.

Im Hause Nikon: Ersteres wurde 1980 bei ihrer elektronisch gesteuerten „Enkelin“, der Nikon F3 verwirklicht. Letzteres schon 1971 mit der 1/2000 Sekunde bei der Nikon F2 später in der FM-Familie mit einer mechanischen 1/4000 Sekunde (am bekanntesten: Nikon FM2) und dann 1988 mit der 1/8000 Sekunde bei der Nikon F4 (vorher schon bei der F801), die dann gleichzeitig den Schritt in das Autofokus-Zeitalter markiert, den manche Fotografen bis heute nicht gegangen sind.


Sammelobjekt und heutiger Einsatz


Altersbestimmung

An den ersten beiden Zahlen der Seriennummer erkennt der Sammler das Baujahr einer Nikon F (und auch einer F2). Allerdings ist es genau genommen das Baujahr der Gehäuse-Oberkappe. Wurde die mal in einer Reparatur ausgewechselt, so sagt sie nichts mehr über das Baujahr der eigentlichen Kamera aus.

Da die Nikon F allerdings im Laufe ihrer Bauzeit auch immer in Details verändert wurde, kann man am Grundgehäuse in jedem Fall den Zeitraum eingrenzen, aus dem es stammt.

Funktionsprüfung

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Außer den neuen, direkt für DSLRs entworfenen Objektiven können alle Nikon-Objektive an der F verwendet werden. Die Abbildung zeigt eine moderne D50 mit einem herkömmlichen AF-Objektiv 50 mm 1/1,4, das genauso auch an der F daneben benutzt wird.

Die Nikon F ist äußerst robust gebaut, daher gibt es nur wenige Schwachstellen, die in die Jahre gekommene Modelle aufweisen können. Das eine sind die oben bereits erwähnten Führungsschlitze für die abnehmbare Rückwand. Sind sie beschädigt, kann das Lichteinfall bedeuten.

Da die Bedienung der F denkbar übersichtlich ist, ist ein mechanischer Funktionscheck „in Augenscheinnahme“ schnell erledigt. Lässt sich der Auslöser weich auslösen, hat das Titan-Rollo des Verschlusses keine Dellen und Löcher und wackelt auch kein Objektiv an ihr, muss dann nur noch mit eingelegtem Film überprüft werden, ob sie die Verschlusszeiten einigermaßen gleichmäßig einhält. Besitzt man bereits Nikon-Objektive oder welche von Fremdherstellern mit F-Bajonett, so kann man diese alle verwenden. Es ist zu prüfen, ob die automatische Springblende funktioniert. Dafür sollte die Betätigung der Abblendtaste reichen.

Gebrauchtmarkt

Die F wurde sowohl in schwarz, als auch verchromt angeboten. Die schwarzen Gehäuse sind seltener, und ein unbeschädigter und nicht überpinselter Lack ist meist nur bei Exemplaren zu finden, die von der Vitrine in die Vitrine wandern. Die Funktionalität der schwarzen F wird davon nicht beeinträchtigt, und je beschädigter der Lack ist, desto weniger kann der Verkäufer für sie verlangen. Das darunter hervorscheinende Messing der Gehäuseoberkappe, des Suchers und der Bodenplatte verleiht ihr eine vielleicht beim Fotografen erwünschte Patina.

Durch ihre hohe Stückzahl und damalige Verbreitung sind die Gebrauchtpreise erstaunlich moderat und siedeln deutlich unter denen aller ihrer direkten Nachfolger der F-Serie und sogar der FM-Familie. Exemplare mit Photomic-Sucher können das doppelte kosten wie solche ohne ihn (also nur in der Grundausstattung mit Prismensucher als „reine“ Nikon F). Der Differenzbetrag reicht für die Anschaffung eines professionellen modernen Handbelichtungsmessers, wenn man denn auch mit ihr fotografieren will. Sie eignet sich nämlich als leichte „analoge Begleiterin“ einer digitalen Spiegelreflex mit dem gleichen F-Bajonett, oder auch als Zweitgehäuse für eine ihrer analogen Nachfolgerinnen.

Der Motor F-36 ist alleine nur äußerst selten zu finden. Für den Anbau an eine F muss diese mit einer speziellen Bodenplatte für Motorbetrieb versehen werden und dann - wie schon immer - vom Hersteller selber modifiziert und für jede Kamera-Motor-Kombination mechanisch abgestimmt werden. Dieses Manko wurde mit Einführung der F2 überwunden; seit der F3 „hakt“ der Motor auch nicht mehr bei falsch eingestellter Serienbildfunktion und zu langen Belichtungszeiten. Das ist bei der F mit Motor ein mechanisches Problem, das zusätzlich beachtet werden muss.

Nicht mehr funktionierende Exemplare der Nikon F dienen nicht nur als Ersatzteillager für andere Exemplare, sondern auch für die Messsucherkameras der historischen (viel selteneren und begehrteren) S-Serie, die über weite Teile baugleiche Elemente (z.B. den Verschluss) aufweist.

Kompatibilität mit Blitzgeräten

Wie auch ihre Nachfolgemodelle F2 und F3 hat sie keinen normalen Blitzschuh, sondern einen für die damaligen F-Modelle typischen eigenen Blitzanschluss über der Rückspulkurbel. Es gab aber einen Adapter - es passt sogar jener, der für die F2 hergestellt wurde. Blitzautomatik bietet diese rein mechanische Kamera natürlich nicht. Studio- und Stabblitzgeräte können selbstverständlich über den Kabelanschluss ausgelöst werden.


Literatur


* Paul Comon: Magic Lantern Guides Classic Series. Nikon Classic Cameras. Bd 1 for F, Nikkormat Series, Fe, Fe2nd Fa (Nikon Classic Cameras). Magic Lantern Guides, New York 1996. ISBN 1883403316
* Uli Koch: Nikon F. Peter Coeln, Wien 2003. ISBN 3-95014-430-7
* Uli Koch: Nikon F. The Camera. Peter Coeln, Wien 2003. ISBN 3-95014-431-5
* Uli Koch: Nikon F. The Lenses. Peter Coeln, Wien 2003. ISBN 3-95014-432-3
* Uli Koch: Nikon F. The Accessories. Peter Coeln, Wien 2004. ISBN 3-95014-433-1



Quelle


Wikipedia

Weblinks

* Gebrauchsanweisung als PDF (Engl.)
* Ausführliche Beschreibung mit Fotos (Engl.)
* Uli Koch: Nikon F Book (Engl.)
* Homepage eines Sammlers (Engl.)
* Nikon Japan: The History of Nikon Cameras - Nikon F (Engl.)
* Nikon F - Nikon System online (Deutsch)
* Nikon F Collection & Typology by Richard de Stoutz (Engl.)




Kategorien: Exzellent | Nikon-Kamera | Fototechnik | Kamerahersteller | Fotografie
Beitrag Forum: Sonstige Typen   Geschrieben: Do, 10. Jan 2008 19:29   Titel: Re: Anleitung zum Bau einer Lochkamera

Hier eine Kleine Anleitung zum Selbstbau


Materialbedarf:

3 Bogen DIN A 4 dunkler (am besten schwarzer) Karton. Festes Tonpapier hat sich gut bewährt.
1 Blatt Transparentpapier
Papier, Klebstoff

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Bauanleitung: Bau des Außenrohres

  1. Zuerst werden zwei gleich große rechteckige Bögen (DIN A4 ca. 29 cm x 21 cm) aus dem Karton geschnitten.
  2. Auf einem Bogen wird in ca. 1cm Abstand zur Kante ein paralleler Bleistiftsttrich gezogen. Bestreiche den 1cm breiten Streifen mit Klebstoff und klebe die gegenüberliegende Reckteckseite genau am Strich an. So entsteht das Rohr dessen Durchmesser ca. 9 cm ist.
    Du kannst auch das Papier um eine zylindrische Flasche ziehen und so zusammenkleben.
  3. Aus stärkerem, dunklen Karton wird eine Kreisscheibe ausgeschnitten, die genau ins Rohr passt. Am besten setzt du das Rohr auf den Karton auf und zeichnest den Kreis an.
    Die Kreisscheibe wird nun auf normales Papier aufgeklebt.
  4. In den Karton (einschließlich Papier) wird ein Loch von ca 2,5cm Durchmesser geschnitten.
  5. Das Papier wird zum Ankleben ans Rohr eingeschnitten.


Das Rohr wird auf die Kreisscheibe gestellt und mit den Klebeecken befestigt. Rand eventuell lichtdicht mit Klebeband abdichten.


Bau des Innrohres

  • Damit das Innenrohr mit dem Außenrohr möglichst gut abschließt, geht man wie folgt vor:
    Bestreiche den Kleberand des Bogens für das Innenrohr mit Klebstoff, forme den Bogen im Außenrohr zu einem Zylinder und klebe diesen zusammen. Es ist darauf zu achten, dass das Innenrohr nicht mit dem Außenrohr verklebt.

  • Stelle das Innenrohr auf das Pergamentpapier, schneide die Klebeecken und befestige nun das Pergamentpapier mit Klebeecken am Innenrohr.


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Bau des Blendenhalters und der Lochblenden

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  • Schneide aus Karton einen Halbkreis mit Ausschnitt für das Loch aus und bestreiche nur den Rand mit Klebstoff. Befestige diesen als Blendenhalter vor der Kreisscheibe.
  • Schneide nun aus dunklem Karton zwei Blenden und stich mit einer Nadel oder einem Nagel jeweils ein Loch mit ca. 1mm bzw. 4mm Durchmesser hinein.


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Beobachtung

Betrachte mit der Lochkamera hell erleuchtete Gegenstände (Fenster, Kerze etc). Setze verschiedene Blenden an die Öffnung der Kamera und verändere auch den Abstand des Pergaments vom Loch.
Beschreibe das Bild auf dem Pergamentschirm und wie sich Helligkeit, Schärfe und Größe des Bildes ändern, wenn die Lochgröße bzw. den Abstand Loch - Pergament verändert wird.


Zusatz für Interessierte:
Stecke statt der Blende eine Sammellinse (z.B. eine Leselupe) in den Blendenhalter und beobachte nun das Bild von nahen und entfernten Gegenständen.


Quelle: Link
Beitrag Forum: Fotowiki   Geschrieben: So, 30. Dec 2007 15:20   Titel: Langzeitbelichtung

Von Langzeitbelichtung wird ab einer Belichtungszeit von mehreren Sekunden gesprochen. Langzeitbelichtungen werden eingesetzt um auch bei geringem Licht noch fotografieren zu können oder um Bewegungsabläufe aufzuzeigen, im technischen und künstlerischen Bereich.

In der Available Light Fotografie werden Langzeitbelichtungen durch hochempfindliche Filme/Bildsensoren und Lichtstarke Objektive weitestgehend vermieden, da hier normalerweise kein Stativ verwendet wird. In der Nachtfotografie werden Langzeitbelichtungen häufig eingesetzt, das Anwendungsgebiet ist jedoch universeller.


Bildwirkung

Langzeitbelichtungen zeigen einen Ausschnitt der Zeit, wie wir ihn normalerweise nicht wahrnehmen können. Im Gegensatz zu “normalen” Fotografien halten sie nicht einen kurzen Augenblick fest, sie bilden das Motiv in einem längeren Prozess ab. Bewegungen werden dabei verwischt, sie zerfließen in der Zeit.

Die ca. zweijährigen Belichtungszeiten vom Potsdamer Platz durch Michael Wesely zeigen einen Horizont durch die neuen Gebäude hindurch, der schon vor der Bebauung des Platzes zu sehen war. Auch die Sonnenbahnen treten als helle Streifen sehr stark in den Vordergrund.

Durch die lange Belichtungszeit ergibt sich bei bewegten Objekten eine große Bewegungsunschärfe, die als gestalterisches Mittel genutzt werden kann. Bewegte Objekte oder Personen verschwimmen und können sogar völlig "verschwinden", was bei z. B. Architekturaufnahmen genutzt wird. Im Dunklen hinterlassen helle Objekte (z. B. Scheinwerfer von Fahrzeugen) Lichtstreifen. Langzeitaufnahmen eines Nachthimmels (ohne Beeinflussung störender Lichtquellen wie Straßenbeleuchtungen etc.) lassen die Sterne durch die Erddrehung wie Striche aussehen.


Durchführung

Die meisten Langzeitbelichtungen spielen sich im Rahmen von 5 Sek. bis hin zu mehreren Minuten ab. Der Belichtungszeit ist nach oben kaum eine Grenze gesetzt. Michael Wesely hat extreme Langzeitbelichtungen von bis zu 26 Monaten durchgeführt.

Eine korrekte Belichtung bei langen Zeiten kann durch verschiedene Mittel erreicht werden:

* Abblenden, z. B. auf Blende 16 bis 32 (je nach Objektiv)
* Verwendung eines Films mit geringer Lichtempfindlichkeit, z. B. ASA 50
* Graufilter am Objektiv
* Verringerung des Umgebungslichtes.

Soll nur ein sich bewegendes Objekt, nicht aber der Hintergrund verwackelt und verschwommen wiedergegeben werden, so muss die Kamera gegen Verwackeln gesichert werden z. B. durch ein stabiles Stativ. Bei Verwendung eines Stativs sollten Bildstabilisierungs-Systeme abgeschaltet werden. Sie können sonst durch "Überreaktionen" wieder zu verwackelten Bildern führen.

Bei Kameras mit manueller Belichtungseinstellung oder Zeitvorwahl lassen sich lange Belichtungszeiten direkt einstellen. Auf den meisten Kameras ist die Funktion für die Langzeitbelichtung ab 30 Sekunden mit einem B gekennzeichnet, das für Bulb (engl. Blitzbirne) steht. Bei den meisten elektronisch gesteuerten Kameras wird die Belichtungszeit durch die Kapazität der Batterie begrenzt (offenhalten des Verschlusses). Bei einer Canon 3000N liegt beispielsweise das Maximum laut Hersteller bei etwa 6 Stunden. Einige wenige Modelle der oberen Preisklasse verriegeln den offenen Verschluss in dieser Zeit, so dass das Offenhalten keinen Strom mehr benötigt (Canon EOS 3). Kameras mit mechanischem Verschluss erlauben nahezu unbegrenzte Belichtungszeiten.

In den Anfängen der Fotografie war die Langzeitbelichtung kein reines Gestaltungsmittel, sondern eine Notwendigkeit. Gründe dafür waren die geringe Empfindlichkeit des Fotomaterials und geringe Lichtstärke der Objektive.


Besonderheiten

Zu beachten ist, dass bei chemischem Filmmaterial durch den Schwarzschildeffekt längere Belichtungszeiten notwendig sind, als der Belichtungsmesser angibt. Diese Abweichung ist abhängig vom Filmmaterial.

Bei digitalen Kameras entfällt diese Korrektur, dafür entsteht ein höheres Rauschen des Bildsensors, das zum Teil durch bestimmte "Entrauschungsverfahren" ausgeglichen werden kann. Bei modernen Digitalkameras wird im Anschluss an die Langzeitbelichtung ein Bild bei geschlossenem Verschluss als "Rauschmuster" aufgenommen. Dieses Muster wird benutzt, um das Rauschen des aufgenommenen Bildes zu reduzieren.

Eine weitere sehr effektive Methode, welche jedoch nicht angewendet werden kann, wenn sich im Bild Bewegungsmuster befinden, ist die Methode der zweiten Aufnahme. Hierbei wird das Bild mit absolut identischen Einstellungen mehrfach aufgenommen. Da sich Störungen bezüglich Bildrauschen zufällig verhalten, können diese über diese Bilder herausgerechnet werden.

Siehe auch


Chronofotografie, Belichtungszeit, Kurzzeitfotografie, Available Light, Nachtfotografie
Wikipedia

Kategorien

Beitrag Forum: Fotowiki   Geschrieben: So, 30. Dec 2007 15:19   Titel: Objektmessung

Objektmessung


Die Objektmessung ist ein Begriff aus der Fototechnik und bezeichnet eine bestimmte Methode der Belichtungsmessung. Sie ist das direkte Gegenteil der Lichtmessung.

Vorgehensweise und Technik



Bei der Objektmessung peilt der Fotograf mit seinem externen oder in den Fotoapparat integrierten Belichtungsmesser das zu fotografierende Motiv an (oder bestimmte Teile davon), um den Lichtwert für das vom Objekt reflektierte Licht zu ermitteln.

Die Objektmessung unterteilt sich bei Kameras mit eingebautem Belichtungsmesser in drei verschiedene Arten:

* Spotbelichtungsmessung (Spotmessung)
* Integralmessung
* Matrixmessung bzw. Mehrfeldmessung

Bei Handbelichtungsmessern gibt es hochwertige Modelle für Integralmessung, die sich auch für Spotmessung und Lichtmessung verwenden lassen. Daneben gibt es spezialisierte Spotbelichtungsmesser. Bei der Objektmessung wird das Licht stets vom Standort der Kamera in Richtung des Motivs gemessen.

siehe auch

Beitrag Forum: Fotowiki   Geschrieben: So, 30. Dec 2007 14:57   Titel: Lochkamera

Lochkamera

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Eine Lochkamera ist das einfachste Gerät, mit dem sich optische Abbildungen erzeugen lassen. Sie benötigt dafür keine optische Linse, sondern nur eine dunkle Zelle (eine camera obscura), eine kleine Öffnung in dieser Zelle und eine Abschirmung, um das entstandene reelle Bild zu betrachten.



Funktionsweise



Funktionsweise einer Lochkamera


Ähnlich wie bei einer optischen Linse erzeugt ein kleines Loch auf einer Projektionsfläche eine Abbildung von angestrahlten oder selbst leuchtenden Gegenständen. Die Zeichnung rechts zeigt zwei Strahlenbündel, die von zwei Punkten eines Gegenstands in das Loch eintreten. Der kleine Durchmesser der Blende beschränkt die Bündel auf eine kleine Öffnung und verhindert die vollständige Überlappung der Lichtstrahlen. Strahlen vom oberen Bereich eines Gegenstands fallen auf den unteren Rand der Projektionsfläche, Strahlen vom unteren Bereich werden nach oben weitergeleitet. Jeder Punkt des Gegenstands wird als Scheibchen auf der Projektionsfläche abgebildet. Die Überlagerung der Scheibchenbilder erzeugt ein verzeichnungsfreies Bild. Mathematisch ausgedrückt ist das Bild das Ergebnis einer Faltung aus idealer Abbildung des Gegenstands mit der Blendefläche. In der rein theoretischen Betrachtung, ist die Lochkamera das Ideal einer Kamera.


Abbildungsgeometrie einer Lochkamera


Unschärfefleck


Abbildungsgeometrie der Lochkamera

Der Abstand der Projektionsfläche zum Loch ist die Bildweite b. Löcher können im Gegensatz zu Linsen die einfallenden Lichtstrahlen nicht brechen und demzufolge auch nicht bündeln. Es existiert kein Brennpunkt (F) und keine Brennweite (f). D ist der Durchmesser des Lochs. Der Quotient b/D ergibt die Blendenzahl, analog zur Blendenzahl f/D beim Objektiv. Je kleiner die Blendenzahl ist, desto lichtstärker ist das Bild. Eine Kammer mit b=100 mm und D=0.5 mm hat eine Blendenzahl von 100mm/0,5mm = 200. Eine Vergrößerung des Lochs auf 1 mm verringert die Blendenzahl auf 100mm/1mm = 100. Die Belichtungszeit verringert sich dabei um den Faktor 4 (Verhältnis der Lochflächen: (1mm/0.5mm)2 = 4). (Zum Vergleich: Kleinbildkameras haben kleinste Blenden zwischen 1,4 und ca. 4.)

Je kleiner der Lochdurchmesser D ist, desto kleiner sind die Strahlenbündel, umso schärfer erscheint die Abbildung. Für die Größe S des Unschärfeflecks gilt dabei



Die Bildgröße eines Lichtpunkts nimmt also linear mit der Blendengröße ab. Hierdurch gewinnt das Bild an Schärfe, wenn zu einer geringeren Blendengröße übergegangen wird. Oft wird dies verwechselt mit der Vermutung, dass das Bild insgesamt mit abnehmender Blendengröße kleiner wird. Kleiner werden jedoch nur die Unschärfen, die das Bild eines beobachteten Gegenstandes an dessen Begrenzungslinien "ausfransen" lassen.

Schärfentiefe



Vergleich: Foto einer Häuserzeile mit
Lochkamera (Schwarzweißaufnahme auf Filmmaterial) und
Linsenkamera (Farbaufnahme auf Halbleitersensor)



Die Schärfe der Bilder ist von der Entfernung der abzubildenden Gegenstände zum Loch (Gegenstandsweite) nicht abhängig. Es ist also keine Entfernungseinstellung erforderlich, die „Schärfentiefe“ ist „unendlich“. (Dies ist ein grundsätzlicher Unterschied zu mit Linsen ausgestatteten Kameras, bei denen eine Entfernungseinstellung erforderlich ist und die deshalb auch als „fokussierende“ Kameras bezeichnet werden.) Die Bilder sind jedoch nie ganz scharf, da das Loch aus Gründen der Lichtstärke und Beugung nicht beliebig klein gewählt werden kann. Bei großen Bildweiten (starke Vergrößerungen) hat die Lochkamera jedoch ein befriedigendes Auflösungsvermögen, feine Details lassen sich befriedigend erkennen.

Unabhängig von der Lichtstärke bildet die Wellenlänge des Lichts eine unter Grenze für D. Beugungserscheinungen treten bei allen Wellenlängen auf. Rot wird etwas stärker als Blau gebeugt.

Bildgröße



Bildgröße bei der Lochkamera


Bezeichnet G die Gegenstandshöhe ( = tatsächliche Größe des betrachteten Gegenstandes), g die Gegenstandsweite (= Abstand des Gegenstandes von der Lochscheibe), b die Bildweite (= Abstand von der Lochscheibe zur Mattscheibe) und B die Bildhöhe (= Höhe des erzeugten Bildes auf der Mattscheibe), so gilt:


Diese Gleichung ist aus der geometrischen Optik auch als 1. Linsengleichung bekannt, sie gilt in gleicher Weise für fokussierende Kameras. Die Bildgröße hängt also nur von den Abständen ab, nicht jedoch von der Blendengröße bzw. Lochgröße.

Anwendungen


Spalte im Korbgeflecht erzeugen Sonnenbildchen links an der Wand.

Im Alltag beobachtet man zuweilen Abbildungen an kleinen Öffnungen. Das Bild rechts zeigt einen Korbstuhl, der seitlich von der Sonne beschienen wird und links an der Wand einen Schatten wirft. Die engen Spalte des Korbgeflechts erzeugen Lichtmuster auf der Wand in Form runder Scheibchen einheitlicher Größe. Hierbei handelt es sich um Abbilder der kreisförmigen Sonne, nicht etwa um Umrisse des Geflechts.

Ähnliches beobachtet man im Wald, wenn Zwischenräume in dichtem Blattwerk die Sonne auf dem Boden als verschwommene Kreisscheiben abbilden (sogenannte Sonnentaler). Wer den Grund dafür nicht kennt, ist dann sehr überrascht, dass bei einer partiellen Sonnenfinsternis diese Sonnentaler als „Halbmöndchen“ erscheinen.

Auch werden Lochblenden als abbildende Linsen für Röntgenstrahlung eingesetzt. Denn, anders als für sichtbares Licht, gibt es für diese kurzwellige Strahlung keine Materialien mit geeigneter Brechzahl, aus denen sich Linsen herstellen ließen.

Auswirkungen der Lichtbeugung


Beugungserscheinungen an der Lochblende setzen der klassischen Betrachtungsweise Grenzen. Der Durchmesser S des Unschärfeflecks vergrößert sich dadurch um den Durchmesser ΔS des Beugungsscheibchens. Für diesen gilt vereinfacht:



Dabei ist c eine Konstante, die hier mit ≈ 1 µm angenommen werden kann.

Nach der strahlenoptischen Betrachtung nimmt die Größe des Unschärfeflecks linear mit der Blendengröße ab (siehe oben). Die Lichtbeugung zeigt ein umgekehrtes Verhalten: Die Unschärfe verhält sich umgekehrt proportional zum Lochdurchmesser. Der optimale Durchmesser Dopt ist der Wert, für den beide zusammen am kleinsten sind. Die Extremwertsuche liefert:



Für g>>b gilt die Näherung: .

Mit c = 1 µm liefert die Formel den Wert für Dopt in Millimeter, wenn b in Meter eingesetzt wird.

Der optimale Durchmesser ist damit ein wenig kleiner als die innere Zone einer Fresnel-Zonenplatte.

Beispiele:

<table>
<tr>
<th> Bildweite <b>b</b> (Länge der Lochkamera)</th>
<td> Optimale Blendenöffnung <b>D<sub>opt</sub></b> für weit entfernte Objekte</td>
<td> Größe des Unschärfeflecks <b>S</b> für unendlich entfernte Objekte</td>
<td> Blendenzahl <b>b/D</b>
</td>
</tr>
<tr>
<th> 1 cm</th>
<td> 0,1 mm</td>
<td> 0,11 mm</td>
<td> 100</td>
</tr>
<tr>
<th> 10 cm</th>
<td> 0,32 mm</td>
<td> 0,63 mm</td>
<td> 312</td>
</tr>
<tr>
<th> 1 m</th>
<td> 1 mm</td>
<td> 2 mm</td>
<td> 1000</td>
</tr>
<tr>
<th> 10 m</th>
<td> 3,2 mm</td>
<td> 6,3 mm</td>
<td> 3100</td>
</tr>
</table>


Die „Optimierung“ bezieht sich hierbei ausschließlich auf die Bildschärfe! Die Lichtstärke dieser Kameras (abzulesen an der Blendenzahl in der letzten Spalte) ist sehr gering. Bei Belichtung auf Filmmaterial ist selbst bei hellem Sonnenschein der Schwarzschildeffekt zu berücksichtigen!


Vergleich zur fokussierenden Kamera

Im Vergleich zu denen einer fokussierenden Kamera sind die Bilder einer Lochkamera in der Regel unschärfer, da das Loch wegen der Lichtstärke und wegen der Lichtstreuung nicht beliebig klein gewählt werden kann. Bei großen Bildweiten (starken Vergrößerungen) lässt sich mit einer die Lochkamera jedoch ein besseres Auflösungsvermögen erreichen als mit einer fokussierende Kamera mit kurzer Brennweite. Außerdem sind ihre Bilder frei von Verzeichnungen und Farbsäumen

Schließlich ist zu beachten, dass bei einer fokussierenden Kamera bei einer gegebenen Fokussierung immer nur die Gegenstände in einer bestimmten Gegenstandsweite scharf abgebildet werden. Je nach der Blendenzahl nimmt die Schärfentiefe für davor oder dahinter liegende Gegenstände rasch ab. Dies ist jedoch nicht auf die Eigenschaften einer linsenlosen Kamera (Lochkamera) oder einer linsenbehafteten Kamera (in diesem Fall fokussierenden Kamera) zurück zu führen, sondern beruht auf dem (optischen Gesetz) Zerstreuungskreis.


Experimente



Foto, aufgenommen mit einer Lochkamera aus Beton


Das Funktionsprinzip einer Lochkamera sowie die Lichtausbreitung lassen sich gut mit einfachen, auch für Kinder geeigneten Experimenten verdeutlichen. Lochkameras lassen sich aus Streichholzschachteln, Getränke- oder Keksdosen bauen - aber selbst Wassertonnen oder Baucontainer kommen in Frage.

Zum Beispiel kann eine Kiste oder Dose innen matt geschwärzt und an einer Seite mit einem 0,2…1 mm großen Loch versehen werden. Ist die Lochkamera zum Betrachten von Bildern gedacht, so ist die Rückseite eine Mattscheibe (Transparentpapier), die durch eine Röhre oder ein Tuch vor Streulicht geschützt ist.

Man kann mit einem solchen Behälter aber auch wirklich fotografieren. Dazu wird bei absoluter Dunkelheit ein Film oder anderes lichtempfindliches Material auf der dem Loch gegenüberliegenden Innenwand fixiert und das Loch dann dicht verschlossen. Anschließend wird bei Helligkeit das Motiv gewählt, der Verschluss geöffnet und nach Ende der Belichtungszeit wieder verschlossen. Die Dauer der Belichtung ist (wie bei der herkömmlichen Fotografie) von vielen Faktoren abhängig: der vorhandenen Lichtintensität, der Größe des Lochs, der Länge des Lichtweges und der Bewegung des Motivs; sie kann zwischen 1 Sekunde und mehreren Minuten betragen. Bei der Entwicklung des Films entsteht ein Negativ, das ggf. durch eine Kontaktkopie zu einem Positiv verarbeitet werden kann. Für ein gutes Ergebnis ist eine exakte Rundung des Lochs wichtig. Ausgefranste Lochränder verstärken die oben beschriebene Lichtbeugung und führen zu unscharfen Bildern. Da bei größeren Bildwinkeln die Ränder des Negativs deutlich weniger Licht erhalten, bleiben sie (bei gleicher Helligkeit des Objektes) heller; das Positiv wird am Rande also dunkler. Wenn dieser Vignetteneffekt unerwünscht ist, muss man beim Umkopieren durch manuelles Abwedeln für eine gleichmäßige Belichtung sorgen.


AV1, zur Lochkamera umgebaut

Eine weitere Möglichkeit, sich eine Lochkamera selbst zu schaffen, besteht im einfachen Umbau eines analogen Fotoapparates. Dieser muß dazu lediglich über eine Wechseloptik verfügen, damit man das Objektiv vollständig entfernen kann, sowie eine Auslösemöglichkeit, bei der der Verschluss sich beliebig lange offenhalten lässt. Die Optik wird entfernt und durch eine Blindkappe ersetzt, die mit einer entsprechenden Bohrung versehen wird. Optimal ist ein kleiner Vorsatzhalter für verschiedene Lochblenden. Diese Konstruktion bietet den Vorteil, dass man mehr als nur „einen Schuss“ hat und den eingelegten Film (schwarz/weiss oder farbig) hinterher zum Entwickeln abgeben kann, also keine Dunkelkammer oder sonstiges Zubehör benötigt.


künstlerische Aspekte


Bestimmte Eigenschaften der Lochkamera-Fotografie haben Künstler schon immer fasziniert. Dazu gehört in erster Linie die grafisch-flächige Wirkung solcher Fotografien: durch die gleichmässig über das Bild verteilte Schärfentiefe tritt die räumliche Wahrnehmung des Objekts zurück - alles "wirkt wie gezeichnet". Ein weiterer Aspekt ist die Tatsache, dass sich schnell durch das Bild bewegende Objekte bei langen Belichtungszeiten nicht mehr auf dem Foto wiederfinden: es ist somit z. B. möglich, den Markusplatz in Venedig oder den Stachus in München völlig ohne Menschen oder Fahrzeuge abzulichten. Andererseits ergibt sich aus dieser Tatsache, dass eine Landschaftsaufnahme möglichst bei völliger Windstille erfolgen muss, wenn man keine Verwischungen in den Ästen der Bäume haben will. Der Effekt der Mehrfachbelichtung kann jedoch gerade bei Portrait-Aufnahmen gewünscht sein; es verleiht diesen Aufnahmen eine besondere Lebendigkeit.


Literatur


deutsch

  • Thomas Bachler: Arbeiten mit der Camera obscura, Lindemanns 2001, ISBN 3895062227
  • Reinhard Merz und Dieter Findeisen: Fotografieren mit der selbstgebauten Lochkamera, Augustus Verlag, Augsburg, 1997, ISBN 3-8043-5112-3
  • Peter Olpe: Die Lochkamera - Funktion und Selbstbau, Lindemanns Verlag, Stuttgart 1995, ISBN 3-928126-62-8 und Lochkamera. Lindemanns 2001. ISBN 3895061727
  • Ulrich Clamor Schmidt-Ploch. Die Lochkamera. Abbildungsoptimierung. Physikalische Hintergründe. BoD GmbH, Norderstedt 2001. ISBN 3831112614


englisch

  • John Warren Oakes: Minimal Aperture Photography Using Pinhole Cameras, ISBN 0819153702 & 0819153699


Bauanleitungen






Weblinks




Quelle

Teile des Artikels inkl. Bilder entstammen dem Artikel Lochkamera von de.wikipedia.org. Dort findest Du weitere informationen über Autoren, Urheberrecht und Lizenzen.

Kategorie:
Beitrag Forum: Fotowiki   Geschrieben: So, 30. Dec 2007 14:55   Titel: Interpolation

Interpolation

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Zur Vergrößerung von digitalen Bilder muss zwangsläufig die Anzahl der Pixel erhöht werden. Dafür gibt es verschiedene Verfahren.


Dieses Bild wurde mit verschiedenen Interpolationsalgorithmen vergrößert.










Pixelwiederholung


Verdoppelung lediglich der Pixelanzahl. Es entstehen treppenartige Artefakte.












Bilinear













Bikubisch


Berücksichtigt auch die umliegenden Pixel, wodurch die Kanten deutlich glatter erscheinen.
















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Beitrag Forum: Fotowiki   Geschrieben: So, 30. Dec 2007 14:51   Titel: Weißabgleich

Der Weißabgleich (engl. white balance, WB) dient dazu, die Kamera auf die Farbtemperatur des Lichtes am Aufnahmeort zu sensibilisieren. Die digitale Aufzeichnung von Bildern (Foto und Film) sowie die Videotechnik erlaubt – wie auch die analoge Technik – eine den Lichtverhältnissen angepasste Farbtemperatur.

Auch das menschliche Auge verfügt über diese Fähigkeit der chromatischen Adaption.



Ein Bild, im Rohdatenformat von Canon fotografiert und später auf vier verschiedene Arten den Weißabgleich gesetzt.








Im ersten Bild ist eine unter Kunstlicht aufgenomme Milchtüte mit verfälschten Farben zu sehen. Im zweiten Bild wurde in gleicher Lichtsituation vor die Milchtüte eine Graukarte zum manuellen Weißabgleich positioniert. Nachdem die Kamera entsprechend kalibriert wurde ist im dritten Bild eine korrekte Farbgebung zu erkennen




Vollautomatischer Abgleich



Beim vollautomatischen Abgleich (engl. automatic white balance, AWB) sucht die Kamera nach einer für sie weiß erscheinenden Fläche. Das kann funktionieren, wenn wirklich nahezu Weiß in ihrem Blickfeld ist. In Wirklichkeit ermittelt sie jedoch nur die hellste Stelle des Bildes, die naturgemäß im Original nicht unbedingt weiß gewesen sein muss. Die Folge davon sind Farbstiche, die nicht immer als künstlerische Verfremdung akzeptiert werden können. Der vollautomatische Weißabgleich versagt zum Beispiel häufig bei Aufnahmen im Dämmerlicht.

Halbautomatischer Abgleich


Hier wird eine Grundumgebung vorgegeben. Die Bestimmung von Weiß ist in diesem Fall nicht mehr gegeben, da die Kamera auf die vorhandene Beleuchtungsart voreingerichtet ist.

Beispielhafte Einstellmöglichkeiten:

* Tageslicht
* Kunstlicht
* Kunstlicht von Leuchtstoffröhren

Ein automatischer Weißabgleich kann bei einheitlichen Lichtsituationen akzeptable Resultate erzielen, bei Mischlicht (z. B. Tageslicht und Kunstlicht im Motiv) ist die Fehlerquote jedoch recht hoch.

Manueller Abgleich


Im ersten Bild ist eine unter Kunstlicht aufgenomme Milchtüte mit verfälschten Farben zu sehen. Im zweiten Bild wurde in gleicher Lichtsituation vor die Milchtüte eine Graukarte zum manuellen Weißabgleich positioniert. Nachdem die Kamera entsprechend kalibriert wurde ist im dritten Bild eine korrekte Farbgebung zu erkennen
Im ersten Bild ist eine unter Kunstlicht aufgenomme Milchtüte mit verfälschten Farben zu sehen. Im zweiten Bild wurde in gleicher Lichtsituation vor die Milchtüte eine Graukarte zum manuellen Weißabgleich positioniert. Nachdem die Kamera entsprechend kalibriert wurde ist im dritten Bild eine korrekte Farbgebung zu erkennen

Zum manuellen Weißabgleich hält man die Kamera formatfüllend auf eine möglichst weiße oder neutral graue Fläche in der zu filmenden oder fotografierenden Umgebung. Ein weißes DIN-A4-Blatt tut in den meisten Fällen diesen Dienst, wobei sinnvollerweise die Belichtung so weit zurückgenommen wird, dass keiner der Farbkanäle übersteuert. Da jedoch viele Papiere optische Aufheller enthalten, können sie der Kamera zu blau erscheinen, was nach dem Weißabgleich dann einen Gelbstich der Bilder zur Folge hat, daher ist eine so genannte Graukarte ideal. Nach Betätigung der entsprechenden Funktion kann der Kameraprozessor die richtige Farbtemperatur ermitteln.

Weißabgleichsreihen



Kameras im höheren Preissegment bieten die Funktion für Weißabgleichsreihen. Bei dieser Technik werden vom selben Motiv mehrere Aufnahmen mit verschiedenen Einstellungen für den Weißabgleich aufgenommen.

Softwarebasierter Weißabgleich


Moderne Software erlaubt sogar einen nachträglichen Weißabgleich mit recht guten Ergebnissen. Auch hierbei gibt es die beschriebenen Verfahren wie Vollautomatik, Halbautomatik und manuell. Beim manuellen Abgleichen per Software bestimmt man den Weißpunkt per Mausklick. Das kann bei komfortablen Programmen durch mehrere Punkte (Klicks) noch verfeinert werden, die dann einen Mittelwert ergeben.

Ein nachträglich durchgeführter Weißabgleich findet komplett verlustfrei statt, wenn die Bilder im kameraeigenen Rohdatenformat abgespeichert wurden. Das bedeutet, dass man die Wahl des Weißabgleiches für die Aufnahme des einzelnen Bildes nicht notwendiger Weise vor Ort vornehmen muss und den größtmöglichen Spielraum bei der Nachbearbeitung hat. Die zusätzliche Aufnahme einer Weißabgleichkarte oder Graukarte kann sich bei dieser Nachbearbeitung jedoch als nützlich herausstellen, da sich der notwendige Weißpunkt nicht in jedem Motiv finden lässt. Im Unterschied zum Rohdatenformat führt die Korrektur des Weißabgleichs einer Aufnahme, die im datenreduzierenden JPEG-Kompressionsformat gespeichert wurde, zu mitunter deutlichem Qualitätsverlust.

Weißabgleichkarte



Eine neutrale Weißabgleichkarte kann dabei als Referenz ähnlich einer Graukarte verwendet werden. Bei Verwendung einer Weißabgleichkarte gibt es keine Fehler wie bei den im nachfolgenden beschriebenen Ersatzlösungen, für Fälle, in denen keine genormte Referenz zur Hand ist.

In diesem wie in allen anderen Fällen des Weißabgleichs ist aber zu beachten, dass auch nach Durchführung des Abgleichs noch Unterschiede zwischen diversen Lichtquellen verbleiben: ein Weißabgleich bei bläulichem Licht führt beispielsweise dazu, dass bei den anschließenden Fotos dem gesamten Bild die Farbe blau entzogen wird, somit auch solchen Gegenständen, die eigentlich blau sein sollen. Dieser Effekt kann durch Verwendung einer Tageslichtlampe als Lichtquelle minimiert werden.

Siehe auch


* Belichtungsmessung
* Lichtplanung
* Chromatische Adaption

Weblinks


Wiktionary: Weißabgleich – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen

* nachträglicher Weißabgleich mit Gimp (Gimps.de)
* http://www.digitalkamera.de/Tip/11/72.htm - Fototipp: Weißabgleich – braucht man den? (Digitalkamera.de)
* http://www.photographie.de/workshops/digitipp_04_03.cfm - Online-Workshops: Weißabgleich - (Photographie Online)
* Ausführliche Seite über das Thema Farbtemperatur und Weißabgleich

Quelle

Teile Dieses Artikels inklusive der Bilder entstammen dem Artikel Weißabgleich der der deutschsprachigen Wikipedia. Dort findest Du Informationen über die Autoren und Lizensen der Texte und Bilder.


Kategorien


Beitrag Forum: Fotowiki   Geschrieben: So, 30. Dec 2007 14:47   Titel: Tiefenschärfe

Die Tiefenschärfe ist ein Schärfebereich entlang der optischen Achse eines optischen Systems.

Bildlich ist diese z.B. bei Landschaftsaufnahmen erkennbar:

Objekte in mittlerer bis unendlicher Entfernung sind auf dem Foto scharf abgebildet, dann liegt der Tiefenschärfebereich in den mittleren bis unendlichen Entfernungen.
Objekte im Nah- bis Mittelbereich sind scharf abgebildet. Dann liegt die Tiefenschärfe zwischen Nah- und Mittelbereich.

Physikalischer Hintergrund:

Wenn wir eine Kamera ohne Linse betrachten, haben wir nur die Blende (unglaublich, aber früher gab es solche Kameras..."
Weiterhin betrachten wir der Einfacheit halber auch nur einen Objektpunkt, welcher als Objektpunkt auf den Film gebracht werden soll. Wenn die Blende weit offen ist, so hat das einfallende Licht bzw. Lichtstrahlen viele verschiedene Wege, um auf den Film zu treffen. Die Summe der Möglichkeiten bildet eine definierte Kreisfläche. Wenn wir die Blende nun schließen, dann verringern wir damit auch die Anzahl möglicher Wege für das Licht. Dadurch verringert sich die Kreisfläche, die Kreisfläche wird kleiner. Die Kreisflächen werden letztendlich so klein, daß sie für das menschliche Auge oder für den Film nicht mehr als Fläche wahrgenommen werden, sondern als "scharfe" Punkte.

Man kann also sagen, daß man auch ohne Linse fotografieren kann. Die Linse dient eigentlich nur zum Sammeln von Licht.

Nützlich ist der Effekt der Tiefenschärfe, wenn man keine Möglichkeit der Scharfstellung hat. So z.B. bei schlechten Licht oder sich schnell bewegenden Objekten. Man verkleinert die Blende so weit, daß der Tiefenschärfebereich so groß ist, daß man mit einer groben Fokusierung auskommt.

Gestalterisches Mittel:

-bei Landschaftsaufnahmen wird meist ein großer Schärfebereich bevorzugt
-bei portaits ist es oft nützlich, den Hintergrung unscharf zu stellen. Dadurch wird der Blick auf das Wesentliche, dem Portrait, konzentriert.

Wer das Glück hat, noch eine Kamera zu besitzen, welche über eine AbblendtasteVorblendtaste verfügt (das ist meist nur noch bei älteren Modellen der Fall), kann den Effekt der Tiefenschärfe sehr schön im sucher Beobachten und die sich ändernden Schärfenbereiche bei sich ändernder Blende sehr gut vergleichen.

Weblinks


Beitrag Forum: Fotowiki   Geschrieben: So, 30. Dec 2007 14:41   Titel: Offenblende

Offenblende


Die Offenblende bezeichnet als numerischer Wert die größtmögliche Blendenöffnung eines Objektivs.

Angegeben wird nicht der Durchmesser der Blende, sondern das Öffnungsverhältnis, z.B. 1:2,8, oftmals auch als f:2,8 oder f/2.8 geschrieben, um die Abhängigkeit von der Brennweite des Objektivs hervorzuheben.

Fotografieren bei Offenblende hat verschiedene Auswirkungen:

  • Die Offenblende wirkt sich auf damit erstellte Bilder in der Form aus, dass die Schärfentiefe für ein gegebenes Objektiv und Aufnahmeformat kleinstmöglich ist. Dieses Gestaltungsmittel wird z.B. gern in der Portraitfotografie eingesetzt, um die abgebildete Person vom dann unscharfen Hintergrund abzuheben und die Aufmerksamkeit des Betrachters auf die Person zu lenken.
  • Bei Offenblende treten Fehler des Objektivs am deutlichsten hervor. Insbesondere leiden bei Offenblende erstellte Bilder oft an Vignettierungen, mangelndem Kontrast und verminderter Allgemeinschärfe. Bei den meisten Objektiven verbessert sich die Abbildungsqualität bei mäßigem Abblenden spürbar, jedoch verschlechtert sich die Schärfe bei sehr kleinen Blendeneinstellungen durch Beugungseffekte wieder.




siehe auch:
Beitrag Forum: Fotowiki   Geschrieben: Sa, 29. Dec 2007 19:01   Titel: Fotografie

Fotografie

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Das älteste erhaltene permanente Foto von Nicéphore Niépce von 1826



Als Fotografie oder Photographie (aus altgr. phos, Lich, Helligkeit und grapho, zeichnen, ritzen, malen, schreiben) bezeichnet man

  • ein technisches Verfahren, bei dem mit Hilfe von optischen Verfahren ein Lichtbild auf ein lichtempfindliches Medium projiziert und dort direkt dauerhaft gespeichert wird (analoges Verfahren) bzw. in elektronische Daten gewandelt und dann gespeichert wird (digitales Verfahren)
  • * das dauerhafte Lichtbild (umgangssprachlich kurz Foto genannt, auch Abzug, Vergrößerung oder Ausbelichtung), das durch fotografische Verfahren hergestellt wird; dabei kann es sich entweder um ein Positiv oder ein Negativ handeln




Definition


Als Fotografie bezeichnete man bis ins 20. Jahrhundert alle Bilder, welche rein durch Licht auf einer chemisch behandelten Oberfläche entstehen.

Die Fotografie ist ein Medium, das in sehr verschiedenen Zusammenhängen eingesetzt wird. Fotografische Abbildungen können beispielsweise Gegenstände mit primär künstlerischem (künstlerische Fotografie) oder primär kommerziellem Charakter sein (Industriefotografie, Werbe- und Modefotografie). Die Fotografie kann unter künstlerischen, technischen (Fototechnik), ökonomischen (Fotowirtschaft) und gesellschaftlich-sozialen (Amateur-, Arbeiter- und Dokumentarfotografie) Aspekten betrachtet werden. Des Weiteren werden Fotografien auch im Journalismus und in der Medizin verwendet.

Die Fotografie ist teilweise ein Gegenstand der Forschung und Lehre in der Kunstgeschichte und der noch jungen Bildwissenschaft. Der Kunstcharakter der Fotografie war lange Zeit umstritten, wird jedoch seit einigen Jahren zunehmend anerkannt. Einige Forschungsrichtungen ordnen die Fotografie der Medien- oder Kommunikationswissenschaft zu (zum Beispiel Werner Faulstich), auch diese Zuordnung ist aber umstritten.

Heutzutage ist mit der Digitalfotografie (oder Fotografie nach der Fotografie) und anderen fotografieähnlichen Bilderzeugungsmöglichkeiten eine neue Definitionsdiskussion entbrannt, die wohl noch einige Zeit die Geister scheiden wird.

Fotografie kann als Ausbildungsberuf (Fotograf), aber auch an Kunstakademien und Fachhochschulen oder autodidaktisch (Fotodesigner) erlernt werden (siehe Fotografische Organisationen). Die Fotografie unterliegt dem komplexen und vielschichtigen Fotorecht; bei der Nutzung von vorhandenen Fotografien sind die Bildrechte zu beachten.

Die Photographie ist eine wunderbare Entdeckung, eine Wissenschaft, welche die größten Geister angezogen, eine Kunst, welche die klügsten Denker angeregt – und doch von jedem Dummkopf betrieben werden kann (Nadar, 1856).


Fototechnik



Prinzipiell wird mit Hilfe eines optischen Systems, dem Objektiv,
fotografiert. Dieses projiziert das von einem Objekt
ausgesendete oder reflektierte
Licht auf ein lichtempfindliches Medium,
beispielsweise die lichtempfindliche Schicht eines
Films, und fixiert dieses als (latentes) Abbild darauf.




Objektiv einer Großformatkamera





Fotoapparat


Der fotografischen Aufnahme dient ein Fotoapparat oder eine Fotokamera. Durch Manipulation des optischen Systems (unter anderem die Einstellung der Blende, Scharfstellung, Farbfilterung, die Wahl der Belichtungszeit, der Objektivbrennweite, der Beleuchtung und nicht zuletzt des Aufnahmematerials) stehen dem Fotografen zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten offen. Als vielseitigste Fotoapparatbauform hat sich sowohl im Analog- als auch Digitalbereich die Spiegelreflexkamera durchgesetzt, allerdings werden für viele Aufgaben weiterhin die verschiedensten Spezialkameras benötigt und eingesetzt.



Lichtempfindliche Schicht


Bei der herkömmlichen Fotografie (Analogfotografie, Silber-Fotografie) ist die lichtempfindliche Schicht auf der Bildebene eine Dispersion (im allgemeinen Sprachgebrauch Emulsion). Sie besteht aus einem Gel, in dem gleichmäßig kleine Körnchen eines Silberhalogenids (zum Beispiel Silberbromid) verteilt sind. Je kleiner diese Körnchen sind, umso weniger lichtempfindlich ist die Schicht (siehe ISO 5800), umso besser ist allerdings die Auflösung („Korn“). Dieser lichtempfindlichen Schicht wird durch einen Träger Stabilität verliehen. Trägermaterialien: Zelluloseacetat, früher Zellulosenitrat (Zelluloid), Kunststofffolien, Metallplatten, Glasplatten, Textilien (siehe Film).

Bei der Digitalfotografie besteht das Äquivalent der lichtempfindlichen Schicht aus Chips wie CCD- oder CMOS-Sensoren.



Entwicklung und Fixierung


Durch das Entwickeln wird auf chemischem Wege das latente Bild sichtbar gemacht. Beim Fixieren werden die nicht belichteten Silberhalogenid-Körnchen wasserlöslich gemacht und anschließend mit Wasser herausgewaschen, so dass ein Bild auch bei Tageslicht betrachtet werden kann, ohne dass es nachdunkelt.

Ein weiteres älteres Verfahren ist das Staubverfahren, mit dem sich einbrennbare Bilder auf Glas und Porzellan herstellen lassen.

Ein digitales Bild muss nicht entwickelt werden; es wird elektronisch gespeichert und kann anschließend mit der elektronischen Bildbearbeitung am Computer bearbeitet und bei Bedarf auf Fotopapier ausbelichtet oder beispielsweise mit einem Tintenstrahldrucker ausgedruckt werden.



Geschichte der Fotografie


Siehe: Geschichte und Entwicklung der Fotografie

13. Jahrhundert


Der Name Kamera leitet sich vom Vorläufer der Fotografie, der Camera obscura („Dunkle Kammer“) ab, die bereits seit dem 11. Jahrhundert bekannt ist und Ende des 13. Jahrhunderts von Astronomen zur Sonnenbeobachtung eingesetzt wurde. Anstelle einer Linse weist diese Kamera nur ein kleines Loch auf, durch das die Lichtstrahlen auf eine Projektionsfläche fallen, von der das (auf dem Kopf stehende) Bild abgezeichnet werden kann. In Edinburgh und Greenwich bei London sind begehbare, raumgroße Camerae obscurae eine Touristenattraktion.

16. - 17. Jahrhundert

Ein Durchbruch ist 1550 die Erfindung der Linse, mit der hellere und gleichzeitig schärfere Bilder erzeugt werden können. 1685: Ablenkspiegel, ein Abbild kann so auf Papier gezeichnet werden.

18. Jahrhundert: Vorläufer und Vorgeschichte

Siehe auch Laterna magica, Panorama und Diorama. Chemiker wie Humphry Davy begannen bereits, lichtempfindliche Stoffe zu untersuchen und nach Fixiermitteln zu suchen.

19. Jahrhundert: Die frühen Verfahren

Die erste Fotografie wurde 1826 durch Joseph Nicéphore Nièpce angefertigt. 1837 benutzte Louis Jacques Mandé Daguerre ein besseres Verfahren, das auf der Entwicklung der Fotos mit Hilfe von Quecksilber-Dämpfen und anschließender Fixierung in einer heißen Kochsalzlösung oder einer normal temperierten Natriumthiosulfatlösung beruhte. Die auf diese Weise hergestellten Bilder, allesamt Unikate auf versilberten Kupferplatten, nannte man Daguerreotypien. Bereits 1835 erfand der Engländer William Fox Talbot das Negativ-Positiv-Verfahren. Auch heute werden noch manche der historischen Verfahren als Edeldruckverfahren in der Bildenden Kunst und künstlerischen Fotografie verwendet.

Im Jahr 1883 erschien in der bedeutenden Leipziger Wochenzeitschrift Illustrirte Zeitung das erste gerasterte Foto (Autotypie) in einem deutschen Presseorgan.

20. Jahrhundert: Die Formate werden kleiner


Fotografien konnten zunächst nur als Unikate hergestellt werden, mit der Einführung
des Negativ-Positiv-Verfahrens war auch eine Vervielfältigung im Kontaktverfahren möglich.
Die Größe des fertigen Fotos entsprach in beiden Fällen dem Aufnahmeformat, was in der
Regel sehr große, unhandliche Kameras
erforderte. Mit dem Rollfilm und insbesondere der von Oskar Barnack bei Leica entwickelten und 1924
eingeführten Kleinbildkamera, die den herkömmlichen 35-mm-Kinofilm verwendete, entstanden völlig
neue Möglichkeiten für eine mobile, schnelle Fotografie. Obwohl, durch das kleine Format bedingt, zusätzliche
Geräte zur Vergrößerung erforderlich wurden, und die Bildqualität mit den großen Formaten bei weitem nicht
mithalten konnte, setzte sich das Kleinbild in den meisten Bereichen der Fotografie als Standardformat durch.

Olympus 35 DC aus dem Jahre 1971






Ende des 20. Jahrhunderts: Einführung der Digitalfotografie


Die erste CCD (Charge-coupled Device) Still-Video-Kamera wurde 1970 von Bell konstruiert und 1972 melden Texas Instruments das erste Patent auf eine filmlose Kamera an, welche einen Fernsehbildschirm als Sucher verwendet.

1973 produzierte Fairchild Imaging das erste kommerzielle CCD mit einer Auflösung von 100 x 100 Pixel.

Dieses CCD wurde 1975 in der ersten funktionstüchtigen digitalen Kamera von Kodak benutzt. Entwickelt hat sie der Erfinder Steven Sasson. Diese Kamera wog 3,6 Kilogramm, war größer als ein Toaster und benötigte noch 23 Sekunden, um ein Schwarz-weiß-Bild mit 100x100 Pixeln Auflösung auf eine digitale Magnetbandkassette zu übertragen; um das Bild auf einem Bildschirm sichtbar zu machen, bedurfte es weiterer 23 Sekunden.

1986 stellte Canon mit der RC-701 die erste kommerziell erhältliche Still-Video-Kamera mit magnetischer Aufzeichnung der Bilddaten vor, Minolta präsentierte den Still Video Back SVB-90 für die Minolta 9000; durch Austausch der Rückwand der Kleinbild-Spiegelreflexkamera wurde aus der Minolta 9000 eine digitale Spiegelreflexkamera; gespeichert wurden die Bilddaten auf 2-Zoll-Disketten.

1987 folgten weitere Modelle der RC-Serie von Canon sowie digitale Kameras von Fujifilm (ES-1), Konica (KC-400) und Sony (MVC-A7AF). 1988 folgte Nikon mit der QV-1000C und 1990 bzw. 1991 Kodak mit dem DCS-System (Digital Camera System) sowie Rollei mit dem Digital Scan Pack. Ab Anfang der 1990er Jahre kann die Digitalfotografie im kommerziellen Bildproduktionsbereich als eingeführt betrachtet werden.

Die Technik der digitalen Fotografie revolutionierte auch die Möglichkeiten der digitalen Kunst, insbesondere durch die Technik der Fotomanipulation.

Auf der Photokina 2006 scheint die Zeit der Analogkamera endgültig vorbei zu sein.

Siehe auch: Chronologie der Fotografie, Geschichte der Fotografie, Edeldruckverfahren


Fotografie als Kunst


Der Kunstcharakter der Fotografie war lange Zeit umstritten; zugespitzt formuliert der Kunsttheoretiker Karl Pawek in seinem Buch "Das optische Zeitalter" (Olten / Freiburg i. Br. 1963, S. 58): „Der Künstler erschafft die Wirklichkeit, der Fotograf sieht sie.“

Auch der Fotograf Henri Cartier-Bresson, selbst als Maler ausgebildet, sah die Fotografie nicht als Kunstform, sondern als Handwerk: „Die Fotografie ist ein Handwerk. Viele wollen daraus eine Kunst machen, aber wir sind einfach Handwerker, die ihre Arbeit gut machen müssen.“ Gleichzeitig wurden gerade Cartier-Bressons Fotografien sehr früh in Museen und Kunstausstellungen gezeigt, so z. B. in der MoMa-Retrospektive (1947) und der Louvre-Ausstellung (1955).

Fotografie wurde bereits früh als Kunst betrieben (Julia Margaret Cameron, Lewis Carroll und Oscar Gustave Rejlander in den 1860ern). Erstmals trat die Fotografie in Deutschland in der Werkbund-Ausstellung 1929 in Stuttgart in beachtenswertem Umfang an die Öffentlichkeit, auch schon mit internationalen Künstlern wie Edward Weston, Imogen Cunningham und Man Ray; spätestens seit den MoMa-Ausstellungen von Edward Steichen (The Family of Man, 1955) und John Szarkowski (1960er) ist Fotografie als Kunst allgemein anerkannt.

Heute ist Fotografie als vollwertige Kunstform akzeptiert: Indikatoren dafür sind die wachsende Anzahl von Museen, Sammlungen und Forschungseinrichtungen für Fotografie, die Zunahme der Professuren für Fotografie sowie nicht zuletzt der gestiegene Wert von Fotografien in Kunstauktionen und Sammlerkreisen. Zahlreiche Gebiete haben sich entwickelt, so die Landschafts-, Akt-, Industrie-, Theaterfotografie u. a. m., die innerhalb der Fotografie eigene Wirkungsfelder entfaltet haben. Daneben entwickelt sich die künstlerische Fotomontage zu einem der malenden Kunst gleichwertigen Kunstobjekt. Eine besondere Kunstform der Fotografie sind Schattenbilder.



Fotografen



Die Fotografie als Objekt der Kunstwissenschaft wurde geprägt durch herausragende Fotografinnen
und Fotografen wie beispielsweise - ohne Wertung quer durch die Zeit- und Stilgeschichte der
Fotografie - W. H. Talbot, E. S. Curtis, Henri Cartier-Bresson, Ansel Adams, August Sander vor
dem 2. Weltkrieg, Otto Steinert, Richard Avedon, Diane Arbus und unzählige andere bis hin zu
"Modernen" wie Helmut Newton, Walter E. Lautenbacher, Thomas Ruff, Jeff Wall, Andreas Gursky

und Gerhard Vormwald. Mit jedem dieser berühmten Fotografen ist eine bestimmte Zeit, eine bestimmte
Auffassung von Fotografie, ein persönlicher Stil - möglicherweise innerhalb eines bestimmten Fachgebietes der
Fotografie - und eine eigene Thematik verbunden.
Fotograf im Studio, um 1850

Einige Fotografen organisierten sich in Künstlergruppen wie f/64 um Edward Weston in den USA in der
ersten Hälfte des 20. Jh. oder arbeiteten zusammen in Foto- oder Bildagenturen wie Magnum Photos oder
Bilderberg, andere arbeiten dagegen bevorzugt alleine.


Oft sind künstlerisch bekannte Fotografen in ihrem "Brotberuf" eher unauffällig und durchschnittliche
"Handwerker", erst in ihren freien Arbeiten treten sie mit Ausstellungen oder durch Preisverleihungen in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. Als Beispiel seien nur der Modefotograf Helmut Newton, der Werbefotograf Reinhart Wolf und der Landschafts- und Architekturfotograf Robert Häusser genannt: sie wurden mit völlig anderen Sujets als denen ihrer täglichen Arbeit bekannt, nämlich Aktfotografie, Food- und Architekturfotografie und mit künstlerischer eigenwilliger Schwarz-weiß-Fotografie.

Die Fotografie ist jedoch keine exklusive Kunstform, sondern wird auch von zahllosen Amateurfotografen betrieben; die Amateurfotografie ist der Motor der Fotowirtschaft und Motivation für die Produktion der allermeisten Bilder, deren Zahl weltweit monatlich in die Milliarden geht.

Siehe auch: Liste bedeutender Fotografen


Theorie und Praxis


Die Fotografie wird in zahlreichen Einzeltheorien diskutiert, eine einheitliche und umfassende Theorie der Fotografie existiert jedoch bisher nicht. Die Fotopraxis ist gekennzeichnet durch die gestalterische Gratwanderung zwischen der fotografischen Technik und der gewünschten Bildaussage; sie hat sich in den vergangenen rund sechzig Jahren differenziert und umfasst zahllose Bereiche von Schnappschussfotografie und Urlaubsfotografie über Luftbildfotografie und wissenschaftliche Fotografie bis hin zu Studiofotografie, spiritistischer Fotografie und digitaler Kunst.

Besondere Bereiche der Fotografie










Die Landschaftsfotografie ist ein bedeutendes Genre der Fotografie.

Die Fotografie lässt sich in verschiedene Stilrichtungen und nach technischen Unterschieden aufteilen. Einteilungen sind beispielsweise möglich nach

  • dem verwendeten Gerät (Lochkamera, Sucherkamera, Spiegelreflexkamera, Sofortbildkamera, Digitalkamera, Fachkamera auf optischer Bank oder Laufbodenkamera etc.: Kleinbildfotografie, Mittelformatfotografie, Großformatfotografie, Digitalfotografie usw.)
  • der Farbwiedergabe der Abbildung: Schwarz-weiß-Fotografie und Farbfotografie
  • der Art der Motivwahl und Motivation (Familienfotografie, Stillleben, Reportagefotografie, sozialdokumentarische Fotografie, Portraitfotografie, Aktfotografie, Kriegsfotografie, Werbefotografie, Bühnenfotografie, Architekturfotografie, Naturfotografie, Kinderfotografie, Reisefotografie, Partyfotografie, usw.)
  • dem technisch-gestalterischen Grundkonzept, wie zum Beispiel Low-key-Fotografie, High-key-Fotografie, abstrakte Fotografie, Lomografie
  • dem verwendeten Film- oder Negativformat (Kleinstbildformat, Kleinbildformat, Mittelformat, Großformat)
  • der Art der Nachbehandlung (Virage)


Es gibt einige Bereiche der Fotografie, in denen zum Teil mit besonderen Gerätschaften oder besonderen Filmen gearbeitet wird oder in denen Probleme auftreten, mit denen der "normale" Fotograf nicht konfrontiert wird. Hierzu zählen u. a. die









Röntgenfotografie


  • Aktfotografie
  • Amateurfotografie
  • Architekturfotografie
  • Astrofotografie
  • Edeldruckverfahren
  • Falschfarbenfotografie
  • Fotomosaik
  • Hochgeschwindigkeitsfotografie
  • Holografie
  • Infrarotfotografie
  • Kirlianfotografie
  • Kontaktradiografie
  • Landschaftsfotografie
  • Lomographie
  • Luftbildfotografie
  • Laufbildfotografie
  • Nachtfotografie
  • Naturfotografie
  • Portraitfotografie
  • Studiofotografie
  • Panoramafotografie
  • Röntgenfotografie
  • Satellitenfotografie
  • Schlierenfotografie
  • Sportfotografie
  • Tierfotografie
  • Unterwasserfotografie
  • Ultraviolettfotografie



Siehe auch


[list[*]Bildagentur
[*]Frozen Reality
[*]Pressefoto des Jahres
[*]Photographica
[/list]


Literatur


Bücher

  • Jost J. Marchesi: Handbuch der Fotografie. Band 1-3 im Schuber. Gilchingen: Verlag Photographie, Januar 2006. - ISBN 3-933131-77-4 (Rezension, Leseproben: [1])
  • Ansel Adams, Die Kamera, Christian 2002 - ISBN 388-472-070-8
  • Ansel Adams, Das Negativ, Christian 1998 - ISBN 388-472-071-6
  • Ansel Adams, Das Positiv, Christian 1998 - ISBN 388-472-072-4
  • Roland Barthes, Die helle Kammer. Bemerkung zur Photographie, Frankfurt am Main: Suhrkamp 1994/2005 ISBN 351-838-142-3
  • Walter Benjamin, Das Kunstwerk im Zeitalter seines technischen Reproduzierbarkeit (neben Barthes eines "der" Standardwerke)
  • Pierre Bourdieu, Eine illegitime Kunst: die sozialen Gebrauchsweisen der Photographie, Frankfurt am Main: Suhrkamp 1983 /Europäische Verlagsanstalt 2006 ISBN 343-446-162-0
  • Bernd Busch, Belichtete Welt: eine Wahrnehmungsgeschichte der Fotografie, München: Hanser 1989, ISBN 344-615-089-7
  • Gisèle Freund, Photographie und Gesellschaft, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1993 / 2002, ISBN 349-917-265-8
  • Judith Freyer Davidov, Women's Camera Work: Self/Body/Other in American Visual Culture, Duke University Press 1998
  • Stefan Hartwig, Gestaltung und Wahrnehmung von Public Relations-Bildern. Lehren aus der Wissenschaft. In: www.gpra.de
  • Wolfgang Kemp (Hrg.), Theorie der Fotografie, Gesamtausgabe in einem Band, Schirmer/Mosel 2006, ISBN 382-960-239-1
  • Hans-Michael Koetzle, Das Lexikon der Fotografen: 1900 bis heute, München: Knaur 2002, ISBN 342-666-479-8
  • Reinhold Mißelbeck: Prestel-Lexikon der Fotografen : von den Anfängen 1839 bis zur Gegenwart ; mit Glossar. München u.a.: Prestel 2002 (287 S.)
  • Beaumont Newhall, Geschichte der Photographie, Schirmer, Mosel, München 1998 / 2005 ISBN 388-814-319-5
  • (Franz-Xaver Schlegel) Das Werk. Technische Lichtbildstudien (1931). Vorbemerkung von Eugen Diesel (1931). Neudruck der Erstausgabe 1931 nebst Materialien zur Editionsgeschichte. Einführender Essay von Franz-Xaver Schlegel (2002). Hrsg. von der Albertina, Wien. Königstein i. Ts. 2002 (= Die Blauen Bücher). ISBN 3-7845-3560-7
  • Willy Puchner, Gestaltung mit Licht, Form und Farbe, München 1981, ISBN 3-87467-207-7
  • Franz-Xaver Schlegel, Das Leben der toten Dinge - Studien zur modernen Sachfotografie in den USA 1914-1935, 2 Bände, Stuttgart: Art in Life 1999, ISBN 300-004-407-8
  • Sigrid Schneider und Stefanie Grebe, Wirklich wahr!: Realitätsversprechen von Fotografien, Ostfildern-Ruit : Hatje Cantz], 2004
  • Susan Sontag, Über Fotografie, Wien: Hanser 2002
  • Susan Sontag, Das Leiden anderer betrachten , Frankfurt am Main: Fischer 2005
  • Tom! Striewisch, Der große Humboldt Fotolehrgang, Humboldt-Verlag 2005 - ISBN 389-994-017-2
  • Therese Mulligan, David Wooters, Geschichte der Photographie - Von 1839 bis heute. 25 Jahre Taschen. Jubiläumsausgabe, Taschen-Verlag 2005 - ISBN 382-284-775-5


Zeitschriften

  • Fotogeschichte
  • EIKON. Internationale Zeitschrift für Photographie und Medienkunst
  • Photographie




Weblinks






Siehe auch


Forum bei optisches-werk.de

Quelle: de.wikipedia.org Artikel: Fotografie Dort findest Du Infos über Autoren und Lizensen.



Kategorien:
Beitrag Forum: Fotowiki   Geschrieben: Sa, 29. Dec 2007 18:56   Titel: Filmempfindlichkeit

Die Filmempfindlichkeit wird in ISO angegeben (ISO = International Standard Organisation). Der ISO ersetzt den ASA-Index und die DIN-Norm und setzt sich aus diesen beiden zusammen: ISO 100/21° bedeutet ASA 100 bzw. DIN 21°, vereinfacht wird nur noch ISO 100 gesprochen.
Je höher der ISO-Wert, desto höher die Filmempfindlichkeit, und desto geringer jedoch die Kontraststärke und desto höher leider die Körnung des Filmes.

Skalierung der Filmempfindlichkeit und deren Äquivalenz zur Belichtungszeit und Blende:

Die typischen ISO-Werte sind:
  • 100
  • 200
  • 400
  • 800
  • 1600
  • 3200

Man erkennt, dass die je höhere Zahl das Doppelte der vorherigen Zahl ist. D.h. ein ISO 400 Film ist doppelt so empfindlich wie ein ISO-200 Film und halb so empfindlich wie ein ISO-800 Film. Das hat auf Belichtungszeit und Blende folgenden Einfluss:

ISO 200, Blende 8, Verschlusszeit 1/125 ist äquivalent mit ISO 100, Blende 4, Verschlusszeit 1/125 = ISO 400, Blende 16, Verschlusszeit 1/125. Genau so könnte man die Blende konstant halten und dafür die Verschlusszeiten halbieren bzw. verdoppeln.

Wieso verschiedene ISO-Typen? Weil der Vorteil hoher Empfindlichkeit einige Nachteile mit sich bringt. Hier eine Kurze Liste:
ISO 32 bis 100: lichtschwach, aber feinste Kornstruktur und beste Farb- und Kontrastwiedergabe. Anwendung bei bester Ausleuchtung, Bilder bei denen feinste Kontraste und Farben wichtig sind oder welche stark vergrößert (Poster) werden sollen.

ISO 200: mittlere Lichtstärke, gute Kontraste und Farben, noch gute Körnung. Anwendung als Allroundfilm. Mit diesem Film können eigentlich die meisten Motive „ge- oder erschossen“ werden

ISO 400: spürbare grobe Kornstruktur und geringerer Kontrast und Farbwiedergabe. Anwendung: wenn es auf sehr kurze Belichtungszeiten ankommt (bewegte Objekte, Teleobjektivaufnahmen Freihand) oder eine kleine Blendenöffnung zwingend erforderlich ist (Tiefenschärfe) oder die Lichtausbeute schlecht ist (Tele-Aufnahmen, Dämmerung..).

ISO 800 und höher: sehr grobkörnig, schlechter Kontrast und schlechter Farbumfang. Anzuwenden wenn keinerlei Hilfslichtquelle (z.B. Blitz) verwendet werden kann. Anwendung bei extremen Tele-Aufnahmen ( größer 500mm) Freihand, um durch geringe Belichtungszeit Verwackelungen auszuschließen. Durch die grobe Körnung wird man einen Effekt der Tiefenschärfe wohl kaum noch spüren...

Kleine Tabelle zum Gegenüberstellen von ASA und DIN:


ASA//DIN=DIN-ISO
50 // 18
100 // 21
200 // 24
400 // 27
800 // 30
1600 // 33
3200 // 36



Quellen: Meine grosse Fotoschule ISBN:3-88472-387-1
Beitrag Forum: Fotowiki   Geschrieben: Sa, 29. Dec 2007 18:16   Titel: Bildgestaltung

Bildgestaltung



Bildgestaltung ist die Anordnung und Verbindung formaler Elemente in einem Kunstwerk.

Psychologische Grundlagen


Aufmerksamkeit

Die Aufmerksamkeit ist die Fokussierung eines Sinnes (hier des Sehens) auf einen bestimmten Sinneseindruck. Der Bildteil, auf den die Aufmerksamkeit eines Betrachters gelenkt ist, wird weitaus schärfer und brillanter wahrgenommen als der Rest des Blickfeldes. Das liegt sowohl an der Verarbeitung durch das Gehirn als auch am Aufbau des Auges. Die Aufmerksamkeit muss also zugeteilt werden. Der Mensch konzentriert seine Aufmerksamkeit zumnächst auf potentiell interessante Bildelemente.

Darstellungen mit Eigenschaften, die in der realen Welt selten sind oder nicht vorkommen, ziehen die Aufmerksamkeit des Betrachters auf sich (etwa grelle, unnatürliche Farben). Ein weiterer Aspekt ist die Aufmerksamkeitszuwendung zu Bildteilen, die sich deutlich von den meisten anderen unterscheiden. Diese Differenz kann sich in verschieden Arten ausdrücken. Von diesen Aspekten unterscheidet sich die Aufmerksamkeitszuwendung aus emotionellen Gründen erheblich. Hierbei wendet sich der Betrachter Darstellungen zu, zu denen er eine emotionale Beziehung hat. Das gilt am häufigsten für Darstellungen von Menschen oder Gesichtern.

Gestaltungselemente


Bei der Bildgestaltung können verschiedene Gestaltungselemente angewandt werden. Diese können auf die Wirkung des Gesamtbildes einen erheblichen Einfluss haben. Im folgenden sind allgemeine Stilmittel beschrieben.

Farbe

Eine Farbe setzt sich aus drei Komponenten zusammen: Farbton, Sättigung und Helligkeit. Farben und sich daraus ergebende Kontraste wirken meist sehr emotional und direkt auf den Betrachter. In der Analyse der Stilmittel im Bezug auf Farben, kann man zwei Aspekte unterscheiden: Die einzelne Farbe und die Wirkung verschiedenen Farben untereinander.

Farbe an sich

Schon eine einzelne Farbe hat eine bestimmte Wirkung auf den Betracher. Diese beruht auf Assoziationen mit Erfahrungen und kulturellen Farbsinnbildern. Für die rein emotionelle Wirkung sind die Assoziationen aus Erfahrung entscheidend. Beispielsweise werden Gelb und Rot mit Wärme (Feuer, Hauterrötung), Blau dagegen mit Ferne, und Kälte (Wasser, Himmel, Eis) assoziiert. Eine warme Farbe wird meistens etwas emotionaler assoziert und zieht deshalb auch mehr Aufmerksamkeit auf sich.

Die kulturelle Bedeutung der Farben variiert dagegen stark. Während im westlichen Kulturkreis Gelb auch als die Farbe des Neides und der Falschheit steht, hat diese Farbe im Buddhistischen Kulturkreis eine sehr hohe und positive Stellung.

Kontraste

Image





















Harmonischer Farbkontrast

Verschieden Farben bilden Kontraste. Farben können sich, wie erwähnt, in Helligkeit, Farbton und Sättigung unterscheiden. Je stärker sich eine Farbe in einer oder mehrerer dieser Eigenschaften von der anderen unterscheidet, desto stärker der Kontrast. Besonders starke Kontraste können „flimmern“ und ein unangenehmes Gefühl hervorrufen. Das geschieht besonders bei hoher Helligkeit und Sättigung beider Farben, aber stark differierenden Farbtönen. Der Kontrast zwischen Farbtönen wird vom Menschen auch besonders deutlich wahrgenommen, weshalb Farbe und Farbton häufig gleichgesetzt werden.

Harmonien

Zusammenstellungen von Farben bilden Farbharmonien. Ob der Betrachter das Zusammenspiel der Farben als harmonisch empfindet, ist teilweise Subjektiv und von Modeströmungen und Sehgewohnheiten abhängig. Eine häufig angewandte Harmonie besteht aus mehreren ähnlichen Farben, denen eine Akzent- oder Kontrastfarbe gegenübersteht.

Form

Die Form eines Bildelementes in einem Bild ergibt sich durch den (realen) Umriss des Elementes und durch die gedachte dreidimensionale Form, die sich aus den Licht-Schatten-Verhältnissen ergibt. Ebenso wie Farbe werden Formen unbewusst mit bestimmten abstrakten Eigenschaften assoziert. Diese ergeben sich aus unseren Seherfahrungen. Beispielhaft seien hier die häufigen Assoziationen der Grundform des Kreises mit „weiblich“, „weich“ und „emotional“ und denen mit der Form des Quadrates als „männlich“, „bestimmt“ „hart“ und „rational“ genannt.

Die Form eines Objektes ist entscheidend für das Erkennen und Einordnen eines dargestellten Objektes. Dazu reicht bei einfachen Objekten häufig der einfache Umriss aus. Bei komplexeren Formen muss auch die Dreidimensionalität interpretiert werden, um das Objekt als einen bestimmten Gegenstand erkennen zu können.

Linien

Linien bilden sich an Objektkanten durch Farbkontrast oder durch gedankliches Verbinden von Bildelementen. Letztere sind daher subjektiv, dennoch ist das Sehverhalten der meisten Menschen ähnlich. Beispielsweise werden meistens die Bildschwerpunkte oder ähnliche Objekte miteinander in Verbindung gebracht. In der modernen Malerei und Computergrafik sind Linien oft ein wesentliches Bildelement.

Raum

Image








Schematische Darstellung der Zentralperspektive

Da Bildkomposition auf einem zweidimensionalen Medium stattfindet, ist Raum in der Bildgestaltung eine optische Täuschung. Um Raum zu simulieren, gibt es verschiedene Techniken. Die deutlichste ist dabei die Anwendung von Perspektive. Hierbei werden dreidimensionale Objekte auf einer zweidimensionalen Fläche so abgebildet, dass ein räumlicher Eindruck entsteht. In der Bildkomposition wird häufig die Zentralperspektive angewandt, die unserem Seheindruck am nächsten kommt. Farben können die Raumwarnehmung auch beeinflussen. Brillante Farben erscheinen näher, blasse, kalte und helle Farbtöne weiter entfernt. Das liegt vermutlich an unseren Seherfahrungen, da durch den Dunst in der Luft die Farben in der Entfernung verblassen.

Haptik

Obwohl das Empfinden der Haptik dem Tastsinn zugeordnet ist, kann die Haptik einer Oberfläche oft auch durch visuelle Eindrücke eingeschätzt werden. Typische Oberflächenhaptiken zeigen auch ein typisches visuelles Verhalten. So sind matte Oberflächen nur wenig rau, spiegelnde Oberfläche werden als glatt identifiziert, und sehr raue Oberflächen können an ihrem feinen Hell-dunkel-Muster erkannt werden.

Komposition


Die Komposition ist die eigentliche Bildgestaltung. Hierbei werden die formalen Elemente zu einem Kunstwerk zusammengefügt.

Gewichtung der Bildelemente

Das „Gewicht“ eines Bildelementes ist mit der Aufmerksamkeit, die es auf sich zieht, gleichzusetzen. Das Gewicht eines Bildelementes ist somit genauso subjektiv wie die Aufmerksamkeit. Die Verteilung der verschieden gewichteten Bildelemente entscheidet über die Gesamtwirkung des Bildes nach Ruhe oder Spannung. Eine Komposition, die sehr gleichmäßig gestaltet ist, erzeugt meistens einen ruhigen Eindruck.

Komposition der formalen Elemente

Die Art der Bildkomposition ist von den Intentionen des Künstler abhängig. Dazu gehören subjektive Empfindungen und die Schaffung einer gewünschten Bildaussage. Zur Kompositionshilfe gibt es mehrere Prinzipien, die meist harmonische Verhältnisse zwischen Bildelementen herstellen. Dazu gehören der Goldene Schnitt, die Dreieckskomposition und Gestaltungsraster. Sie finden oft im Grafikdesign und Layouts Anwendung. Dabei orientiert sich die Verteilung von Bildelementen an einem (unsichtbarem) Raster. Die Nutzung dieser Mittel ist jedoch eher als Kompositionshilfe und nicht als Garantie für ein gutes Bild zu betrachten. Auch in der Gesammtkomposition ist der Elementare Ausdruck von Ruhe oder Spannung zu beachten: Eine Komposition, die sehr gleichmäßig gestaltet ist, erzeugt meistens einen ruhigen Eindruck. Dementsprechend entsteht Spannung durch weniger gleichmäßige und kontrastreiche Komposition.

Mittel zur Bildgestaltung


Das bildgestalterische Konzept muss in einer Technik gestaltet werden. Die häufigste Unterscheidung verläuft zwischen Fotografie und Malerei. Die Malerei selbst gliedert sich wieder in verschiedene Techniken und Stilrichtungen.

Beim Zeichnen und in der Malerei

Diese beiden Kunstformen ermöglichen eine freiere Komposition als das Fotografieren. Hier sind etwa durch die Wahl der Farb-Qualität (Aquarell, Tempera, Öl oder Kunststoff) oder die (leichte) Dreidimensionalität bei Collagen vielseitige Möglichkeiten der Komposition gegeben. Auch die Malgründe spielen eine Rolle (Papier, Leinwand, Holz, …). Wieder andere Bedingungen ergeben sich bei Radierungen oder Stichen.

In der Fotografie

Generell ist die Gestaltung des Bildes die entscheidende Tätigkeit beim Fotografieren, die zum Teil auch durch besondere Anwendungen der Technik bestimmt wird. Bei einem Portrait zum Beispiel kann mittels der Kameraeinstellung der Vordergrund und/oder der Hintergrund vor dem scharf abzubildenden Objekt unscharf gehalten werden. In der Architekturfotografie sind beispielsweise mit der Balgenkamera Bilder zu gestalten, die mit Kameras ohne deren Möglichkeit der Verschiebung von Film- und Objektivebene nicht darstellbar sind. Beim Fotografieren dient – mit anderen Worten – die Kenntnis der Technik oft der Gestaltung. Dies gilt insbesondere in der Tiefe des aufzunehmenden Objekts/Motivs in Richtung der Objektivachse, also bei der Umsetzung des dreidimensionalen Motivs in ein zweidimensionales Bild (Schärfentiefe).

Konstruktion des Bildes mit der Kamera

Im Bereich der Kameratechnik sind Kenntnisse über die Beschaffenheit der lichtempfindlichen Mediums (Film/Sensor), die Funktionsweise des Fotoapparats und der Belichtungsmessung von besonderer Bedeutung für die Bildgestaltung. Eine exakte Kenntnis der Mechanik (etwa des Kameraverschlusses) ist nicht zwingend erforderlich, erleichtert jedoch das Verständnis.

Für Beleuchtung im Fotostudio oder die Beurteilung der Auswirkungen verschiedener Lichtquellen auf das lichtempfindliche Medium sind Kenntnisse über das Licht erforderlich. Dazu zählen die verschiedenen Farbtemperaturen verschiedener Lichtquellen ebenso, wie die Farbtheorie.

Gestaltung in der Dunkelkammer

Zum Fotografieren gehören auch Grundkenntnisse der Filmentwicklung und zur Dunkelkammer bzw. dem Fotolabor. Für viele Fotografen – besonders im künstlerischen Bereich – ist die Ausarbeitung des Abzugs (vom Dia oder Negativ) beziehungsweise heute des Digitaldrucks von ebenso großer Bedeutung wie das eigentliche Fotografieren.

Durch den Einsatz verschiedener Fotopapiersorten von „weicher“ bis „harter“ Gradation werden die Kontraste des Bildes gesteuert. Dies gilt für die Ausarbeitung von Schwarz-Weiß-Bildern, da bei Farbbildern nur die Wahl zwischen verschiedenen Oberflächen bleibt, jedoch nicht zwischen verschiedenen Gradationen. In der Farbfotografie werden neben den klassischen Vergrößerungen mit möglichst farbneutraler Darstellung auch „Cross-Verfahren“ verwendet. Das bedeutet, es werden Filmtyp und Entwicklungsbad vertauscht, zum Beispiel ein Dia im Negativprozess entwickelt, was zu besonderen Farbverschiebungen führt.

Literatur


* Andreas Feininger: Grosse Fotolehre. Heyne-Verlag, ISBN 3-453-17975-7
* Karen Ostertag: Die Fotokomposition (Creativ Fotografieren 3). München: Laterna magica 1982
* Harald Mante: Das Foto. Bildaufbau und Farbdesign. Verlag Photographie, ISBN 3933131561
* Marlene Schnelle-Schneyder: Sehen und Photographieren. Von der Ästhetik zum Bild Springer Verlag, ISBN-13: 978-3-540-43825-0
* Pina Lewandowsky, Francis Zeischegg Visuelles Gestalten mit dem Computer Rowohlt, ISBN 3499612135

Weblink


* Darstellung von Andreas Hurni

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Bildgestaltung aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.




Kategorien:
Beitrag Forum: Fotowiki   Geschrieben: Sa, 29. Dec 2007 17:49   Titel: Blendenzahl

Blendenzahl:

Die Blendenzahl ist der Quotient aus Brennweite und Objektivdurchmesser. D.h. bei einem f=80mm, bei dem Blende 16 eingestellt ist, beträgt die Öffnung der Blende 5mm. Je höher die Blendenzahl, desto kleiner die Öffnung.

Blendenzahl zur Bestimmung der Objektivqualität:

Auf den Objektiven steht oft folgende Angabe: 1:x, dabei bedeutet x = Blendenzahl bei voll geöffneter Blende. Z.B. 1:1,8 bedeutet bei einer Festbrennweite, dass die maximale Blendenöffnung 1,8 Blendenzahlen beträgt. Bei 1:1,8-3,5 f=70-210 bedeutet dies: Bei einer Brennweite von 70mm beträgt die max. Blendenöffnung 1,8 Blendenzahlen und bei 210mm Brennweite beträgt die max. Blendenöffnung 3,5 Blendenzahlen.
Da nun die Blendenzahl nur durch die Brennweite und dem Objektivdurchmesser bestimmt wird, können verschiedene Objektive in Bezug auf ihre Lichtstärke gut miteinander verglichen werden, voraus gesetzt sie besitzen die gleichen Brennweiten. Je kleiner die Zahl x bei 1:x ist, desto besser die Lichtstärke.

Die Blendenzahl hat Einfluss auf die Belichtungszeit, der Filmwahl und der Tiefenschärfe. Hierzu folgende Ãquivalenz:
Blende 8 bei 1/125 ist äquivalent zu Blende 16 bei 1/250 Belichtungszeit.
1:1,8 ist besser als 1:3,5 im Bezug auf die Stammdaten des Objektives (Lichtstärke)
f=100mm Blende 8 hat die gleiche Lichtstärke wie f=50mm Blende 16 bei gleichen Objektivdurchmesser und gleicher Güte, da folgende "Faustformel" gilt: Doppelte Brennweite ist gleich halbe Lichtstärke. Warum? Weil bei doppelter Brennweite eine kleinere Objektfläche (und damit eine geringere Lichtmenge) auf den Film projiziert wird. Also ein kleinerer Ausschnitt von einem Objekt wird auf eine stets konstant große Bildfläche projiziert und dadurch die Lichtmenge quasi "verdünnt". Näheres siehe in der Fotowiki.
Große Blendenzahl ist gleich große Tiefenschärfe....siehe dazu beim entsprechenden Artikel.



Quelle: Meine große Fotoschule ISBN: 3-88472-387-1
 
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